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Test zu Just Dance 2016 - Wii U

Germany Deutschland: Just Dance 2016
Plattform
Wii U
Erscheinungsdatum
22.10.2015
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
Ubisoft
Genre
Party, Tanz
Spieleranzahl
Lokal: 6 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: Just Dance 2016

Von Stefan Schotten ()

Seit dem 22. Oktober 2015 steht dank Just Dance 2016 einem gelungenen Partyabend nichts mehr Wege, oder? Genau mit dieser Frage möchte ich mich in den kommenden Zeilen beschäftigen und euch mitteilen, ob es sich lohnt, dem neuesten jährlichen Tanzspielableger aus dem Hause Ubisoft eine Chance zu geben. Dabei sei noch erwähnt, dass Just Dance 2016 der erste Teil des Tanz-Videospiel-Franchises für mich persönlich ist und ich mich explizit nur auf den Ableger für die Wii U beziehen werde. Mit den vorherigen Spielen kann ich ihn also nicht direkt vergleichen. Doch einer anderen Sache kann ich das Tanzspiel trotzdem gegenüberstellen, und zwar der Just Dance Now-App.


Willkommen zur nächsten Tanzsause auf der Wii U! In Just Dance 2016 schwingt ihr die Hüften und lasst das Becken kreisen.

Mit der Just Dance Now-App könnt ihr im Grunde fast alles tun, was ihr im Spiel tun könnt. Der Unterschied dabei ist nur, dass die App im Gegensatz zu Just Dance 2016 kostenlos für eure Smartphones zur Verfügung steht. Ladet ihr euch die App im App Store oder bei Google Play herunter und besitzt einen weiteren Bildschirm, der einen Browser darstellen kann (zum Beispiel am Laptop, am Tablet etc.), könnt ihr bereits mithilfe eures Smartphones, der App und dem Aufrufen der Internetseite von Just Dance Now eine Tanzsession starten. Es gibt sogar keine Grenzen bei der Spieleranzahl, ganz anders wie auf der Konsole. Jeder Spieler öffnet dazu die App auf seinem Handy, tippt kurz die Raumnummer ein und schon sind alle mitten im Tanzfieber. Am Ende verbindet ihr euch nach Wunsch noch mit Facebook und könnt eure Ergebnisse nach Lust und Laune teilen.

Sollte einer eurer Freunde den aufgestellten Highscore brechen, könnt ihr sofort ein Tanz-Battle austragen und euch den Titel des Tanzkönigs zurückerobern. Und sollte, aus welchem Grund auch immer, niemand aus eurem Umkreis Interesse am Tanzen zeigen, fordert ihr einfach die weltweiten Besitzer der App heraus. Durch jeden erfolgreichen Tanz steigern sich eure Erfahrungspunkte (EP) und ihr steigt die Stufenleiter hinauf. Dadurch schaltet ihr am Ende neue Avatare frei und verdient Münzen, mit denen ihr neue Songs freischaltet. Klingt doch alles verlockend, oder? Warum sollte man eine Konsolenvariante kaufen, wenn man doch alles für lau haben kann? Naja, drei negative Aspekt an der ganzen Geschichte gibt es dann doch noch.

Der erste Kritikpunkt der App ist die begrenzte Anzahl an Songs pro Tag. Soll heißen, dass ihr nur fünf Lieder am Tag kostenlos spielen könnt, welche sich täglich abwechseln. Just Dance Now stellt zum Zeitpunkt des Tests insgesamt 208 Songs zur Verfügung, wovon einige eben durch die ertanzten Münzen freigeschaltet werden müssen. Oder aber ihr kauft die Münzen mit Real-Geld. Dabei gibt es fünf verschiedene Pakete zur Auswahl, die Preise reichen von knapp 5 Euro bis 100 Euro. Bei der günstigsten Wahl erhaltet ihr 575 Münzen, und da ein Song zum Freischalten 150 Münzen benötigt, werdet ihr damit drei Songs freikaufen können.

Der zweite Kritikpunkt spiegelt sich in der Werbung wider. Ja, richtig gelesen, denn solltet ihr kein Besitzer eines VIP-Passes sein, werdet ihr vor jedem Tanz mit Werbung konfrontiert. Solch einen VIP-Pass gibt es natürlich nicht umsonst. Für 30 Tage kostet er 6,99 Euro, für 3 Monate 14,99 Euro und 1 Jahr schlägt mit 39,99 Euro zu Buche. Allerdings reicht es aus, wenn nur ein einziger Spieler im Raum einen VIP-Pass besitzt, sodass die Werbung bei allen Spielern ausgeschaltet wird. Ihr schaltet für den bezahlten Zeitraum nicht nur alle Lieder ohne Werbung frei, sondern erhaltet auch Zugang zu allen veröffentlichten Song-Paketen, zum Beispiel aus Just Dance 2016, und es erwarten euch obendrein noch exklusive VIP-Songs. Der dritte und letzte Kritikpunkt an der App gegenüber der Konsolenvariante ist die Auswahl der Modi. Während ihr in Just Dance Now nur zu den von der App ausgewählten Songs tanzen oder euch in den Herausforderungen gegen Freunde und Fremde aus aller Welt messen könnt, habt ihr auf der Wii U mehr Abwechslung, auf die ich später noch eingehen werde.

Damit hätten wir die App abgehakt und können uns nun der Frage nach dem Sinn einer Anschaffung der Wii U-Variante widmen. Zuallererst möchte ich euch die Tracklist mit allen 43 Songs vorstellen, die in Just Dance 2016 enthalten sind:

  • All About That Bass - Meghan Trainor
  • Animals - Martin Garrix
  • Balkan Blast Remix - Angry Birds
  • Blame - Calvin Harris featuring John Newman
  • Born This Way - Lady Gaga
  • Boys (Summertime Love) - The Lemon Cubes (as made famous by Sabrina)
  • Chiwawa - Wanko Ni Mero Mero
  • Circus - Britney Spears
  • Cool for the Summer - Demi Lovato
  • Copacabana - Frankie Bostello (as made famous by Barry Manilow)
  • Drop The Mambo - Diva Carmina
  • Fancy - Iggy Azalea featuring Charli XCX
  • Fun - Pitbull featuring Chris Brown
  • Gibberish - MAX
  • Hangover (BaBaBa) - Buraka Som Sistema
  • Heartbeat Song - Kelly Clarkson
  • Hey Mama - David Guetta featuring Nicki Minaj, Bebe Rexha and Afrojack
  • Hit the Road Jack - Charles Percy (as made famous by Ray Charles)
  • I Gotta Feeling - The Black Eyed Peas
  • Ievan Polkka - Hatsune Miku
  • I'm an Albatraoz - AronChupa
  • Irish Meadow Dance - O'Callaghan's Orchestra
  • Junto A Ti - Cast of Disney's Violetta
  • Kaboom Pow - Nikki Yanofsky
  • Kool Kontact - Glorious Black Belts
  • Let's Groove - Equinox Stars (as made famous by Earth, Wind & Fire)
  • Lights - Ellie Goulding
  • No Control - One Direction
  • Rabiosa - Shakira featuring El Cata
  • Same Old Love - Selena Gomez
  • Stadium Flow - Imposs
  • Stuck on a Feeling - Prince Royce
  • Teacher - Nick Jonas
  • The Choice Is Yours - Darius Dante Van Dijk
  • These Boots Are Made For Walkin' - The Girly Team (as made famous by Nancy Sinatra)
  • This Is How We Do - Katy Perry
  • Under the Sea - Cast of Disney's The Little Mermaid
  • Uptown Funk - Mark Ronson featuring Bruno Mars
  • Want to Want Me - Jason Derulo
  • When the Rain Begins to Fall - Sky Trucking (as made famous by Jermaine Jackson and Pia Zadora)
  • William Tell Overture - Rossini
  • You Never Can Tell - A. Caveman & The Backseats (as made famous by Chuck Berry)
  • You're the One That I Want – Grease


Am spaßigsten ist das Tanzen in der Gruppe. An den Namen oben erkennt ihr, dass gemeinsam mit anderen gespielt wird.

Zu den genannten Songs gibt es noch weitere 13 veränderte/freischaltbare Versionen, die ihr hier kurz aufgelistet wiederfindet:

  • All About That Bass - Meghan Trainor (Version: Bienen & Blumen)
  • Animals - Martin Garrix (Version: Extrem)
  • Born This Way - Lady Gaga (Version: Nerd)
  • Circus - Britney Spears (Version: Extrem)
  • Fancy - Iggy Azalea featuring Charli XCX (Version: Indisch)
  • Hey Mama - David Guetta featuring Nicki Minaj, Bebe Rexha and Afrojack (Version: Geisha)
  • Hit the Road Jack - Charles Percy (as made famous by Ray Charles) (Version: Line-Dance)
  • I Gotta Feeling - The Black Eyed Peas (Version: Klassenzimmer)
  • Rabiosa - Shakira featuring El Cata (Version: Latin-Fitness)
  • Teacher - Nick Jonas (Version: Auto)
  • This Is How We Do - Katy Perry (Version: Aerobic)
  • Uptown Funk - Mark Ronson featuring Bruno Mars (Version: Smoking)
  • Want to Want Me - Jason Derulo (Version: Paar)

Da sich über Musikgeschmack bekanntlich lange streiten lässt und jeder einen anderen besitzt, sei von meiner Seite aus nur so viel gesagt, dass die Auswahl mit vielen Titeln aus dem Pop-Genre genau auf die Zielgruppe ausgerichtet ist und man Ubisoft in diesem Fall eine gelungene Mischung aus aktuelleren und älteren Titeln anrechnen muss. Neben Pop-Nummern findet sich mit der William Tell Overture sogar eine Klassik-Nummer im Spiel wieder. Ob man deren witzig gemeinte Video-Interpretation mag oder nicht, überlasse ich jedem selbst. Persönlich frage ich mich jedoch, ob es unbedingt sein muss, dass man sich darüber lustig macht. Da passt die bildliche Darstellung bei Angry Birds und Hatsune Miku um Längen besser.

Generell muss man Just Dance 2016 aber die sehr gelungenen Vortanz-Videos hoch anrechnen. Sie sind bunt, schrill und trotzdem zum jeweiligen Song extrem passend. Da in vielen Liedern mehrere Tänzer mit teilweise unterschiedlichen Bewegungsabläufen zur Auswahl stehen, ist für einen höheren Wiederspielwert gesorgt, der alleine jedoch schnell an Wert verliert. Die veränderten Versionen sind eine gelungene Abwechslung, doch auch hier hat man sich schnell satt gesehen. Zusätzlich gibt es noch Mash-Ups zu bestaunen. Der neue Online-Dienst Just Dance Unlimited hält darüber hinaus mit aktuell mehr als 150 Liedern (zum Testzeitpunkt) einen noch größeren Umfang bereit, wenn man denn bereit ist, für diesen zu bezahlen. Die Pässe kosten je nach Zeitraum 6,99 Euro für einen Monat, 14,99 Euro für drei Monate oder 39,99 Euro für ein Jahr. Für Motivation, sich zu bewegen, ist also gesorgt - nur muss man das auch tatsächlich tun, um Punkte zu erzielen?

Als Steuerungsmöglichkeit steht euch wie bei der Just Dance Now-App euer Smartphone zur Auswahl. Einzige Voraussetzung ist, dass sich eure Wii U im selben WLAN-Netzwerk befindet. Bis zu sechs Spieler können sich so mit der passenden Just Dance Controller-App gleichzeitig ins Spielgeschehen tanzen. Das sind zwei Spieler mehr wie bei der Möglichkeit, Just Dance 2016 mit Wii-Fernbedienungen zu spielen. Es ist dabei egal, ob ihr die Wii-Fernbedienung Plus oder die normale Wii-Remote benutzt, da es keine 1:1-Bewegungserkennung gibt. Ob ihr nun mit einem Smartphone oder einer Wiimote spielt, liegt einzig daran, womit ihr am besten zurechtkommt. Mir ist die Handhabung mit meinem iPhone leichter gefallen, da es kleiner ist und besser in der Hand liegt. Von der Erkennung her nehmen sich beide Möglichkeiten nicht wirklich viel.


Wie üblich überzeugt Just Dance mit knalligen Farben und feschen Outfits. Ihr selbst müsst aber keine Neonfarben tragen.

Generell ist die Bewegungserkennung so ausgefallen, wie man sie kennt: Stöße und Neigungen werden erkannt, nicht aber Richtung und Art der Bewegung. So wird es selbst Anfängern wie mir einfach gemacht, sich schnell in höhere Sternenranggebiete vorzutanzen, die mit fünf Sternen ihr Maximum erreichen. Bei der Punktzahlauswertung scheinen die Entwickler allerdings einen Denkfehler gehabt zu haben: Wenn ihr euch mit der Kamera des Wii U GamePads beim Tanzen filmen wollt, sollt ihr es vor eurem Fernseher platzieren. Im Gegenzug hat dies aber zur Folge, dass das Spiel den Ton aus eurem Fernseher als eure Gesangsstimme auffasst und ihr somit eigentlich bei jedem Lied die perfekte Punktzahl fürs Singen erhaltet, ohne jedoch einen Ton von euch gegeben zu haben.

Die Gesangserkennung lässt jedoch so oder so zu wünschen übrig. Egal, was und wie ihr singt, die Punkte werden euch nur so hinterhergeschmissen. Das gilt auch dann, wenn ihr ein separates Mikrofon anschließt. Dadurch braucht ihr euch in Just Dance 2016 keine Sorgen um einen Mangel an Münzen zu machen, mit denen ihr wie in der App einige Songs erst freikaufen müsst. Ansonsten gibt es zum Freischalten über 130 verschiedene Avatare, mit denen ihr den anfangs erstellten Avatar für eure Dance Card auswechseln könnt. Wirklich motivierend ist das Sammeln dieser allerdings nicht.

Zu guter Letzt möchte ich noch wie versprochen auf die Modi von Just Dance 2016 eingehen. Da hätten wir die altbekannte Dance Party, in der ihr entweder im Duell gegeneinander oder kooperativ zusammen zu einem Lied eurer Wahl tanzt. Das Menü ist übersichtlich aufgebaut und ihr habt verschiedene Unterkategorien zur Verfügung, mit denen ihr schnell euer auserkorenes Tanzstück finden solltet. Habt ihr zu einem Song getanzt, könnt ihr ihn mit bis zu fünf Herzen bewerten und nebenbei in der Bestenliste euren Highscore bestaunen. Im ersten neuen Modus, genannt Dance Quest, stehen euch 17 Herausforderungen bevor, die jeweils aus drei Liedern bestehen. Dabei gibt es drei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen. Erreicht ihr nach den drei Liedern in der Gesamttabelle einen der ersten drei Plätze, schaltet ihr die nächste Herausforderung frei.

In World Video Challenge tanzt ihr online gegen Spieler aus aller Welt. Hier wird eurem Tanzkönnen alles abverlangt, da es nicht so einfach ist, Online-Duelle zu gewinnen. Mit Sweat & Playlists könnt ihr eure eigenen Tracklists erstellen und zu ihnen tanzen oder euch einfach nur die gespielte Minutenanzahl sowie eure verbrannten Kalorien anzeigen lassen. Im zweiten neuen Modus mit dem Namen Showtime liegt der Fokus nicht auf euren tänzerischen Qualitäten, sondern einfach nur auf dem Spaßfaktor. Darin erscheinen auf dem Fernseher Clips zu zehn auswählbaren Songs und ihr lasst euch durch die Kamera des GamePads filmen. Am Ende erstellt Just Dance 2016 einen kurzen Clip für euch, der einfach nur amüsant daherkommen und euch zum Quatsch machen animieren soll. Diesen kann man je nach Schmerzempfinden sogar online teilen.

Wenn wir schon beim Thema sind: Mit Just Dance TV könnt ihr euch kurze Clips von Spielern aus der ganzen Welt anschauen oder selbst ein Video hochladen. Beim Durchstöbern ist mir aufgefallen, dass es entweder Kinder sind, irgendwelche kostümierten Menschen versuchen, lustig zu sein, oder aber Tierbesitzer einfach einen Clip ihres Haustiers online stellen. Wie auf YouTube eben. Solltet ihr ein Uplay-Konto besitzen und euch mit diesem verbinden, könnt ihr weitere Ziele erreichen und durch die so erspielten Münzen exklusiven Content aus dem Ubisoft-Accountsystem kaufen.


Manche Tänzer legen auch im lustigen Kostüm eine flotte Sohle aufs Parkett. Hier tanzt sich ein Panda die Seele aus dem Leib.

Redaktionswertung

6

Grabbeltisch

So werten wir

Unser Fazit zu Just Dance 2016

Meinung von Stefan Schotten
Just Dance 2016 erfüllt den Zweck, den es erreichen will. Durch eingängige Pop-Nummern animiert das Spiel insbesondere in Gruppen zum Tanzen und verspricht lustige Momente für Zwischendurch. Allein hingegen ist der Spielspaß schnell verflogen und durch die Just Dance Now-App muss man sich ernsthaft die Frage stellen, ob man nicht lieber täglich auf die circa 15 Minuten kostenlosen Tanzspaß zurückgreift, statt das Spiel für eine Konsole zu kaufen. Bis auf die eingangs erwähnten Nachteile bietet euch die App genau das gleiche Erlebnis wie Just Dance 2016. Wollt ihr die Wii U-Variante einmal persönlich mit der App vergleichen, stehen euch die Demo im eShop der Wii U und die App im jeweiligen Store kostenlos zur Verfügung.

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