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  • Dirk Apitz

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Der Türsteherblog #4 Filmkritik

Bewertung:

Von Dirk Apitz, Dienstag, 27. November 2012, 20:49



War ja klar das ich nun auch Kritiken hier rein schreibe. Es müssen dabei nicht immer aktuelle Filme sein sondern ist allgemein eine Kritik die ich veröffentliche von einem Film den ich vor kurzem gesehen habe. In diesem Fall geht es dabei um den Film 2001: Odyssee im Weltraum. Am Ende der Kritik gibt es natürlich eine Bewertung. Im Gegensatz zu meinen Kritiken auf diversen Seiten oder im Filmthread, sind meine Wertungen nicht objektiv sondern wirklich absolut subjektiv. Also selbst Filme die ich objektiv gesehen großartig finde, müssen mir hier nicht gefallen und die Wertungen können daher höher oder niedriger aussehen als vielleicht schon im Filmthread thematisierte Filme. Zudem stelle ich am Ende des Tages stelle ich eine Frage im Raum die allgemein was mit Filmen zu tun hat, aber dessen Schwerpunkt mir vielleicht im Film aufgefallen ist. Natürlich könnt ihr eure Meinung zum Film, falls gesehen, ebenfalls abgeben. Ist ja klar :)
Aber nun zum Film. Fangen wir erst einmal mit einigen Fakten an.

Schauspieler

Zu den Schauspielern muss ich bei dem Film wirklich nicht viel sagen. Relativ unbekannte Schauspieler sind hier am Werk und ihre Leistung ist auch nicht herausragend, wobei der Schwerpunkt im Film auch ein ganz anderer ist aber dazu später mehr. Einzig Keir Dullea dürfte einigen Cineasten bekannt sein bzw. auch einigen Serienfreaks. Einen richtigen Hauptdarsteller zu zeigne ist auch fast unmöglich. Allein die Rolle von David Bowman, gespielt eben von Keir, Dullea, könnte man als Hauptrolle ansehen.

Hier nun die Schauspieler.



Keir Dullea



Gary Lockwood



Wukuan Sykvester

Wie ihr seht eher unbekannte Gesichter die auch nach diesem Film, trotz kommerziellen Erfolg, es nur in ein paar Serien schafften. Aber wie gesagt der Film hat einen ganz anderen Schwerpunkt.

Regie



Stanley Kubrick

Der schon leider verstorbene Meisterregisseur, Stanley Kubrick, war nicht nur ein absoluter Filmfan, er hat dieses Medium auch revolutioniert und auf eine neue Stufe gebracht. 16 Filmprojekte hat er realisiert und sein wohl bekanntestes Werk ist 2001: Odyssee im Weltraum. Mit diesem Film veränderte er ein wenig das Kino, dabei ist der Film so wenig Kino wie kein anderer Blockbuster. Ja richtig Blockbuster, wozu ich später komme.

Drehbuch

Stanley schrieb zusammen mit dem Buchautor Artuhr C. Clarke das Drehbuch und gleichzeitig das Buch zum Film. Was viele nicht wissen, das Buch kam später raus als der Film und ist eine komplette Eigeninterpretation des Films wie aber auch gleichzeitig eine Ergänzung. Stanley und Artuhur arbeiteten aber sehr eng zusammen und so entstand ein großes Projekt auch abseits des Films.

Nun aber zum Film selber.

2001: Odyssee im Weltraum ist, wie bereits erzählt, ein Blockbuster, wenn auch eher ein untypischer. Der Film entstand 1968, auf diese Jahreszahl gehe ich auch noch einmal ein, und war in diesem Jahr der erfolgreichste Film. Mit einem Budget von 10.500.000 Dollar war für damalige Verhältnisse eine verdammt teure Produktion. Die wurden aber locker wieder eingespielt mit 190.000.000 Dollar Einspielergebniss. Wenn man sich den Film mal angeshen hat, fragt man sich ob es so ein Film heute überhaupt schaffen würde auch nur im Ansatz an diese Zahlen anzuknüpfen.
Zudem gilt dieser Film als bester Sciencefiction-Film überhaupt und ist oft in den Top 50 der wichtigsten Filme zu finden. Verwunderlich dabei ist, dass dieser Film für den besten Film bei den Oscars nicht einmal nominiert wurde und lediglich einen Oscar für die besten Spezialeffekte bekam. Eine weitere Besonderheit macht diesen Film eher außergewöhnlich. Insgesamt findet in 70 % (!!!!) des Films kein Dialog statt. Das muss man auch erst einmal verdauen.

Die Handlung könnte man relativ schnell erklären, da es keine richtige Handlung gibt aber dennoch gibt es irgendwie eine Handlung. Klingt jetzt verrückt was? Ist es auch. Der Film beginnt schon sehr eigenartig. Wobei hier Vorsicht geboten ist. In vielen Versionen wurde dieser Anfang raus geschnitten. Denn für komplette 3 Minuten ist das Bild völlig schwarz und man hört nur eine Melodie. Wenn man den Film sich ein zweites mal anguckt, was man im übrigen unbedingt auch tun sollte, wird man verstehen wofür das ganze ist. Denn so banal das klingen mag, es ist tatsächlich für die Handlung bzw. für die Interpretation der Geschichte enorm wichtig. Denn diese Sequenz wird auch noch einmal ca. ab der Hälfte im Film noch einmal eingesetzt. Früher war es sehr üblich auch Pausen in den Filmen zu platzieren und nach der Pause kam wieder diese Sequenz. Die Musik die dabei läuft kommt noch häufiger vor und zwar in bestimmten Momenten. Denn im Laufe des Films sieht man immer wieder einen Monolithen und genau dann kommt diese Musik. So schlägt die Anfangssequenz und der Teil in der Mitte eine Brücke zur Geschichte und zur Interpretation des Zuschauers. Für viele, die den Film nicht gesehen haben, klingt das jetzt alles sehr kompliziert und strange. Kapieren wird man es erst wenn man den Film sieht. Zudem zeigen diese zwei Szenen auch auf, dass dieser Film kein typischer Film ist sondern eben was komplett eigenes. In der ersten halben Stunde wird nicht ein einziges Wort gesprochen.

Nach dieser Anfangssequenz sieht man das MGM-Logo und im Anschluss Sonne, Mond und Erde in Konjunktion. Nächstes Bild ist eine aufgehende Sonne, nächstes Bild eine Landschaft in der Urzeit usw.. Auch hier erkennt man schon das Besondere in diesem Film. Der Schnitt fällt ungewöhnlich ruhig aus. Man lässt sich viel, sehr viel, wirklich seeeeeeeehr viel Zeit für die Bilder. Hier spreche ich auch gleich eine Warnung aus. Bringt verdammt viel Geduld mit und lasst euch auf ruhige und lange Szenen ein. Nachdem die verschiedenen Landschaften gezeigt wurden geht der Film richtig los und man kann das ganze in 4 Zeitabschnitte unterteilen. Einmal befinden wir uns am Anfang des Menschen wo wir unsere Vorfahren, noch in Affengestalt, sehen in ihrer typischen Umgebung. Eines Tages steht plötzlich ein Monolith vor der Höhle. Dieser Monolith zieht diese Menschenaffen scheinbar magisch an. Als Zuschauer fragt man sich: "Wie kommt er da überhaupt hin und was hat es mit diesem Monolithen aufisch?" Solche skurrilen Szenen, wo urplötzlich was überraschendes passiert wird man noch häufiger im Film auffinden. Als diese Menschenaffen den Monolithen berühren scheint dieser Signale oder ähnliches abzugeben. Er scheint die Entwicklung dieser Affen zu beeinflussen, denn daraufhin findet ein Menschenaffe einen Knochen und entdeckt diesen als Werkzeug. Diese berühmte Szene wird von Also sprach Zarathustra von Richard Strauss untermalt und gleichzeitig vertieft. Als sie später dadurch lernten Tiere zu jagen und andere Menschenaffen zu vertreiben erfolgt ein Schnitt, der wohl berühmteste Schnitt in der Geschichte des Films. Es folgt der zweite Zeitabschnitt.



Wir sind jetzt plötzlich im Jahr 1999, also bei der Entwicklung des Films in der Zukunft, und sehen einen Satelliten, Raumstationen und Schiffe. Was für ein gewaltiger Umbruch! Man hört wieder klassische Musik und man nimmt sich viel Zeit für die Szenen. Man sieht wirklich lange, wie ein Raumschiff an einer Station andockt. Während man in anderen Filmen schon längst einen Cut gemacht hätte, lässt man sich hier wirklich Zeit und zeigt dieses Manöver komplett. Später zeigt man wirklich 6-7 Minuten lang eine Landung auf dem Mond. In der Stadion sehen wir Dr. Heywood Floyd. Er trifft in dieser Stadion, selber US-Amerikaner, auf sowjetische Wissenschaftler. 1968 im übrigen absolut undenkbar. Es gibt Gerüchte über eine Epidemie die in Clavius, eine Mondbasis auf dem...naja klar Mond, ausgebrochen sein soll. Dr. Heywood Floyd würde gerne die Fragen der Wissenschaftler beantworten, weiß aber selber nicht so richtig was dort nun los ist und reist erst einmal selbst zum Mond mit einer kugelförmigen Kapsel. In der Monbasis angekommen wollen ihn die Wissenschaftler auf der Basis nun etwas zeigen, was in einem Mondkrater ausgegraben wurde. Die Menschen haben in diesem Krater einen Monolithen, der dem Monolithen im ersten Teil sehr ähnlich sieht, ausgegraben. Doch wer hat ihn da abgestellt? Eine Untersuchung soll ergeben haben, dass dieser Monolith 400 Millionen Jahre alt sein muss. Als die Menschen diesen Monolithen berühren, scheint dieser ein Signal abzugeben, in Richtung Jupiter. Es folgt wieder ein Schnitt. Die dritte Zeitetappe beginnt.



Jetzt sehen wir, wieder nach einer sehr langen Aufnahme, ein Raumschiff mit dem Namen Discovery. 18 Monate sind vergangen. Mit diesem Schiff wollen die Menschen zum Jupiter reisen. An Board sind Frank Poole und Dave Bowman. Zudem sind 3 weitere Kameraden mit an Board, die sich aber in einem Tiefschlaf befinden seit der Abreise. Ausserdem finden wir HAL 9000, einen Supercomputer der oft in Serien oder Filmen zitiert wird. Dieser Computer steuert das ganze Raumschiff und hat sogar einen Charakter vermutlich gar Gefühle. Er weiß als Einziger warum sie zum Jupiter wirklich reisen. Ab hier muss ich versuchen nicht zu spoilern und entschuldigt daher meine Versuchserklärungen. Dieser Supercomputer gilt als perfekt und scheint keine Fehler zu machen. Doch HAL entwickelt eine gewisse Arroganz und als er immer mehr Misstrauen zum Unternehmen und der Crew entwickelt, bringt er die gesamte Crew in Gefahr...

Ab hier mache ich Stopp, da ich nicht weiter drauf eingehen will. Danach gibt es noch einen 4. Strang zudem ich wirklich gar nichts Sage. Denn dieser ist das Highlight des ganzen Films und ich habe mich wirklich geärgert als man mir auch nur Ansatzweise was davon erzählt hat.



Kommen wir nun zur Kritik des ganzen. Ich fange mal mit den Schauspielern an. Um es kurz zu fassen: Dieser Film liegt keinen Wert auf Schauspiel oder ähnliches. Es ist gar fast egal. Die Schauspieler tun ihr Job wie ein Bäcker oder Busfahrer. Das ist keine negative Kritik, da es in diesem Film wirklich 0 was ausmacht. Allein das im Film 70% nicht gesprochen wird, zeigt ja auch welche Bedeutung hier die Schauspieler haben sollen: fast gar keine. Es geht um mehr als das und noch weit darüber hinaus. Wer hier also einen Charakterfilm oder ähnliches erwartet, ist bei Odyssee im Weltraum völlig falsch.

Richtig ist man aber wenn man gezeigte Bilder, Musik, Inszenierung und Landschaften liebt. Einen Sinn für Philosophie hat und gar von Kunst. Denn dieser Film ist kein Film im klassischen Sinne. Es ist wie ein Gemälde. Man guckt es an und das Bild will uns etwas sagen aber die Interpretation ist völlig uns überlassen. Der Film gibt nicht vor warum die Monolithen dort und dort stehen. Er gibt nicht vor warum der Film so endet wie er endet. Nichts, auch wirklich gar nichts, schwerwiegendes wird erklärt. Jeder kann, nein er muss sich selbst einen Kopf machen was er hier reininterpretiert und der Film einen Sagen will. Man muss sich dabei den Film mindestens ein zweites mal ansehen um den Film zu verstehen als was er ist, nämlich eben kein Film. Wenn ihr den Film gesehen habt, geht ins Internet in den jeweiligen Foren und liest euch mal die Interpretationen der anderen durch. Was für herrliche Diskussionen allein um die Geschichte von HAL. Ich persönlich habe diesen Film mit 13, 16, 17, 21 und jetzt mit 23 Jahren angesehen. Es ist erstaunlich wie ich den Film heute betrachte im Vergleich mit 13 oder älter. Immer eigene Interpretationen oder eine neue Sichtweise auf den Film. Es ist eigenartig wie man auch über diesen Film mit anderen diskutieren kann und was dabei raus kommt. Beim ersten mal sehen wird man sich aber fragen warum ist der Film so beliebt bzw. so hoch bewertet? Die Frage stelle ich mir sogar jedes mal wenn ich den Film sehe. Die Faszination von diesem Film kommt gar nicht vom Film selber sondern von den Gedanken die man zu diesem Film entwickelt und um die Diskussionen die daraus entstehen. Nicht jeder findet auch den Film gut, viele finden ihn gar schlecht. Aber selbst mit denen ist es einfach interessant sich darüber zu unterhalten. Der Film selber ist jetzt nicht schlecht, nicht falsch verstehen. Nur man weiß lange nicht worum es überhaupt geht oder was der Film übermitteln will und selbst am Ende hat man mehr Fragen als Antworten. Man fragt sich was das für ein Film ist und warum man sich den gerade angeguckt hat. Warum muss der Film eigentlich sich so extrem viel Zeit lassen mit den Szenen? Muss man sich wirklich 6-7 Minuten lang eine Mondlandung angucken? Ist das nicht zu langatmig. Ja wenn man sich den Film anguckt hat man eher nicht den Eindruck sich ein Stück Filmgeschichte anzusehen bzw. ein Meisterwerk gar einen Kultfilm. Erst wenn der Film zu Ende ist und man sich mehr und mehr Gedanken darüber macht, wird erst einem klar wie wichtig der Film für die Industrie ist und warum er so einen Kultstatus hat.

Besonders beeindruckend ist aber auch das Jahr indem der Film entstanden ist. 1968, also noch vor der ersten Mondlandung. Stanley hat mit mehreren Wissenschaftlern zusammen gearbeitet und Dinge im Film eingebaut die heute ganz normal sind, aber damals völlig undenkbar und daher Sciencefiction. So gibt es 1999 Essen in solchen Tetrapacks, was eben auch noch heute bei der NASA eingesetzt wird. Viele Raumschiffe und Konstruktionen sind den heutigen sehr ähnlich. Weltraumtourismus ist heute auch schon in den Startlöschern und eine ISS Stadion gibt es auch. Ist Stanley vielleicht sogar der geistige Vater vom IPad? Aber nicht nur das ist Beeindruckend. Auch politisch setzte man einige Voraussagenden die Zutreffen. Das Russen, Amerikaner und andere Nationen arbeiten zb. gemeinsam an ein Weltraumprojekt. Dass die USA und Sowjet Union gar gemeinsame Sachen machen und im Frieden leben war undenkbar damals. Das es die SU nicht mehr gibt im wahren Leben ist klar. Ich sage auch nicht das alles auf heute zutrifft. Aber wirklich sehr viel und das ist beeindruckend. Es gibt aber auch niedliche Dinge. So hat man sich überlegt wie man die Schwerkraft bekämpfen könnte. Wenn die Menschen an ihren Fußsohlen eine Klettsohle haben damit sie an einem Klettboden keinen Halt verlieren ist das aus heutiger Sicht schon sehr ulkig.

Was die Inszenierung angeht, da scheiden sich wohl die Geister. Die einen finden es genial, beruhigend und einzigartig die anderen einfach nur langatmig. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Ich persönlich fand besonders am Anfang die Szenen wo man wirklich lange ein Raumschiff im Weltall zeigt sehr schön. Auch die Landung ect.. Man lässt sich dabei viel Zeit und schneidet es nicht raus. Heute würde man kurz das Schiff zeigen und im nächsten Schnitt die Passagiere aus dem Schiff raus laufen sehen. Besonders die klassische Musik gibt dem ganzen einen gewissen Charme und rundet das ganze besonders ab. Hier hat man gar Maßstäbe gesetzt, den noch nie wurde bisher die Musik so sehr zum Stilmittel eingesetzt wie hier. Allerdings funktioniert das ganze meiner Meinung nach nur eine halbe vielleicht eine ganze Stunde gut. Nach einer gewissen Zeit hat das ganze Abnutzungserscheinungen und es wird auf Dauer wirklich langatmig, zäh. Es wirkt irgendwann nicht mehr besonders und es wirkt auf mich sogar eher so, als würde man den Film unnötig in die Länge ziehen wollen.

Der Film kommt komplett ohne Actionsezenen aus. Es gibt keine Schießerei nichts. Dennoch bekam der Film einen Oscar für die besten Specialeffects. Wie kann das sein? Weil dieser Film auch hier ganz klar neue Maßstäbe setzt. Für damalige Verhältnisse sehen die Raumschiffe, Kulissen und Effekte besonders gut aus. Sogar heute kann man es sich ansehen ohne das Gefühl zu haben es wirkt wie aus der Steinzeit. Auch ein Grund für den Kultstatus, da dieser Film wirklich Zeitlos ist. Das Ende ist in der Inszenierung und bei den Effekten ein richtiges Kunstwerk.

Ich kann jeden, wirklich jeden, verstehen dem der Film nicht gefällt. Ich würde aber auch jeden empfehlen sich den Film ein zweites mal anzugucken oder sich Gedanken darüber zu machen bevor man zu schnell urteilt. Es ist auch unglaublich wie der Film anders wirkt, wenn man reifer ist. Ich persönlich sehe den Film nicht als Meisterwerk oder so an, aber ich respektiere wirklich jeden der es so sieht. Ich habe auch Respekt vor diesem Film weil er auch mutig ist. Heute würde ich mir mehr solcher mutigen Ansätze wünschen. Auch vor dem Kultstatus habe ich sicherlich Respekt und Verständnis. Mir geht es ja letztendlich ähnlich. Denn obwohl ich nicht so wie viele andere richtig angetan bin von diesem Film, fesselt er mich irgendwie doch und zieht mich gar in seinen Bann. Es ist bei mir wirklich nur die Dauer des Films. So schön und künstlerisch die vielen ruhigen Szenen sind, mir kommen diese später zu häufig vor und zieht eher den Film in die Länge. Deswegen wird es von mir eben nicht die Höchstwertung geben. Wenn mich jemand fragen würde, "Wem empfiehlst du denn den Film nun eigentlich richtig?", wüsste ich keine Antwort. Ich weiß nur wem ich dem Film nicht empfehlen würde. Menschen die nur Popcornkino oder Unterhaltung suchen werden hier nicht wirklich fündig. Menschen die eine Geschichte vorgekaut brauchen bzw. die Kunst in solchen Filmen nicht sehen werden ebenfalls nicht glücklich. Bei dem Rest muss es jeder selber wissen. Ich bin aber auch der Meinung, dass dieser Film gesehen werden MUSS bevor man überhaupt was dazu sagen kann. Denn hier ist ein Stück Filmgeschichte vorhanden und jeder sollte ein Urteil, egal ob positiv oder negativ, zu diesem Film fällen können. Einfach um auch zu sehen warum dieser Film so einen Kultstatus hat bzw. warum dieser Film so oft zitiert wurde. Sciencefictionfans bzw. Cineasten kommen an diesem Film so oder so nicht vorbei.

9/10

Was haltet ihr von diesem Film?

Danke fürs lesen. :)

Dieser Artikel wurde bereits 462 mal gelesen.

Kategorien: Film

Artikel bewerten

Kommentare (7)

  • 7

    Von Pascal (Sonntag, 2. Dezember 2012, 22:33)

    Ich wollte ihn mir vor vielen Jahren mal anschauen und bin dann schnell weggeratzt. Habe ihn mittlerweile zwar in der Stanley Kubrick Collection, aber mich bisher nicht dazu überwinden können, ihn mir noch einmal anzusehen...

  • 6

    Von Blaze (Mittwoch, 28. November 2012, 22:41)

    Durfte diesen Film zweimal anschauen. Und bei allem Respekt aber kein Film hat es bislang geschafft mich so anzuöden. Ich muss sagen, dass die Technik für das Alter des Films wirklich klasse ist aber der Film erzählt in meinen Augen die Story zu trist. Der Film hat durchaus schöne Bilder, zum Teil etwas mehr als seltsame Musik (besonders zum anfang) aber an sich wirklich gut nur fehlt es überall an Fleisch. Am Ende bleibt ein interessanter Film, der aber sehr schnell sehr langweilig wird und nicht wirklich einen roten Faden behält.

  • 5

    Von Dirk (Dienstag, 27. November 2012, 23:17)

    Keine Ahnung. Weiß nur das es mit dem Buchautor am Drehbuch noch einen zweiten Teil gab der sich 2010 nennt :D

    Im übrigen fand ich eine Kritik zu diesem Film extrem schwierig da man eigentlich den Film gar nicht so richtig beschreiben kann hehe.

  • 4

    Von Flo S. (Dienstag, 27. November 2012, 23:13)

    Ich habe auch mal etwas interessantes gehört, dass Kubrick ein alternatives Ende beziehungsweise entferntes Material in einer Höhle verstecken ließ und dieses erst nach seinem Tode gefunden wurde. Habt ihr das auch gehört und stimmt es wirklich?
    Wie auch immer Kubrick ist und bleibt meiner Meinung nach der beste Reggieseur aller Zeiten und 2001 werde ich demnächst auch mal wieder schauen.

  • 3

    Von Flo S. (Dienstag, 27. November 2012, 23:12)

    Wirklich sehr schöner Blog-Eintrag. Hatte den Film ja auch damals in meiner IDOLS-Serie vorgestellt, jedoch nicht so ausführlich wie du. Der Film ist in meinen Augen ein Meisterwerk und Kunstwerk zugleich. Zum einen sind diese ganzen Weltraum-Dinge sehr authentisch und das obwohl man 1968 noch gar nicht wusste, wie diese überhaupt aussehen. Auch aus technischer Sicht war dieser Film wegweisend aber das hast du ja alles schon erwähnt.
    Der Film kann auch als galaktische Oper angesehen werden, da die Musik einfach wunderbar zu den Bewegungen der Dinge passt. Zwar hat sich der Film stellenweise wirklich etwas gezogen aber das Ende mit all seinen Farben und das Gefühl, wenn der Film vorbei ist, machen das mehr als wett.
    Kubrick sagte damals, "wenn der Film keine Fragen zurücklässt, haben wir etwas falsch gemacht" und dem Meister ist es gelungen nicht nur ein Meisterwerk, sondern auch einen Mythos zu schaffen.

  • 2

    Von Dirk (Dienstag, 27. November 2012, 22:04)

    Verstehe jetzt deine Kritik nicht wenn ich ehrlich bin. Jeweils beide Filme haben ansich eine Geschichte nur ist sie eben komplett anders zu verstehen als bei normalen Filmen. Es gibt auch keine Möchtegerneltite und co. aber ok.

  • 1

    Von AnGer (Dienstag, 27. November 2012, 21:52)

    Ich bin mal ehrlich: Ich halte diese Art Film für Zeitverschwendung. Mag sein, dass der Film tolle Kameraeinstellungen und ein perfektes Ensemble von Musik und Bild hat. Dafür ist der Rest einfach schlichtweg nicht vorhanden – hat mich auch bei "Tree of Life" aufgeregt, dass hier eine 0815 Geschichte durch ein paar hübsche Bilder, gute Musik und Bibelzitate auf intellektuell getrimmt wird. Und der unbedarfte Zuschauer springt auf den Hype-Bandwagon auf, weil eine kleine Möchtegernelite vorgibt, was "gut" und was "schlecht" sein soll.

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