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Budget-Spezial: GO Series - Teil 2



Wie schon im ersten Teil unseres Budget-Specials über die GO Series aus dem DSiWare-Shop des Nintendo DSi (XL) bzw. dem eShop des Nintendo 3DS (XL) befassen wir uns hier mit einem Teil der in der Serie veröffentlichten Spielen. Diesmal sind es derer wieder vier, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch genau das macht die GO Series ja auch aus. Für wenig Geld, nämlich genau 200 Punkte bzw. 2 Euro, will die Spiele-Reihe mit verschiedenen Konzepten begeistern. Das gelingt nicht immer, aber einige tolle Spiele sind darunter. Schauen wir doch mal, ob in diesem zweiten Teil gute Titel dabei sind.



Defence Wars (4):
Das erste Spiel im zweiten Teil unseres Specials könnte Storymäßig nach D-Tank angesiedelt sein. Nachdem die UdSSR den Angriff der USA abgewehrt haben, gehen sie zum Gegenangriff über. Mittlerweile haben sie durch das Recyclen des ganzen Panzerschrotts nämlich ordentlich Panzer gebaut und zahlreiche Obdachlose entführt, die sie nun im Revanche-Angriff auf die Stellungen der USA verheizen.

Diesmal würdet ihr dementsprechend die Rolle der USA übernehmen und den Angriff auf euer Land abwehren müssen. Da der Weltpolizei-Staat keine Panzer mehr hat, muss er auf stationäre Kanonen zurückgreifen. Und weil computergesteuerte Geschütze zur Zeit des Kalten Krieges noch Zukunftsmusik waren, müsst ihr in dieser Variation von Tower Defense nicht nur eure Kanonen platzieren, sondern sie auch selber feuern.

Dazu tippt ihr die Waffe eurer Wahl an und zieht einen Strich über den Touchscreen. Die Länge eures Striches entspricht dann der Entfernung, in der das Geschoss einschlagen wird bzw. die es zurücklegen wird. Und hier haben wir auch gleich das ganz große Problem von Defence Wars: Ihr habt die Steuerung nie wirklich unter Kontrolle und könnt niemals wirklich einschätzen, ob ihr nun genau richtig, zu weit oder zu kurz feuern werdet. Dass ihr im Laufe des Spiels immer mehr verschiedene Kanonen kontrollieren müsst, macht es nicht gerade besser.

An sich ist es natürlich eine gute Idee, euch unterschiedliche Geschütze zur Verfügung zu stellen. Irgendwann kommen noch Panzer (wahrscheinlich aus hastig gesammelten Eierkartons gebastelt) und Sandsäcke hinzu. Die Panzer feuern dann wenigsten selbstständig, aber nur, wenn ihr sie in der Nähe eines Gegner platziert. So müsst ihr ständig zwischen den Geschützen wechseln, die Panzer hin und her fahren lassen und unter all dem Stress versuchen, die Linien richtig zu ziehen. Defence Wars kann ich daher nur Hardcore-Tower-Defense-Fans empfehlen. Die werden über die schreckliche Steuerung hinwegsehen, sich am harten Gameplay und der niedlichen Grafik mit den süßen Obdachlosen-Soldaten erfreuen.



Fatal Blow (3):
Wenn man sich so in der Superheldenszene ein bisschen umschaut, haben die Kerle und Frauen in den hautengen Kostümen immer irgendeinen Grund, warum sie ihre Superkräfte einsetzen müssen. Sei es die Rettung der Welt vor einem Superschurken, das Befreien der holden Liebsten oder einfach Rache. Nicht so der Held aus Fatal Blow. Der prügelt sich einfach so aus reinem Spaß an der Freude mit unzähligen Cyborgs. Ich denke mir einfach, die bösen Buben haben seinen Käsekuchen geklaut und den will er sich jetzt wiederholen. Ich zumindest würde Käsekuchendieben nichts durchgehen lassen!

Wie ihr euch denken könnt, übernehmt ihr in der Rolle des Namenlosen die heldenvolle Aufgabe, Schrott aus euren Feinden zu machen. Dazu seht ihr das Geschehen wie in einem 2D-Prügler von der Seite und müsst mit Standard- und sogenannten Heldenattacken um euch schlagen und treten. Leider fühlt sich das zu keinem Zeitpunkt intuitiv an. Man hämmert einfach auf den beiden Angriffstasten herum und erschlägt seine Gegner. Mittendrin wird man immer wieder selbst getroffen, weil der Held weder blocken noch ausweichen kann. Hier wird viel taktisches Potenzial verschenkt.

Das wird besonders ärgerlich, wenn ihr von Feinden umzingelt seid oder ihr in eine der beiden Ecken der Stage gedrückt werdet. Dann könnt ihr nur noch hoffen, dort irgendwie wieder herausspringen zu können. Den eigenen Fatal Blow verpasst sich das Spiel aber selbst durch den hohen Schwierigkeitsgrad. Schon die ersten Gegner halten sehr viele Treffer aus und die Endbosse sind unverhältnismäßig stark. Ich habe es gerade so in den zweiten Level geschafft, in diesem aber auch nach etlichen Versuchen nie den Endgegner gesehen. Und das trotz meines kleinen Tricks, immer in die Luft zu springen und die Gegner mit derselben Attacke fertig zu machen...

Auch die Super Helden-Attacken helfen nicht. Diese könnt ihr ausführen, wenn ihr die Spezialleiste durch Helden-Attacken gefüllt habt. So soll ein Schild eure Lebensenergie wieder auffüllen, wenn ihr ihn gegen gegnerische Cyborgs einsetzt. Wirklich viel gibt er euch aber nicht wieder. Insgesamt wirkt das Kampfsystem komplett undurchdacht. Schade, da die Grafik sehr ansehnlich ist und die Musik auch überzeugen kann. Masochisten greifen zu.



Fishing Resort (9):
Nach all der Action des Tages möchte sich der eine oder andere sicherlich auch mal etwas entspannen. Da kommen Angel-Spiele doch gerade recht, denn ich kann mir keinen langweili... entspannenderen Sport vorstellen als Angeln. Auch in der GO Series könnt ihr euch mit einem Titel rund um das Fische fangen eindecken. Fishing Resort hält sich wie viele Spiele aus der Budget-Reihe nicht lange mit Vorreden auf und wirft euch einfach in den See. Naja, nicht allzu wörtlich nehmen. Ihr sitzt natürlich auf einem kleinen Floß, das auf dem See schwimmt.

An welcher Stelle ihr angeln wollt, bleibt komplett euch überlassen. Ihr tippt einfach auf dem Touchscreen auf die entsprechende Stelle und schon seht ihr einen kleinen Ausschnitt des Sees aus der Ego-Perspektive. Nun tippt ihr die Stelle auf dem Wasser an, wo euer Köder landen soll. Idealerweise solltet ihr darauf achten, dass möglichst viele Fisch-Silhouetten an diesem Punkt hin und her schwimmen. Hat ein Fisch angebissen, was teilweise ein bisschen dauern kann, tippt ihr erneut auf den Touchscreen.

Nun folgt das erste Minispiel. Sobald ein Pfeil auf dem unteren Screen erscheint, müsst ihr ihr eine Linie in dessen Richtung ziehen. Je nachdem, wie genau ihr die Richtung nachgezogen habt, entkräftet ihr den Fisch mehr oder weniger. Manchmal leidet die Erkennung allerdings und ihr versemmelt angeblich Striche, die ihr in genau die angezeigte Richtung gezeichnet habt. Glücklicherweise treten diese Falscherkennungen nicht allzu oft auf und man schafft es meistens auch so. Ist der Fisch genug geschwächt, müsst ihr ihn aus dem Wasser ziehen.

Dazu haltet ihr den Stylus auf den Touchscreen, und sobald sich die Anzeige gefüllt hat, zieht ihr den Stift in einer Linie nach oben. Der Fisch wird nun in die Luft katapultiert (der kleine Angler auf dem oberen Screen sieht gar nicht so stark aus). Um das Tier letztendlich zu fangen, müsst ihr jetzt noch euer Netz im richtigen Moment mit einem Stylus-Strich von links nach rechts schwingen. Dieser ist aber nicht leicht einzuschätzen und so sind mir so einige Fische wieder ins Wasser geplumpst, weil ich das Netz zu früh oder zu spät geschwungen habe.

Erstaunlicherweise wird die immer gleiche Abfolge von kleinen Minispielchen zum Fangen der Fische so schnell nicht langweilig, da es von eurem Skill abhängt, ob ihr erfolgreich seid. Spannender wird es aber, wenn ihr euch an einer der 60 Challenges versucht. Diese sind anfangs noch sehr leicht, so müsst ihr zum Beispiel einfach vier Fische innerhalb von zehn Minuten fangen. Später wird es aber sehr herausfordernd, da ihr bestimmte Fische mit einer Mindestgröße fangen müsst. Um hier eine Chance zu haben, müsst ihr bessere Ausrüstung kaufen (die ihr leider nur eine bestimmte Anzahl an Fangversuchen lang benutzen dürft) und Tränke zu euch nehmen, die eure Fähigkeiten verbessern (das bleibt dann konstant).

Mit den Challenges und auch mit dem normalen Fangen der Fische verdient ihr euch die nötigen Punkte, die ihr dann im Shop für die gerade genannten Dinge ausgebt. Fishing Resort konnte mich von allen für dieses Special getesteten Spielen am längsten fesseln und bietet für kleines Geld jede Menge Spielspaß. Schön, dass auch die Grafik überzeugen kann. Die kleinen Fehler in der Erkennung der Touchscreen-Steuerung sind da locker zu verschmerzen. Toll ist auch, dass ihr per lokalem Spiel euren Fischer-Ausweis mit einem anderen Spieler tauschen und so schauen könnt, wer die dicksten Fische gefangen hat.



Let's Swing (6):
Eigentlich heißt es ja: „Easy to learn, hard to master.“ Nicht so in Let's Swing. Hier ist das Motto: „Hard to learn, even harder to master.“ Hätte ich diesen Titel nicht für unser Special spielen müssen, wäre nach wenigen Minuten Schicht im Schacht gewesen. Ich mag ein Spiel nicht lernen müssen. Aber ich habe mich durchgebissen und muss zugeben, dass Let's Swing gar nicht so übel ist.

Als Turner nehmt ihr an der Tron-Olympiade teil, die alle 00110100 Jahre von Skynet veranstaltet wird. Als Moderator fungiert HAL. Eure Kokurrenten sind der Terminator, Robocop und die Roboterente aus der Ducktales-Zeichentrickserie. Ach Quatsch, davon stimmt natürlich gar nichts. Allerdings stünde solch ein Spiel sofort auf meiner Haben-Wollen-Liste. Let's Swing hat leider gar keine Geschichte, aber da es sich um ein Geschicklichkeitsspiel handelt, ist das gar nicht so schlimm.

Mein Einfall mit der Tron-Olympiade kommt aber nicht von ungefähr, da der Grafikstil mit den Neonlinien sehr stark an die Disney-Filme erinnert. Ihr spielt ihr aber kein tödliches Spiel mit Wurf-Discs, sondern schwingt euch fröhlich von Haltepunkt zu Haltepunkt und sammelt nebenbei Münzen ein. Doch aller Anfang ist schwer, und in Let's Swing sogar verdammt schwer. So springt ihr an den ersten Haltepunkt und haltet das Steuerkreuz in eine Richtung gedrückt. Der Charakter schwingt dann selbstständig hin und her, bis er um den Haltepunkt rotiert.

Nun müsst ihr im richtigen Winkel abspringen, um den nächsten Haltepunkt zu erreichen. Das hört sich aber viel einfach an, als es ist. Ich habe ja nun schon zweimal erwähnt, dass das Spiel schwer ist, aber das kann ich nicht oft genug tun. Bis ich den Dreh raus hatte (haha), mit welchem Winkel ich den ersten Sprung schaffe, waren etliche Spielminuten vergangen. Mit mehr Glück als Können habe ich den ersten Level dann auch geschafft und mich noch ein paar weiter nach vorne gekämpft.

So wirklich im Griff hatte ich den Schwinger aber auch dann noch nicht. Es ist für mich unfassbar schwer einzuschätzen, in welchem Moment ich abspringen muss, um den erforderlichen Winkel zu treffen. Glücklicherweise ist der Timer sehr großzügig und auch mit ganz vielen Fehlsprüngen konnte ich das Ziel erreichen. Viele Punkte gibt es so aber natürlich nicht, sodass mein Highscore recht niedrig ausfällt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Let's Swing in den weiteren Levels noch deutlich anspruchsvoller wird. Um so weit zu kommen, fehlen mir aber die Nerven. Wer gefordert werden will und Frustresistent ist, liegt hier richtig.

Autor: Pascal Hartmann

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Guthabens für das Budget-Spezial!


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