Verfolge unsere neuesten Videos, Casts, Chats und sämtliche Kanäle in den großen sozialen Netzwerken.

Budget-Spezial: GO Series - Teil 1



Spiele kosten Geld, viel Geld. Das gilt auch für Nintendo DS- bzw. Nintendo 3DS-Titel. Wenn dann einer frisch geschlüpft im Elektronikmarkt liegt, gehen dafür schon mal gerne 45 Euro drauf. Das ist verdammt viel Kohle, die man vielleicht nicht immer ausgeben will, um seinen Spielejieper zu befriedigen. Manchmal reicht auch das kleine Download-Spielchen aus dem DSiWare-Shop respektive eShop um die Ecke. Beide haben ein riesiges Regal, in dem zahlreiche Spiele für 2 Euro um Käufer buhlen. Wenn ihr eine genaue Zahl haben wollt: Ganze 147 Budget-Spiele stehen zum Download bereit. Um euch einen kleinen Überblick zu geben, in welche Spiele ihr euer Geld investieren solltet, starten wir mit diesem Teil unsere Budget-Reihe, die wir unregelmäßig fortsetzen werden. Wir beginnen mit der GO Series, die auf insgesamt 11 Spiele für jeweils 2 Euro kommt.



10 Second Run (8):
Mit einem simpleren Spiel könnten wir unser Spezial gar nicht starten: Ihr steuert ein Strichmännchen durch Strichlevels und müsst innerhalb von zehn Sekunden das Ziel erreichen. Das klingt jetzt nicht sehr spannend, aber 10 Second Run entwickelte in mir schon nach den ersten Levels ein enormes Suchtpotenzial. Denn natürlich rennt man nicht einfach von links nach rechts und das wars. Ihr müsst über Abgründe springen, Gegnern ausweichen, auf sich bewegenden Plattformen landen und dürft dem tödlichen Feuer nicht zu nahe kommen.

Macht ihr dennoch einen Fehler, weist euch fette „FAIL“-Schriftzug darauf hin und ihr müsst das Level von vorne beginnen. Und das tat ich immer wieder, denn ich wollte es doch schaffen! Dabei habt ihr anfangs noch genügend Zeit, innerhalb der zehn Sekunden das Ziel zu erreichen. Kleine Fehler werden hier noch großzügig verziehen. Später allerdings müssen jeder Sprung und jede Landung sitzen, um es noch rechtzeitig zu schaffen, da die Level immer länger und vor allem schwerer werden. Das Spiel zählt jeden Tod mit und zeigt diese in der Levelübersicht an. So habt ihr einen Überblick darüber, in welchem Level ihr am häufigsten versagt habt.

Neben diesem Standard-Modus, in dem ihr 50 Level nach und nach überwinden müsst, gibt es noch den Marathon-Modus, in dem ihr alle Stages hintereinander absolviert. Hier werden die Zeiten dann zusammengerechnet und ihr habt am Ende eine Gesamtzeit, mit der ich euch mit anderen messen könnt. Im Grunde geht es auch immer die beste Zeit und man freut sich über jede Hundertselsekunde, die man sich verbessern konnte. Leider gibt es keine Online-Highscore-Ranglisten. Dafür funktioniert die Steuerung pixelgenau und die Musik ändert sich zwar nie, aber sobald sie beginnt hektisch zu werden, weil die Zeit fast abgelaufen ist, lässt sie Panik aufkommen. So muss das sein.

Wer auf Plattformer steht und eine Herausforderung sucht, dürfte sie in den letzten Levels von 10 Second Runner finden. Das Spielprinzip macht schnell süchtig und ich erwischte mich schnell dabei, wie ich den 3DS nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die vielen Tode können doch nicht umsonst gewesen sein, irgendwie muss ich das doch schaffen können! Für 2 Euro ganz klar eine Empfehlung!



Captain Sub (7):
Das Meer steckt voller Geheimnisse und ist noch lange nicht vollständig von uns erforscht. Vor allem merkwürdige und teils gruselig aussehende Kreaturen leben in den Tiefen. Doch könnten nicht auch gewaltige Schätze auf dem Meeresgrund darauf warten, von uns geborgen zu werden? So oder so ähnlich könnte die Hintergrundgeschichte von Captain Sub aussehen, wenn das Spiel denn eine hätte.

Innerhalb eines kleinen Inselkollektivs geht ihr mit eurem U-Boot auf Tauchstation, um versunkene Goldbarren einzusacken und Schatztruhen zu leeren, die von besonders bösartigem Meeresgetier bewacht werden. Dabei sind die Unterwasserlevel sehr Labyrinthartig aufgebaut und ein großer Teil des Spielspaßes besteht darin, sich in den immer größer werdenden Levels zurecht zu finden. Um euch gegen Krabben und anderes Getier verteidigen und Steine zerstören zu können, könnt ihr Torpedos nach vorne und oben verschießen. So sucht ihr euch euren Weg durch das Meereslabyrinth und wenn ihr zehn Packen Goldbarren eingesammelt habt, müsst ihr diese zurück in euer Schiff bringen, das auf der Meeresoberfläche auf euch wartet.

Das ist aber nicht das einzige marine Gefährt über euch. Mysteriöse Boote werfen nämlich ständig Unterwasserbomben nach unten, denen ihr ausweichen solltet. Stoßt ihr auf eurer Entdeckungsreise auf verschlossene Türen oder Truhen, müsst ihr Schlüssel einsetzen, die ihr irgendwo in den Weiten des Levels findet. Entdeckt ihr die Schleuse zum Endboss, könnt ihr direkt hinein und euch mit ihm anlegen. Ihr soltet aber bedenken, dass der Level nach dem Kampf beendet ist und wenn ihr zuvor nicht alles Gold gesammelt habt, müsst ihr noch einmal ins kalte Nass.

Es empfiehlt sich daher, schon vor dem jeweiligen Boss alles einzusacken. Das erhöht dann auch eure Lebensenergie, die ihr gut gebrauchen könnt. Denn die Endgegner haben teilweise Angriffe drauf, denen ihr nur schwer ausweichen könnt. Es geht übrigens nicht darum, diese umzunieten, sondern die Schatztruhen zu leeren, die sie bewachen. Dazu müsst ihr euch das Angriffsmuster einprägen und im richtigen Moment lostauchen. Das Design der Gegner ist recht witzig, so erinnert der Oktopus an das Vieh im gleichnamigen Game & Watch und eine offensichtlich an Micky Maus angelehnte Kreatur befehligt eine riesige Schildkröte.

Optisch ist die Unterwasserwelt sehr bunt und hübsch. Leider gibt es nur einziges Musikstück, das anfangs zwar durchaus schön anzuhören ist, mit der Zeit aber unglaublich auf die Nerven geht. In der Steuerung gibt sich Captain Sub keine Blöße und das U-Boot steuert sich butterweich durchs Wasser. Allerdings hält das Spielvergnügen nicht sehr lange an, recht schnell und ohne größere Komplikationen hat man alle Goldbarren gesammelt. Wer aber ein eher entspannenderes Spiel sucht, macht hier nicht viel falsch.



D-Tank (5):
Wenn ich mir schon für Captain Sub eine Pseudo-Hintergrundgeschichte ausgedacht habe, kann ich das für D-Tank auch tun: Die USA und die UdSSR befinden sich im Kalten Krieg. Das reicht den Amerikanern aber nicht, also hetzen sie ihre Armee auf die Sowjets. Diese haben leider nicht so viel Geld und können sich nur einen einzigen Panzer leisten, der die gesamte Übermacht der Ami-Panzer aufhalten muss. Und jetzt ratet mal, wer die Aufgabe erhält, sein Land zu retten?

Richtig, ihr seid das! Also steigt ihr in den Panzer und müsst nun in verschiedenen Levels alle gegnerischen Panzer abschießen, die es auf euer Hauptquartier abgesehen haben. Um die Brisanz noch etwas zu steigern, bezeichne ich das HQ mal als Moskau. Um die Einwohner der Stadt vor den bösen Panzern zu schützen, fahrt ihr mit eurem schwer bewaffneten Gefährt auf einer kleiner Karte herum und ballert alles ab, was sich bewegt.

Hilfreich sind die Power Ups, die ihr einsammeln könnt. So verwandelt ihr euer normales Kanonenrohr kurzzeitig in eine Schrotflinte oder ein Maschinengewehr. Minen solltet ihr gegen die besonders großen Panzer einsetzen. Ab und zu dreht sich der Spieß dann um und ihr geht zum Angriff über, indem ihr stationäre Geschütze zerstören müsst. So ballert ihr euch durch zweckmäßige Grafik mit netter Musik und steigert den Highscore immer weiter.

Ein möglichst hoher Punktestand ist dann auch das Ziel des Spiels. Hier solltet ihr aber bedenken, dass jeder Neustart eines Levels auch einen Neustart eurer Punktesammelei bedeutet. Manuell neu anfangen müsst ihr aber sowieso nicht, da ihr unendlich viele Leben habt. Es gibt pro verlorenem Panzer halt Minuspunkte in der Endwertung.

Drei Schwierigkeitsgrade halten euch bei Laune. Das kann ich von der Steuerung leider nicht sagen, da ihr die Zielrichtung eures Kanonenrohrs mit den Schultertasten um euch herum dreht. In hektischen Situationen ist das dann viel zu langsam und ungenau und ihr müsst eigentlich unnötigen Schaden an Moskau hinnehmen oder sogar selbst mit einem Panzer bezahlen. Insgesamt ist D-Tank ein nettes Spielchen für zwischendurch, aber es gehört doch zu den schwächeren Spielen der GO Series.



Dark Spirits (7):
Normalerweise steuert man in seitlich scrollenden Shoot'em Ups ein Raumschiff, das mit allerlei dicken Waffensystemen aufgestockt werden kann. Nicht so in Dark Spirits. Hier übernehmt ihr die Kontrolle über einen fliegenden Magier mit vier Orbs, die anfangs allesamt denselben Standard-Schuss abfeuern. Schnell jedoch levelt ihr die einzelnen Orbs durch das Aufsammeln von Power Ups auf und eure Feuerkraft nimmt immer weiter zu. Hier unterscheidet sich das Spiel dann schon nicht mehr von typischen Titeln des Genres.

Die verschiedenen Updates bringen dann unterschiedliche Kräfte mit sich. So kann der blaue Kristall findliche Schüsse auflösen, fliegt aber nur sehr langsam, und der rote Feuerball sorgt für ordentlich Wumms bei euren Gegnern. Diese Aufleveln eurer Schüsse macht einen großen Reiz von Dark Spirits aus, da ihr mit der Zeit immer stärker werdet und darauf achten müsst, auch mit dem „richtigen“ Orb das nächste Power Up zu berühren. So könnt ihr völlig frei entscheiden, welcher Orb welche Waffe abfeuern soll.

Etliche Feinde stellen sich euch gleichzeitig in den Weg. Gerne nehmen sie euch nicht nur von vorn, sondern auch von oben und unten oder hinten aufs Korn. Glücklicherweise könnt ihr auch in diese Richtungen feuern. So ballert ihr mit dem A-Knopf nach vorn, mit dem X-Knopf diagonal und der Y-Knopf dient dazu, die Feinde hinter euch aufs Korn zu nehmen. Doch ihr solltet es vermeiden, im Dauerfeuer durch die Level zu fliegen. Denn sobald ihr anfangt zu schießen, bewegt sich der Magier nur noch sehr behäbig. Ihr müsst also die richtige Dosis aus ballern und ausweichen finden.

Leider wird euch das durch zwei Dinge erschwert. Zum einen steuert sich der Magier schon ohne zu feuern wie ein Elefant. Nicht einmal das, denn wer Dumbo gesehen hat weiß, dass fliegende Elefanten doch recht graziös aussehen. Es ist manchmal schon eine Qual, Schüssen ausweichen zu wollen. Vielleicht gibt es genau deswegen den blauen Kristall... Aber noch etwas dämpft den Spielspaß, zumindest für Anfänger. Die Schüsse fliegen nämlich einfach so durch Kopf und Beine hindurch, wirklich Schaden nehmt ihr nur in der Mitte des Körpers. Es lässt sich für Einsteiger in das Genre schlecht einschätzen, wie groß denn nun die Hit-Zone des Magiers ist. Das ist duchaus so etabliert in Shoot'em Ups, doch vom Schwierigkeitsgrad her werden Experten, die sofort damit klar kommen, von Dark Spirits sowieso nicht angesprochen.

Diese beiden Punkte führten dann bei mir immer wieder zu Lebenspunkte-Verlust. Von diesen habt ihr fünf und ab und zu hinterlassen Gegner neue Herzen, mit denen ihr eure Lebensenergie wieder auffüllt. Dark Spirits ist ohne Zweifel eines der hübschesten Spiele der GO Series und geizt nicht damit, unzählige Objekte gleichzeitig darzustellen. Auch die Musik ist gelungen, jedoch kämpft ihr fast ausschließlich vor demselben Stadthintergrund und die Steuerungsmacken ziehen die Wertung ebenfalls runter. Mit ein bisschen Geduld kann man diese zwar durch wachsenden Skill ausgleichen, aber zu Frust werden sie trotzdem führen. Das Schiebepad des 3DS erweist sich hier übrigens als deutlich angenehmer als das Steuerkreuz. Als Highscore-Shooter macht der Titel in kleinen Schüben aber durchaus gut Laune.

Autor: Pascal Hartmann

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Guthabens für das Budget-Spezial!


Zurück zur letzten Seite


Unsere Partner:
Rawiioli, NMag, jpgames, N-Insider, Zelda Europe, Preisfieber, Cheats

ntowerCMS v1.5.1 | © 2007-2014 ntower | Forensoftware: Burning Board® 3.1.8, entwickelt von WoltLab® GmbH | Design und Programmierung: Holger Wettstein und Andreas Hansen | Alle Rechte vorbehalten | Original Grafiken und Markennamen sind Eigentum der jeweiligen Firmen. ntower ist ein inoffizielles und unabhängiges Informationsmagazin für Nintendo-Produkte.
Seitenanfang
Die Redaktion
Mediadaten
Kontakt
Impressum