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Test zu Ocean Runner - Nintendo 3DS

Germany Deutschland: Ocean Runner
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
24.12.2015
Vertrieb
Teyon
Entwickler
Teyon
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 1
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Unser Test zum Spiel: Ocean Runner

Von Roman Dichter ()

„Ich habe ihn gefunden! Da ist er! Komm‘ schnell her, Dori!“ Das waren meine Gedanken, als ich Ocean Runner erstmals erblickte. Allerdings lag ich falsch: Es handelt sich nicht um die Videospiel-Umsetzung eines beliebten Animationsfilms der Pixar Studios und der Clownfisch auf dem Bildschirm heißt auch nicht Nemo, sondern Gilbert. Angetrieben von der Liebe rennt (äh – ich meine schwimmt) dieser ohne Pause durch den Ozean und braucht eure Hilfe, um dabei Muscheln zu sammeln und Gegnern auszuweichen.


Steuert den Clownfisch nach links oder rechts, um Hindernissen auszuweichen.

Das Gameplay des Titels ist sehr einfach: Gilbert schwimmt automatisch durch eine vertikal scrollende Umgebung und hört damit erst dann auf, wenn ihr es nicht mehr schafft, Hindernissen auszuweichen. Dafür schwimmt ihr nach links oder rechts und setzt bei Bedarf einen kleinen Turbo ein – mehr Steuerung ist hier nicht nötig bzw. möglich. Da der Clownsfisch nicht gerade in gemütlichem Spaziergang-Modus vor sich hin planscht, kommt es also ganz auf eure schnellen Reaktionen an. Hilfreich ist deshalb, dass ihr bereits auf dem 3D-Bildschirm die Hindernisse sehen könnt, denen der auf dem Touchscreen schwimmende Fisch ausweichen muss.

Die Steuerung – so simpel sie auch gestrickt ist – kann man durchaus als gelungen bezeichnen. Ihr habt sogar drei Varianten zur Auswahl, die verschiedene Vorzüge bieten: Für die gemütlichen (oder faulen) und traditionsbewussten Spieler könnte die Bedienung per Schiebepad die richtige Wahl sein. Nur der linke Daumen hat ein wenig Arbeit, der Rest des Körpers darf sich dem entspannten Unterwasser-Urlaubs-Gefühl hingeben. Aktivere Spieler dürfen aber auch die Bewegungssteuerung nutzen, bei welcher der Nintendo 3DS in die gewünschte Schwimmrichtung geneigt wird. Auch das klappt wunderbar und bietet ein ganz anderes Spielgefühl. Wer dagegen möglichst erfolgreich sein möchte, wird wohl die sehr präzise Touch-Steuerung wählen. Berührt einfach den Tochscreen und Gilbert ist in Sekundenbruchteilen an dieser Stelle.

Sonderlich abwechslungsreich ist Ocean Runner nicht. Nach sehr kurzer Zeit kennt ihr alle wichtigen Elemente und braucht auch keine großen Überraschungen mehr zu erwarten. Es ist einfach ein sehr kleines Spiel für zwischendurch, das euch keine besondere Tiefe bieten kann. Ein paar zusätzliche Dinge haben die Entwickler aber doch eingebracht, um zu schnell aufkommender Langeweile vorzubeugen: Auf eurem Weg könnt ihr zahlreiche Muscheln sammeln, die euch als Währung dienen. Damit kauft ihr im Geschäft beispielsweise Turbinen, mit denen ihr den ersten Abschnitt eines Durchgangs überspringen könnt.

Hilfreich ist auch der Kauf von Rettungsringen. Nach einer Kollision ist nämlich Schluss, wenn man nicht einen Rettungsring einsetzt. Allerdings kann nur ein Rettungsring pro Durchgang benutzt werden – sonst könnte man sich den besten Highscore praktisch erkaufen. Diesen dürft ihr auch online mit den Punktzahlen anderer Spieler vergleichen, was natürlich einige von euch zu Höchstleistungen antreiben wird. Mir persönlich sind solche Vergleiche zwar egal, aber zumindest für eine Weile konnten mich die sogenannten Missionen an den Handheld fesseln.

Es gibt immer drei verschiedene Aufgaben, die ihr nebenbei erledigen müsst. So sollt ihr eine bestimmte Anzahl von Muscheln sammeln, eine gewisse Strecke schwimmen, ohne eine einzige Muschel zu sammeln, Höhlen finden oder Quallen ausweichen (diese fiesen Gegner sprinten nämlich unglaublich schnell über die Bildschirme). Andere Missionen beziehen sich auf den Einsatz von Extras, die hin und wieder eingesammelt werden. Eine Luftblase verleiht euch beispielsweise vorübergehend einen Stachel, mit dem ihr Gegner besiegt, die ebenfalls in Blasen schwimmen. Mit dem Einsatz von Magneten sammelt ihr auch dann Muscheln ein, wenn ihr knapp an ihnen vorbeischwimmt. Wenn eine Mission wie das Sammeln von drei Magneten oder das Zerplatzen lassen von fünf Blasen erledigt wurde, wird sie durch eine neue ersetzt.

Belohnt werdet ihr mit einem Fortschritt im Story-Modus, der allerdings kaum der Rede wert ist. Erzählt wird die Geschichte in wenigen Comic-artigen Bildern. Besonders einfallsreich ist sie auch nicht gerade: Gilbert verliebt sich in eine Dame, diese interessiert sich aber nicht für ihn, weil er ihr keine Perle schenken kann. Darum schwimmt er los und erhält für den Abschluss der Missionen Perlen, was die oberflächliche Lady umstimmt. Immerhin erreicht die Geschichte somit die Tiefe einiger Hollywood-Filme (*hust* Transformers *hust*). Eine echte Handlung wie in Findet Nemo erwartet uns aber nicht.

Optisch präsentiert sich Ocean Runner durchaus ansprechend, allerdings nicht sehr abwechslungsreich. Nach einer Minute habt ihr alles gesehen – auch wenn die Anordnung von Hindernissen, Muscheln und Fischen variiert. Der 3D-Effekt ist zwar schön anzusehen, trotzdem ist Ocean Runner das erste Nintendo 3DS-Spiel, bei dem ich ihn permanent ausgestellt habe. Das liegt einfach daran, dass man mit den eigenen Pupillen in diesem rasanten Spiel permanent zwischen den beiden Bildschirmen wechselt, und dieser ständige Wechsel zwischen 3D und 2D gefiel mir nicht. Auch musikalisch ist das Spiel gelungen, aber umfangsarm.


Sammelt Muscheln, um sie im Geschäft als Währung einzusetzen.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

So werten wir

Unser Fazit zu Ocean Runner

Meinung von Roman Dichter
Was Ocean Runner macht, macht Ocean Runner gut: drei gelungene Steuerungsvarianten lassen euch reaktionsschnell Feinden ausweichen und Muscheln sammeln. Highscores mit Online-Vergleich und kleine Nebenaufgaben sorgen für zusätzliche Motivation. Trotzdem merkt man dem Spiel an allen Ecken und Enden an, dass es sich um einen kleinen Titel für zwischendurch handelt, der keine besondere Tiefe bietet. Kurzzeitig kann er aber gut unterhalten, und wer auf Reaktions-Tests, Highscore-Verbesserungen und putzige Meeresbewohner im Findet Nemo-Stil steht, darf zum ohnehin schmalen Preis auch gerne zugreifen.

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