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Test zu Shin Megami Tensei: Devil Survivor 2 - Record Breaker - Nintendo 3DS

Germany Deutschland: Shin Megami Tensei: Devil Survivor 2 - Record Breaker
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
29.10.2015
Vertrieb
Atlus, NIS America
Entwickler
Atlus
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: Shin Megami Tensei: Devil Survivor 2 - Record Breaker

Von Max Kluge ()

Bei Shin Megami Tensei: Devil Survivor 2 - Record Breaker handelt es sich um ein taktisches JRPG auf dem Nintendo 3DS. Es ist ein erweitertes Remake des bei uns 2013 veröffentlichten Nintendo DS-Titels Shin Megami Tensei: Devil Survivor 2 und wurde vom Entwicklerstudio Career Soft entwickelt, die uns bereits die Vorgänger der Reihe bescherten und für das angekündigte Shin Megami Tensei X Fire Emblem zuständig sind.


Record Breaker ist ein deutlich erweitertes Remake des DS-Originals.

Die Handlung des Spiels beginnt in einer Schule in Tôkyô in einer nicht näher definierten Gegenwart. Ihr seid grade dabei eure Abschlussprüfungen zu schreiben, als euch ein Freund, Daichi, vorschlägt, während der Pause ein wenig Shoppen zu gehen. Außerdem erzählt er euch von der neuen Internetplattform Niceae, welche euch per Videobotschaft benachrichtigt, wenn einer eurer Freunde oder Bekannte sterben wird. Ihr meldet euch kurzerhand in Niceae an und startet eure Reise nach Shibuya. Nachdem ihr mit Einkaufstaschen beladen ein Einkaufszentrum verlasst, kommt es zu einem Erdbeben, welches einen großen Teil der Stadt verwüstet. Auf eurem Handy erscheint die sogenannte Summoning-App, die sich später als euer Medium zum Dämonen beschwören herausstellt. Nachdem ihr eine eurer Klassenkameradinnen gefunden und beschlossen habt, diese nach Hause zu begleiten, erhaltet ihr eine Videobotschaft von Niceae. Ihr und euer Freund Daichi sollt im Bahnhof von einem Zug überfahren werden.

Ihr könnt den Vorfall verhindern und werdet von einer Organisation namens JP's aufgelesen, deren undurchsichtiger Boss, Yamato Hotsuin, euch eine kurze Rast gewährt, aber nichts weiter von euch wissen möchte. Als ein großes dämonenartiges Monster namens Dubeh in der Stadt auftaucht, müsst ihr euch den Serpentiones zum Kampf stellen und plötzlich ist sich niemand mehr so recht sicher, ob es sich an jenem schicksalshaften Tag um ein richtiges Erdbeben gehandelt hat… Dies stellt die originale Storyline, die es bereits auf dem Nintendo DS gegeben hat, dar. Daneben bietet euch Devil Survivor 2 - Record Breaker aber noch eine komplett neue Geschichte: den Triangulum-Arc. Die Geschehnisse dieses Arcs finden direkt nach der Handlung des sogenannten Serpentiones-Arc statt und entwickeln sich um die gleichen Charaktere. Insgesamt bietet euch auch diese Episode des Titels ca. 40 Stunden Spielspaß.

Die Story beginnt etwas abrupt und lässt den Spieler an manchen Stellen ein wenig stutzen. Wenn man sich allerdings darauf einlässt, findet man sich schnell im Universum von Record Breaker zurecht, zumal die Geschehnisse nach ein paar Stunden zunehmend spannender und mysteriöser werden. Außerdem werden alle, die schon einmal in Japan gewesen sind, vermutlich viele der Schauplätze wiedererkennen, wie zum Beispiel die berühmte Straßenkreuzung in Shibuya oder die Ebisu-Brücke in Ôsaka. Dies ist ein schönes kleines Feature, da die Darstellungen der bekannten Orte durchaus detailliert ausfallen.

Das Spiel weist eine gewisse Zeitkomponente auf. Es ist in Tage unterteilt, die um 07:00 Uhr beginnen und um 20:00 aufhören. Am Ende jedes Tages erscheint euch Tico, eine AI von Niceae, welche euch, wenn ihr es denn wünscht, die Ereignisse des vergangenen Tages zusammenfasst – eine durchaus praktische Funktion, durch die man stets auf dem Laufenden gehalten wird, auch wenn man sich mit dem Spiel für eine gewisse Zeit nicht befasst hat. Innerhalb eines Tages könnt ihr euch für Begegnungen oder Kämpfe entscheiden. Für jedes dieser Ereignisse vergehen 30 Minuten. Vor allem im späteren Verlauf des Spiels müsst ihr euch daher genau überlegen, für welches Ereignis ihr euch entscheidet, da ihr häufig nicht für alle Zeit habt. Dies hat zur Folge, dass die Charaktere verschiedene Schicksale erleiden oder zu euch eine engere Bindung aufbauen, was wiederum für euch Boni für den Kampf bedeutet. Neben den zeitaufwendigen Ereignissen stehen euch auch stets Free Battles zur Verfügung, die keine Zeit beanspruchen und mit deren Hilfe ihr euch und eure Dämonen aufleveln und austesten könnt. Diese Gelegenheit solltet ihr regelmäßig nutzen, da die Kämpfe der Storyline sonst eine echte Herausforderung darstellen können.


Das Spiel wurde mit einer englischen Sprachausgabe versehen.

Die Kämpfe des Titels gestalten sich alle relativ ähnlich. Das Spielfeld ist in ein Schachbrettmuster eingeteilt, auf dem ihr eure Charaktere (ihr dürft maximal vier einsetzten) hin und her navigiert, dabei angrenzende Monster angreift oder mit der Umgebung interagiert. Jeder eurer Charaktere darf zwei Dämonen wählen, die an seiner Seite kämpfen. Auch wenn diese besiegt werden, könnt ihr noch weiterspielen, ihr scheidet also nicht aus, wie zum Beispiel in den Pokémon-Spielen. Zudem könnt ihr euch neue Dämonen beschwören, die ihr aus eurer Ablage bezieht.

Das grundlegende Gameplay lässt sich mit anderen taktischen RPGs vergleichen. Zunächst gibt es die taktische Ansicht, in der ihr eure Charaktere übers Spielfeld bewegt. Kommt es allerdings zum Kampf, ändert sich diese Ansicht und ihr steht den Gegnern in guter JRPG-Manier gegenüber und könnt verschiedene Fähigkeiten einsetzen, um diesen den Garaus zu machen. Hierbei müsst ihr vor allem auf die verschiedenen Elemente achten, denn jeder Dämon weißt andere Eigenschaften auf. Einige sind zum Beispiel anfällig für Feuer, andere für Eis, wohingegen wieder andere Wind-Schaden absorbieren und in Lebenspunkte umwandeln. Ein genauer Blick auf die Beschaffenheit des Gegners ist demnach häufig spielentscheidend. Im Großen und Ganzen ist das Spiel daher auch im mittleren Schwierigkeitsgrad eine gute Herausforderung.

Durch jeden Kampf erhaltet ihr sogenannte Macca, was man als die Währung im Spiel bezeichnen könnte. Mithilfe dieser Ressource könnt ihr euch über eure Auktions-App neue Dämonen ersteigern. Hier lohnt es sich immer mal wieder vorbeizuschauen, da es dort zum einen teilweise sehr gute Dämonen zu erstehen gibt, zum anderen immer wieder Angebote winken. Die erstandenen Dämonen könnt ihr anschließend in euer Team aufnehmen, oder ihr fusioniert sie mit anderen Dämonen, um noch stärkere Verbündete in den Kampf schicken zu können. Dieses Feature ist eine eigene Klasse für sich, denn je nach Eigenschaften der fusionierten Dämonen übernimmt das erschaffene Produkt Charakterwerte wie Stärke oder Agilität und gewisse Fähigkeiten. Um dem noch die Krone aufzusetzen, könnt ihr vor dem Fusionieren noch sogenannte Add-Ons benutzen, die ihr zufällig in Kämpfen bekommt. Diese steigern noch einmal die Statuswerte des zu fusionierenden Dämons oder versorgen ihn mit weiteren Fähigkeiten. Zu guter Letzt könnt ihr nochmal selber Hand anlegen und bestimmte Skills nach Gutdünken verteilen. Dieses System ist durchaus komplex und bietet daher eine gewisse Spieltiefe.

Die Grafik des Spiels wirkt größtenteils sehr spartanisch und gewinnt im Vergleich mit aktuellen Rollenspielen keinen Blumentopf mehr, von einem Remake hätte man hier eindeutig mehr erwarten können. Dafür sind die Animationen und die Charakter-Sprites durchaus liebevoll und mit einigem Detailreichtum gestaltet; so winken die Charaktere zum Beispiel beim Abschied. Man könnte also von einer zweckmäßigen Grundlage, aber einer durchaus gelungenen visuellen Umsetzung sprechen.

Die auditive Komponente des Spiels macht durchweg einen sehr guten Job. Der Soundtrack bietet angenehm dezente Melodien, die sich mit gewisser Zeit aber doch in euer Gedächtnis einbrennen und für den einen oder anderen Ohrwurm-Moment sorgen. Auch die englischen Synchronsprecher liefern gute Arbeit ab. Nur in wenigen Momenten wirken die Stimmen nervig oder die Interpretation der Sprecher deplatziert. Noch eine kleine Information, bevor es zum Fazit geht: Das Spiel ist komplett in englischer Sprache.


Erfahrungspunke, Gesundheit & Co. - euch erwarten typische RPG-Elemente.

Redaktionswertung

9

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So werten wir

Unser Fazit zu Shin Megami Tensei: Devil Survivor 2 - Record Breaker

Meinung von Max Kluge
Shin Megami Tensei: Devil Survivor 2 - Record Breaker ist ein rundum gelungenes Remake mit einem großen Anteil an neuem Material geworden. Die Story verwirrt den einen oder anderen vielleicht am Anfang, nimmt allerdings schnell an Fahrt auf und weiß mit zunehmenden Spielstunden immer mehr zu begeistern. Das Gleiche gilt für die Charaktere, die zunächst wie Stereotypen wirken, mit der Zeit jedoch einiges an Tiefe gewinnen; die üblichen Klischees eines JRPG sind natürlich trotzdem präsent. Das Gameplay ist gut durchdacht und bietet eine Spieltiefe, der man sich zwar bedienen kann, aber kein stundenlanges Einarbeiten in irgendwelche Synergien erfordert – wobei ein höherer Schwierigkeitsgrad dies natürlich voraussetzt. Trotzdem kann man bei Devil Survivor 2 - Record Breaker keinesfalls von einem Casual-Titel reden, denn das Spiel spricht eindeutig die Genre-Kenner an. Grafisch muss man dann leider doch einige Abstriche machen, da die Präsentation einfach nicht mehr zeitgemäß ist, auch wenn es sich hierbei nur um ein Remake handelt. Die Animationen und Effekte jedoch sind liebevoll und detailliert gestaltet, weswegen man sich auf die veraltete Grafik gut einlassen kann. Jeder, der auf taktische JRPGs mit einer guten und vor allem langen Story steht, kann bei Shin Megami Tensei: Devil Survivor 2 Record Breaker eigentlich überhaupt nichts falsch machen. Auch für die Fans der Nintendo DS-Version lohnt sich der Kauf, da der Triangulum-Arc eine neue Geschichte einführt, die ähnlich lang ist wie die original Story.

Kommentare 7

  • TSch - 14.11.2015 - 16:29

    muss man dafür eigentlich den vorgänger gespielt haben? hab n riesen interesse an dem spiel, aber hab zuviele spiele, um jetzt auch noch den vorgänger nachzuholen, damit ich dieses hier versteh. dafür kommen einfach zuviele andere rpg's. sieht aber interessant aus und smt iv hat mir auch schon spaß gemacht.
  • DarkStar6687 - 14.11.2015 - 18:26

    TSch schrieb:

    muss man dafür eigentlich den vorgänger gespielt haben? hab n riesen interesse an dem spiel, aber hab zuviele spiele, um jetzt auch noch den vorgänger nachzuholen, damit ich dieses hier versteh. dafür kommen einfach zuviele andere rpg's. sieht aber interessant aus und smt iv hat mir auch schon spaß gemacht.

    Die Handlung ist eigenständig, du musst den Vorgänger also nicht gespielt haben. Du solltest Devil Survivor 1 aber trotzdem mal spielen, es ist nämlich genau so gut wie der 2. Teil.

    EDIT: Noch eine Frage: Kommt eigentlich noch ein Test zu Rodea the Sky Solider?
  • TSch - 14.11.2015 - 18:29

    DarkStar6687 schrieb:

    TSch schrieb:

    muss man dafür eigentlich den vorgänger gespielt haben? hab n riesen interesse an dem spiel, aber hab zuviele spiele, um jetzt auch noch den vorgänger nachzuholen, damit ich dieses hier versteh. dafür kommen einfach zuviele andere rpg's. sieht aber interessant aus und smt iv hat mir auch schon spaß gemacht.

    Die Handlung ist eigenständig, du musst den Vorgänger also nicht gespielt haben. Du solltest Devil Survivor 1 aber trotzdem mal spielen, es ist nämlich genau so gut wie der 2. Teil.

    ok, danke! dann wohl zu weihnachten oder so :thumbsup:
  • Max Kluge - 14.11.2015 - 18:29

    DarkStar6687 schrieb:

    EDIT: Noch eine Frage: Kommt eigentlich noch ein Test zu Rodea the Sky Solider?


    Yep, ist grade in der Mache ;)
  • DarkStar6687 - 14.11.2015 - 18:36

    Max Kluge schrieb:

    DarkStar6687 schrieb:

    EDIT: Noch eine Frage: Kommt eigentlich noch ein Test zu Rodea the Sky Solider?


    Yep, ist grade in der Mache ;)


    Super, danke. ;)
  • SignZ - 14.11.2015 - 23:30

    Max Kluge schrieb:

    DarkStar6687 schrieb:

    EDIT: Noch eine Frage: Kommt eigentlich noch ein Test zu Rodea the Sky Solider?


    Yep, ist grade in der Mache ;)

    Sehr schön, darauf bin ich auch schon gespannt.
  • Samus_Fan - 15.11.2015 - 11:29

    So viele gute Spiele in letzter Zeit, ist wahrlich ein Graus nach der Spieleflaute von vor einigen Monaten... aber auch von mir eine klare Empfehlung, Ich mag noch nicht durch sein, aber bin sehr zufrieden mit dem Endergebnis.