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Virtue's Last Reward (3DS) // User-Reviews (1)

Virtue's Last Reward
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
15.03.13
Rising Star Games
Spike Chunsoft
Adventure
1
Ab 16 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar
10

User-Review von 7om


Das „Nonary Game“, ein Spiel um Leben und Tod. Es ist ein Spiel, das zeigt, wie Menschen wirklich sind. Im Spielehit „999 9 Hours 9 Persons 9 Doors“ wurde dieses Spiel schon einmal gespielt, erfolgreich beendet und der Drahtzieher dahinter hat sein Ziel erreicht. Es gibt deswegen auch keinen Grund mehr, ein weiteres Nonary Game zu spielen. Falsch gedacht! Im zweiten Teil der „Zero Escape“ Reihe wird das Spiel noch ein letztes Mal gestartet und es ist gefährlicher denn je!



Virtue's Last Reward ist ein Adventure und Visual Novel aus dem Hause Spike Chunsoft und ein Sequel zu „999 9 Hours 9 Persons 9 Doors“. Entsprechend den Genres ist dieses Spiel sehr auf die Story fixiert, genau genommen ist die Story der Kern des Spieles. Viele Leute dürften schon jetzt abgeschreckt sein, aber diesen sei gesagt, dass es auch mehr als genug Gameplay gibt. Indem man das Spielt gewinnt, wird man also mit einer richtig guten Geschichte belohnt. Hört sich doch gut an, oder? Also ab zu Geschichte!

Der Hauptprotagonist Sigma erwacht mit einer jungen Frau, die auf den Namen Phi hört, in einem Aufzug. Dort wird den beiden von einer künstlichen Intelligenz, dem virtuellen Hasen „Zero III“, erklärt, dass sie an dem sogenannten „Nonary Game – Ambidex Edition“ teilnehmen. Das erste Ziel des Spieles ist einfach: Sigma und Phi müssen nur aus dem Aufzug entkommen. Doch das Ganze ist doch nicht so einfach, denn der Aufzug ist verschlossen und lässt sich nur öffnen, indem sie bestimmte Rätsel lösen und er könnte zudem jeden Moment abstürzen.
Sigma schafft das dank der Hilfe des Spielers natürlich und so kommen die zwei in eine Lagerhalle, in der sieben andere unbekannte Leute warten, die auch aus einem gleich aufgebauten Todesraum entkommen sind. Bevor sich die ganze Gruppe ordentlich unterhalten kann, unterbricht sie Zero III, der nun endlich erklärt, was genau das „Nonary Game“ ist.
Auf den Händen der neun Spieler befindet sich eine Uhr, die sich nur unter zwei Bedingungen abnehmen lässt: Der Spieler stirbt oder er beendet das Spiel erfolgreich. Um das Spiel zu beenden, muss man ein großes Tor der Lagerhalle verlassen, auf dem eine 9 abgebildet ist. Dieses Tor lässt sich allerdings nur mit einer Uhr öffnen, auf der 9 oder mehr Punkte gespeichert sind. Jeder, der 9 Punkte hat, darf dieses Spiel mit dem Spieler, der das Tor geöffnet hat, auch verlassen. Wenn jemand gegen gewisse Regeln verstößt oder seine Punkteanzahl 0 erreicht, werden Giftspritzen innerhalb der Uhr aktiviert.
Jeder Spieler startet zudem nur mit 3 Punkten. Diese Punktanzahl kann erhöht werden, indem die Spieler weitere Rätselräume absolvieren und anschließend in einen „Ambidex-Raum“ gehen. In diesen Ambidex-Räumen muss man das Ambidex-Spiel gegen den oder die Mitspieler spielen, mit denen man zuvor einen Rätselraum gelöst hat.
Das Ambidex-Spiel ist ganz einfach: Man wählt „Ally“ oder „Betray“, ohne zu wissen, was der Mitspieler wählt. Wählen beide „Ally“, so erhalten beide Spieler 2 Punkte. Wählt einer „Ally“ und der andere „Betray“, so erhält der Betrüger 3 Punkte und dem anderen werden 2 Punkte abgezogen. Wählen jedoch beide „Betray“, erhält niemand Punkte. Es ist also ein Spiel des Betrugs.


Zero von "999" und Zero III: Ein würdiger Nachfolger?

Neben den Regeln erklärt Zero III noch, dass der Drahtzieher hinter dem Spiel ein gewisser Zero ist, genau wie im „Nonary Game“ des Vorgängers. Er gibt den Spielern noch den Hinweis, dass Zero vielleicht auch einer der Mitspieler sein könnte. Und so stellt sich in diesem Augenblick die größte Frage des Spieles: Wer ist Zero und wem darf man vertrauen?


Da Virtue's Last Reward nur zehn (oder sind es vielleicht doch elf?) Hauptfiguren hat, sind diese besonders interessant. Man mag sie, weil sie so freundlich sind oder man hasst sie, weil sie einen verraten. Hier eine Auflistung der Charaktere:

Sigma: Der Hauptprotagonist und der Charakter, den der Spieler steuert. Er ist 22 Jahr alt und kann sich nicht im Geringsten vorstellen, warum er das Nonary Game spielen muss. Zudem hat er eine besondere Fähigkeit, über die er sich selbst nicht im Klaren ist.
Phi: Eine mysteriöse junge Frau, die manche Dinge einfach weiß, ohne sie sich erklären zu können.
Dio: Ein junger Zirkusdirektor, der so schnell wie möglich entkommen will.
Alice: Eine wunderschöne Frau, die besonders gut mit Zahlen umgehen kann.
Clover: Sie scheint etwas über das Nonary Game zu wissen und kennt Alice.
Quark: Ein kleines Kind, das ziemlich schlau für sein Alter ist.
Tenmyouji: Ein alter Mann, dem der Junge Quark scheinbar alles bedeutet.
Luna: Eine junge und schüchterne Frau, die anscheinend Krankenschwester oder Doktor ist.
K: Ein Mann in einer Rüstung, der sich an Nichts erinnern kann. Oder täuscht er das nur vor?
Zero III: Eine künstliche Intelligenz, die das ganze Nonary Game kontrolliert. Gehorchen tut er aber letztendlich nur Zero.
Zero: Der Meister des Nonary Games. Wer ist er?!

Nun aber zum Gameplay. Dieses besteht aus zwei Abschnitten: Den Text-Passagen und den Escape-Passagen. In den Text-Passagen wird die Geschichte erzählt und man darf entscheiden, mit wem man sich in Rätselräumen verbündet und ob man betrügt. Insgesamt gibt es neun richtige Enden und eine Menge Game-Over-Enden. Aber keine Sorge! Sobald ihr ein Ende erreicht, müsst ihr das Spiel nicht von vorne starten. Man kann quasi durch die Zeit springen und immer wieder zu den Punkten zurückkehren, wo man eine falsche Entscheidung getroffen hat. Das macht man so lang, bis man alle Enden gesehen hat. Bei jedem Ende werden nämlich nur so viele Geheimnisse enthüllt, sodass man immer weiterspielen will. Außerdem muss man in jedem Zeitstrang Informationen sammeln, damit man zu gewissen Enden überhaupt voranschreiten kann.


Man kann jederzeit zu jedem Punkt springen

Die Escape-Passagen sind knifflige Rätselräume. In ihnen muss man genau auf die Umgebung achten, Gegenstände richtig platzieren und Minispiele absolvieren. Umgesehen wird mit dem Schiebepad, dem Touchscreen oder den Schultertasten. Am besten geht das Umsehen jedoch mit dem Touchscreen von der Hand, doch auch die anderen zwei Möglichkeiten sind praktisch, wenn man mal in einer Position ist, in der der Touchscreen nicht verwendet werden kann.
In den Rätselräumen müsst ihr jedenfalls alle herausstechenden Dinge anklicken und diese werden entweder in euer Inventar gelegt oder ihr müsst sie mit Sachen aus eben diesem Inventar erweitern. Manchmal müssen auch Minispiele gespielt werden, die meist über den Touchscreen oder mit der Bewegungssteuerung gesteuert werden. Falls einem die Bewegungssteuerung nicht zusagt, kann man auch das Schiebepad verwenden.
Wenn man alles richtig macht, bekommt man einen Code für einen Safe, in dem ein Schlüssel für den Ausgang aus dem Rätselraum liegt. Wenn man besonders gut ist, kann man ein weiteren Code finden, mit dem man Extra-Informationen bekommt.
Manche Rätsel sind wirklich hart und deswegen gibt es auch einen Easy-Mode, bei dem die Mitspieler einem helfen. Allerdings bekommt man dann auch weniger Extra-Informationen, falls man sie überhaupt erhält.

Die Musikuntermalung des Spieles ist auch richtig, richtig gut. In den Text-Passagen wird immer passend spannende oder dramatische Musik gespielt, die manchmal einen fast zum Weinen bringt. In den Rätselräumen wird natürlich keine epische oder dynamische Musik gespielt, ganz und gar nicht. Dort hört man einen richtig passenden Soundtrack, der nicht vom Denken ablenkt und überhaupt nicht nervt.
Die Grafik ist auch ausreichend. Die Räume sind schön detailliert, die Charaktere haben hübsche 3D-Modelle und der 3D-Effekt ist auch ganz in Ordnung.
Was auch praktisch ist, ist, dass man jederzeit speichern kann. Naja, nicht wirklich... Virtue's Last Reward hat einen Fehler, der den Spielstand zerstören kann. Wenn man in Rätselräumen speichert, so kann es passieren, dass der Spielstand nicht mehr funktioniert. Deshalb sollte man nur in den Text-Passagen speichern, was aber ziemlich störend sein kann. Manchmal stürzt das Spiel auch ab, wenn man ein Minispiel in einem Rätselraum spielt. Man hält sich in jedem Rätselraum ca. eine Stunde auf und deswegen sind diese Fehler nicht schön. Das hört sich aber jetzt schlimmer an, als es ist. Mir ist das Spiel insgesamt nur einmal abgestürzt und das bei einer Spielzeit von ungefähr 35 Stunden.


Kann man jemanden trauen, der betrogen wurde?

Fazit:
Virtue's Last Reward ist eines der besten 3DS-Spiele. Die Story ist grandios, die Musik ist passend, die Rätsel sind abwechslungsreich und die Grafik ist auch gut. Zudem werden mehrere interessante Themen angesprochen, wie zB. „Schrödingers Katze“ oder das „Chinesische Zimmer“. Die Atmosphäre zieht einen sofort in den Bann und wenn man endlich „I am Zero“ hört, dann bleibt einem fast die Luft weg. Die einzigen Minus-Punkte sind die Freezes und der Spielstand-zerstörende-Fehler. Aber wenn man weiß, wie man diese umgehen kann, dann bietet Virtue's Last Reward ein einzigartiges Erlebnis der Extra-Klasse. Und deswegen bekommt es die volle Punktzahl, auch wenn 9 Punkte, wegen dem Ziel des Spieles, passender wären. Um das beste Erlebnis zu haben, sollte man allerdings zuvor "999 9 Hours 9 Persons 9 Doors" gespielt haben, auch wenn man die Story auch ohne dieses Spiel verstehen kann.

10/10
Geschrieben am 19.07.14
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