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Schiebepad Pro

Im September letzten Jahres wurde ein zweiter, separater Analogstick für den Nintendo 3DS vorgestellt, der von vielen zunächst nur belächelt wurde. Zudem wurde die Hardware überraschenderweise nicht von Nintendo selbst, sondern von Capcom in Verbindung mit Monster Hunter Tri G angekündigt. Knapp vier Monate später hat es das Zubehör auch endlich auf den europäischen Markt geschafft und daher habe ich mir das Schiebepad Pro einmal näher angeschaut.



Damit das Zusatzteil funktioniert, müsst ihr erst einmal die mitgelieferte AAA-Batterie einlegen. Dafür darf aber zuerst das Batteriefach aufgeschraubt werden, was zum Glück auch mit Hilfe eines stumpfen Messers oder einer Münze funktioniert. So schnell werdet ihr das Fach aber nicht wieder öffnen müssen, denn laut Nintendo läuft das Schiebepad Pro mit einer Batterie bis zu 400 Stunden. 

Ist das geschafft, kann der 3DS ganz einfach in die Halterung eingelegt werden, in der er dann von mehreren Gummierungen festgehalten wird. Nun ergibt sich schon der erste Nachteil des neuen Zubehörs, denn aus dem kleinen handlichen Nintendo 3DS wird nun ein großer Klotz, der in keine normale Hosentasche mehr passen dürfte.  Allerdings muss man auch sagen, dass das Ganze abgesehen vom zusätzlichen Gewicht immer noch gut in den Händen liegt, besonders für Spieler mit großen Klauen.

Obwohl euch das Add-On Freiräume für den Netzstecker, die Kopfhörer und den Lautstärkeregler lässt, werdet ihr nicht drum herum kommen, den Handheld des Öfteren wieder herauszunehmen. An den Stylus und den WLAN-Schalter kommt ihr dann nämlich nicht mehr heran. Wollt ihr den Handheld mittels Ladeschale aufladen oder ein neues Spiel einlegen, müsst ihr ebenfalls unweigerlich das Schiebepad Pro wieder entfernen, was dann doch auf Dauer ziemlich nervig werden kann.

Aber was bringt das Plastikteil eigentlich für Features mit sich? Neben dem zweiten Schiebepad, welches sich genauso gut bedienen lässt wie das des 3DS, kommen noch zwei weitere Schultertasten (ZL und ZR) hinzu, welche sehr gut zu erreichen sind. Während die L-Taste des Handhelds auch mit angebrachtem Zubehör noch gut zu bedienen ist, lässt sich die rechte Schultertaste nur ziemlich schwer erreichen. Deshalb hat Nintendo auf dem Schiebepad Pro nochmals eine R-Taste integriert, die zwar auch nicht ganz optimal, aber immerhin noch besser als die Standard-Taste des Handhelds sitzt. Dass das Add-On sehr nützlich sein kann, beweist schon das kürzlich erschienene Resident Evil: Revelations, welches sich dank Schiebepad Pro deutlich besser steuern lässt. Denn obwohl man diesmal erstmals gleichzeitig laufen und schießen kann, funktioniert das Ganze mit einem Analogstick nur bedingt, da der Laserpointer dann nicht mehr bewegt werden kann und man starr in eine Richtung zielt. Kommt das zweite Schiebepad zum Einsatz, übernimmt dieses die Steuerung der Waffen und der Kamera. Gezielt wird dann mit der ZL-Taste, während anstelle des Y-Buttons mit der ZR-Taste gefeuert wird.

Hat man einmal Revelations mit Schiebepad Pro gespielt, will man gar keine andere Steuerung mehr haben. Aber hier gibt es noch einen kleinen Haken, denn bisher kann man es nur in den Spielen verwenden, die es auch unterstützen. Selbst im Menü des Nintendo 3DS ist es bisher nicht nutzbar. Ob sich das eventuell mit kommenden Firmware-Updates ändern wird, steht noch in den Sternen. Die spannendste Frage ist jedoch, ob Nintendo und die zahlreichen anderen Spieleentwickler auch das Potenzial des neuen Zubehörs nutzen und wir in Zukunft die meisten Titel damit spielen können. Bisher ist nur bekannt, dass Metal Gear Solid: Snake Eater 3D, Monster Hunter Tri G und Kid Icarus: Uprising Gebrauch davon machen werden.



Fazit:
Auch wenn es nicht wirklich schön aussieht, macht das Schiebepad Pro seine Sache in Resident Evil: Revelations schon einmal mehr als gut. Die Steuerung geht viel besser von der Hand und man will das zweite Schiebepad und die zusätzlichen Schultertasten schon bald nicht mehr missen. Jetzt muss sich nur noch zeigen, ob in Zukunft auch genügend Spiele davon Gebrauch machen werden. Ob die Hardware einem wirklich 20€ wert ist, muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden. Empfehlen kann ich es euch aber auf jeden Fall!

Autor: Benjamin Böttcher

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Schiebepad Pro!



Veröffentlicht von Pascal Hartmann am 09.02.12

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