Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Shadow Puppeteer - Wii U

Germany Deutschland: Shadow Puppeteer
Plattform
Wii U
Erscheinungsdatum
28.01.2016
Vertrieb
Snow Cannon Games
Entwickler
Sarepta Studio
Genre
Adventure, Puzzle
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Unser Test zum Spiel: Shadow Puppeteer

Von Dirk Apitz ()

Als ich Shadow Puppeteer zum ersten Mal sah, sah ich eine tolle Idee, einen tollen Look und ein interessantes Gameplay. Doch am Ende zeigte sich: Auch dieses Spiel hat seine Schattenseiten (damit dieser Wortwitz dann auch weg ist). Am Ende kommt ein interessantes Indie-Spiel raus, das Jump‘n‘Run mit dem Puzzlegenre mixt und sein Potenzial nicht völlig ausschöpft. Dies ist schade, aber alles der Reihe nach.


Nein, hier läuft kein stummer Film von Tim Burton!

Für die Geschichte müssen wir gar keine Zeit verschwenden, das Spiel tut es ja auch nicht. Ein schwarzer Magier mit Leierkasten taucht plötzlich mit einem Schiff auf einer Insel auf und sendet seine schwarzen Schatten über die Insel. Dabei trennt er einen Jungen von seinem Schatten. Dies kann der Junge nicht auf sich sitzen lassen und die Jagd nach dem Magier beginnt.

Diese einfache Geschichte ermöglicht es, dass man als Spieler zwei Figuren gleichzeitig steuern kann: Zum einen steuert ihr den Schatten, der sich nur auf geworfenen Schatten bewegen kann. Der Junge selbst kann sich natürlich frei bewegen. Diese Kombination lässt natürlich interessante Rätsel zu. So gibt es Passagen, wo nur euer Schatten an den Schalter heran kommt oder ihr springt auf einen Schornstein, um den Qualm zu blockieren, damit euer Schatten passieren kann. Dabei ist die Kamera immer fixiert und so könnt ihr zwar den Hauptprotagonisten in alle Richtungen steuern, aber dennoch wirkt es wie ein Sidescroller.

Wer jetzt knackige und innovative Rätsel erwartet, der wird am Ende enttäuscht sein. Leider beschränken sich diese nur auf typische Schalter- und Schieberätsel. Auch gibt es eine tragbare Plattform, die entweder der Schatten oder der Junge aufnehmen kann und mit deren Hilfe sich der jeweils andere Protagonist tragen lassen kann. Leider sind oft die Lösungen ziemlich klar und brauchen nicht viel Hirnschmalz. Später kommen 3 Items dazu, die ebenfalls viel Potenzial versprechen, aber man hat eher das Gefühl, dass die Rätsel nur länger und nicht schwieriger werden.


Diese Endbosspassage ist leider sehr verschenkt, denn die Lore muss man gar nicht steuern.

Der Schwierigkeitsgrad wird auch bei den Sprungpassagen nicht wirklich schwieriger. Lediglich die Welten unter Zeitdruck sind relativ schwierig, da man zwei Figuren gleichzeitig steuern muss und dies sehr hektisch werden kann. Auch die Endbosse, die es leider viel zu selten gibt, sind nicht ganz so einfach zu meistern. Zudem kann man Licht- und Schattenbälle sammeln, die unterschiedlich verteilt sind. Das Wort „suchen“ möchte ich dabei nicht verwenden, denn ich habe mit einem Durchlauf fast alle Kugeln finden können und der Rest war nach einem zweiten Blick in der jeweiligen Welt dann auch leicht zu finden.

Das Spiel ist damit sehr einfach gehalten und es gibt kaum kreative Ideen. Dies ist sehr schade, denn das Setting gibt deutlich mehr her und ließ auch auf mehr hoffen. Leider langweilt das Spiel schon in der dritten Welt und man hat schnell das Gefühl alles gesehen zu haben. Zudem wiederholen sich die Rätsel sehr stark. Das erklärt auch die kurze Spieldauer. Nach 3 Stunden hat man das Spiel durch und scheinbar hatten die Entwickler auch keine Ideen mehr.


Diese Kisten wird man häufiger sehen als man denkt.

Grafisch ist das Spiel solide und wird gerettet durch den netten Look. Dieser erinnert an den einen oder anderen Animationsfilm von Tim Burton. Mimik und Gestik der Charaktere sind dagegen nicht so gut animiert und wir sehen auch keine grafischen Höhepunkte. Wenn das Spiel an manchen Stellen auch noch ruckelt, dann sind die Entwickler wohl nicht im Jahr 2016 angekommen. Auch der Sound ist solide und die Charaktere kommen ohne Stimmen aus. In den kurzen Zwischensequenzen gestikulieren die Figuren nur und den Rest muss man sich dazu denken. Richtig nervig sind die langen Ladezeiten. Die Welten sind sehr kurz und dadurch kommt es, dass man gefühlt mehr den Ladebildschirm sieht als das eigentliche Spiel.

Die Steuerung ist ebenfalls sehr simpel. Mit der linken Seite des Gamepads steuert ihr den Hauptprotagonisten. Ihr springt mit L und mit ZL führt ihr Aktionen aus. Mit der rechten Seite steuert ihr euren Schatten. Dazu kommt das Steuerkreuz, mit dem ihr Items auswählen könnt. Gerade bei hektischen Sprungeinlagen kann man da schon durcheinander kommen. Der Koop-Modus macht diese Geschichten dann aber deutlich einfacher. Auch ist durch die eher schlechte Kamera nicht immer ersichtlich, wohin euch der nächste Sprung führt. Auch ist die Darstellung der Plattformen nicht immer gelungen und so springt man auch manchmal in den Tod.


Durch ein Fadenitem baut ihr für euren Schatten eine Brücke.

Redaktionswertung

4

Erträglich

So werten wir

Unser Fazit zu Shadow Puppeteer

Meinung von Dirk Apitz
Das Spiel sieht sehr niedlich aus und verspricht mehr als es halten kann. Zu einfache und wiederholende Rätsel und eher durchwachsene Sprungpassagen schrecken dann doch sehr ab. Auch auf der technischen Seite hätte man mehr machen können. Zudem bin ich wahnsinnig enttäuscht, wie ideenlos das Spiel am Ende eigentlich ist. Gerade auf der Wii U gibt es bessere Indie-Plattformer und jeder, der einmal LIMBO spielte, wird Shadow Puppeteer schnell vergessen.

Kommentare 2