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Nintendo-Konsolen: Super Nintendo (SNES)

Mit dem NES begann Nintendos Dominanz in den Kinderzimmern. Doch die Konkurrenz schläft nicht, sodass sich der japanische Konzern in den folgenden Jahren mit einigen Herausforderern konfrontiert sah. Hervorzuheben wären hier die PC Engine sowie das Sega Mega Drive. Beide Konsolen waren dem NES haushoch überlegen, doch Nintendo blieb ruhig und veröffentlichte das Super Nintendo erst im Jahre 1990 in Japan, zwei bis drei Jahre später als Sega und NEC ihre Konsolen herausbrachten. In Deutschland war es sogar erst zwei Jahre später so weit. Doch der späte Release hinderte die neue Nintendo-Konsole nicht daran, fast genauso erfolgreich zu werden wie schon sein Vorgänger. Es wurden fast 50 Millionen Stück weltweit verkauft.



Das lag natürlich vorrangig an den Spielen, aber auch technisch hatte das SNES (bzw. Super Famicom in Japan) so einiges zu bieten. Schon die ersten Spiele wie Super Mario World zeigten mit ihrer weitreichenden Farbpalette, großen Levels und gigantischem Umfang, was alles in dem grauen Kasten steckt. Zwar konnte die Konsole nicht sofort mit der Konkurrenz mithalten, doch Nintendo konterte geschickt: Sie bauten für grafisch aufwendigere Spiele einfach weitere Chips und Speichererweiterungen in die Spielmodule ein! So wurde das Super Nintendo quasi erweitert, ohne dass der Konsument extra Hardware kaufen musste. Am bekanntesten dürfte wohl der SuperFX-Chip sein, der dem Spiel Starwing zu seiner charakteristischen, eckigen und damals ungemein beeindruckenden Grafik verhalf.

Doch Nintendo hatte noch mehr zu bieten, was optische Glanzleistungen angeht. Stichwort: Mode 7. Bei diesem Grafiktrick wurden Teile des Bilds vergrößert und verkleinert. Zusätzlich konnten sie gedreht werden. Das verhalf dem Super Nintendo zu einer Pseudo-3D-Grafik, wie man sie vorher nicht kannte. In Erinnerung geblieben sind vielen Spielern sicherlich Bowsers Anflug im Koopacopter (ich nenne das Teil jetzt einfach mal so), der den Spielern entgegenkommende Kampfjet in Super Probotector, der Lava-Level aus Axelay oder einfach nur Super Mario Kart bzw. F-Zero. Da konnte die Konkurrenz nicht mithalten. Besonders beeindruckend waren dann jedoch RareWares (heutzutage nur noch Rare) Donkey Kong Country-Spiele. Was diese Titel an Grafikdetails auf den Fernseher zauberten, war zu der Zeit unglaublich. Doch auch soundtechnisch war der Nintendo-Klopper den anderen Konsolen überlegen und in der SNES-Ära wurden so einige Videospielthemes kreiert, die noch heute für wohlige Schauer sorgen.

Ihr merkt also, Nintendo war nicht immer auf dem Low-Tech-Trip. Und auch für den Nachfolger des NES mit seinem Disk System gab es ein ziemlich kurioses Zubehör-Gerät, das aber nie den Weg über den großen Teich schaffte. Gemeint ist hier natürlich das Satellaview, mit dem sich das Super Nintendo über einen Satelliten unter anderem Updates zu Zelda und F-Zero herunterladen konnte. Das war jedoch pro Tag immer nur während einer bestimmten Zeitspanne möglich, da dem dafür zugedachten Signal vom Satellitenbetreiber nur diese Zeit zugesprochen wurde. Geplant war außerdem ein CD-Laufwerk, das bekanntermaßen von Sony entwickelt werden sollte, die schon den Soundchip des SNES lieferten. Doch ihr kennt die Geschichte: Der damalige Präsident von Nintendo, Hiroshi Yamauchi, hinterging seinen Geschäftspartner, indem er heimlich einen neuen Vertrag mit Philips aushandelte, Sony damit im Regen stehenließ und die Ehre ankratzte, woraus schlussendlich die PlayStation resultierte.



Ein Stück Zusatz-Hardware jedoch wird für immer Unvergessen bleiben: der Super Game Boy. Dank ihm konnten alle Game Boy-Kracher auf dem heimischen Fernseher gespielt werden. Wie auch die Konsole selbst ist das Zubehör in grau gehalten. Wahrscheinlich, um dem SNES das Gefühl von Hochwertigem zu verpassen und auch in Tradition zum NES, waren bunte Farben auf dem Gehäuse nicht aufzufinden. Nur das Logo und die vier Tasten auf dem Controller glänzten in Regenbogenfarben. Auffällig ist außerdem, dass wir Europäer vom Design her dieselbe Konsole bekamen wie die Japaner, während in den USA ein Redesign vorgenommen wurde. So hatte die amerikanische Version große, lilafarbene Gehäuseschalter.

Doch wenn man über das Super Nintendo bzw. Super Famicom schreibt, kommt man nicht umhin, näher auf den Launch einzugehen. Denn dieser fand in Japan am 21. November 1990 statt, einem Mittwoch. Die zum Release erhältlichen 300.000 Konsolen waren schnell ausverkauft und wegen der vielen enttäuschten Käufer und Krankmacher bat die japanische Regierung im Nachhinein alle Konsolenhersteller, ihre neuen Geräte in Zukunft doch bitte am Wochenende zu veröffentlichen. Da auch die Yakuza (japanische Mafia) Wind vom SNES und dem wahrscheinlichen Erfolg bekam und sich hohe Geschäfte auf dem Schwarzmarkt ausrechnete, wurden die Konsolen in später Nacht ausgeliefert.

Aber Spieler waren nicht immer glücklich mit dem Super Nintendo. So gab es einen großen Aufschrei, als die SNES-Version von Mortal Kombat komplett blutleer und Gewaltfrei blieb, weil Nintendo eine derartige Gewaltorgie nicht auf ihrer Konsole sehen wollte. Mit Teil 2 der blutrünstigen Beat’em Up-Serie änderte sich das aber, weil man schlechte Verkaufszahlen fürchtete und sich Nintendo auf die zuvor gestartete ESRB verließ, die wegen Mortal Kombat gegründet wurde, um Kinder vor solchen Spielen zu schützen (quasi Amerikas USK). Wie schon beim NES veröffentlichte Nintendo ein kleineres Super Nintendo unter dem Namen Super Nintendo Jr., um die Verkäufe noch ein bisschen hinauszuziehen. Verkauft wurde das Super Famicom Jr. (so hieß das kleinere Design in Japan) noch bis 2003, in Europa und in den USA war es schon vor der Jahrtausendwende vorbei mit der Konsole.



Doch genug mit der Hardware, was wirklich zählt, sind die Spiele! Und was das angeht, hat das SNES ein unglaublich starkes Line-up. Angefangen natürlich mit den Nintendo-eigenen Spielen und –Helden, die in zahlreichen Spielen ihren Mann stehen mussten, belieferten vor allem die beiden Entwicklerteams  Square und Enix das Super Nintendo mit qualitativ hochwertigen Spielen. So gab es insbesondere viele Rollenspiele auf der Konsole, die noch heute viele Fans haben. Jedoch wurden nur wenige von ihnen in Deutschland veröffentlicht, wie zum Beispiel Lufia, Secret of Mana oder Terranigma. Spannend war damals die Veröffentlichung von Mario Paint, das zusammen mit einer Maus ausgeliefert wurde. Doch wie so viel Zubehör von Nintendo wurde es anschließend kaum noch genutzt.

Die wichtigsten Spiele:

  • Chrono Trigger
  • Donkey Kong Country
  • Final Fantasy III (Japan: Final Fantasy VI)
  • Harvest Moon
  • Sim City
  • Starwing
  • Super Mario Kart
  • Super Mario World
  • Super Mario World 2: Yoshi’s Island
  • Super Metroid
  • Super Street Fighter II
  • The Legend of Zelda: A Link to the past

Autor: Pascal Hartmann


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