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Nintendo-Konsolen: Nintendo Wii

Nachdem der Nintendo GameCube leider weit hinter den Verkaufszahlen der PlayStation 2 und Xbox zurücklag, sprach Nintendos neuer Präsident Satorou Iwata auf der E3 2004 erstmals von einem Nachfolger der Würfel-Konsole. Der Chef von Nintendo sagte dem Publikum, dass er zwar Hardware-Daten nennen könnte, dies jedoch nicht machen würde, da die Rechenleistung nicht ausschlaggebend für das Revolutionäre der neuen Konsole sei.



Auf der E3 2005 wurde dann erstmals ein Teaser-Trailer zur neuen Konsole Revolution gezeigt, der nun auch endlich verdeutlichte, wie der neuartige Controller, genannt Wiimote, zum Einsatz kommen soll. Dieser kabellose Controller besitzt integrierte Bewegungssensoren, welche die Bewegungen berechnen und über die Sensor-Leiste an die Konsole weiterleiten. Mit dieser Funktion war der Spieler erstmals näher am Spielerlebnis als je zuvor. Aus dem Teaser-Trailer erfuhren Interessenten auch, dass die neue Konsolebereits im nächsten Jahr, also 2006, erscheinen sollte.

Als dann eine leicht veränderte Konsole namens Nintendo Wii am 08.12.2012 in Europa erschien, war die Konsole eines der Must-Haves zum Weihnachtsfest und entsprechend schnell war die Konsole vergriffen. Durch das neue Konzept der Konsole wurde die Wii nicht nur unter Zockern ein begehrtes Gut, sondern löste auch bei bisherigen Nichtspielern großes Interesse aus. Denn wie auch schon beim Nintendo DS wollte man bei Nintendo genau diese Käuferschicht erreichen. Die Wii kostete zu ihrem Launch 249 Euro und war somit deutlich günstiger als die damals erhältliche Xbox 360, welche zwar deutlich mehr Rechenleistung besitzt, aber zu ihrer Einführung im Winter 2005 stolze 479 Euro kostete.

Die Wii umging jedoch ganz charmant die Konkurrenz, welche später sogar um die nochmals mächtigere PlayStation 3 erweitert wurde und stand nun in immer mehr Haushalten neben dem Fernseher. Spiele wie Wii Fit oder Wii Play, welche für alle Altersgruppen entwickelt wurden, verkauften sich wie geschnitten Brot und so wurden schon bald Nachfolger zu diesen Spielen angekündigt. Doch diese neuen Spiele sollten die Käufer der Konsole schon bald spalten.

Durch den großen Erfolg von Titeln wie Just Dance und Wii Party, welche häufig auch als Casual-Titel bezeichnet werden, fühlten sich viele der alteingesessenen Spieler benachteiligt. Schließlich wollten sie Spiele wie Metroid und Zelda und davon massenweise. Nintendo selbst lieferte zwar Hochkaräter wie Metroid Prime 3, Super Mario Galaxy und The Legend of Zelda: Twilight Princess, doch konnten diese Titel die Fans auf lange Sicht nicht zufrieden stellen. Auch Drittanbieter entwickelten zu Beginn der Konsole fleißig „Core“-Games und so entstanden beispielsweise Titel wie Zack und Wiki: Der Schatz von Barbaros. Doch die Tatsache, dass die Entwicklung eines qualitativ hochwertigen Spiels für Wii extrem aufwändig war, erschwerte eine Veröffentlichung. Viele Entwickler trauten sich auch nicht, die Arbeiten an einem Wii-Titel zu beginnen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war auch die zu diesem Zeitpunkt leider schon veraltete Technik, die in der Wii steckte, da die Entwickler mittlerweile mit Engines arbeiteten, die für HD-Auflösungen vorgesehen waren. Das größte Risiko war jedoch die Käuferschicht, da diese nun nicht mehr vollständig aus sogenannten Core-Gamern bestand, sondern vielmehr einer Mischung aus Core- und Casual-Gamern glich. Und so sprangen nach und nach große Entwickler ab und folglich war es an Nintendo, die fehlenden Titel für die „echten Zocker“ zu liefern.



Der große Erfolg der Bewegungsteuerung ging aber nicht unbemerkt an der Konkurrenz vorbei und so veröffentlichte Sony im September 2010 den Move-Controller, welcher der Wiimote sehr ähnelt, jedoch auch um einiges präziser war. Microsoft dagegen ließ sich etwas komplett anderes einfallen, nämlich den Kinect-Sensor, welcher hierzulande im November 2010 erschien. Kinect ähnelt optisch der Wii-Sensor-Leiste, besitzt eine Kamera und einen Tiefensensor und erkennt somit die Bewegungen im Raum (grob vergleichbar mit Eye-Toy). Beide Peripherien waren um ein Vielfaches präziser als die Wii-Fernbedienung und so musste Nintendo bereits im Vorfeld handeln, genauer gesagt 2009, als ein kleines Update an dem Controller der Wii vorgenommen wurde. Mit MotionPlus wurde die Bewegungssteuerung der Wiimote nochmals verfeinert, um so auch komplexere Spiele realisieren zu können. Leider gab es nur wenige Spiele, die von der verbesserten Steuerung Gebrauch machten, doch mit The Legend of Zelda: Skyward Sword erschien 2011 Nintendos größter Titel in der Firmengeschichte und genau dieser war nur mit MotionPlus spielbar.

Kommen wir aber nun zu den Spielen. Die Wii hat seit ihrem Release Ende 2006 etliche Blockbuster hervorgebracht, wovon ich einen kleinen Teil hier aufzählen möchte:

  • Animal Crossing: Let‘s go to the City
  • Donkey Kong Country Returns
  • Mario Kart Wii
  • Metroid Other M
  • Metroid Prime 3: Corruption
  • Monster Hunter Tri
  • New Super Mario Bros. Wii
  • Super Mario Galaxy
  • Super Mario Galaxy 2
  • Super Smash Bros. Brawl
  • The Legend of Zelda: Skyward Sword
  • The Legend of Zelda: Twilight Princess
  • Xenoblade Chronicles

Die meisten dieser Titel waren perfekt auf die Steuerung der Wii zugeschnitten und konnten die Konsole auch technisch ausreizen. Natürlich gab es noch viele weitere großartige Titel wie die Metroid Prime Trilogy oder die New Play Control-Serie, bei der es sich um GameCube-Klassiker mit bewegungsempfindlicher Steuerung handelt.

Aber auch Download-Inhalte bot die Wii, was bedeutete, dass man neben den großen Blockbuster-Titeln immer etwas zum Spielen hatte. Dank der Virtual Console können sich Spieler etliche Titel, welche einst für Konsolen wie NES, SNES und Nintendo 64 erschienen, auf ihre Wii herunterladen. Durch diese Plattform wurde die Spiele-Auswahl noch einmal beträchtlich erweitert. Heute lassen sich dort Meisterwerke wie Super Mario World, Super Metroid oder The Legend of Zelda: Ocarina of Time finden.



Später wurde dann auch der Download-Service WiiWare hinzugefügt, welcher komplett neue Spiele umfasst, die extra für Wii entwickelt wurden. Durch WiiWare kamen wir so beispielsweise in den Genuss von Titeln wie World of Goo, Lost Winds oder Cave Story. Bezahlt wurden diese, genauso wie alle anderen Download-Inhalte, mit Wii-Points oder später auch Nintendo-Points.

Die Wii war aber nicht nur eine Revolution in der Gaming-Branche, sie war auch der Grundstein für die Gründung dieser Website und der damit verbundenen Community, denn wie die meisten von euch wissen sollten, entstand unser Turm aus der Seite wiitower.de. Somit werden wohl alle hier irgendetwas mit der Wii als Konsole und noch viel mehr mit ihr als Ära verbinden. Ich persönlich verbinde mit der Wii sehr viel, da der weiße Kasten meine erste eigene Konsole war und ich dank ihr viele Spiele-Serien kennenlernen durfte, die ich heute liebe.

Autor: Florian Schleifer


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