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Test zu Terraria - Nintendo 3DS

Germany Deutschland: Terraria
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
10.12.2015
Vertrieb
505 Games
Entwickler
Re-Logic, CodeGlue
Genre
Adventure, Action
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: Terraria

Von Marco Primmer ()

Sandboxspiele haben die letzten Jahre einen enormen Aufschwung erfahren, Minecraft spielt hier sicherlich eine entscheidende Rolle, aber auch andere Spiele konnten sich hier einen großen Namen machen. Tarraria ist ein solches Sandbox Spiel, welches aufgrund seiner Spielweise enorm beliebt geworden ist und aufgrund dessen für verschiedene Plattformen umgesetzt wurde. Das Entwicklerteam von Codeglue war für die Version des Nintendo 3DS verantwortlich. Ob sie ihre Sache gut gemacht haben, könnt ihr hier lesen.


Beim Häuserbauen sind eurer Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Bevor wir uns an die Nintendo 3DS-Features und die Steuerung heranwagen, will ich noch erläutern, wie sich Terraria von der Masse abhebt. Terraria ist eine Mischung aus Sandboxspiel, Adventure und RPG. Eine eurer Hauptaufgaben ist es, die zufällig generierte, zweidimensionale Spielwelt zu erkunden und Monster zu besiegen. Dabei ihr müsst verschiedene Ressourcen sammeln, um daraus neue Werkzeuge, Waffen oder sonstige Gegenstände zu erstellen. Man kann wirklich alles in der Spielwelt abbauen und das ist auch nötig, denn es gibt mehr als 1300 Crafting-Rezepte, dementsprechend gibt es eine Menge Ressourcen zum Abbauen und Verwerten.

Neben den handelsüblichen Ressourcen wie Holz, Erde, Stein und so weiter, gibt es verschiedene Metalle wie Kupfer, Silber, Gold und Eisen, zudem verschiedene Edelsteine, Glas, Knochen und vieles mehr. Aus jedem Objekt lassen sich so die verschiedensten Items basteln und weiterverwenden. Dabei wird aber nicht nur eine Werkbank verwendet, sondern es gibt verschiedene Crafting-Stationen, die ihrerseits für verschiedene Items zuständig sind und die es auch in verschiedene Ausführungen gibt. Zum Beispiel benötigt man einen Eisenamboss, um Waffen, Werkzeuge und Rüstungen zu schmieden. Die nächste Stufe wäre der Mythrilamboss. Dieser kann bessere Items herstellen. Aber auch andere Stationen wie Kochtöpfe (um essen zuzubereiten) Webstühle, Alchemie-Stationen und viele weitere gibt es in diesem Spiel.

Die zweite Hauptaufgabe ist es zu überleben. Das hört sich vielleicht einfach an, aber so ist es nicht. In der Spielwelt tummeln sich mehr als 150 Gegner und 15 Bossgegner. Stärkere Monster tauchen meist nachts oder im Untergrund auf, aber auch tagsüber werdet ihr auf einige unangenehme Zeitgenossen stoßen. Bei Bossgegnern müssen bestimmte Vorrausetzungen erfüllt werden, damit sie erscheinen. Ihr könnt euch also meist auf die Gegner vorbereiten, bevor ihr gegen sie in den Kampf zieht.

Das Spiel verfügt über einen Tag-Nacht-Zyklus, der sich alle 24 Minuten ändert. Eine Minute im realen Leben ist somit eine Stunde in der Spielwelt von Terraria. Ausnahmen stellen hier spezielle Events dar. Events sind Ereignisse in Terraria, welche zufällig auftreten können. Sie können aber auch nach bestimmten Vorrausetzungen auftreten oder beschworen werden. In diesen Events wird der Spieler auf spezielle Arten von Monstern beziehungsweise auf stärkere Monster treffen. Sogar Nicht-Spieler-Charaktere (NPCs) sind gegen euch und können euch angreifen. Wenn ihr ein Event hinter euch gebracht habt, werdet ihr mit speziellen Items belohnt, die es nur dort gibt.


Wenn ihr euch mal verirrt habt, wisst ihr mit Blick auf die Karte wohin ihr gehen müsst.

Wie schon erwähnt, gibt es auch NPCs in diesem Spiel. NPCs sind nicht nur dafür gedacht die Welt lebendiger wirken zu lassen, sie unterstützen euch auch in eurem Tun. Der Händler verkauft euch nützliche Items, die Krankenschwester heilt euch, sofern ihr das nötige Kleingeld parat habt und der Schneider verkauft euch Kleidungsstücke. Es gibt auch noch viele mehr. Ihr könnt ein eigenes Dorf gründen und Häuser bauen, in denen die NPCs einziehen können. Für manche NPCs müssen allerdings vorher einige Vorrausetzungen erfüllt werden, ehe sie einziehen können.

Wenn ihr Häuser bauen wollt, braucht ihr natürlich die passenden Ressourcen. Aufgrund der zweidimensionalen Ansicht sind hier zwar einige Grenzen gesetzt, das bedeutet aber nicht, dass ihr keine schönen und pompösen Unterkünfte bauen könnt. Was die Dekoration anbelangt, steht euch alles offen, was das Spiel zu bieten hat, und es hat eine Menge auf Lager. Jeder Block oder jedes Item, welches man platzieren kann, dient als dekoratives Element, es gibt eine Vielzahl an Möbeln und Einrichtungsgegenständen – von Laternen, Stühlen, Badewannen etc. ist alles vertreten, um eure Traumbehausung zu erstellen. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt, sofern man sich auf die fehlende dritte Dimension einlässt.

Wer lieber die Welt erkundet als Häuser zu dekorieren, hat hier auch einiges zu erleben. Die Spielwelt von Terraria bietet verschiedene Biome an. Biome sind verschiedene Typen von Landschaften mit eigener Flora und Fauna. Doch eines muss hier berücksichtigt werden, die Welt ist aufgrund der Hardwarelimitierungen auf dem Nintendo 3DS nicht unendlich groß, sie ist lediglich 1750x900 Blöcke breit und hoch. Das mag zwar etwas gering wirken, aber bis man das Ende der Welt erreicht hat, wird es seine Zeit in Anspruch nehmen. Wem das dennoch zu wenig ist, dem sei gesagt, dass es möglich ist, drei Charaktere und drei Welten zu erstellen. Jeder Charakter kann in jeder Welt eingesetzt werden, mit allen Items, die er bei sich trägt. Wem also mal das Eisen ausgehen sollte, kann sich in einer neuen Welt Nachschub holen und diese neu erkunden.

Wenn eure Freunde ebenfalls Terraria für den Nintendo 3DS besitzen, könnt ihr gemeinsam, über eine lokale Verbindung, durch die Lande ziehen. Dabei könnt ihr eine Welt bereitstellen oder einer beitreten. Die Anzahl ist allerdings auf maximal vier Spieler begrenzt und jeder Mitspieler muss eine Kopie des Spiels besitzen. Auf einen Online-Multiplayer wurde in der Nintendo 3DS-Version verzichtet.

Kommen wir nun zur Steuerung von Terraria. Am oberen Bildschirm des Nintendo 3DS seht ihr die Spielwelt und euren Charakter sowie diverse Informationen wie Herzen, ausgewähltes Item und so weiter. Am unteren Bildschirm könnt ihr euch entscheiden, was ihr sehen wollt. Die Standardansicht ist das Schnellinventar, hier könnt ihr auf zehn Items zugreifen, habt eine Schnellstapelfunktion für Truhen, könnt Items fallen lassen und gelangt ins Behausungsmenü für eure NPCs. Am Touchscreen könnt ihr immer zwischen drei verschiedenen Ansichten wählen. Die erste Ansicht ist die Weltkalte, wo ihr das bereits erkundete Areal sehen könnt, hier seht ihr auch, ob sich Feinde in der Nähe befinden und wo sich eure NPCs gerade aufhalten.


Im Baumodus lassen sich die Erze dank des Stylus präziser abbauen.

Die zweite Ansicht ist der Präzisionsmodus beziehungsweise der Baumodus. Hier wird auf euren Charakter herangezoomt. Der sichtbare Bereich auf dem Touchscreen ist der Bereich, in dem ihr mithilfe des Stylus Blöcke abbauen und platzieren könnt. Des Weiteren könnt ihr hier schnell auf eure Waffen und Items zugreifen die sich auf der linken und rechen Seite befinden. Die dritte Option ist euer Inventar. Im Inventar könnt ihr Craften, eure Items ansehen und sortieren und euren Charakter ausrüsten. Am oberen Bildschirm seht ihr genauere Informationen über das ausgewählte Item. Im Herstellungs-Modus, seht ihr alle Gegenstände, die ihr momentan herstellen könnt. Bei den jeweiligen Items steht immer dabei, welche Crafting-Station ihr zum Herstellen benötigt.

Wenn ihr keine Lust auf den Touchscreen habt, könnt ihr das komplette Spiel auch nur mit den Knöpfen spielen. Die Steuerung ist zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem im Zusammenhang mit dem Touchscreen. Bauen ist im Baumodus mit dem Stylus einfacher, Erkunden ist wiederum mit dem oberen Bildschirm und den Knöpfen einfacher. Ich musste je nach Situation ständig zwischen Stylus und Knöpfen wechseln, was doch recht mühsam sein kann. Nach einigen Stunden, wenn man mal alles ausprobiert und sich mit der Mechanik vertraut gemacht hat, geht es allerdings schon leichter von der Hand. Das Schiebepad justiert eure Blickrichtung, angedeutet mit einem weißen Kreis. Das Steuerkreuz ist euer manueller Cursor, in Zusammenhang mit dem Y-Knopf könnt ihr mit dem Gegenstand, den ihr ausgewählt habt, interagieren. Mit B springt ihr, wenn ihr X drückt, könnt ihr einen Gegner anvisieren und mit A könnt ihr mit sonstigen Elementen in der Spielwelt interagieren. Wenn ihr einen New Nintendo 3DS besitzt, könnt ihr euch mit C-Stick umsehen und mit den Z-Schulterknöpfen in den Präzisionsmodus oder zum Inventar wechseln.

Grafisch sieht das Spiel aus wie auf den anderen Plattformen. In der liebevollen Pixeloptik erkennt ihr jeden Block und könnt mit Leichtigkeit selbst ähnlich aussehende Blöcke voneinander unterscheiden. Die Gegner und vor allem die Bosse sehen gut designt aus und bringen jede Menge Abwechslung ins Spiel. Auf einen 3D-Effekt wurde bei Terraria verzichtet – da das Spiel vollkommen in 2D gehalten ist und man im Hintergrund nur Wolken vorbeiziehen sieht, wird man aber diesbezüglich auch nicht viel verpassen. Dafür läuft Terraria in flüssigen 60 FPS, mit gelegentlichen Framerate-Einbrüchen. Musikalisch gibt es nichts zum Aussetzen, es stört allerdings auch nicht, wenn man die Musik abschaltet. Im Vergleich zu anderen Spielen dieses Genres ist sie allerdings gut, auch wenn es nur wenige Titel zu geben scheint.


Ihr könnt verschiedene Waffen, Möbel und sonstige Utensilien herstellen, die ihr benötigt.

Redaktionswertung

8

Cooles Spiel

So werten wir

Unser Fazit zu Terraria

Meinung von Marco Primmer
Ich muss zugeben, dass der Einstieg in Terraria wirklich hart ist. Trotz eines Tutorials fühlte ich mich verloren und wusste nicht wirklich, wo ich anfangen sollte, also baute ich mal ein wenig Erde, Holz und Stein ab. Nach und nach macht es immer mehr Spaß, man baut die ersten Unterkünfte für sich und seine NPCs, erschlägt verschiedene Monster und craftet immer mehr und bessere Gegenstände. Man findet in Höhlen und an der Oberfläche immer neue Dinge, die es zu untersuchen gilt, und freut sich schon darauf noch mehr bauen zu können. Erst nach einigen Stunden, nachdem ich den Dreh raus hatte, setzte bei mir der Spielspaß ein. Ab dann wollte ich den Nintendo 3DS nicht mehr aus der Hand geben und habe meine Nachmittage damit verbracht, Höhlen zu erkunden und meine Behausung zu bauen. Die zweidimensionale Ansicht wirkte anfangs etwas ungewohnt, aber ich gewöhnte sich schnell daran. Einzig der fehlende Onlinemodus und die zu Anfang komplizierte Steuerung trüben den Gesamteindruck ein wenig. Wenn ihr gerne auf Entdeckungstour geht, gerne craftet, rumprobiert und keine Angst vor fiesen Monstern habt, dann ist Terraria genau das Richtige für euch.

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