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Wii U: Der Hardware-Test

Anfang 2011 gab es die ersten Gerüchte um einen möglichen Wii-Nachfolger. Per Pressemitteilung teilte Nintendo damals der ganzen Welt mit, dass man auf der E3 2011 den Nachfolger der Wii präsentieren würde. So ist es auch geschehen: Stolz gab Reggie auf der Bühne die Wii U bekannt und zeigte erstmals Prototypen und erste Spielszenen. Leider hatte aber Nintendo die Präsentation etwas falsch aufgebaut. Viele glaubten, dass die Wii U nur ein Controller für die Wii sei. Doch STOP! Das stimmt so natürlich ganz und gar nicht. Dieses Jahr zeigte Nintendo anhand von Produkt-Fotos, dass sich hinter dem Namen Wii U mehr als ein GamePad versteckt. „Eine brandneue Konsole mit einem brandneuen Controller“, so ungefähr bezeichnet sie Nintendo in ihrer neuesten Werbekampagne in Europa. Die Konsole ist in der Basic- (Weiß, 8GB, 299€) und Premium-Variante (Schwarz, 32GB, 349€ + Nintendo Land) am 30. November in Europa erschienen. Passend zum Launch präsentieren wir euch den Test zur neuen Heimkonsole von Nintendo.



Wii U
Erst einmal ist die Wii U in zwei verschiedenen Varianten erhältlich. Im Basic Pack ist die weiße Wii U enthalten und sie umfasst einen 8 GB-Speicher. Das war es leider schon. Freunde von der Farbe Schwarz haben einen größeren Grund zu feiern. Alles dabei im Lieferumfang der Premium-Edition: ein Konsolenständer, eine GamePad-Ladestation, ein GamePad-Ständer, das Spiel Nintendo Land und eine Sensor-Leiste für Wiimotes. In beiden Packs ist außerdem noch ein HDMI-Kabel dabei, da die Wii U eine Auflösung bis zu 1080p unterstützt. Doch bevor ich zum Herzstück, dem Wii U GamePad komme, will ich erst einmal die Konsole an sich beschreiben.

Die Wii U hat eine sehr große Ähnlichkeit mit der Wii. Jedoch ist sie im direkten Vergleich länger und auch schwerer. Ebenso kommt sie mit einem sensibleren Glanzlack daher. Insbesondere auf der schwarzen Wii U und dem dazugehörigen GamePad sieht man relativ schnell Fingerabdrücke. Doch mit einem kleinen Tuch kann beides schnell wieder sauber gemacht werden. Im vorderen Bereich besitzt die Wii U, wie schon die Wii, eine kleine Klappe, die zwei USB-Slots und einen SD-Karten-Schlitz versteckt hält. Der hintere Bereich sieht schon etwas interessanter aus.

Dort befindet sich neben den typischen Sensor Bar- und Strom-Steckplätzen auch ein HDMI-Ausgang. Für alle anderen Konsumenten, die noch nicht in der HD-Welt angekommen sind, hat Nintendo einen AV-Ausgang bereitgestellt, womit man zum Beispiel normale Scart-Kabel oder ein Komponenten-Kabel (überträgt auch HD-Signale) anschließen kann. Auch zwei USB-Ports findet man im hinteren Bereich. Leider gibt es keine extra Ausgänge für die heimische 5.1-Anlage, der Sound muss über HDMI erfasst werden.

Sobald man eine Disk in die Wii U schiebt, bemerkt man eines: eine kleine weiße Lampe leuchtet. Endlich gibt euch eine Konsole einen Hinweis, dass sich eine Disk im Gerät befindet. Somit sollte es nicht mehr so leicht passieren, dass ihr versucht, eine zweite Disk hineinzuschieben. Das scheint wohl bei der Wii öfter vorgekommen zu sein. Apropos Disks: Die optischen Disks sind am äußeren Rand rund und nicht mehr so kantig wie bei der veralteten DVD. Laut einigen Entwicklern lassen sich bis zu 25 GB auf die Disk pressen. Doch nicht nur die neuen Disks können von der Wii U gelesen werden, auch Wii-Spiele sind kompatibel. Dank dem Wii-Menü im Wii U-Menü kann man mit Leichtigkeit seine alten Wii-Spiele auf der Konsole spielen. Außerdem könnt ihr mit der Transfer-Software per SD-Karte alle Download-Spiele, Mii-Charaktere und andere Inhalte von der Wii auf die Wii U übertragen.



Wii U GamePad
Das Highlight an der neuen Next Generation-Konsole von Nintendo ist eindeutig das Wii U GamePad. Mit diesem neuen Controller lassen sich neue Steuerungsmöglichkeiten realisieren, die es bisher nicht auf einer Konsole gab. Ausgestattet ist das Wii U GamePad mit klassischen Buttons, darunter auch der TV- oder Home-Button, einem Steuerkreuz und zwei Analog-Sticks, auf die man sogar drücken kann. Zusätzlich wurden Bewegungssensoren eingebaut, damit man wie beim 3DS coole Neigungs-Aktionen ausführen kann. Außerdem ist der Tablet-Controller mit einem Touchscreen ausgestattet. So kann man Spiele interessanter gestalten und neue Wege gehen. Zwar reizen die meisten Spiele zum Launch das TouchPad nicht vollständig aus, jedoch gibt es einige gute Ansätze (zum Beispiel Nintendo Land), die vom GamePad profitieren können.

Im Spiel Nintendo Land gibt es mehrere Attraktionen, die von folgender Funktion profitieren: der Kamera. Im GamePad befindet sich eine Kamera, die für Spiele oder auch für Webcam-Chats geeignet ist. Die Qualität dieser Kamera ist übrigens völlig ausreichend. Zur Wii U Chat-Applikation kommen wir später nochmal. Ein letztes verstecktes Feature des neuen Controllers ist das NFC-Feld. Damit kann man drahtlos mit Objekten kommunizieren. Vergleichbar ist das Prinzip mit den Skylanders, die man auf das mitgelieferte Portal von Activision stellt. So könnte man zum Beispiel eine Figur auf den Sensor stellen und schon kann das Spiel dieses Objekt einbinden. Bereits im nächsten Jahr möchten Entwickler davon Gebrauch machen.

Im Praxistest lag das GamePad immer sehr gut in der Hand. Klar, nach einer gewissen Zeit wird der Controller etwas schwer, doch irgendwann gewöhnt man sich daran. In den Spielen wurden die Neuheiten für gute Spielkonzepte eingesetzt. So muss man bei ZombiU frei um sich schauen, um nach möglichen Objekten zu suchen und diese zu scannen. In Nintendo Land gibt es zudem einige Spiele die beweisen, dass der Controller noch mehr Potenzial besitzt.

Da das GamePad noch viel mehrer Funktionen und Eigenschaften besitzt, haben wir für euch eine kleine Auflistung mit den Details erstellt:
  • 6,2 Zoll LCD-Touchscreen
  • Analoge L- und R-Sticks, Steuerkreuz, L- und R-Knöpfe, ZL- und ZR-Knöpfe, A/B/X/Y-Knöpfe, An-Aus-Knopf, Home, Select, Start und TV Control
  • Das Wii U GamePad verfügt außerdem über Bewegungssteuerung mittels Beschleunigungssensor, Gyrosensor und geomagnetischer Sensor-Innenkamera
  • Mikrofon
  • Stereo-Lautsprecher
  • Sensorleiste
  • Rumble-Funktion
  • NFC-Chip
  • Lithium-Ionen-Akku
  • Gewicht ca. 500g


Wii U-Applikationen
Sobald ihr die Konsole besitzt, solltet ihr euch das Update mit einer stabilen und schnellen Internet-Verbindung herunterladen und installieren. Darin enthalten sind die wichtigsten Programme, die eine Wii U ausmachen. Ich zähle jetzt alle wichtigen Programme auf, die bereits voll funktionstüchtig sind.
 
Nintendo eShop
Nachdem der eShop seinen Einstand auf dem Nintendo 3DS feierte, ist der Shop auch auf der Wii U verfügbar. Darin könnt ihr digitale Spiele herunterladen; doch diesmal sind nicht nur reine Download-Spiele dabei, auch Retail-Titel bereichern den virtuellen Shop. Leider sind die Preise für diese Spiele immer noch arg hoch. Nintendo verspricht jedoch, dass Indie-Entwickler zukünftig vom Shop profitieren sollen, da die Distribution für sie sehr einfach gestaltet wurde. Der eShop ist insgesamt sehr gut gestaltet. Er ist übersichtlicher als beim Nintendo 3DS und bietet Videos, die in HD abgespielt werden. Zusätzlich kann man jetzt auch DLC und (Achtung!) Demos herunterladen! So muss das sein! Leider dauert aber das Installieren der Spiele und Demos sehr lange. So hatte uns die FIFA 13-Demo gute zehn Minuten gekostet. Wir hoffen, dass da noch nachgebessert wird. 

Internet Browser
Der Opera Browser auf der Wii war schon eine Zumutung. Er war langsam und wurde nicht aktuell gehalten. Dies soll aber mit dem Internet Browser für Wii U anders laufen. Der HTML5-basierende Browser ist schnell und leicht zu bedienen. Auch ntower wird perfekt dargestellt. Mehr braucht man nicht, oder? Auch YouTube-Videos lassen sich ohne Probleme anschauen. Eine nette Spielerei ist, dass man den TV-Bildschirm verdecken kann, bis man seine Lieblings-Webseite seinen Freunden vorstellen möchte.
 
Miiverse
Nintendo hatte lange Zeit überlegt, welches Online-Killer-Feature sie bringen könnten, um Sony und Microsoft eins auszuwischen. Und hier ist sie schließlich: die Miiverse-App. Das Programm ist das soziale Netzwerk von Nintendo, in dem Gamer mit anderen Spielern diskutieren, schreiben oder malen können. Auch Screenshots von Spielen können hochgeladen und gezeigt werden. Miiverse bringt eine Menge Potenzial mit sich, auf das man sich freuen kann. So kann man (fremden) Leuten folgen, die dann im Wii U Menü auftauchen und ihren aktuellsten Status präsentieren. Es gibt sogar eine Such-Funktion, mit der ihr Spieler suchen und ihnen dann eine Freundesanfrage schicken könnt. Somit erspart ihr euch das gegenseitige hinzufügen in der Freundesliste. Miiverse ist das Herzstück der Wii U, welches ich persönlich nicht mehr missen möchte.
 
Freundesliste
Bereits auf dem Nintendo 3DS konnte man in der Freundesliste sehen, wer gerade online ist und welches Spiel er/sie gerade spielt. Dasselbe Prinzip verfolgt auch die Freundesliste der Wii U. 
 

 
Wii U Chat
Wie bereits oben erwähnt, gibt es auf der Wii U die Möglichkeit, einen Webcam-Chat zu halten. Hierzu könnt ihr irgendeinen Freund aus eurer Freundesliste anrufen und warten, bis er den Anruf entgegennimmt. Falls er das tut, bemerkt ihr sofort, dass Bild- und Soundqualität völlig in Ordnung gehen. Zusätzlich kann man auf dem Touchscreen lustige Sachen malen. In einem Test-Gespräch mit Benjamin haben wir uns sprachlich sehr gut verstanden und empfanden die Kommunikation als sehr angenehm.
 
Das waren die wichtigsten Apps, welche die Wii U prägen und wir wohl auch häufig benutzen werden. Natürlich gibt es auch noch den Mii Maker, das Aktivitätslog, die Altersbeschränkung oder die YouTube-App. Aber das sind alles Features, die es entweder genauso auf dem Nintendo 3DS gibt oder die erst nach nach dem Start aktualisiert werden. Auch die Funktion Nintendo TVii ist bereits auf der Wii U vorinstalliert, jedoch noch nicht freigeschaltet. Der Service soll erst 2013 an den Start gehen.
 
Ist Nintendo wirklich in der Next Generation?
Wenn man nur auf den grafischen Aspekt schaut, muss man zugeben, dass Nintendo bald wieder zurückliegen wird. Zwar ist die GPU aktuell und man hat viel RAM in die Wii U gebaut, doch leider ist die CPU nicht die schnellste. Nichtsdestotrotz geht es nicht darum, welche Technik-Bombe vor euch ist, es geht um die Innovation. Und was das angeht, könnte Nintendo auch in dieser Generation die Nase vorn haben. Zwar wird der Kampf mit der kommenden PS4 und Xbox720 spannend, jedoch sollte man nicht vergessen, dass Nintendo einen ordentlichen Vorsprung hat. Das Wii U GamePad eröffnet neue Wege für die Entwickler und so können neue Spielkonzepte aufgegriffen werden, die es bislang noch nie so zu sehen gab. Wir können uns auf die nächsten Jahre freuen. Doch erst die Zukunft wird zeigen, ob Nintendo den Wii-Erfolg wiederholen kann.
 

 
Fazit: Die Wii U hat Potenzial!
Nintendo muss jetzt zeigen, wozu die Wii U in der Lage ist. Auch das Wort Innovation wird uns in dieser Generation dauerhaft begleiten. Doch das ist genau das, was jetzt zählt. Nintendo prahlt mit einem neuen Controller, mit einem noch nie dagewesenen Online-Prinzip (Miiverse) und einer neuen Firmen-Politik. Das japanische Unternehmen war noch nie so offen. Nintendo-Fans kommen daher nicht um die neue Heimkonsole von Nintendo herum. Denn nicht nur der versprochene Third Party-Support wird uns bereichern, auch zahlreiche Nintendo-Titel werden in den nächsten Jahren erscheinen. Und ich bin schon gespannt, was Nintendo noch so alles an Updates für Miiverse und Co. nachreicht.

Autor: Dennis Meppiel

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Wii U Premium Packs!

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