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Test zu Steel Empire - Nintendo 3DS

Germany Deutschland: Steel Empire
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
17.12.2015
Vertrieb
Teyon
Entwickler
Mechanic Arms, Starfish-SD, Mebius
Genre
Shooter
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: Steel Empire

Von Max Kluge ()

Steel Empire ist ein Remake des gleichnamigen GameBoy Advance-Titels, welches wiederum ein Remake des originalen Mega Drive-Spiels aus dem Jahre 1992 ist. Es handelt sich dabei um ein klassisches Side Scrolling-Shoot em' Up in einem Steampunk-Setting, das ursprünglich von Entwicklerteam HOT B kreiert und nun für den 3DS portiert wurde. 


Steel Empire besticht durch schöne Grafiken und interessanten Gegnertypen.

Das Spiel handelt von den zwei Nationen Silverhead und Motorhead, die sich im Krieg befinden. Ihr unterstützt Erstere und sollt mithilfe eurer Missionen den Kampf für Silverhead entscheiden. Während die eigentliche Story innerhalb der Missionen weitestgehend in den Hintergrund rückt und nur zwischen euren Aufträgen immer mal wieder aufblitzt, ist es der Stil des Titels, der einem nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Fans von Miyazaki Hayao Filmen, wie zum Beispiel “Das Schloss im Himmel” oder auch "Nausicaä aus dem Tal der Winde", werden einige visuelle Parallelen finden, vor allem in der ersten Hälfte der Kampagne. Von fliegenden Windmühlen bis hin zu wuchtigen Luftschiffen, die sich vor dem Hintergrund brennender Städte wie stählerne Kolosse auftürmen, ist der Steampunk-Einfluss des Titels deutlich spürbar, auch wenn der Begriff zur Veröffentlichung von Steel Empire vermutlich noch nicht in aller Munde war. Eben weil der Titel, wie so viele Shoot em' Ups, sich eher durch den Grafik-Stil und das Gameplay auszeichnet, anstatt durch Story und Charaktere, sprechen wir doch erst einmal über die visuelle Komponente. 

Die Hintergründe und Charaktermodelle von Steel Empire sind alle sehr detailliert und liebevoll gestaltet. Das überrascht vor allem, da es sich ja eigentlich um ein 23 Jahre altes Spiel handelt. Eins lässt sich vorab also schon mal festhalten, visuell hat sich die Steampunk-Ballerei wunderbar gehalten! Auch der 3D-Effekt kann sich absolut sehen lassen. Er gibt dem Geschehen eine sehr intensive Tiefe und lässt euch förmlich ins Spiel eintauchen.

Hier liegt aber auch ein kleines Problem: Dadurch, dass der Tiefeneffekt so ausgeprägt ist und klasse aussieht, ist man oft abgelenkt von dem, was im Hintergrund geschieht, oder noch schlimmer, man kann nicht mehr genau unterscheiden, was jetzt eigentlich für das Gameplay relevant ist. Daher blieb diese Funktion nach einem kurzen erstauntem “Wow, das sieht echt gut aus” leider für den Rest meiner Spielzeit ausgeschaltet. Neben den wunderbar stimmigen Hintergründen und Pixelmodellen kann sich auch die Performance des Titels sehen lassen. Egal wie viele Gegner sich auf eurem Bildschirm tummeln, oder wie viele Schüsse abgefeuert werden – und seid euch gewiss, es werden viele sein – läuft Steel Empire sehr flüssig.  

Reden wir nun über die sogenannte “Bullet-Hell” und das Gameplay. Auch wenn man Steel Empire nicht mit einem Tôhô-Ableger oder einem Ikaruga vergleichen kann, so bekommt ihr, vor allem in den höheren Schwierigkeitsgraden, ordentlich eins auf die Nuss und müsst immer wieder Tausenden von Projektilen ausweichen. Manche davon, Raketen etc., könnt ihr praktischerweise im Voraus mit eurer Kanone abschießen, um alle anderen müsst ihr einen gekonnten Haken schlagen. Dies stellt sich selbst im Härtegrad “Normal” schon als Herausforderung dar, ins Besondere für Zocker, die dem Shoot em' Up-Genre nicht all zu nahe stehen.

Ihr könnt zu Anfang der Kampagne einen Schwierigkeitsgrad wählen, den ihr vor jeder Mission noch ein Mal genauer definieren könnt, in dem ihr euch für eins von zwei verschiedenen Fluggefährten entscheidet. Bei dem einen handelt es sich um ein flinkes, dafür nicht sehr robustes Flugzeug, bei dem anderen um einen etwas schwerfälligen Zeppelin, der mit einer stärkeren Panzerung und gutem Bodenangriff daherkommt. Bodenangriff?! Genau, richtig gehört! Bei Steel Empire schießt ihr nicht nur die ganze Zeit geradeaus, sondern feuert in regelmäßigen Abständen auch immer wieder Bomben ab, die mögliche Ziele auf dem Boden attackieren, womit wir beim Gameplay angekommen wären.

Aus dem Bodenangriff ergibt sich eine interessante taktische Komponente: Ihr könnt die Bomben auch gegen fliegende Gegner richten, dafür müsst ihr aber sehr nah an eure Feinde heranfliegen und geht somit das Risiko ein, von dessen Schüssen getroffen zu werden. In jedem Fall gilt es also, die verschiedenen Verhaltensmuster der Gegner zu studieren und dann zu entscheiden, ob eine nahe Konfrontation möglich ist, oder ob ihr lieber auf Abstand gehen solltet. Dies ist vor allem für höhere Schwierigkeitsgrade obligatorisch, da sich nicht nur die Anzahl der Gegner und deren Schaden erhöht, sondern diese auf zum Beispiel “schwer” andere Manöver an den Tag legen als auf “normal”.


Manche Gegner erfordern einen Wechsel eurer Position.

Habt ihr euch für ein Flugzeug entschieden, schießt ihr, neben den Bodenangriffen, mit eurer normalen Kanone, und das sowohl nach vorne als auch nach hinten. Dies ist bei manchen Bosskämpfen unerlässlich, da ihr öfter mal die Position auf dem Bildschirm ändern müsst. Auch macht sich das Spiel von Zeiten einen Spaß daraus, die Richtung des Gameplays zu ändern. Die Shoot em' Up-Gesetze werden also ein bisschen erweitert und plötzlich fliegt ihr anstatt von links nach rechts von rechts nach links. Dies lockert das Gameplay ungemein auf und gibt den Missionen einen eigenen Charakter. Ist der Bildschirm mal von Feinden übersät und könnt ihr nichts mehr erkennen, lohnt es sich, eine Bombe einzusetzen, die massiven Schaden anrichtet und die meisten Feinde mit einem Schlag dem Erdboden gleichmacht. Doch setzt sie mit bedacht ein, denn für jede übriggebliebene Bombe, jedes nicht verbrauchte Leben und für den Stand eurer HP-Anzeige könnt ihr am Ende jeder Mission Extra-Punkte einheimsen.

Befindet ihr euch in der wilden Ballerei, werden euch auf dem Bildschirm immer wieder verschiedene Collectables auffallen, die in Form von Sphären durch die Luft schweben. Wie in jedem zünftigen Shoot em' Up stellen diese eure Power-Ups dar. Die B-Sphäre rüstet euch mit einer weiteren Bombenladung aus, die O-Sphäre erweitert euer Schiff um zwei kleine Sidekicks, Mini-Luftschiffe, die euch beim Ballern unterstützen. Daneben gibt es natürlich auch Herz-Sphären, die eure HP wieder auffüllen oder 1UP-Sphären, die euch ein weiteres Leben schenken, wobei diese wirklich selten sind!

Sammelt ihr drei P-Sphären auf, so steigt ihr im Level auf und der Schuss eurer Kanone verbessert sich, ebenso verstärkt sich euer Bodenangriff. So könnt ihr maximal bis Level 20 aufsteigen, danach ist Schluss. Der Titel ist so ausgelegt, dass ihr diese Grenze zumeist kurz vor oder während dem finalen Bosskampf erreicht. Es gibt zudem auch $-Sphären, die euch am Ende mit Extra-Punkten für die Wertung ausstatten. Leider gibt es in Steel Empire keinen Shop, in dem ihr eure Kanone und deren Schuss individualisieren, euer Schiff und eure Sidekicks ausbauen oder besondere Manöver freischalten könnt. Solche Optionen hätten dem Titel noch eine ordentliche Portion Spieltiefe beschert.

Während jeder Mission trefft ihr auf größere Gegner, die mit wenigen Schüssen nicht zu bezwingen sind. Hier müsst ihr euch eine besondere Strategie zurechtlegen, um siegreich aus dem Kampf heraus zu gehen. Während die Bosse in der ersten Hälfte der Kampagne durchaus spaßig und innovativ sind, offenbart sich mit voranschreitender Missionszahl, dass Steel Empire ein ziemlicher Boss-Recycler ist. Das stößt vor allem sauer auf, da der Titel an sich schon nicht sonderlich umfangreich ist. Ein paar mehr originelle Bosse und zusätzliche Missionen hätten dem Spiel durchaus gut getan, denn auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad erreicht ihr bereits nach ca. 40 Minuten den Abspann. Dafür gibt es einige Meilensteine, die ihr freischalten könnt, die euch motivieren, die ganze Kampagne noch einmal anzugehen. Zudem könnt ihr eurer Gameplay aufzeichnen und nach dem Zocken auf Fehler hin analysieren, wenn ihr dies denn wünscht.


Die P-Sphären verstärken euren Angriff.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

So werten wir

Unser Fazit zu Steel Empire

Meinung von Max Kluge
Steel Empire ist ein Shoot em' Up, welches vor allem in der ersten Kampagnen-Hälfte mit originellen und innovativen Ideen daherkommt. Danach flacht der Titel sowohl grafisch als auch hinsichtlich des Gameplays ab und viele Bosskämpfe wiederholen sich. Der Schwierigkeitsgrad ist packend und gut ausbalanciert, sodass man stetig besser wird. Die Meilensteine motivieren dazu, die Kampagne mehr als ein Mal durchzuspielen. Dennoch lässt der Titel ein oder zwei Features, wie zum Beispiel das Individualisieren eures Schiffes und dessen Waffen, vermissen. Auch der relativ geringe Umfang fällt negativ ins Auge. Natürlich ist das Spiel als Arcade-Titel ausgelegt, ein bisschen mehr Content wäre hier und da allerdings schon schön gewesen.

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