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Mein Lieblingsspiel - Lego Racers (PC)

Stellt euch folgendes Szenario vor. Der kleine Felix, also noch kürzer als heute, durfte in seinen jungen Jahren noch keine eigene Konsole besitzen. Hin und wieder durfte er zwar eine von Freunden ausleihen, aber das war dann doch eher eine Seltenheit. Trotzdem musste er nicht auf Spiele verzichten, denn schließlich hatte Mama ja einen Computer zu Hause. Als er im Jahr 1999 zu Weihnachten dann schließlich das Spiel Lego Racers bekam, baute sich eine bis heute anhaltende Beziehung zu diesem Mario Kart-Klon auf.



Das erste Highlight des Spiels war bereits die ungewöhnliche Verpackung. Wohingegen die Form an eine typische CD-Hülle angelehnt war, bestand der Rand aus einer kleinen Reihe Legosteinen. Diese waren so angeordnet, dass sich die Hülle des später folgenden Nachfolgers daran befestigen ließ. Ein nettes kleines Detail, das aber einen kleinen Jungen sehr begeistern konnte. Schade, dass man heutzutage bei der Verpackung lieber Geld spart und das neueste Lego: Der Herr der Ringe für den Nintendo 3DS sogar nur noch in einem anfälligen Pappschuber daherkommt.

Beim ersten Start wird man zunächst von einem netten Intro begrüßt. Darin wird die Hintergrundgeschichte erläutert (wenn man diese in einem Rennspiel so bezeichnen darf). Der Rocket Racer, der größte und erfolgreichste Rennfahrer aller Zeiten, konnte die Konkurrenz abermals deklassieren. Ihr sollt euch nun als unerfahrener Rennfahrer einen Namen machen, um dann letzten Endes im finalen Rennen gegen den Rocket Racer höchstpersönlich anzutreten.

Dazu werden natürlich zuerst ein eigener Charakter sowie ein erstes eigenes Gefährt gebaut. Hierzu steht euch ein kleiner Lego-Editor zur Verfügung. Auch wenn die Anzahl der Teile relativ begrenzt ist, kann man mit ein wenig Kreativität, wovon es mir damals gewiss nicht mangelte, eine ganz eigene Kombination von Charakter und Kart bauen. Eine kleine, wenn auch recht sinnfreie, Probefahrt später kann das erste große Rennen starten.

Ein solches Rennen stellt dann den Hauptkonkurrenten in einem kleinen Intro zur Schau. So droht einem im ersten Rennen Kapitän Rotbart mit seiner Hakenklinge eine schreckliche Niederlage an, ehe man dann in vier Rennen gegen ihn antritt. Diese gestalten sich dann in der Tat nicht so einfach, denn der Kapitän macht stets regen Gebrauch von seinen Items, die er sich natürlich speziell für euch aufhebt.

Wo wir gerade bei Items sind, sei gesagt, dass sich das Spiel in diesem Aspekt sehr an Mario Kart orientiert, jedoch ein in meinen Augen vergleichsweise besseres System anbietet. Wohingegen man in Mario Kart als Letzter automatisch die besten Items bekommt, hat man in Lego Racers stets selbst die Kontrolle über die Gegenstände. Es gibt gelbe, blaue, rote und grüne Legosteine, die sich mit Hilfe der begehrten weißen Steine auf eine höhere Stufe leveln können. Dabei sind die gelben Steine das Pendant zur Banane. In der ersten Stufe sind sie noch eine relativ kleine Ölpfütze, doch mit ein paar weißen Steinen wird das Pfützchen zu einem mächtigen Tor, das jeden Fahrer nach Passieren nicht nur für eine gewisse Zeit langsamer macht, sondern auch die Lenkrichtungen spiegelt.

Die blauen Steine bieten ein Schutzschild und die roten Steine kann man im Grunde als rote Panzer ansehen, die einen Angriff auf den Vordermann ermöglichen. Die mit Abstand effektivsten Gegenstände erhält man aber mit den grünen Steinen, die einem einen Turboboost verschaffen. Auf der höchsten Stufe wird man sogar mithilfe eines Portals einfach einen größeren Teil der Strecke nach vorne gebeamt. Soweit ich mich erinnere, wird man auch nicht mit einem lästigen Gummibandeffekt konfrontiert, sodass man durchaus bei leichteren Gegnern einen größeren Vorsprung herausfahren kann.

Die Strecken, die man im Lauf des Einzelspielers sowohl normal als auch gespiegelt spielen wird, sind sehr hübsch gestaltet. Egal, ob am Strand, in einer Zauberwelt oder im abenteuerlichen Dschungel. Alle bekannten Szenarios des damaligen Lego-Universums sind vertreten. Für mich als Jungen, der immer davon geschwärmt hatte, eines Tages eine ganze Legowelt im Zimmer zu erschaffen, war diese Tatsache ein Traum. Und da ich selbst nach langer Zeit immer mal wieder eine Abkürzung hinter einem Felsen, einer Reihe Fässern oder einem Wasserfall fand, hatte ich damit auch längere Zeit meinen Spaß.



In Retrospektive über ein Spiel zu schwärmen, ist natürlich als Leser immer mit einem kritischen Auge zu betrachten. Schließlich kann einem hier die Nostalgie wirklich einen Streich spielen und das Spiel die letzte Grütze sein, die man heute nicht einmal mehr eines Blickes würdigen würde. Doch irgendetwas in meiner Erinnerung sagt mir, dass dieses Spiel auch heute noch viel Spaß machen würde. Vielleicht haben es ja einige von euch auch gespielt und können von ihren Erfahrungen beziehungsweise Erinnerungen berichten. Der kleine Felix hatte mit Lego Racers zumindest unglaublich viel Spaß, was wohl vor allem auf die Kosten seiner Mutter ging, die ihren Computer oft stundenlang nicht mehr benutzen konnte.

Autor: Felix Schütt


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