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Xenoblade Chronicles (Wii) // User-Reviews (1)

Xenoblade Chronicles
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
19.08.11
Nintendo
Monolith Soft
RPG
1
Ab 12 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar
10

User-Review von Icewulf


Lange lange musste ich auf diesen Titel warten. Meine Erwartungen wurden im Laufe der Monate durch zahlreiche Videos und Previews in die Höhe getrieben. Und wurden allesamt übertroffen.

Vor Urzeiten führten zwei Giganten einen erbitterlichen Todeskampf. Doch die beiden Kontrahenten waren sich ebenbürtig und ein baldiger Sieg somit aussichtslos. In einem letzten Angriffsversuch töteten sich die beiden Krieger gegenseitig und erstarrten ineinander Verkeilt. Im Laufe der Jahrtausende bildeten sich auf den Körpern der beiden Kadavern Leben in Form von Pflanzen, Tieren und auch menschenähnlichen Wesen, den Homs. Viele Jahre war alles gut, bis die Homs von Maschinenwesen namens Mechon angegriffen werden. Die einzige Rettung für die Homs besteht in dem Schwert Monado, dass laut Legenden einmal von Bionis selbst geführt worden war. Shulk, der Träger des Monado, kann bei dem Angriff zwar die Stadt retten, seine Freundin wird jedoch von den Mechon getötet. Um seine Freundin und alle anderen Gefallenen zu Rächen und die Mechon ein für allemal zu vernichten macht er sich auf in sein größtes Abenteuer.

Groß ist zwar ein gutes Stichwort, kommt dem Spiel aber nicht gerecht. Die Welt von Xenoblade ist schlichtweg gigantisch. So läuft man z.B. auf dem Bein des Bionis über weite grüne Wiesen, findet ein Flüchtlingslager, durchwandert ein Höhlensystem, durchstreift einen Sumpf, schwimmt durch einen See und spring von einem Wasserfall. Und das alles innerhalb eines Gebietes mit fantastischer Weitschicht und ohne Ladebildschirm. Und das auf der Wii. Respekt. Das Erkunden der riesigen Gebiete macht viel Spaß. Zum einen weil die Gebiete fantastisch Designed wurden. Zum anderen weil es viel zu entdecken gibt und Belohnungen winken. Für das finden von speziellen Orten erhält man Erfahrungspunkte, an verborgenen Ätheradern können Kristalle abgebaut werden die man in Juwelen umwandeln kann um damit Rüstungen und Waffen zu verbessern und überall lassen sich Sammelitems finden, die für Quests benötigt werden. Quests erhält man in den Dörfern und Städten von den Einwohnern. Je mehr Quests erfüllt werden, desto mehr steigt das Ansehen in der Stadt. Dies führt wiederum dazu, dass neue Quests freigeschaltet werden. Die meisten Quests erzählen kleine Geschichten über die jeweilige Person. Zum Beispiel über einen verschuldeten Künstler, Forscher die eine antike Schrift übersetzen wollen und auch Beziehungsdramen. Dadurch wird es um einiges erträglicher, dass sich eigentlich alle Quests nur um das Sammeln von Gegenständen oder dem bekämpfen von Monstern drehen. Das Kampfsystem ist dem aus Onlinerollenspielen nachempfunden. Standardangriffe werden automatisch ausgeführt, spezielle Attacken müssen manuell ausgeführt werden. Bei den speziellen Attacken ist auf Besonderheiten zu achten, z.B. die richtige Position zum Ziel oder bestimmte Stärken und Schwächen der Feinde und ist dadurch sehr komplex. Wer von den Kämpfen genug hat, der kann an den Beziehungen der Gefährten oder dem sozialen Netzwerk der Städte arbeiten. Wer sich bemüht die sozialen Kontakte in den Städten auszubauen wird mit höherem Ansehen, neuen Quests und Erfahrungspunkten belohnt. Das Spiel besteht jedoch nicht nur aus einer Ansammlung von Quests sondern erzählt auch eine sehr gute Hauptstory mit vielen Wendungen, Prophezeiungen und Intrigen. Erzählt wird die Story dabei nicht in Rendersequenzen sonder in Ingame-Grafik die allesamt sehr gut geschnitten und vertont wurden. Auch der Soundtrack wartet mit exzellenten Musikstücken auf die zu jeder Zeit passend komponiert wurden und niemals nervig werden.
Also alles perfekt? Nicht ganz. Wii typisch gibt es z.B. bei der Grafik natürlich etwas zu bemängeln. Die Weitsicht ist zwar fantastisch, bei näherem Betrachten fallen die unschönen und gelegentlich sogar hässlichen Texturen jedoch sehr negativ auf. Auch das manche Objekte sehr spät ins Bild ploppen stört etwas. Auch die eigentlich sehr gute und frei justierbare Kamera macht gelegentlich Probleme. Bei Kämpfen mit großen Gegnern z.B. vergräbt sich die Kamera schon beinahe in den Boden und macht den Schlagabtausch daher unnötig unübersichtlich. Zudem ist Xenoblade nicht wirklich einsteigerfreundlich. Gerade in den ersten Stunden wird man beinahe im Minutentakt von einem Minitutorial unterbrochen, das einem in drei, vier Sätzen erklärt, was man den nun neues kann. Die pure Masse an neuen Möglichkeiten in der Anfangsphase erschlägt einen beinahe. Auch neue Zusatzeffekte wie z.B. Stachelschaden werden nur einmalig in kurzen Sätzen präsentiert. Zwar kann man die Tutorials jederzeit nachschlagen, jedoch wäre eine kurze Demonstration im Kampf besser gewesen. Auch der Schwierigkeitsgrad ist ' wie in dieser Generation üblich ' etwas zu leicht. Und wer fleißig Quests erfüllt hat nicht einmal Probleme bei den Bosskämpfen.

Dennoch ist Xenoblade meiner Meinung nach das derzeit beste Rollenspiel das es gibt. Jeder der gerne eine Welt frei erkundet, Spaß am perfektionieren des Kampfsystems und Fan von gut erzählten Geschichten ist kann bedenkenlos Zugreifen. Rollenspielneulinge sollten sich das Spiel aber vorher von jemandem zeigen lassen und ausgiebig Probespielen. Das komplexe Kampfsystem und die schiere Größe von Xenoblade könnten sonst für den ein oder anderen abschreckend wirken.
Geschrieben am 10.01.12
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