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Test zu Freedom Planet - Wii U

Germany Deutschland: Freedom Planet
Plattform
Wii U
Erscheinungsdatum
29.10.2015
Vertrieb
GalaxyTrail
Entwickler
GalaxyTrail
Genre
Action, Platformer
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: Freedom Planet

Von Dennis Meppiel ()

Während SEGA mit ihrem Maskottchen Sonic in den letzten Jahren, außer vielleicht in Sonic Generations, einige Probleme hatten, gibt es einige Indie-Entwickler, die in den letzten Monaten sehr schöne Spiele herausgebracht haben. Dazu gehört GalaxyTrail, die an einem Sonic-Fan-Spiel gearbeitet haben. Während der Entwicklung hatte man das Potenzial des Sonic-Projektes erkannt und wie aus dem Nichts entstand daraus ein eigenes Projekt namens Freedom Planet. Das Spiel ist jetzt für den Wii U eShop erhältlich und natürlich haben wir es für euch unter die Lupe genommen.


Freedom Planet ist ein klassischer 2D-Plattformer in 16-Bit-Optik. Lilac und ihre Verbündeten wollen darin ihre Heimat retten.

Bei Freedom Planet handelt es sich um einen rasanten Plattformer, der sich sehr stark an den alten Sonic-Spielen orientiert. Doch anstatt einem rasanten Igel oder einem Fuchs kommen hier andere Tiere zum Einsatz. Das Spiel findet in der Fantasiewelt von Avalice statt, in der man eine feurige Drachendame namens Lilac spielt. Sie ist quasi der Sonic von Freedom Planet. Aber nicht nur das, auch grüne Katzen und andere Tierarten, die es so richtig krachen lassen wollen, sind mit an Bord. Lilac hat ganz besondere Fähigkeiten: Mit ihrer Mähne kann sie Feinde ganz einfach zur Strecke bringen. Aber auch schnell kann sie sein, da sie mit ihrem Dragon Boost eine bestimmte Zeit rasant rennen oder fliegen kann.

Carol ist eine grüne Wildkatze und ist die beste Freundin von Lilac. Sie rettet in einigen Situationen Lilacs Leben und unterstützt sie in ihrem gesamten Abenteuer. Sie ist für ihre Tritte und Fausthiebe bekannt und fährt mit einem Motorrad Wände hinauf und sogar an Decken entlang. Miau! Milla ist der dritte Charakter im Bunde, den man steuern kann. Sie ist ein Hund und wirkt besonders im Story-Modus sehr schüchtern und introvertiert. Sie kann in sechs Richtungen schlagen und Attacken mit einem Schild abwehren. Auch zahlreiche andere Nebencharaktere, die sich alle an die Seite von Lilac begeben, kommen im Abenteuer-Modus vor.

Doch was ist eigentlich in der Welt von Avalice passiert? Mit Lilac und ihren Freunden begebt ihr euch im Abenteuer-Modus in ein atemberaubendes Abenteuer, in dem ihr die Welt Avalice, die sich im Krieg befindet, vor den bösen Feinden retten müsst. Lord Brevon und seine Robo-Diener versuchen die Welt zu terrorisieren und das Leben von Lilac und ihren Freunden zu vernichten. Zusätzlich wollen sie die Energiequelle stehlen, um noch mehr Macht zu erhalten. Und ab hier nimmt die Geschichte ihren weiteren und spannenden Verlauf. Allgemein ist die Story wirklich super erzählt. Mit animierten Retrosequenzen und einer sehr schönen Sprachausgabe werdet ihr perfekt durch das Abenteuer begleitet. Falls ihr keine Lust auf lange Dialoge haben solltet, dann könnt ihr den Classic-Modus spielen. Dort werdet ihr sofort in die nächsten Stages geworfen, ohne die Story nebenbei erzählt zu bekommen. Und genau innerhalb der Levels fängt die große Stärke des Spiels an.

Bei Freedom Planet merkt man bereits in den ersten beiden Stages, dass hier einiges richtig läuft und das Spiel von der ersten Sekunde an fesselt. Mit den drei oben genannten Charakteren rast man durch große und wirklich sehr schöne designte Level und besiegt nebenbei Aliens und Roboter. Das Gameplay erinnert sehr stark an die alten Sonic-Teile, da es mehrere Wege gibt, von A nach B zu gelangen. Auf dem Weg gibt es viele actiongeladene Sequenzen. Nach einem Zwischenbosskampf kann es schon einmal zu großen Explosionen kommen.


Die spannende Geschichte wird auf Englisch erzählt. Ihr könnt alternativ aber auch ganz ohne Story spielen.

Auch andere Interaktionen während der Levels kommen des Öfteren zustande. Ein Beispiel sind Pflanzen, die als Plattform dienen und nach oben wachsen. Auch Pollen, die ihr als Luftgleiter nutzen könnt, sind dabei. Und glaubt mir: Es gibt noch wesentlich mehr Elemente. Während meiner Spielzeit habe ich mir wirklich Zeit gelassen, um möglichst viele Items zu sammeln und das Level genauer anzuschauen. So habe ich pro Level 20 Minuten gebraucht, im gesamten Spiel hatte ich ein Zeitkonto von fast acht Stunden und in keiner Sekunde war ich wirklich gelangweilt davon. Jedes Level unterscheidet sich von der Thematik und vom Design der anderen Level. Von normalen Natur-Levels bis hin zu Großstädten mit Skylines ist fast alles vertreten, wonach sich das Herz sehnt.

Mein persönliches Highlight war ein Level, wo man mehrere Schiffe betreten und dort die Feinde besiegen oder die Rätsel lösen musste. Besonders schön fand ich, dass die Levels immer schwerer und schwerer wurden. Fast jedes Level kommt mit einem Zwischenboss und einem finalen Boss daher, die es wirklich alle in sich haben und wunderbar inszeniert wurden. Am Anfang reicht es völlig aus, auf die Bosse einzuhauen wie verrückt, doch im späteren Verlauf muss mit einem taktischen Muster herangegangen werden, um diese schlussendlich zu besiegen. Alles was hier zählt ist das Timing.

Oben habt ihr bereits von einer sehr guten Sprachausgabe gelesen. Ein kleiner Nachteil ist vorhanden: Diese gibt es nur auf Englisch. Aber halb so wild – wenn ihr in der Schule aufgepasst habt, werdet ihr alles verstehen können. Ich muss zugeben, dass ich selten in einem Indie-Spiel so eine schöne Sprachausgabe gehört habe. Jeder Charakter wird von einer besonderen Stimme untermalt: Die Emotionen, Sprechweisen, Betonungen – alles stimmt. Selbst Nintendo könnte sich schon fast eine Scheibe davon abschneiden.

Selbst grafisch wird alles richtig gemacht. Besonders in der heutigen Zeit, in der viele Indie-Entwickler Retro-2D-Spiele herausbringen, die aber tatsächlich nicht schön bzw. gut designt aussehen. Freedom Planet präsentiert sich im Stil der 16-Bit-Grafik aus den guten alten Mega Drive/Saturn-Zeiten von SEGA. Klar, viele würden sagen, dass der Artstyle wurde von Sonic geklaut wurde, aber nichtsdestotrotz ist der Stil so einzigartig, dass er schon wieder neu wirkt. GalaxyTrail hat hier eine ganz gute Arbeit geleistet.


Ihr trefft auf Freunde und Feinde. Besonders im Kampf gegen Zwischen- und Endgegner sind Taktik und Timing gefragt.

Redaktionswertung

9

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So werten wir

Unser Fazit zu Freedom Planet

Meinung von Dennis Meppiel
Freedom Planet ist wirklich zu einem wahren Liebling von mir geworden, wenn nicht sogar mein Lieblings-Indie-Spiel im Moment. Wer damals ein großer Fan von Sonic war, muss hier zugreifen, um ein einzigartiges und großartiges Abenteuer mit Lilac und ihren Freundinnen zu erleben. Auch wenn das Spiel auf Englisch ist, habt ihr hier stundenlange Unterhaltung vor euch, die überhaupt nicht langweilig sind. Wir hätten hier wirklich gerne die 10 vergeben, aber es fehlte noch etwas an Inhalt. Ein interessanter Kooperationsmodus oder ein Versus-Modus wären hier noch sehr interessant gewesen. Aber wer weiß, vielleicht wird so etwas in einem zweiten Teil nachgeholt. Ich würde mir auf jeden Fall einen wünschen wollen.

Kommentare 6

  • Nebura - 21.11.2015 - 09:23

    Ich finde dieses Spiel beweist, dass das Sonic-Konzept auch heute noch funktioniert und Sega für den Verfall von Sonic selbst Schuld trägt weil man versucht hat ihn in Rollen zu zwängen, die nicht so recht zu ihm passten.
    Man hätte eben nicht versuchen sollen, Mario nachzuahmen.
  • otakon - 21.11.2015 - 10:06

    Wow der Test klingt richtig gut *.*
    Ne Freundin von mir wollte sich das eh holen weil sie riiiiiiiiiiesen Sonic Fan ist, dann kann ich es bei ihr mal spielen.
    Vielleicht erkennt Sega ja mal wie einfach es sein kann ein Sonic Spiel zu machen.... einfach in der Art wie früher!
  • GameMaster-Madness - 21.11.2015 - 10:44

    Das einzige was mich an Free Dom Planet stört sind diese arg billigen Chraktere. Besonders das Grüne Wesen sind sooooo billig aus. Die haben irgendwie etwas von so einem China Kopie.

    Ansonsten denke ich aber auch dass es rockt.
  • Samba - 21.11.2015 - 11:32

    Ist schon etwas ironisch, dass ein Spiel, was eigentlich anfangs ein Sonic-Fanspiel hätte werden sollen, zum Schluss besser in Sachen Qualität, Gameplay und Pärsentation ist, als die letzten 5 Sonic-Spiele von Sega.
  • Akira - 21.11.2015 - 12:51

    Es ist echt schön zu sehen, was aus dem Spiel geworden ist. =D
  • Sert - 21.11.2015 - 21:42

    Also die Story ist grottig und die Synchronsprecher sind Amateure, allerdings ist alles andere in dem Spiel wirklich super :D Man kann auch im Spiel einstellen das man die Story komplett überspringt und direkt zu den Stages kommt.