Verfolge unsere neuesten Videos, Casts, Chats und sämtliche Kanäle in den großen sozialen Netzwerken.

Kid Icarus: Uprising (3DS) // User-Reviews (1)

Kid Icarus: Uprising
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
23.03.12
Nintendo
Nintendo
Action
6
Ab 12 Jahren USK-Siegel
ja
Keine verfügbar
10

User-Review von BurningWave


Kid Icarus: Uprising ist der Titel, welchen sich viele Fans seit der Veröffentlichung von Super Smash Bros. Brawl auf Wii gewünscht haben. Der Charakter Pit genoss einen sehr hohen Beliebtheitsgrad und es gab häufig Gerüchte über die Veröffentlichung eines neuen Kid Icarus auf Wii.
Auf der E3 2010 ließ Nintendo dann die Katze aus dem Sack: Gemeinsam mit dem 3DS kündigte man Kid Icarus: Uprising (KIU) für den neuen Handheld an und hatte somit bereits potentielle Hardware-Käufer.
Dass dieser Ableger mit seinen Vorgängern nicht mehr viel gemeinsam hat, verriet bereits der erste Trailer.
Ob der Titel dennoch überzeugen kann und sich das lange Warten gelohnt hat, wird in dieser Rezension deutlich.

Grafik: 14/15 Pkt.
Project Sora hat eine ganze Weile an diesem Spiel gewerkelt. Das macht sich auch an der Grafik bemerkbar, welche vor allem in den Flugabschnitten am Anfang jeden Levels einfach fantastisch aussieht. Schöne Landschaften, viele Effekte, dynamische Kamerafahrten und ein angenehmer Tiefeneffekt sorgen in diesen Spielabschnitten für die beste 3DS-Erfahrung bis jetzt. Immer wieder gibt es Augenblicke, in denen die Grafik in den Flugabschnitten beinahe wie gerendert aussieht - wäre da nicht das Aliasing, welches leider immer wieder stark bemerkbar ist. Sobald Pit auf dem Boden der Tatsachen angekommen ist, sieht alles ein Tick grober aus. Aufgrund der geringeren Spielgeschwindigkeit fallen nun auch grobe Texturen auf. Dies ändert aber nichts am Gesamteindruck, welcher auch in den Boden- und Bossabschnitten nach wie vor hervorragend ist. Die Charaktermodelle der Hauptfiguren sind sehr gut und die Gestaltung der Level unglaublich kreativ und vor allem wahnsinnig abwechslungsreich. Obwohl oft sehr viel auf dem Bildschirm los ist, geht die Framerate niemals in die Knie.
Eine grafische Höchstwertung gibt es aufgrund des Aliasing und der doch sehr groben Texturen und Charaktermodelle im Mehrspielermodus nicht. Hier kann man allerdings ein Auge zudrücken, da aufgrund der geringeren Grafikqualität ein flüssiges Onlinespiel ermöglicht wird.

Sound: 14/15 Pkt.
Der Soundtrack von KIU ist ein Meisterwerk. Selten zuvor hat ein Handheldspiel mich dermaßen mit seinem Soundtrack beeindruckt wie KIU. Die Themes sind abwechslungsreich, schön komponiert und häufig der Situation bestens angepasst. Darüber hinaus gibt es eine Fülle an Tracks, die sehr beachtlich ist und jedem Level ihren einzigartigen Charme beisteuert. Die Soundeffekte sind ebenfalls sehr gut und wissen zu gefallen. Das Spiel kommt mit einer englischen Sprachausgabe daher, welche sehr unterhaltsam und gelungen ist. Aufgrund des doch sehr hohen Textanteils und der Tatsache, dass die Geschichte des Spiels während des aktiven Gameplays erzählt wird, wäre eine Deutsche Sprachausgabe angebracht gewesen - wäre sie denn von ähnlich hoher Qualität gewesen. Deswegen keine Höchstwertung in Sachen Sound.

Steuerung: 11/15 Pkt.
Der wohl größte Kritikpunkt ist die Steuerung. Aufmerksamen Käufern fällt direkt auf, dass dem Spiel der "3DS - Ständer" beiliegt. Dieses kleine Stück Plastik dient dazu, den 3DS auf dieses zu legen und somit freihändig spielen zu können. Spielt man zuhause, so ist dieser Ständer ein wirklich nettes Feature. Unterwegs hingegen bringt einem der Ständer quasi nichts und die Steuerung entpuppt sich schnell als anstrengend. Der 3DS wird mit der linken Hand gehalten, während man in der rechten den Touchpen hält - ohne diesen klappt gar nichts, es sei denn, man entscheidet sich dazu, dass Fadenkreuz via A-, B-, X- und Y-Taste zu steuern, wovon ich aber abraten möchte. Das Resultat ist, dass einem die linke Hand vor allem anfangs häufig sehr Weh tut, da man 1. durchgehend den 3DS halten muss, 2. mit dem Circle-Pad Pit steuert und mit der L-Taste Schüsse abgibt.
Spielt man mit dem 3DS-Ständer, spielen sich die Flugsequenzen jedoch tadellos. Spielt man häufiger ohne Ständer, so sind auch dann die Flugsequenzen tadellos zu steuern.
Was sich jedoch nie tadellos steuern lässt, ob nun mit oder ohne 3DS-Ständer, sind die Boden- und Bossabschnitte. Hier ist die Kamera einfach zu zickig und eigenwillig und die Tatsache, dass zu häufig aus versehen ein Sprint durch zu starkes Neigen des Circle-Pads aktiviert wird, stark zu kritisieren. Zu oft stürzt man in Geschicklichkeitspassagen ab, da Pit sprintet, obwohl man dies gar nicht wollte. Optimal ist dies nicht!
Positiv zu erwähnen seien jedoch die zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten bei der Steuerung, wodurch die Reaktion des Touchscreens und die Tastenbelegungen nach belieben angepasst werden können. So sollte es jedem möglich sein, die Steuerung so einzurichten, dass sie unterm Strich noch als gut durchgehen kann - inwiefern man sich auf sie einlässt und sie erlernt. Ein fader Beigeschmack ist jedoch nicht zu vermeiden und als sehr gut kann man die Steuerung nun wirklich nicht bezeichnen.

Gameplay: 13/15 Pkt.
KIU weist einen enormen Umfang auf. Neben den Rubriken "Einzelspieler" und "Multiplayer" gibt es noch die Rubrik "StreetPass" und "Extras". Während man im Einzelspieler-Modus die in 25 Kapitel eingeteilte Story spielt, gibt es im Multiplayer-Modus die Möglichkeit entweder lokal oder online jeweils eine Partie "Hell gegen Finster" (3 vs. 3) oder "Jeder gegen jeden" zu spielen. Bei den "Extras" gibt es sehr vieles freizuspielen und Unmengen an Erfolge, welche man erhalten kann.
Mit den 25 Kapiteln des Einzelspieler-Modus wird man 15 - 20 Stunden unterhalten. Überwiegend bauen alle Kapitel nach dem selben Schema "Flug - Boden - Boss" auf, was vielleicht abwechslungsarm klingen mag, aber aufgrund der völlig unterschiedlichen Level nicht der Fall ist. Die wenigen Kapitel, welche andere Schemata aufweisen, fallen positiv auf und bereichern das Spielerlebnis.
Ein interessantes Feature ist der sogenannte "Höllenkessel". Dies ist das Schwierigkeitsgrad-System in KIU, mit welchem man jedes Kapitel in einer bestimmten Intensität spielen kann. Je höher der Schwierigkeitsgrad gelegt ist, desto mehr Herzen muss man setzen, erhält bei erfolgreichem Durchspielen aber auch mehr Herzen und bessere Waffen zurück. Schafft man hingegen den Schwierigkeitsgrad nicht, so verliert man Herzen. Insgesamt motiviert der Höllenkessel ungemein und sorgt dafür, dass man die Kapitel mehrmals zockt.
Zentrales Element sind auch die Waffen. Hiervon gibt es mehrere Klassen und anscheinend unendlich viele an der Stückzahl. Keine Waffe ist wie die andere und alle haben ihre Vor- und Nachteile. Das Spiel fühlt sich je nach Waffe komplett anders an. Dies ist den Entwicklern sehr gut gelungen.
In den Boden- und Bossabschnitten gibt es außerdem die sogenannten Effekte, welche kleine "Zaubereien" sind, welche Pit einen Vorteil verschaffen. Diese Effekte runden das Gameplay auf erfreuliche Weise ab und bringen ein klein bisschen Taktik ins Spiel.
Insgesamt hat Project Sora vieles richtig gemacht. Negativ erwähnt werden muss jedoch die Tatsache, dass man der Geschichte während des spielens kaum richtig folgen kann. Man muss schon die englische Sprache gut beherrschen, um die Dialoge mit hören zu können - denn zum lesen der Untertitel kommt man kaum.
Auch muss einem klar sein, dass es sich bei Uprising um kein Jump'n'Run handelt. Fans der Serie werden sich dennoch wie zuhause fühlen, da unglaublich viel Wert auf den Ursprung der Serie gelegt wurde: Gegner von früher kommen wieder vor, alte Soundeffekte und Jingles werden original wiederverwendet, mit viel Witz und Humor wird häufig die 8-Bit Ära der alten Ableger durch den Kakao gezogen und vieles mehr.

Sonstiges (Kleinigkeiten, die der Wertung nicht viel tun):
+ Nutzung der AR-Funktion des 3DS
+ Sehr viele Anlehnungen an die alten Serienableger
+ Viele Überraschungen und gut durchdachte Story
+ Keine Ladezeiten in den Levelabschnitten
+ Keine Lags im Onlinemodus
+ Viele Belohnungen durch das Spielen des Onlinemodus

- Multiplayer Modus wirkt erstmal sehr chaotisch
- Keine deutsche Sprachausgabe
- Keine Jump'n'Run Einlagen


Insgesamt: 13 Punkte / Sehr Gut Minus / 9 Punkte nach ntower

Kid Icarus: Uprising ist ein sehr gutes Spiel geworden. Zwar hat das reine Gameplay nichts mehr mit dem Original zu tun. Jedoch weiß das Spiel zu motivieren und zu faszinieren. Die Steuerung hätte besser sein sollen. Der Rest jedoch ist ein sehr liebevolles und eindrucksvolles Gesamtpaket, welches in den Flugabschnitten die beste 3DS-Erfahrung darstellt - bis jetzt. Ich kann den Titel wärmstens empfehlen und hoffe, dass die Reihe fortgesetzt wird.

PS: Meine Wertung soll 9 Punkte sein. Oben in der rechten Ecke wird eine 10 angeben, welche ich leider nicht mehr ändern kann. Ignoriert das einfach ;)
Geschrieben am 05.05.12
Unsere Partner:
Rawiioli, NMag, jpgames, N-Insider, Zelda Europe, Preisfieber, Cheats

ntowerCMS v1.5.1 | © 2007-2014 ntower | Forensoftware: Burning Board® 3.1.8, entwickelt von WoltLab® GmbH | Design und Programmierung: Holger Wettstein und Andreas Hansen | Alle Rechte vorbehalten | Original Grafiken und Markennamen sind Eigentum der jeweiligen Firmen. ntower ist ein inoffizielles und unabhängiges Informationsmagazin für Nintendo-Produkte.
Seitenanfang
Die Redaktion
Mediadaten
Kontakt
Impressum