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  • Roman Dichter

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Wenn Adolf Hitler Gamer wäre…

Bewertung:

Von Roman Dichter, Montag, 10. September 2012, 19:48

Na, das ist doch mal eine Überschrift, oder? Hört sich
natürlich provokant an, aber heutzutage darf man der Person Hitler ja schon mal
mit Humor :rayman: begegnen, auch wenn das Thema immer noch sensibel ist. Wie dem auch
sei – dieser Blogeintrag ist sicherlich mit einem Augenzwinkern ;) zu verstehen
und auf keinen Fall zu ernst zu nehmen.


Der Ausgangspunkt für meine Gedanken ist eine „Was wäre wenn“-Frage.
Natürlich wissen wir, dass es streng genommen keinen Sinn macht, solche Fragen
zu stellen, weil man sie nicht beantworten kann und die Antworten zudem völlig
irrelevant sind, denn ein „wäre“ gibt es ja nicht, sondern nur ein „ist“.
Trotzdem kann es manchmal Spaß machen oder auch interessant sein, die Gedanken
etwas herum spinnen zu lassen.


Meine Frage lautet also: Was wäre wenn Adolf Hitler heute
leben würde und Videospieler wäre?
Dazu fallen mir verschiedene Szenarien ein:


1. Der liebe Addi

Historiker haben sich schon unzählige Male mit Hitler
auseinandergesetzt – und immer wieder kam die Frage auf, was ihn so „böse“ hat
werden lassen. Wie wir alle wissen, sind wir (zumindest teilweise) immer auch
ein Produkt unserer Umwelt. Die Menschen, die wir kennen lernen, das Land, in
dem wir aufwachsen, Reichtum oder Armut unserer Familien und die Gesellschaft,
die uns täglich umgibt, bestimmen alle mit, was aus uns wird. Da fragt sich
doch irgendwie auch: Könnte Nintendo einen Weltkrieg verhindern? Immerhin sind
Videospiele ein toller Zeitvertreib – vielleicht wäre das ja auch was für den
kleinen Addi gewesen! Ihm wäre doch sicher auch das Herz aufgegangen, wenn er
mit Donkey Kong durch den Dschungel gerast wäre und er hätte sich als Held
gefühlt, wenn er mit Mario die Prinzessin gerettet hätte. Beim Multiplayer von
Mario Kart hätte er ein paar gute Kumpels kennen gelernt, die ihm beigebracht
hätten, mit Niederlagen umzugehen und zu verstehen, was wirklich wichtig ist im
Leben: Nämlich Spaß, Freunde und Videospiele!

Und wir wissen ja alle: Manchmal, da verzieht sich der kleine Addi in die
stille Ecke, weil er auf irgendwas richtig sauer ist. :angrydiddy: Seine Eltern scheinen ihm
nicht so richtig beigebracht zu haben, mit seiner Wut umzugehen – das kann ganz
schön gefährlich werden… Aber zum Glück hat er ja jetzt eine neue Möglichkeit,
seine Aggressionen raus zu lassen: An der Konsole! Wenn Addi jetzt richtig
wütend wird, holt er seine Ballerspiele raus, trägt seine Konflikte am
Bildschirm aus und danach geht es ihm gleich besser!

Tja, auf die richtige Erziehung kommt es halt an – und da können Videospiele
einen guten Teil zu beitragen. So wird unser Addi am Ende doch noch ein ganz
braver – und diese Minischnurrbärte sind auch wieder „in“ – warum auch nicht?


2. Hitler rottet die Spieleindustrie aus

Eieiei – das hat uns gerade noch gefehlt! Dieser widerliche
Hitler hat nicht nur eine komplette Menschengeneration verhunzt (weil er den
einen widerwärtige Dinge angetan hat und die anderen sich lebenslänglich dafür
schämen müssen, dieselbe Nationalität zu haben wie er…), sondern jetzt auch
noch der Welt der Videospiele den Todesstoß versetzt!

Aber wie konnte das passieren? Natürlich hat Hitler nichts gegen Videospiele!
Wieso auch – die anderen Kinder aus seiner Klasse spielten die doch auch schon
ewig. Adolfs Lieblingsspiele: Doom, Counter Strike, … Und das ist ja auch
völlig in Ordnung! Bis … naja … bis sich sein Leben in eine etwas andere
Richtung entwickelt. Tja, was soll man sagen, Adolf ist eben Adolf, und der hat
halt so eine Abneigung gegen Juden und überhaupt alle Ausländer, lässt gerne
Leute töten, führt Krieg und so weiter. Kennt ihr ja, seine kleinen Laster…
Also geht der Bengel in die Politik, lässt sich von irgendwelchen Trotteln
wählen und pöbelt die Nachbarstaaten an. Das Problem bei der Sache: Ein paar
besorgte Mütter haben (als einzige…) sein Buch gelesen: „Meine Komplettlösung“.
Darin schreibt er, das muss man so sagen, schon extrem kranken Scheiß auf. Da
gibt es natürlich sofort einen gepfefferten Brief der Müttervereinigung an das
Familienministerium, dass der Adolf Sachen nachmacht, die er in seinen
Videospielen gesehen hat
! Es folgt sofort eine wilde öffentliche Debatte, dass
es so nicht in Ordnung ist, was der „Spiel-Führer“ so alles plant – bei diesem
öffentlichen Druck muss er leider zurücktreten. Glück gehabt: Kein dritter
Weltkrieg! Das war knapp!

ABER: Oh Mist! Leider werden sämtliche Videospiele verboten! Was soll man auch
dagegen sagen? Immerhin hat der Adolf doch so gern und häufig gespielt – da
musste er doch zu so einem fürchterlichen Menschen werden! Tja, das Beispiel
aus Deutschland macht schnell Schule, denn wer will sich schon einen skrupellosen
Diktator mit Videospielen heranzüchten? Da können sogar die Branchengrößen wie
Nintendo nicht mehr lange überleben, der Siegeszug dieser fürchterlichen
Videospiele ist endlich für immer gestoppt! Danke Adolf…


3. Entartete Spiele

Wusstet ihr, dass Adolf früher mal Game-Designer werden
wollte? Als er von der Schule geflogen ist (er war wiederholt ins Mädchenklo
einmarschiert um für sein Bio-Projekt zu recherchieren…) bewarb er sich bei so
ziemlich allen großen Firmen der Branche. Aber leider hatte er keinen Erfolg.
Er schien den eingebildeten Bossen nicht talentiert genug zu sein. Behandelt
man so einen Künstler?
Ja, das war ein ziemlicher Schock für ihn – um das für
sich zu verarbeiten, hängte er Bilder von Miyamoto & Co. an seine
Dart-Scheibe und … naja, wer will es ihm übel nehmen? Bei der Globalisierung
auf dem Arbeitsmarkt ist es ja sowieso kaum möglich, noch einen vernünftigen
Job zu finden.

Also was macht jemand, der nicht so aussieht, als hätte er eine Freundin, die
sich um sein Styling kümmert, weshalb er weder Freunde hat noch Chancen auf
irgendetwas, das einem halbwegs anständigen Job auch nur nahe kommt? Klar – er wird
Politiker!
Und fragt mich nicht warum – aber der Bengel hat Erfolg! Das mag
sicherlich auch an der „Konkurrenz“ liegen. Hin und wieder kann man auf der Straße
Journalisten sehen, die einfache Bürger interviewen: „Wenn sie die Wahl hätten:
Angela Merkel oder …“
„Oder!“

Jedenfalls wird unser Adolf rucki-zucki zum nächsten Reichs… äh …
Bundeskanzler! Und was macht er? Nein, der fängt doch keine Kriege an! Wie
gesagt: Globalisierung! Bei dem eng verzahnten Wirtschaftssystem, besonders im
EU-Raum, wären militärische Auseinandersetzungen doch völlig kontraproduktiv!
Das haben die unzähligen Berater dem Adolf schon am ersten Tag eingetrichtert!
OK – der Adolf ist halt ein Spielkind und hätte am liebsten eine Runde „Risiko“
in groß gespielt – aber so widmet er
sich zähneknirschend seiner zweiten Leidenschaft: Rache! :wahaluigi: Diese Idioten, die ihm
früher keine Jobs geben wollten, sind jetzt fällig! Erlaubt ist ab jetzt, was
gefällt! Oder etwas präziser: Erlaubt ist nur noch, was ihm gefällt! Alle neuen
Spiele müssen ab sofort auf seinen eigenen Ideen beruhen – alle anderen sind
entartete Spiele und streng verboten! Aber keine Sorge: Adolf ist schließlich
ein Künstler und er hat einige tolle Ideen im Gepäck: Super Adolf Galaxy, The
Legend of Eva – Skyward Bomb
, Moorhuhn – an die Wand gestellt und viele weitere
moderne Klassiker!


Tja, wir werden wohl nie erfahren, wie die Welt aussehen würde,
würde Adolf Hitler erst heute leben und leidenschaftlicher Gamer sein. Aber
sicher bin ich mir schon: Sie wäre irgendwie anders…

Dieser Artikel wurde bereits 856 mal gelesen.

Tags: Adolf Hitler, Gamer, Was wäre wenn

Kategorien: Was wäre wenn...

Artikel bewerten

Kommentare (4)

  • 4

    Von Roman (Mittwoch, 12. September 2012, 18:49)

    Kurz gesagt: Danke! :)

  • 3

    Von basilhater (Dienstag, 11. September 2012, 18:41)

    Hehehe!^^

  • 2

    Von Salvatore (Dienstag, 11. September 2012, 08:12)

    Richtig geil geschrieben :thumbsup:

  • 1

    Von Pascal (Dienstag, 11. September 2012, 00:46)

    Ich habe einige Male aufgrund deiner bösen Witze schön lachen müssen. Das Highlight ist "Meine Komplettlösung" XD XD

    Aber die armen Österreicher, die sich wegen "ihres" Adolfs so schämen müssen...

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