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Test zu One Piece: Unlimited World Red - Wii U

Germany Deutschland: One Piece: Unlimited World Red
Plattform
Wii U
Erscheinungsdatum
26.06.2014
Vertrieb
Bandai Namco Entertainment
Entwickler
Ganbarion
Genre
Adventure, Action
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: One Piece: Unlimited World Red

Von Eric Sohr ()

Es gibt momentan keinen Manga, der beliebter, größer oder erfolgreicher ist als One Piece. Insbesondere in Japan ist die Reihe rund um Strohhut-Ruffy, Lorenor Zorro und Co. sehr beliebt. Es ist also kein Wunder, dass es mittlerweile zahlreiche Videospiele mit der abgedrehten Bande gibt, die auf der Grand Line für ordentlich Ärger sorgt. Mit One Piece: Unlimited World Red erschien das erste Wii U-Spiel mit Ruffy und Co., und wir haben uns das Spiel einmal ganz genau angeschaut.


Ruffy muss sich wieder einmal einem Bösewicht mit besonderen Kräften stellen. Seine Strohhutbande hilft ihm natürlich.

Vor langer Zeit, noch bevor die große Piratenära begann, gab es zwei große Namen, die in der Welt bekannt und gefürchtet waren: Whitebeard und Gol D. Roger. Doch es gab noch eine dritte Person: Red, dessen wahren Namen ich an der Stelle gar nicht weiter erwähnen möchte. Lange Zeit war er in Impel Down gefangen, doch nun ist es an der Zeit, dass er seine Rückkehr startet, um seinen Plan durchzuführen. Gleichzeitig fischen Ruffy und seine Kameraden den Waschbär Pato aus dem Meer und lassen sich von ihm auf eine Insel führen. In Trans Town angekommen, macht die Strohhutbande erst einmal Rast. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und Ruffy muss seine entführten Freunde retten...

Die Geschichte in One Piece: Unlimited World Red erinnert vom Stil her sehr an die Filme, die es zur Serie gibt, und auch wenn sie niemanden wirklich umhauen wird, ist sie ein Motivationsfaktor, der euch dazu bringen wird weiterzuspielen. Allgemein ist die Geschichte aber vor allem so gestaltet, dass man euch zahlreiche bekannte One Piece-Gesichter als Gegner entgegenwerfen kann. So erschafft Red aus den Erinnerungen von Ruffy und den anderen Strohhutpiraten Gebiete auf der Insel, die sich an ihren vergangenen Abenteuern anlehnen. Somit gibt es viel Abwechslung im Look der Level, auch wenn man sich direkt zu Beginn ein wenig vor den Kopf gestoßen fühlen könnte, da man aus der Stadt direkt in ein derart drastisch anders aussehendes Level gelangt, dass ich mich kurz fragte: „Habe ich irgendwas übersprungen?“

Doch hat man sich an den drastischen Wechsel gewöhnt, ist das alles gar nicht so wild. Die Level bieten für One Piece-Fans zahlreiche Easter Eggs und Feinde, die man aus der Serie kennt. Apropos Feinde: Ihr werdet immer wieder auf Gegner stoßen, die euch natürlich daran hindern wollen, weiter die Gegend zu erkunden. Diese könnt ihr mit euren Attacken ordentlich verkloppen, wobei es einen schwachen und einen starken Angriffsknopf gibt. Beide kombiniert ergeben diverse Kombos, aber bei weitem nicht so viele, wie man es als Spieler von Pirate Warriors auf der PS3 gewohnt ist. Generell fühlt sich das gesamte Kampfsystem irgendwie veraltet und sehr klobig an, zumal ihr bereits von Anfang an alle Angriffe besitzt (außer Spezialangriffe) und es nichts freizuschalten gibt. Das war in One Piece: Unlimited Cruise deutlich spannender gelöst, denn darin gab es verschiedene ausrüstbare Angriffe, die sogar aufgelevelt werden konnten. All das ist hier nicht mehr möglich, was sehr schade ist und dem Kampfsystem einiges an Tiefgründigkeit nimmt.

Während der Kämpfe lädt sich eure Spezialangriffsleiste auf. Je nachdem, wie stark sie gefüllt ist, könnt ihr einen von mehreren Angriffen durchführen, die allesamt sehr cool inszeniert sind und ordentlich reinhauen. Eine weitere Möglichkeit, um mehr Schaden anzurichten, ist die Break-Anzeige. Diese gibt euch Kombos vor, die ihr (erfolgreich) ausführen sollt. Habt ihr alle angegebenen Eingaben absolviert, fügen eure Angriffe für kurze Zeit deutlich mehr Schaden zu.

Jedes Mal, wenn ihr auf Erkundungstour geht, seid ihr mit drei Charakteren aus der Strohhutbande unterwegs. Diese könnt ihr, sobald alle gerettet sind, frei auswählen. Wenn ihr alles haben möchtet, müsst ihr die Welten mehrere Male mit verschiedenen Figuren besuchen, da es immer wieder Objekte oder Stellen gibt, an der nur ein bestimmtes Mitglied der Gruppe etwas durchführen und euch ein neues Item einbringen kann. Ihr könnt dabei jederzeit zwischen den drei Figuren wechseln. Lustigerweise erleiden eure Mitstreiter bei gegnerischen Attacken keinerlei Schaden, weshalb ihr sie ruhig in die starken Angriffe der Gegner rennen lassen könnt.

Bevor wir dazu kommen, wie unglaublich cool die Hauptstadt Trans Town ist, möchte ich über den grafischen Aspekt von One Piece: Unlimited World Red sprechen. Der Cel-Shading-Look sieht gut aus und die Effekte sind hübsch. Es ist beeindruckend, wenn man bedenkt, dass es sich hier ursprünglich um ein 3DS-Titel handelt. Gleichzeitig merkt man der Wii U-Version ihren Ursprung aber an und auch hier muss man den Vergleich zu Pirate Warriors ziehen, welches auf PS3 einfach deutlich besser aussieht. Außerdem wird euch musikalisch nach dem Spielen nichts im Ohr bleiben, auch wenn die Melodien durchaus hübsch geworden sind. Das GamePad der Wii U wird leider nicht so genutzt, wie man es sich denken würde. Es ist nur möglich, während des Spielens jederzeit den Bildschirm zu wechseln, aber eine Karte oder ähnliches zeigt es nicht an. Das ist sehr schade, da die Funktion eines zweiten Bildschirms ja in der 3DS-Version vorhanden und vor allem sehr hilfreich ist.

In Trans Town werdet ihr euch nicht selten aufhalten. Zu Beginn gibt es dort noch nicht viel zu tun, doch eure Aufgabe ist es (größtenteils optional), die Stadt weiter auszubauen und mit Geschäften und Aktivitäten zu füllen. Das tut ihr, indem das eingesammelte Zeug von euch verarbeitet wird. Um wirklich alles aus- und aufbauen zu können, sind viele Exkursionen nötig. Aber dadurch, dass ihr das nahezu alles nur freiwillig machen könnt, ist die Motivation dafür eher gering. Habt ihr die Apotheke freigeschaltet, in der ihr Heilitems kaufen könnt, reicht das eigentlich auch schon.

Eine weitere Verwendung für die gesammelten Items gibt es für die Wörter, die ihr euren Charakteren geben könnt. Diese haben verschiedene Effekte. Beispielsweise könnt ihr sie aktiv im Kampf einsetzen, also wie ein Item. Dann werdet ihr geheilt, habt eine größere Angriffspower oder könnt mehr Attacken einstecken. Es gibt aber auch passive Wörter, die euch mehr Erfahrungspunkte ermöglichen, gewisse Resistenzen verleihen oder zahlreiche andere Effekte haben. Auch hier ist das „Problem": Eigentlich braucht ihr sie im ersten Durchlauf gar nicht. Ich habe die Wörter größtenteils ignoriert und hatte dennoch keine Probleme, das Spiel zu beenden.

Es gibt in One Piece: Unlimited World Red diverse Minispiele, die das Gameplay ein wenig auflockern sollen. So müsst ihr beim Fangen von Insekten diverse Tasten schnell genug drücken, um das Tierchen einzufangen. Beim Angeln gibt es eine Art Rhythmus-Spielchen, welches aber an sich auch nicht so schwer ist. Jedoch könnt ihr bestimmte Tiere erst fangen, wenn eure Angel aufgewertet wurde. In Trans Town gibt es nach einiger Zeit ebenfalls diverse Minispiele, die ganz nett sind, aber wohl eher nicht häufiger als ein bis zwei Mal gespielt werden.

Wirklich lohnenswert und meistens ganz spaßig sind die Quests, welche ihr gemeinsam mit einem Freund absolvieren könnt. Hierbei hat jedoch nicht jeder Spieler seinen eigenen Bildschirm, denn der Multiplayer funktioniert nur im Splitscreen. Immerhin gibt es in den Quests einen fliegenden Wechsel zwischen Single- und Multiplayer auf Knopfdruck, aber ein wenig schade ist es schon, dass kein asynchroner Modus eingebaut wurde. In den Quests müsst ihr letztendlich zwar auch oft nur irgendwelche Items einsammeln oder Feinde verkloppen, aber immerhin schaltet ihr dann neue Gegenstände und Wörter frei. Und man kann sie halt zu zweit spielen, was alles zumindest ein wenig spaßiger macht.

Ebenfalls mit einem Freund bestreitbar ist der Kolosseum-Modus, der in der überarbeiteten Version von One Piece: Unlimited World Red für 3DS und Wii U komplett neu ist. Hier kämpft ihr euch in verschiedenen Modi, in denen entweder eine Horde von Feinden, ein Boss oder sogar mehrere Bosse bekämpft werden müssen, im Rang immer weiter nach oben. Dieser Modus macht erstaunlich viel Spaß, da ihr auch zahlreiche andere Figuren abseits von der Strohhutbande spielen und weitere Inhalte für den Story-Modus freischalten könnt. Jedoch sind manche Figuren eindeutig stärker als andere. So ist Crocodile beispielsweise ein unfassbar starker Kämpfer, der so manchen Boss mit nur einem einzigen Spezial-Angriff besiegt. Leider gibt es keinen VS-Modus wie im Wii-Vorgänger, sodass ihr nicht gegen einen Freund antreten könnt.

Noch zu erwähnen ist übrigens die Möglichkeit, euren Spielstand von der Wii U-Version auf die 3DS-Fassung zu übertragen und umgekehrt. Besitzt ihr also das Spiel für beide Konsolen, müsst ihr nie auf euren aktuellen Spielstand verzichten. Sehr cool!


Ihr trefft zwar immer wieder auf dieselben Gegner, aber die Prügelei macht trotzdem Spaß. Cool sind die Comic-Effekte.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

So werten wir

Unser Fazit zu One Piece: Unlimited World Red

Meinung von Eric Sohr
One Piece: Unlimited World Red ist ein gutes Spiel, das aber letztendlich wohl nur den Fans von One Piece so richtig Laune machen wird. Wer bisher nichts mit der Serie zu tun hatte, kann natürlich auch Spaß am Geprügel haben, aber viele Anspielungen und Geschehnisse in der Story werden dann komplett unverständlich sein. Der Kolosseum-Modus macht richtig Spaß, ist für zwischendurch perfekt und rettet die Wertung auf eine höhere Ziffer, während der Story-Modus teilweise ganz schöne Motivationshänger haben kann. Wer jedoch kein Problem damit hat, immer wieder dieselben Gegner zu verpügeln und Items zu sammeln, dem dürfte One Piece: Unlimited World Red gut gefallen.

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