Die Pokémon-Welt ist ein friedlicher Ort. Natürlich, es gibt immer ein paar Bösewichte und Organisationen, die ein bisschen Ärger machen, aber sonst ist es eigentlich ein total lieb da. Nun, dies könnte man zumindest denken, wenn man einen sehr oberflächlichen Blick auf die Serie hat. Denn wenn man sich einmal genauer damit beschäftigt, findet man schnell heraus, wie grausam manche Pokémon sind und erfährt andere, schockierende Fakten. So wird beispielsweise auch die Frage beantwortet: „Was essen die Menschen in der Pokémon-Welt eigentlich? Doch nicht etwa... POKÉMON?!“ Die grausame Wahrheit erfahrt ihr im folgenden Text...
Die Wahrheit über Glurak:
Im Pokédex der Roten und Blauen Edition steht zu Glurak folgende Beschreibung: „Dieses Pokémon kann mit seinem Feueratem Felsen schmelzen. Es verursacht ab und zu Waldbrände.“
Was da so lapidar hingeschrieben scheint, birgt eine viel größere Grausamkeit, wenn man einmal genauer darüber nachdenkt. Wir alle wissen aus unserer realen Welt, wie schlimm ein Waldbrand sein kann. Die Landschaft wird vernichtet, Tiere und sogar Menschen sterben und es ist unfassbar schwierig, einen solchen Brand aufzuhalten. Das bedeutet also, dass ein Glurak wohl nicht selten für den Tod von dutzenden Pokémon und definitiv auch Menschen verantwortlich sein dürfte! Nur, weil es ein wenig Feuer spuckt.
Die Wahrheit über Pixi und Gengar:
Diese Theorie kursiert schon etwas längere Zeit im Internet. So besagt sie, dass es sich bei Gengar um ein totes Pixi handelt, bei denen die böse Seite nach dem Tod nun freien Lauf hat. Wenn man sich einmal ein Vergleichsbild anschaut, dann fällt einem auf, dass eine solche Theorie nicht ganz unlogisch erscheint. Auch wenn man sich die Pokédex-Einträge zu den beiden Pokémon einmal genauer anschaut, dann fällt einem etwas auf.
So besagt der Diamant-Eintrag, dass Pixis sich besonders häufig bei Vollmond zeigen und in den Bergen leben. Gengar hingegen erschrecken ihre Gegner gerne bei Vollmond... und ebenso in den Bergen.
„Man sagt, es ist aus Dunkelheit entstanden, um denjenigen, die sich in den Bergen verirrt haben, das Leben zu rauben.“ (Feuerrot)
Wir sehen also, Gengar werden (wahrscheinlich) aus der dunklen Seite eines Pixi geboren und RAUBEN Leben, sprich, sie töten Mensch und Pokémon! Doch nicht umsonst handelt es sich um ein Geist-Pokémon. Sie sind die wahre, grausame Seite der Pokémon-Welt, wie wir im Laufe des Textes noch feststellen werden.
Pokémon-Friedhöfe:
In diversen Ablegern der Reihe, beispielsweise Rot/Blau oder Schwarz/Weiß, finden wir Orte, welche die letzte Ruhestätte für Pokémon darstellen. Dies zeigt uns ja schon einmal, dass Pokémon keine unsterblichen Wesen sind, auch wenn manche über hunderte von Jahren leben (Schillok oder Vulnona zum Beispiel). Doch wo sind eigentlich die Friedhöfe für Menschen? Und was geschieht mit einem Pokémon, dessen Trainer verstorben ist? Bleibt es für immer ein trauerndes Objekt, welches von Trainer zu Trainer gereicht wird, bis es stirbt? Oder gibt es in der Pokémon-Welt auch ein Pokémon-Heim für Tiere, die ihren Trainer verloren haben? Fragen über Fragen. Ganz abgesehen davon, dass sich auf den Pokémon-Friedhöfen oftmals Geist-Pokémon herumtreiben, was die Frage aufkommen lässt: Sind Geist-Pokémon allesamt tote Taschenmonster oder handelt es sich dabei einfach um einen Ort, an dem sich diese Spezies gern versammelt?
Die Wahrheit über Apollo:
Bei Apollo handelt es sich um ein Wesen aus einer anderen Dimension, welches in unsere Welt gekommen ist, um... Naja, unsere Seelen zu rauben.
„Dieses Pokémon saugt seinen bemitleidenswerten Opfern ohne Gnade die Seele aus dem Leib.“ (Gelb) / „Wenn Alpollo dich zu sich lockt, während es durch die Dunkelheit schwebt, darfst du ihm nicht zu nahe kommen. Es wird an dir lecken und dein Leben stehlen.“ (Smaragd)
Wir sehen also, dass es sich bei Apollo nicht unbedingt um einen netten Zeitgenossen handelt, sondern um einen brutalen Geist, der ohne zu zögern Lebewesen tötet. Und das aus eigenem Vergnügen heraus!
Die Wahrheit über Tragosso:
Ich möchte an dieser Stelle einfach mal darauf hinweisen, dass Tragosso den Schädel ihrer eigenen Mutter tragen. Die Mutter ist gestorben und das arme Pokémon, welches soeben seine einzige Bezugsperson verloren hat, setzt ihren Schädel auf und lebt fortan damit. Es weint täglich und ist ununterbrochen am Boden zerstört. Im Grunde haben wir hier quasi ein komplett zerstörtes Leben und wir nutzen es aus, indem wir es in einen Pokéball quetschen und gegen andere Pokémon kämpfen lassen. Fan-Theorien besagen übrigens, dass es sich bei einem Tragosso um das Junge aus einem Kangama-Beutel handelt. Schädelform und Aussehen würden zumindest perfekt passen. (Mal ganz abgesehen davon, dass Tragosso und Knogga mit Knochen kämpfen. Leichenschändung at its best!)
Die Wahrheit über die Attacken Explosion und Finale:
Stellt euch einmal vor, aus eurem Inneren heraus explodiert eine gigantische Bombe. Richtig, das könnte eventuell ein paar kleinere Schmerzen verursachen. Und genau darum handelt es sich bei den beiden Pokémon-Attacken Explosion und Finale. In beiden Fällen explodiert das Pokémon, um den Kampf zu gewinnen und opfert dabei sein eigenes Leben. Natürlich, in der Serie und im Spiel kann man dann dank eines Pokémon-Centers die armen Wesen wieder heilen, aber dennoch müssen es unendliche Schmerzen sein, die diese armen Pokémon bei dem Einsetzen dieser Attacke durchleiden. Wer seinen „Partnern“ das freiwillig antut, ist ein schlechter Mensch.
Ninjatom stiehlt eure Seele, egal, was ihr macht:
Wenn sich ein Nincada weiterentwickelt, dann wird daraus ein Ninjask. Doch habt ihr noch einen freien Platz im Team, bekommt ihr ein weiteres Pokémon, welches äußerst mysteriös ist: Ninjatom. Dabei handelt es sich um den weggeworfenen Panzer von Nincada, welcher keinerlei Lebenszeichen von sich gibt und nur eine leere Hülle zu sein scheint. Doch laut Pokédex stiehlt dieses Pokémon jedem die Seele, der dessen Rückseite erblickt. Und wer macht dies sofort, sobald er es das erste Mal einsetzt? Richtig, ihr, die Pokémon-Trainer! Auch sobald man es öffnet, stiehlt es einem die Seele. Ihr seht also, es ist nahezu unmöglich, nicht von Ninjatom getötet zu werden.
Besiegt ihr ein Spoink, dann tötet ihr es:
Sind Spoink nicht unglaublich süße Wesen? Wie sie da auf ihrer Sprungfeder umherspringen und dann noch diese putzige Schweinsnase! Doch leider ist die Existenz eines Spoink keine fröhliche. Das Springen des Pokémon dient dazu, sein eigenes Herz in Bewegung zu halten und zum Schlagen zu bringen. Sobald es aufhört zu springen, stoppt sein Herz und es stirbt. Nun, was denkt ihr, passiert mit einem Spoink, dass K.O. geschlagen wurde? Richtig. Es fällt um. Und ihr seid an seinem Tod schuld.
Die Wahrheit über Banette:
Wie oft kommt es vor, dass kleine Kinder einfach ihre Puppen wegwerfen und sie nicht mehr haben wollen? Sicherlich viel zu oft. Doch in der Pokémon-Welt passiet es manchmal, dass genau diese Puppen sich aufgrund von starken Hassgefühlen und Flüchen dann in ein Banette verwandeln. Dieses Taschenmonster hat dann nur ein einziges Ziel: seinen ehemaligen Besitzer finden. Doch was wird dieses mit Hass gefüllte Pokémon wohl dann tun? Sicherlich das, was es auch mit allen anderen Personen und Pokémon macht, auf die es trifft: sie mit üblen Flüchen belegen...
Das grausame Eis-Geist Pokémon Frosdedje:
Bei dem Pokémon Frosdedje soll es sich laut Pokédex-Einträgen um die Pokémon-Wiedergeburt einer Person, welche in den Bergen verunglückt ist, handeln. Doch es hört nicht dabei auf, dass Menschen scheinbar nach ihrem Tod zu Pokémon werden und das ist ja eigentlich schon gruselig genug. Doch Frosdedje ist dann auch nicht gerade ein freundliches Pokémon. So friert es seine Beute mit seinem -50° kaltem Atem komplett ein und, jetzt kommts, stellt diese Beute dann irgendwo heimlich aus. Sprich, Frosdedje haben ihre eigene kleine Sammlung von toten, eingeeisten Opfern, welche mit großer Wahrscheinlichkeit aus Pokémon und Menschen besteht.
Es ist raus: Menschen (und Pokémon) essen Pokémon!
Lange Zeit war nicht klar, wovon sich die Menschen in der Pokémon-Welt eigentlich ernähren. Denn in den Spielen wurde nie so richtig direkt erwähnt, dass man Pokémon isst. Doch nun, in Pokémon Schwarz 2 und Weiß 2, ist es raus. Der Pokédex-Eintrag von Barschuft beginnt mit folgenden Worten: „Es gilt als Delikatesse.“
Auch wurde im Anime, eher in einem Nebensatz, vor langer Zeit einmal erwähnt, dass Karpador sich nicht zum Verzehr eignen würden, da sie innen hohl seien. Also ziehen wir daraus folgenden Schluß: Das leckere Fleisch, das Rocko, Ash und Co. im Anime essen? Miltank-Euter, Pikachu-Schnitzel und Taubsi-Nuggets!
Makabaja sind verstorbene Menschen mit einem grausigen Detail:
Durch diverse Pokédex-Einträge haben wir bereits gelernt, dass es manchmal vorkommen kann, dass ein Mensch sich nach seinem Tod in ein Pokémon verwandelt. Doch bei keinem Pokémon geschieht dies auf eine solch grausame Art und Weise, wie es bei Makabaja der Fall ist. So entsteht dieses Pokémon aus den Seelen von seit langer Zeit verstorbenen Menschen und die Maske, die es mit sich trägt, ist ein Abbild des Gesichts, das der Mensch einst hatte. Laut Eintrag „weint es, wenn man ihm in die Augen sieht.“ Sprich, das Pokémon ist dazu verdammt, bis in alle Ewigkeit durch die Maske an sein menschliches Leben erinnert zu werden.
Seelen-Sauger Lichtel, Laternecto und Skelabra:
Bei diesen drei Pokémon handelt es sich um Pokémon mit dem Aussehen einer Kerze, einer Laterne und einem Kronleuchter. Eigentlich harmlos, richtig? Falsch. Die Flamme von Lichtel entfacht sich nur, wenn es an der Lebensenergie eines Menschen oder Pokémon zehrt. Laternecto schwebt durch Städte und Krankenhäuser, um dort die Seelen der soeben Verstorbenen zu fressen. Die Skelebra gehen jedoch noch einen heftigen Schritt weiter: Sie saugen die Seelen ihrer Feinde aus, bis nur noch eine leere Hülle übrig ist und verbrennen dann ihr Opfer. Manchmal jedoch lassen Laternecto ihre Opfer auch am Leben, doch diese irren dann für immer ziellos durch die Welt.
Weitere grausame Fakten aus der Pokémon-Welt:
Ihr seht also, so zuckersüß und bunt ist die Welt der Pokémon gar nicht. Sie ist im Grunde genommen möglicherweise sogar noch gefährlicher und brutaler als unsere. Da soll noch mal einer sagen, Pokémon sei nur was für Kinder...
Autor: Eric Sohr