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Test zu Octodad: Dadliest Catch - Wii U

Germany Deutschland: Octodad: Dadliest Catch
Plattform
Wii U
Erscheinungsdatum
29.10.2015
Vertrieb
Young Horses
Entwickler
Young Horses
Genre
Adventure, Action
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: Octodad: Dadliest Catch

Von Marco Primmer ()

Spiele, in denen Tentakel oder Oktopoden vorkommen, kennt man eher aus den östlichen Regionen der Erde. Doch ein Entwicklerteam aus den USA namens Young Horses hat bereits ein zweites Spiel herausgebracht, in dem ein Oktopus der Star ist. Octodad: Dadliest Catch ist sein Name. Es ist etwas vollkommen anderes, als man vielleicht erwarten würde, denn der achtarmige Kopffüßer lebt ein ganz normales Leben, hat eine Arbeit und sogar Frau und Kinder. Wie er den Alltag meistert, erfahrt ihr jetzt.


Octodad muss sich in zahlreichen Alltagssituationen beweisen. Hier muss er einkaufen gehen und macht dabei alles kaputt.

Bevor ihr euch ins Abenteuer stürzt und den Alltag bewältigt, müsst ihr zuerst einmal die Steuerung beherrschen. Dazu reicht es aber nicht, einfach nur den Stick zu bewegen, damit Octodad geradeaus rennt, oder einen Knopf zu drücken, um mit Gegenständen zu interagieren. Im ersten Anlauf wirkt die Steuerung doch recht kompliziert und wird für einige Frustschreie sorgen, doch nach etlichen umgeworfenen Tischen, Vasen und sonstigen Objekten wird man feststellen, dass sie immer noch recht schwer von der Hand geht. Aber das ist von den Entwicklern so gewollt. Das Spiel und die Aufgaben, die zu erledigen sind, wurden auf diese Art der Steuerung zugeschnitten.

Aber was ist jetzt so besonders daran? Octodad wird nicht direkt bewegt, sondern lediglich seine Tentakel. Mit dem einen Stick bewegt ihr den rechten Arm-Tentakel horizontal, mit dem anderen vertikal. Der linke Arm wird im Einzelspieler nicht benötigt, Octodad verwendet ihn nur im Multiplayer-Modus. Zum Greifen reicht ein Druck auf den rechten Schulterknopf. Die Z-Knöpfe sind jeweils den Füßen zugeordnet. Wenn ihr einen Z-Knopf gedrückt haltet, streckt Octodad den jeweiligen Fuß in die Luft, und je länger ihr ihn drückt, umso höher ist der Fuß. Mithilfe des Sticks bestimmt ihr dann die Richtung, wohin das Bein fliegen soll. Also wie bei den Armen. Wenn ihr euch fortbewegen wollt, müsst ihr daher abwechselnd die zwei Schultertasten drücken und die Richtung mit einem Stick bestimmen. Es ist witzig anzusehen, wie unbeholfen Octodad durch die Flure torkelt und alles umwirft, was nicht niet- und nagelfest ist. Das Spiel lebt von diesen Slapstick-Einlagen, die ein wenig an Monty Pythons Ministry of Silly Walks erinnert. Gepaart mit der gelungen Synchronisation hat Octodad: Dadliest Catch in Sachen Humor einiges zu bieten. Fast jeder NPC hat etwas lustiges zu erzählen.

Die Steuerung wird während des ersten Abschnitts erklärt und hier geht es gleich richtig zur Sache. Denn was ist normaler, als seine Freundin zu heiraten und mit ihr eine Familie zu gründen? Während eure Lebensabschnittsgefährtin ungeduldig wartet, müsst ihr zuerst euren Anzug und die dazugehörige Fliege finden. Dabei könnt ihr euch so richtig austoben und die Steuerung kennenlernen, denn ihr müsst Wände einreißen, Fenster zerstören, mit Geschenken werfen und euch schick machen. Sobald ihr in der Kirche angekommen seid, wird ein weiteres essenzielles Gameplay-Element vorgestellt. Sobald ihr nämlich beobachtet werdet, ist größte Vorsicht geboten. Wenn ihr dann etwas umhaut oder zerstört, füllt sich eine Leiste am unteren Bildschirmrand. Ist sie voll, wurdet ihr als Oktopus entlarvt und müsst den Abschnitt erneut spielen. Die Leiste füllt sich auf dem normalen Schwierigkeitsgrad aber recht langsam und verzeiht gröbere Fehler. In späteren Abschnitten wird es jedoch schwieriger, nicht erkannt zu werden. Wer etwas mehr Herausforderung sucht, kann auch den Schwierigkeitsgrad erhöhen.

In der ersten Hälfte des Spiels geht es noch um das Familienleben von Octodad. Nachdem er geheiratet hat, tritt nämlich der Alltag ein. Er muss für die Kleinen leckere Burger braten, den Kaffee kochen, um wach zu werden, und seiner Frau behilflich sein. Ab der zweiten Hälfte nehmen die Schleichpassagen und Minispiele zu. Was schade ist, denn ich hätte gerne mehr aus dem Leben Octodads erfahren: Octodad bei der Hausarbeit, Octodad auf seiner Arbeit, Octodad beim Aufhängen von Bildern und so weiter. Hier hat Young Horses in Octodad: Dadliest Catch einiges an Potenzial liegen lassen. Es hätte auch der Spielzeit von gerade einmal drei Stunden wirklich gut getan. Immerhin kommt in dieser Zeit keine Langeweile auf, denn in jedem Abschnitt gibt es Aufgaben zu erledigen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie führen euch durchs Spiel wie ein roter Faden.

Was die Level angeht, sind alle durchwegs linear aufgebaut und es gibt nur wenig Raum zum Erkunden. Für diejenigen, die das dennoch gerne tun, gibt es Krawatten und einige Eastereggs zu finden. Ansonsten sind die einzelnen Abschnitte sehr abwechslungsreich ausgefallen. Überall gibt es Tische zum Umwerfen und kleine Gegenstände, die man greifen und werfen kann. Nachdem Octodad im Raum war, sieht es aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte. Doch gibt es dabei auch ein Problem, denn Octodads Beine und Arme verhaken sich gerne mal in diversen Objekten. Hier hilft es, mit den Tentakeln herumzufuchteln oder den Abschnitt neu zu laden. Das trübt zwar etwas den Gesamteindruck und den Spielspaß, aber die Checkpoints sind sehr human gesetzt und die Ladezeiten noch im Bereich des Akzeptablen.

Auch Fans von Mehrspieler-Spielen kommen auf ihre Kosten. Octodad: Dadliest Catch bietet einen lokalen Multiplayer für bis zu vier Spieler und lässt euch die Hauptstory gemeinsam durchleben. Dabei übernimmt jeder Spieler einen Tentakel von Octodad. Das Chaos nimmt dabei ungeahnte Größen an und es macht noch mehr Spaß, Octodad dabei zuzusehen, wie er unkontrolliert Gegenstände herunterwirft und zerstört. Dazu setzt ihr Wiimote und Nunchuk sowie Wii-Classic- und Wii U Pro Crontroller ein.

An GamePad-Features mangelt es hingegen etwas. Wer Octodad abseits des Fernsehers spielen will, kann das gerne tun und das komplette Spiel nur auf dem Wii U GamePad erleben. Bringt allerdings eine Lupe mit, denn die Schrift ist auf dem kleinen Bildschirm zu klein und recht schwer zu lesen. Das war es auch mit der GamePad-Einbindung. Zugegeben, das Spielprinzip von Octodad ist aber auch nicht für Touch-Eingaben oder Bewegungssteuerung geeignet.


Der Oktopoden-Vater ist im Krankenhaus und gibt sich als Arzt aus. Ob eine Ohrfeige mit dem Kissen gesund macht?

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

So werten wir

Unser Fazit zu Octodad: Dadliest Catch

Meinung von Marco Primmer
Octodad: Dadliest Catch ist gelungenes, abwechslungsreiches und spaßiges Chaos, das euch zeigt, wie schwer es für einen Oktopus ist, in der Welt der Menschen zu überleben. Es hat zwar mit einigen kleinen Fehlern zu kämpfen, doch der Humor und die dazugehörige Steuerung wissen zu überzeugen. Vor allem die Art der Steuerung bekommt man in dieser Form nur selten zu Gesicht. Die geringe Spielzeit von drei Stunden für die Hauptstory und das verschenkte Potenzial trüben den Gesamteindruck aber ein wenig. Einen Wiederspielwert hat das Spiel auch nicht zu bieten, denn es gibt zwar Erfolge zum Freischalten und zwei zusätzliche Missionen, die länger als Story-Missionen ausgefallen sind, aber das war es auch schon. Wer die Geschichte durchgespielt hat, hat damit fast alles vom Spiel gesehen. Aber für ein paar Runden mit Freunden ist Octodad: Dadliest Catch wie geschaffen. Fans von durchgedrehten Spielen und Oktopoden werden definitiv ihren Spaß daran haben. Und wer an einem freien Nachmittag nicht weiß, was er tun soll, kann sich ebenfalls an Octodad: Dadliest Catch versuchen.

Kommentare 4

  • ( ͡° ͜ʖ ͡°) - 06.11.2015 - 21:10

    Ist so ein Spiel, was am Anfang zwar lustig ist, aber nach 10 Minuten langweilig wird.
  • Adamantium - 06.11.2015 - 22:18

    ( ͡° ͜ʖ ͡°) schrieb:

    Ist so ein Spiel, was am Anfang zwar lustig ist, aber nach 10 Minuten langweilig wird.

    Nein, ist es nicht. Dieser Titel ist eines der innovativsten Indie-Games der letzten Jahre. Vor allem im Multiplayer macht das Spiel sehr viel Spaß. Ich habe die Hauptstory komplett durchgespielt und sammle im Moment alle Krawatten. Dazu kommt noch der DLC "Shorts", den ich noch nicht mal angefangen habe. Wie im Test geschrieben, sind die Level mit vielen kleinen Details gespickt, Überall gibt es was zu entdecken. Auch viele Easter Eggs sind vorhanden. Die Steuerung ist sehr schnell eingeprägt.

    Kauft es euch! ;) Aber nehmt die PC oder PS4 Version. Pannic Button Games, welche für die Wii U Portierung zuständig waren, hat einfach nur schlechte Arbeit geleistet. In einem Level hatte ich dauerhaft nur 5-10 Frames! :O Wahrscheinlich wurde diese Version nicht mal getestet, interessiert mich wirklich, was die ein 3/4 Jahr gemacht haben ?( Hoffentlich wird das noch nachgepatcht.
  • Adamantium - 06.11.2015 - 22:23

    Hoffe auch, dass es einen Nachfolger geben wird, dieses Studio hat viel Potenzial. Für das erste, selbst entwickelte Game ist das kein schlechter Anfang :D
  • PercyJackson - 07.11.2015 - 01:59

    Octodad ist wie ich finde eines der besten indie spiels die ich kenne. Habs mir damals nur wegen interessenhalbers des Fotos getan