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Test zu The Legend of Legacy - Nintendo 3DS

Germany Deutschland: The Legend of Legacy
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
05.02.2016
Vertrieb
Atlus, NIS America
Entwickler
FuRyu
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: The Legend of Legacy

Von Dennis Meppiel ()

Das Jahr 2015 hörte mit starken RPG-Teilen auf, fängt aber dafür wieder im Jahre 2016 richtig bombastisch an. Nicht nur Final Fantasy: Explorers, Etrian Odyssey II Untold: The Fafnir Knight oder Bravely Second: End Layer erscheinen demnächst für den Nintendo 3DS, auch das JRPG The Legend of Legacy gesellt sich dazu. Das Spiel ist bereits schon seit längerer Zeit in Japan und ein paar Monaten in den USA erhältlich, nun kommt es auch endlich in unseren Gefilden an. Besonders das Team hinter diesem Spiel kann sich sehen lassen: Das Studio Furyu beinhaltet Entwickler aus den bekannten Spielen der SaGa- oder auch Final Fantasy-Reihe, wie zum Beispiel Illustratorin Tomomi Kobayashi, Designer Kyoki Koizumi oder auch Komponist Masasha Hamauzu. Aber auch Masato Kato (bekannt durch Chrono Trigger) fungiert als Autor und Director Masataka Matsuura kommt aus dem Hause Level-5. In Zusammenarbeit mit Grezzo wurde ein starkes Team aufgebaut, um einen spirituellen Nachfolger der SaGa-Serie zu erschaffen. Ob The Legend of Legacy ein guter Start für einen Neubeginn ist, erfahrt ihr im weiteren Text.


Achtung! Ein Monster greift uns an!

Zuerst muss erwähnt werden, dass das Spiel nur mit englischen Untertiteln und englischer Sprachausgabe daherkommt. Wer aber dieser Sprache mächtig ist, wird keinerlei Probleme haben, dieses Spiel zu verstehen. Klar, zwar ist das besonders für jüngere Spieler etwas ärgerlich, aber wahrscheinlich wäre die gescheite Lokalisierung eine Barriere für die Veröffentlichung in Europa gewesen. Sobald ihr das Spiel startet habt ihr ganze sieben Helden zur Auswahl. Und das ist auch schon die Besonderheit: Die Geschichte kann aus sieben verschiedenen Perspektiven gespielt werden. Sobald ihr mit einem Charakter die Story durchgespielt habt, könnt ihr mit einem weiteren Charakter die anderen Seiten der Geschichte erkunden. Zur Auswahl stehen ein Elementalist namens Meurs, Bianca, ein Mädchen mit Amnesie, Schatzsucher Liber, Tempelritterin Garnet, Söldner Owen, Alchemistin Eloise und der Frosch-Prinz Filmia. Alle kommen im heiligen Land Avalon aus verschiedenen Gründen an. Auch wenn The Legend of Legacy eine Story hat, sollten keine komplexe Handlung und Charakterentwicklung erwartet werden.

Für den Test und für meine lange Spielsession habe ich mich für den Söldner Owen entschieden, da mich sein Schwert und unglaublich cooles Design mich sehr angesprochen haben. Aber natürlich wird die Insel Avalon nicht komplett vom Frieden heimgesucht, da sich auch böse Monster dort befinden. Hierbei durchquert ihr verschiedene Regionen, wie zum Beispiel dunkle Wälder, Wüsten oder auch Ruinen, erforscht viele Szenarien, deckt Karten auf und kämpft in rundenbasierten Gefechten gegen monströse Gestalten. Aber natürlich seid ihr nicht alleine, ihr habt stets zwei Begleiter (zwei andere Charaktere aus dem oben genannten Pool) an eurer Seite und erhaltet somit perfekte Unterstützung für den Kampf. Im späteren Verlauf ist es sogar möglich, die anderen Charaktere zu rekrutieren und auch beliebig auszutauschen. Wer die SaGa-Spiele kennt, weiß, dass dort bereits auf ein klassisches Levelsystem verzichtet wurde. Eure Charaktere verbessern sich durch das Steigern der Talente und Charakterewerte im Kampf. So konnte mein Söldner Owen stets seinen Angriffswert mit dem Draufhauen auf einen Gegner verbessern und wer viel auf die Mütze bekommt, erhält zudem weitere HP. Auch die Attacken selbst können bei mehrfachen Benutzen verbessert werden und schalten sogar nebenbei komplett neue Angriffe frei. Ich muss zugeben, dass es das zweite Mal ist, dass ich so ein System bei einem JRPG gespielt habe. Bislang war ich eher das klassische Level-System gewohnt, aber bei The Legend of Legacy hat man durch das System stets die Motivation, die Attacken und auch die einzelnen Charaktere perfekt auszubilden. So können allen Charakteren sämtliche Waffenart angelegt werden. Jedoch sollte auch beachtet werden, dass jeder Charakter seine eigene Hauptwaffe hat, mit welcher er am stärksten ist und auch Attacken schneller erlernen kann. Wenn ihr euch aber entscheiden solltet, eine neue Waffe zu tragen, stehen euch erst einmal die Standardattacken zur Auswahl. Wie oben schon erwähnt - erst durch das mehrmalige Einsetzen der Attacken werden neue Angriffe freigeschaltet. Am Anfang, als ich immer in schwierigere Gebiete gereist bin, habe ich festgestellt, dass man sich die Schritte während dem Kampf sehr gut überlegen muss. Sobald man anfängt, nur noch auf die Gegner einzuprügeln, wird man merken, dass man so nicht weiter kommen wird.


Selbst im Menü könnt ihr euch eine lange Zeit aufhalten.

Und somit kommen hier die Formationen zum Einsatz. Am Anfang im Spiel stehen euch im Spiel zwei spezielle Formationen zur Verfügung, die Verteidigung und der komplette Angriff. Natürlich können schwache Gegner mit einer offensiven Stellung sofort vernichtet werden, doch sobald größere und mehrere Gegner vor euch sind, solltet ihr euch schon einmal lieber etwas defensiver verhalten. Im Menü des Spiels könnt ihr auch eigene Formationen kreieren. Die Stellungen der Charaktere werden durch Angriff, Verteidigung und Unterstützung gekennzeichnet. Unterstützung ist zum Beispiel für Magie-Attacken am wertvollsten. Sobald ihr für eure drei Charaktere gute Formationen kreiert habt, könnt ihr diese im Kampf je nach taktischen Verhalten einsetzen, was wirklich ganz spannend bei diesem Kampfsystem ist. Ich habe mich sehr gerne damit auseinander gesetzt und es ist auch für die nicht Hardcore-JRPG-Fans sehr einfach zu verstehen.

Oben haben wir ja schon bereits das Wort "Magie" untergebracht, denn diese ist auch im Spiel ein wichtiger Bestandteil. Bei der Magie wird zwischen vier verschiedenen Kategorien unterschieden: Dunkelheit, Wasser, Luft und Feuer. Bevor die Magie angewandt werden kann, muss man vorher einen Charakter mit einem „Singing Shard“ und „Whispering Shard“ ausrüsten, um einen magischen Spruch ausführen zu können. Das ist am Anfang noch nicht sehr einfach und man braucht auch etwas Zeit, um sich mit der Materie zu beschäftigen, aber sobald man den Dreh raus hat, eignet sich dies ebenfalls sehr gut im Kampf. Es kann sogar passieren, dass man durch das öftere Einsetzen eines Spruches diesen automatisch erlernt und somit den „Whispering Shard“ nicht mehr tragen muss. In diesem Fall muss nur ein Relikt dieses Elements ausgerüstet werden, um diesen Zauberspruch weiterverwenden zu können. Doch Achtung, es geht noch weiter: Während des Kampfes seht ihr stets auf dem Touchscreen eine Verteilung der Elemente Dunkelheit, Feuer, Luft und Wasser. Bereits am Anfang hatte ich einen Vertrag mit dem Element Wasser geschlossen. Sobald ihr anfangt, eure Kameraden mit Wasser-Magie zu heilen, können sich die Gegner diesen Spruch ebenfalls zunutze machen. Luft stellt wieder Spezialpunkte her, die für besondere Attacken benötigt werden und Feuer ermöglicht die höhere Chance, Statusveränderungen zu bewirken.

Das Kampfsystem macht wirklich Spaß, auch wenn es zu Beginn etwas komplex erscheint. Ebenfalls fand ich es sehr komisch, dass ich keinerlei Items mitten im Kampf einsetzen konnte. Sollten eure Spezialpunkte langsam leer werden, könnt ihr diese erst außerhalb eines Kampfes wieder komplett auffüllen. Und die Lebenspunkte? Genau, diese werden nach jedem Kampf automatisch wieder aufgeladen, aber auch hier gibt es noch ein großes "Aber". Sobald euer Charakter mitten im Kampf stirbt und die zwei anderen Charaktere den Kampf noch entscheiden können, lebt der verstorbene Charakter zwar wieder, verfügt aber nicht mehr über die komplette Anzahl seiner HP. Diese werden erst zu 100% wieder aufgefüllt, wenn man im Gasthaus ein Nickerchen macht.


Die Kämpfe sehen alle sehr actionreich aus und werden selbst nach mehreren Stunden nicht langweilig.

Die Kämpfe sind ein wichtiger Bestandteils des Spiels. Egal, wo ihr in Avalon seid, überall muss natürlich gekämpft werden. Kleiner Tipp: Nehmt jeden Gegner mit. Egal, ob ihr in einer Höhle oder in der Wüste seid, sobald ihr einen Gegner seht, kämpft, kämpft und kämpft. Nur so werdet ihr im weiteren Spielverlauf keinerlei Probleme haben. Denn besonders die Bosse im späteren Verlauf haben es faustdick hinter den Ohren und machen euch ohne Training mit wenigen Schlägen platt. Da ist es auch nützlich, die Schnellspeicher-Funktion zu nutzen, denn sobald ihr Game Over seid, müsst ihr im schlimmsten Fall wieder vom letzten Speicherpunkt anfangen, was schnell frustrierend sein kann. Wenn ihr aber mit dem Gedanken spielen solltet, aus einem Kampf zu fliehen, werdet ihr wieder zum Anfang der Karte geschickt, was ebenfalls sehr ungeschickt ist und schnell die Motivation zerstört. Doch nicht nur Monster können euch Lebenspunkte abziehen, so können z.B. Kakteen in Wüsten „platzen“ und euch wichtige HP dauerhaft abziehen, bis ihr euch wieder im Gasthaus regeneriert. Selbst in der Außenwelt hat die Magie eine wichtige Bedeutung. Manche Ruinen reagieren erst bei den „Singing Shards“ und öffnen euch Türen/Wege. So könnt ihr unter anderem nach einem großen Kampf oder durch das Finden von Schatztruhen neue „Whispering Shards“ einsammeln und ausstatten.

Euer Zufluchtsort heißt Initium und ist für verschiedene Aktionen immer wieder gut. So könnt ihr im Gasthaus nicht nur schlafen, sondern auch euren aktuellen Stand abspeichern. Auch Passanten können durchgefragt werden, um weitere Informationen zu erhalten. Der Shop bietet euch jeden Tag neue Items an und verkauft euch auch Karten. Ihr selbst könnt auch Karten, die ihr bislang aufgedeckt habt, in den Orten verkaufen und dafür ganz viel Geld erhalten. Am Hafen gibt es ein Schiff, mit dem ihr eure StreetPass-Begegnungen aktivieren könnt, um unter anderem seltene Objekte zu erhalten.

Doch wie sieht eigentlich der grafische Aspekt des Spiels aus? The Legend of Legacy reizt zwar nicht den gesamten Nintendo 3DS aus, jedoch konnte mich das Spiel durch seinem süßen Charme sehr beeindrucken. Der Stil erinnert sogar etwas an Bravely Default, wenn auch nur etwas. Besonders der 3D-Effekt konnte mich zudem seit langem mal wieder ins Staunen bringen. Ebenfalls der Sound konnte beeindrucken, durch sehr schöne Geigenklänge und melancholische Klängen passt die Musik zum Spiel wie die Faust aufs Auge. Da wurde sehr gute Arbeit geleistet.


Umso größer euer Schiff für den StreetPass-Modus ist, desto wertvoller werden die erhaltenen Gegenstände.

Redaktionswertung

8

Cooles Spiel

So werten wir

Unser Fazit zu The Legend of Legacy

Meinung von Dennis Meppiel
The Legend of Legacy für den Nintendo 3DS ist ein sehr schönes JRPG geworden. Wer mal ein Rollenspiel ohne Dramatik, Story und komplexe Handlungen will, ist hier genau richtig. Die Leute, die aber genau so etwas haben wollen, werden wohl nach wenigen Stunden bereits mit dem Spielen aufhören. Das Spiel eignet sich sehr gut, um die Landschaft zu erkunden, sein Kampfverhalten zu perfektionieren oder seine Charaktere stets zu trainieren und zu verbessern. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, so ein JRPG zu spielen und die Welt rund um Avalon zu erkunden. Besonders bietet das Spiel mehrere Geheimnisse der Charaktere, was natürlich die Spielzeit sehr streckt, wenn man versucht, mit jedem Charakter das Spiel durchzuspielen.

Kommentare 6

  • DarkStar6687 - 01.02.2016 - 20:11

    Ich mag zwar JRPG, aber das Spiel ist definitiv nichts für mich.
    In den kommenden Wochen gibts es außerdem sehr viele (für mich bessere) Alternativen.
  • BANJOKONG - 01.02.2016 - 20:14

    Nach ein xeno x Brocken die ich durchgespielt habe, brauche ich ein klassischen jrpg. Danach ist bravely second dran:-)
  • eatfrishkirby - 01.02.2016 - 20:44

    Wow, hab nicht mit solch einer Wertung gerechnet. Hab ja schon Interesse am Spiel, will aber nicht 40€ ausgeben. Es kommen so viele Spiele demnächst, da muss dieses warten. Hab leider nicht das Geld für alles auf einmal. Der Test hat mich aber positiv überrascht, ich behalte das Spiel im Auge :)
  • Tisteg80 - 01.02.2016 - 22:07

    Oh, wieder ein Spiel.ohne gescheite Lokalisierung. Gut, spare ich wieder bares Geld. Mein Backlog ist noch groß genug. Da ich aber eh nicht so der Rollenspieler bin, liefen die hier genannten Titel für mich eh mehr unter "Nur wenns ein Tophit wird und er auf deutsch erscheint".
  • Stahlschild - 01.02.2016 - 22:15

    Stella glow, pokken, tp hd, fe fates, bravely Second, Super Pokemon mystery dungeon, etrian odyssey untold 2..... Way too Much.... Da findet dieses Spiel keinen Platz
  • Splatterwolf - 01.02.2016 - 22:43

    Ich habe die Demo gespielt, der Test verspricht Einiges. Ich wollte erstmal nicht noch ein großes Game kaufen und anfangen, aber das Interesse ist einfach zu groß. Vielleicht wird es doch gekauft.