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Test zu Lovely Planet - Wii U

Germany Deutschland: Lovely Planet
Plattform
Wii U
Erscheinungsdatum
07.04.2016
Vertrieb
tinyBuild Games
Entwickler
tinyBuild Games
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: Lovely Planet

Von Max Kluge ()

Das Shooter-Genre wird auf der Wii U nicht von den berühmt berüchtigten Spieleserien, sondern eher in Form von familientauglichen Titeln und Indie-Games vertreten. Häufig werden dabei auch verschiedene Spielweisen gemischt, sodass es nicht nur auf das Abschießen von Gegnern ankommt. Auch kniffelige Jump 'n' Run-Passagen oder andere Elemente, die eure Geschicklichkeit benötigen, sind in solchen Spielen häufig anzutreffen. Lovely Planet erfüllt alle vorangegangenen Kriterien und lässt sich einwandfrei als Jump 'n' Run-Shooter bezeichnen. Was den Titel von Entwicklerstudio Quicktequila sonst noch kennzeichnet, und ob der Genremix aufgeht, erfahrt ihr in folgendem Test.


Mit eurer Sternen-Kanone bahnt ihr euch den Weg durch die Level und macht bösen Schergen den Garaus.

In Lovely Planet spielt ihr einen nicht weiter definierten Charakter, der sich seinen Weg durch eine von Polygonen und Pastellfarben bestimmte Welt bahnt und eine Sternen-Kanone in der Hand trägt. Mit deren Hilfe versucht ihr in den verschiedenen Levels eure Gegner, in Rot dargestellt, abzuschießen, während ihr unschuldige Polygon-Bewohner, in Dunkelgrau dargestellt, verschonen müsst. Das Ziel ist es, in jedem Level allen Gegnern den Garaus zu machen und das Ende zu erreichen, welches in Form einer violetten Säule dargestellt wird.

Das Herzstück von Lovely Planet ist ohne Frage das Gameplay, was nicht weiter verwunderlich ist, da es an sich keine richtige Story gibt. Das Spiel ist unterteilt in fünf Welten, die jeweils wiederum in viele Level, meistens um die 20, aufgeteilt sind. Für jedes Level braucht ihr rund 20 Sekunden - natürlich vorausgesetzt, ihr schafft es beim ersten Versuch; aber seid euch gewiss: ihr werdet zu einem Punkt kommen, an dem ihr Level immer und immer wieder spielen müsst, bis ihr sie endlich schafft. Genau hierin liegt der Knackpunkt des Spiels: Es ist schwer! Was im ersten Areal noch ganz harmlos beginnt, stellt sich sich bald als echte Herausforderung heraus. Immer wieder biegt ihr um eine Ecke und werdet von einem lila Pixel getroffen. Noch einmal von Neuem! Oder ihr ballert ausversehen auf Unschuldige Quadrat-Bewohner. Noch einmal von Neuem! Oh, du hast die versteckten Feinde im Level nicht gefunden, für die du dich im Sprung umdrehen musst - und das in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit? Noch einmal von Neuem!


Die dunkelgrauen Bewohner der Polygon-Welt dürft ihr nicht abschießen.

Das klingt jetzt vielleicht erstmal sehr frustrierend, und das ist es in der Tat stellenweise. Allerdings ist das Spiel zu keinem Zeitpunkt unfair. Man weiß immer haargenau, dass man selbst Schuld am Scheitern ist und was man hätte besser machen können. Wenn man dann allerdings die schier unüberwindbar anmutende Aufgabe geschafft hat, ist man so stolz und glücklich, dass man an den Frust gar nicht mehr denkt. Dieses Prinzip entfaltet eine ungeahnte Sogwirkung und veranlasst euch dazu immer weiter zu spielen.

Das tolle daran ist auch, dass mit jedem neuen Gebiet neue Elemente in das Gameplay eingeführt werden. In einem Areal gibt es Äpfel, die man abschießen muss, bevor sie auf dem Boden aufprallen, in einem anderen ist dichter Nebel. Man sieht die Angriffe der Feinde nicht kommen und muss sich, mehr oder weniger, auf sein Gehör verlassen. Spätestens dann, wenn der Titel alle Elemente mischt, sitzt man vor dem Bildschirm und sagt des Öfteren: "Wie soll das denn funktionieren!?". Ein, zwei, oder auch zwanzig, Durchgänge später hat man es dann geschafft. Das tolle Gameplay wird zudem von einer tadellosen Steuerung noch unterstützt, die sofort in Fleisch und Blut übergeht und nichts vermissen lässt.

In Sachen Umfang ist Lovely Planet ein wenig knapp geraten. In gut drei bis vier Stunden solltet ihr das letzte Level erreicht haben. Punktejäger können anschließend noch die ihre Wertungen maximieren, denn in jedem Level kann man für die eigene Leistung mit maximal drei Sternen ausgezeichnet werden. Angesichts des doch relativ geringen Preises ist das aber nicht wirklich schlimm, zumal die Stunden, die ihr in Lovely Planet investiert euren Adrenalin-Pegel und Ehrgeiz an die Spitze treiben werden.

Auf technischer Ebene gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Das Spiel läuft absolut flüssig und
auch die zeitlose Polygon-Grafik ist ansehnlich, auch wenn man natürlich keine visuelle Erleuchtung erwarten sollte. Der Soundtrack funktioniert für den Titel super, unterstreicht die verschiedenen Abschnitte grandios und passt perfekt auf den Grafik-Stil von Lovely Planet. Außerhalb des Spiels wird er aber wohl eher wenig Verwendung finden.


Um ein Level zu beenden, müsst ihr in die violette Säule laufen.

Redaktionswertung

8

Cooles Spiel

So werten wir

Unser Fazit zu Lovely Planet

Meinung von Max Kluge
Lasst euch nicht von der niedlichen bunten Optik von Lovely Planet täuschen! Dieses Spiel hat es faustdick hinter den Ohren und stellt euch vor eine Herausforderung, die sich gewaschen hat. Doch auch wenn die Level noch so schwer sind, ist das Spiel niemals unfair. Man weiß immer genau, was man nächstes Mal besser machen kann. Hat man ein schweres Level erst einmal geschafft, ist die Freude und der Stolz so groß, dass man direkt die nächste Hürde angehen möchte. Das innovative und kreative Gameplay leistet sein Übriges und entfaltet eine Sogwirkung, die einen das Gamepad nicht mehr aus der Hand legen lassen. Optik und Sound sind einwandfrei, nur der Umfang hätte vielleicht doch etwas größer ausfallen können.

Kommentare 2

  • WiiandU - 19.04.2016 - 17:32

    "Oh, du hast die versteckten Feinde im Level nicht gefunden, für die du dich im Sprung umdrehen musst - und das in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit?"
    Allein dieser Satz in seinem Kontext hat deinen Test lesenwert gemacht. Wunderbar!
  • Max Kluge - 19.04.2016 - 20:09

    wiiandu schrieb:

    "Oh, du hast die versteckten Feinde im Level nicht gefunden, für die du dich im Sprung umdrehen musst - und das in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit?" Allein dieser Satz in seinem Kontext hat deinen Test lesenwert gemacht. Wunderbar!
    Danke für das Lob! ^^