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Test zu Final Fantasy Explorers - Nintendo 3DS

Germany Deutschland: Final Fantasy Explorers
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
29.01.2016
Vertrieb
Square Enix
Entwickler
Square Enix
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 1
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Unser Test zum Spiel: Final Fantasy Explorers

Von Max Kluge ()

Final Fantasy Explorers ist ein Monster Hunter im Final Fantasy-Gewand. Das ist eine durchaus diskussionswürdige These, welcher wir im folgenden Review zu Square Enix' neuem 3DS-Rollenspiel einmal genauer nachgehen werden. Zunächst einmal handelt es sich bei Final Fantasy Explorers um einen auf den Multiplayer fokussierten Action-RPG-Titel, der im Final Fantasy-Universum spielt und sich der Ästhetik und Ausdrucksweise der Reihe bedient. So findet ihr viele Attacken, Ausrüstungsgegenstände und Monster, die bekannte Namen tragen.


Am zentralen Kristall in Libertas könnt ihr euch neue Fähigkeiten kaufen.

Die Handlung des Titels kann auf einem halben Bierdeckel aufgeschrieben werden: Eine neue Insel namens Amostra, auf deren Oberfläche viele Kristalle erschienen sind, wurde vor kurzem entdeckt. Von diesen Kristallen geht eine eigenartige Macht aus, die man für verschiedene Zwecke nutzen kann. Eure Aufgabe als Explorer ist es, den zentralen Kristall in der Mitte der Insel zu erreichen. Das einzige Problem dabei: Viele Gegenden sind durch Energiebarrieren voneinander abgeschnitten. Diese Energie-Wände wurden von den Eidolons (Final Fantasy-Fans denken an Ifrit, Shiva etc.) erschaffen, und nur wenn diese besiegt werden, wird der Weg freigegeben. Ihr ahnt schon, worauf es hinausläuft: Ihr dürft den Weg zum großen Kristall im Zentrum von Amostra freischaufeln und eine Menge Monster und Eidolons zur Strecke bringen. Gut, da ihr nun die Handlung von Final Fantasy Explorers, in fast ihrer ganzen Pracht, kennt, können wir weiter machen.

Das Monster Hunter-Image des Titels ist wahrlich nicht ungerechtfertigt, denn das Gameplay des Spiels, oder vielmehr die Art des Spielens, weist viele Parallelen auf. Ihr startet eure Missionen immer von einem zentralen Ort aus, in diesem Fall dem Dorf Libertas. Eure Aufgaben laufen meistens darauf hinaus große Monster, hier Eidolons, zu töten. Simplere Aufträge a la „Töte X davon, bring mir Y“ sind natürlich auch mit dabei. Und mit Beendigung des Hauptmissionsziels geht es innerhalb einer Minute, oder auf Knopfdruck, zurück zu eurem Ausgangspunkt. Dabei sind vor allem die Zusammenfassungen am Ende jeder Mission im Vergleich mit denen der Monster Hunter-Serie sehr ähnlich.

Zu Beginn des Abenteuers dürft ihr das Aussehen eures Charakters auswählen. Hierzu stehen euch verschiedene Anpassungsmöglichkeiten zur Verfügung: Haarstil und -farbe, Augen- und Hautfarbe, Gesichts- und Stimmentyp. Ehe ihr euch verseht, findet ihr euch im Dort Libertas wieder, von wo ihr euch ins wilde Erforschen der Insel Amostra stürzen könnt. Das Dorf selbst fungiert als Dreh- und Angelpunkt des Spiels, hier findet ihr eure Quest-NPCs, die euch mit neuen Aufgaben versorgen, eine Hellseherin, die euch für Gil oder Spielmünzen einen Buff für eure nächste Mission gibt, die Schmiede, in der ihr neue Ausrüstung erstellen und alte verbessern könnt und eine Händlerin, die euch mit den nötigen Items versorgt. Zudem gibt es zwei Mogrys, die euch ebenfalls mit seltenen Gütern versorgen und euch Schemata für Ausrüstungen und neue Magicites. Hierbei handelt es sich um Spezialattacken, die ihr während einer Trance-Surge einsetzen könnt, geben, wenn ihr bestimmte Meilensteine erreicht habt.

Links neben den kleinen niedlichen Wesen findet ihr das Monster-Lab, mit dessen Hilfe ihr Monster für eure Party beschwören könnt. Da bereits erwähnt wurde, dass der Titel sich auf den Multiplayer fokussiert, schlägt man sich besser nicht komplett alleine durch die Singleplayer-Missionen, sondern leiht sich eine Hand bei Monstern, deren Seelen man zuvor eingesammelt hat (Seelen bleiben, wie jedes andere Item auch, beim Besiegen einer Kreatur zurück). Jedes Monster hat dabei verschiedene Eigenschaften und Werte. Manche sind gut im Tanken, wohingegen andere im Hintergrund bleiben, um euch zu heilen und mit Buffs zu stärken. Maximal könnt ihr drei Kreaturen in eure Party aufnehmen, wobei ihr dabei ein Maximum an Punkten beachten müsst, die eure Kameraden nicht überschreiten dürfen. Hierin liegt ein großer Pluspunkt des Spiels, denn eure Monster selber auszusuchen und zu sehen, wie sie immer stärker werden macht Spaß und bringt dem Ganzen eine strategische Tiefe.

Auch das Crafting-System ist gut durchdacht und klappt einwandfrei. Die Items, die ihr während eurer Missionen einsammelt, könnt ihr dafür einsetzen, die Werte eurer Ausrüstung bis zu einem bestimmten Maximum zu steigern, was einen dazu motiviert, immer wieder auf Monsterjagd zu gehen. Einen Kritikpunkt gibt es allerdings hierbei auch: Es ist nicht ersichtlich, wie ihr an neue Schemata für Waffen und Rüstungen kommt. Diese scheinen nämlich komplett willkürlich aus dem Boden zu schießen, ohne dass ihr irgendeinen Einfluss darauf hättet. Das ist schade, da dadurch immer wieder lange Durststrecken entstehen, während denen sich einfach keine neue Ausrüstung, die euren Vorstellungen entspricht, craften lässt.

Die anderen NPCs, die eben erwähnt wurden, hinterlassen leider keinen nachhaltigen Eindruck. Das liegt an verschiedenen Gründen: Die Hellseherin bufft auf Wunsch eure Gil oder CP Hierbei handelt es sich um die zwei Währungen des Spiels, mit denen sich verschiedene Sachen bezahlen lassen, die ihr nach der Mission bekommt. Das klingt zunächst nach einer coolen Mechanik, verliert aber nach den ersten Missionen seinen Reiz, denn wenn Final Fantasy Explorers mit etwas nicht geizt, dann ist es die Vergabe von CP und Gil.

Seid ihr erstmal über die ersten Aufträge hinaus, sollte sich bei euch nie wieder ein finanzieller Notstand einstellen. Die Item-Händlerin erfährt ein ähnliches Schicksal: Bis auf Phönixfedern und Hermes-Sandalen, die eure Laufgeschwindigkeit verbessern, muss man sich den Items für einen Großteil des Spiels nicht bedienen. Das liegt daran, dass der Titel, vor allem während der Singleplayer-Story, derart einfach ist, dass man sich an Tränken und anderen Heilitems überhaupt nicht bedienen muss, vor allem nicht, wenn man gewisse Monster in seiner Party hat. Dies gilt teilweise auch für den Multiplayer, denn sobald ein Weißmagier mit an Bord ist, solltet ihr keine weitere Heilung brauchen.


Sammelstellen versorgen euch mit zusätzlichen Materialien.

Wie schon erwähnt, könnt ihr euch am zentralen Kristall des Dorfes mit neuen und individualisierten Fähigkeiten ausrüsten. Ersteres funktioniert soweit ganz gut, beim Letzteren stellt sich schnell eine gewisse Abneigung der Thematik entgegen ein, da die Menüs, die euch zu euren individualisierten Fähigkeiten führen, extrem unübersichtlich sind. Dies wird noch verstärkt durch mehrere gleiche Skillbezeichnungen hintereinander, die sich dennoch voneinander unterscheiden. Zudem gibt es, ähnlich wie bei den Surges später, derart viele Elemente, Parameter und andere Effekte, die ihr einstellen könnt, dass ihr schnell den Überblick verliert, was denn überhaupt sinnvoll für euch wäre. Das Spiel erklärt euch diese Funktionen ohnehin nur auf Nachfrage, was dem einen oder anderen zunächst mehrere Fragezeichen ins Gesicht zaubern dürfte. Ein weiterer großer Nachteil ist es, dass diese Individualisierungen für die ersten zwanzig Stunden Gameplay gar nicht wirklich von Nöten sind. Wie schon gesagt, der Titel spielt sich zu Anfang beinahe mit einer Hand.   

An einer kleinen Rezeption könnt ihr sowohl Haupt- als auch Nebenmissionen annehmen. Während ihr nur eine Hauptmission annehmen könnt und der Quest beendet ist, sobald ihr die Ziele dieser erreicht habt, könnt ihr mehrere Nebenmissionen annehmen, die euch nach dem Erledigen mit neuen CP bescheren. Neben Gil sind CP eine essentielle Währung des Spiels, mit denen ihr zum Beispiel neue Fähigkeiten oder Upgrades eurer Waffen bezahlt. Die Aufgabenvielfalt an sich lässt stark zu wünschen übrig: Bis auf Quests wie „Töte X von Y“ oder „Bringe mir X“ gibt es nicht viel Auswahl. Da kann sich selbst Monster Hunter, welches sich oft mit dem gleichen Kritikpunkt konfrontiert sieht, mit interessanteren Missionen rühmen.

Sobald ihr eine Quest angenommen habt, müsst ihr entweder per Luftschiff (eine Option die später im Spiel freigeschaltet wird) fahren oder zu Fuß von Libertas zu eurem Zielpunkt laufen. Seid ihr einmal in der Wildnis, könnt ihr Kontakt zur lokalen Flora und Fauna aufnehmen. Dabei steht euch die etwas sperrige Kamerasteuerung des Titels nur selten im Weg. Per Klick auf „L“ zentriert ihr die Kamera hinter euch, ein kurzer Klick auf „R“ loggt einen gewünschten Gegner an. Auf vier Werte solltet ihr besonders Acht geben: Eure HP, eure AP, mit denen ihr Fähigkeiten und Sprinten bezahlt, die Anzahl eurer Resonance und dem Stand eurer Trance-Leiste.

Unter Resonance versteht man die Resonanz zwischen den Kristallen der Insel und euch. Der Wert startet bei 0 und erhöht sich mit Verkettung verschiedener Fähigkeiten immer mehr. Ab einem Wert von rund 120, manchmal früher manchmal später, könnt ihr eine sogenannte Crystal Surge einleiten. Diese Surges sind meistens mit Buffs oder besonderen Schadens-Parametern einhergehende Aktionen, die verschieden lange aktiv bleiben. Die meisten Surges verändern während sie aktiv sind zudem auch Attacken, die besondere Elemente oder Ähnliches annehmen. Apropos Attacken: Neben eurer Standardattacke könnt ihr jeweils durch die Kombination L/R + A/B/X/Y Fähigkeiten einsetzen, die ihr vor der Mission im Menü frei nach eurer Vorstellung belegen könnt. Dies funktioniert zwar auf Anhieb nicht so super, mit ein bisschen Eingewöhnungszeit wird man aber dennoch ziemlich treffsicher. Auch Euren Job könnt ihr, immer wenn ihr in Libertas seid, wechseln.


Die Mogrys versorgen euch mit seltenen Items und Spezialattacken.

Diese vorangegangenen Punkte beherbergen einiges an Konfliktpotenzial: Die grundlegende Idee hinter den Surges ist zunächst einmal gut und bringt ordentlich Abwechslung in die Kämpfe. Allerdings gibt es davon so viele verschiedene, dass man schnell den Überblick verliert, geschweige denn weiß, wie sich die verschiedenen Surges dann auch noch auf seine Fähigkeiten auswirken. Zudem kommt, dass es neben Crystal- auch noch Trance-Surges gibt. Während eines Kampfes füllt sich eure Trance-Leiste immer weiter auf. Ist sie schließlich voll, könnt ihr per Knopfdruck auf dem Touchscreen den sogenannten Trance-Modus aktivieren. Dieser verleiht euch einen Buff auf eure Fähigkeiten und heilt eure kompletten AP und HP. Während dieses Modus könnt ihr zudem, wenn eure Resonance hoch genug ist, sogenannte „Trance-Surges“ vollführen, die sich noch einmal von den Crystal-Surges unterscheiden.

Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen gibt es die Möglichkeit sogenannte Magicites zu erwerben, die ihr anstatt einer Trance-Surge auslösen könnt. Diese vollführen einen besonderen Spezialangriff. Unter anderem werden dabei Final Fantasy-Charaktere aus vorherigen Spielen beschworen, um eine vernichtende Attacke zu vollführen. Ihr seht also: Um Final Fantasy Explorers zu meistern, ist eine lange Zeit an Einarbeitung und Auswendiglernen nötig. Dies ist zunächst nichts Schlimmes, viele Spiele haben schließlich eine steile Lernkurve. Die meisten dieser Spiele belohnen ihre Zocker aber schließlich auch mit dementsprechenden Ergebnissen und genau hierbei hinkt Square Enix' neuer 3DS-Titel gewaltig hinterher. Denn viele der Surges fühlen sich gleich an oder haben gar keinen merkbaren Effekt, genauso wie die individualisierten Attacken.

Ein weiterer Kritikpunkt wäre an dieser Stelle das Prinzip der Fähigkeiten. Da ihr keine Level besitzt, könnt ihr euch Fähigkeiten einfach am zentralen Kristall des Dorfes kaufen und ausrüsten. Das führt dazu, dass jede Klasse im Prinzip jede Fähigkeit einsetzen kann, und obwohl das eigentlich sehr viel Freiraum für die eigene Spielweise lässt, führt es dazu, dass manche Klassen schlichtweg ihren Sinn verlieren. Das wird dadurch noch unterstützt, dass es Klassen gibt, die sich nur durch ihre Basis-Stats unterscheiden. Sowas ist schade und hätte nicht sein müssen.


Manche Eidolons heizen euch ganz schön ein, andere eher weniger.

Sprechen wir kurz ein bisschen über die visuelle Präsentation des Titels. Als veraltet würde man die Grafik zwar nicht bezeichnen, aber der 3DS hat bereits grafisch eindrucksvollere Titel gesehen. Trotzdem sind die Charakteranimationen flüssig, Fähigkeiten und Lichteffekte durchaus gut in Szene gesetzt, die Monster sehen passabel aus und auch die Hintergründe und Umgebungen sind abwechslungsreich genug, um euch bei der Stange zu halten. Doch auch hier gibt es wieder Dinge zu kritisieren, die man schlicht nicht nachvollziehen kann: Warum gibt es keinen 3D-Effekt? Dieser fehlt im Spiel völlig und drängt dabei den Eindruck auf, dass es sich bei Final Fantasy Explorers vielleicht um einen zu schnell durchgeboxten Titel handelt.

Dieser Eindruck wird noch von der Performance des Titels verstärkt, denn wenn es mal wuselig auf dem Bildschirm wird, und ihr euch gegen mehrere Feinde auf einmal zur Wehr setzten müsst, zwingt das den 3DS ganz schön in die Knie. Die Framerate sinkt merklich und das Spiel nimmt Diashow-Qualität an. So etwas sollte, grade bei einem derartigen Titel, eigentlich nicht passieren. In die Riege dieser Kritikpunkte fügt sich auch die fehlende Lokalisierung ein, denn das Spiel ist komplett auf Englisch. Dies mag für die meisten Zocker kein sonderlich großes Problem darstellen, trotzdem drängt sich erneut der fade Beigeschmack auf, dass sich Square Enix hier einige Kosten sparen wollte.

Wie bereits mehrfach erwähnt ist Final Fantasy Explorers ein Titel, den man sich nicht nur für die Singleplayer-Kampagne kauft, sondern vornehmlich, um ihn mit seinen Freunden und anderen Menschen auf der ganzen Welt zu spielen. Das Prinzip des Titels ist hierbei ziemlich simpel und geht gut von der Hand: Entweder ihr erstellt einen Raum und verseht ihn mit bestimmten Parametern, zum Beispiel „Eidolon-Jagd“ oder „Mitspieler mit dem gleichen Stand wie ich oder höher“, und wartet darauf, dass andere Explorer eintreten, oder ihr betretet den Raum eines Freundes. Räume können auch öffentlich geschaltet werden, sodass ihr euch auch mit Fremden in einer Gruppe zusammenschließen könnt. Etwas schade ist, dass man nicht direkt nach der Quest suchen kann, die man machen möchte, aber die Parameter schränken eure Vorlieben schon gut ein.

Ein viel größerer Kritikpunkt ist hierbei der fehlende Chat. Klar, es gibt kleine vorgefertigte Phrasen, wie zum Beispiel „Let's Go“ oder „Thank You“, die man per Klick auf den Touchscreen posten kann. Jedoch kann man damit keine komplexen Strategien diskutieren, die vor allem in höherrangigen Missionen durchaus von Nöten wären. Es kristallisiert sich also heraus, dass ihr den Titel am besten mit einem festen Team spielt, mit dem ihr euch über welche Wege auch immer unterhalten könnt. Ein Voicechat fehlt im Übrigen auch, sodass man auf diverse Software ausweichen muss. Für ein Spiel, welches sich den Multiplayer ganz groß auf die Fahne geschrieben hat, wirkt das schon ein wenig armselig. Und dennoch: Seid ihr erst mal in der richtigen Gruppe und habt euch eingespielt, ist das Ganze schon ziemlich spaßig.

Die Ladezeiten sind erstaunlich gering und unterscheiden sich kaum vom Solo-Spiel. Einzig die Performance könnte auch hier besser sein. Wenn sich die Gegnerhorden und Fähigkeiten-Effekte auf dem Bildschirm stapeln, zwingt es den 3DS gehörig in die Knie, was zur Folge hat, dass die Framerate sinkt. Neben dem Online-Multiplayer steht euch in Final Fantasy Explorers übrigens auch noch ein lokaler Multiplayer zur Verfügung, was den sozialen Zockern unter euch sehr gelegen kommen sollte. Noch ein paar Worte zum Balancing im Multiplayer: Stellt euch auf bockschwere Missionen ein! Während das Spiel im Single-Player für einen Großteil der Spielzeit ziemlich einfach ist, ist der Multiplayer-Modus die Kehrseite der Medaille. Hier kommt es wahrlich darauf an mit Teamgeist an die Sache zu gehen, Monsterangriffe zu studieren und genaue Strategien abzusprechen.


Die Landschaften in Final Fantasy Explorers sind abwechslungsreich und schön gestaltet.

Redaktionswertung

6

Grabbeltisch

So werten wir

Unser Fazit zu Final Fantasy Explorers

Meinung von Max Kluge
Final Fantasy Explorers möchte gerne ein inoffizieller Teil der Monster Hunter-Reihe sein. Diesen Eindruck erlangt man an so vielen Ecken und Enden des Titels, dass die Aufzählung aller Ähnlichkeiten den Rahmen dieses Reviews sprengen würde. Leider schafft es das Spiel dabei in keiner Hinsicht an die Klasse von Monster Hunter heran. Oft wirkt es unnötig kompliziert und verwirrt einen immer wieder. Auch im Balancing hat das Spiel massive Probleme. Während die Singleplayer-Missionen relativ einfach sind, stellt der Multiplayer eine wahre Herausforderung dar. Auch im Solospiel wird die Schraube ab dem siebten Missionsrang deutlich angezogen, denn dann kommen alternative Formen der Eidolons, die euch plötzlich mit zwei Schlägen dem Erdboden gleichmachen. Ein steiler Anstieg des Schwierigkeitsgrades ist ja eigentlich nichts Schlechtes, hier allerdings kommt er so abrupt und unerwartet, dass man sich als Spieler regelrecht vor den Kopf gestoßen fühlt. Auch hat man bis zu diesem Zeitpunkt bereits rund 20 Stunden Spielzeit auf dem Buckel und die Motivation, sich dann richtig ins Zeug zu hängen, alle Attacken der Bossmonster auswendig zu lernen und sein Equip bis ins kleinste Detail durchzuplanen, ist nicht mehr so ausgeprägt wie zu Beginn des Titels. Der Multiplayer reißt Final Fantasy Explorers dann doch noch aus der Mittelmäßigkeit raus, denn zusammen mit drei befreundeten Jägern schier übermächtige Gegner zu erlegen macht einfach Spaß. Hierbei sei allerdings noch einmal gesagt, dass ihr während des Kampfes unbedingt mit euren Mitspielern kommunizieren solltet, da ihr sonst schneller ins Gras beißt, als euch lieb ist. Der Online-Multiplayer mit unbekannten Spielern macht nur halb so viel Spaß, da kein Chat gegeben ist und die Kommunikation dadurch extrem erschwert wird. Habt ihr bereits drei Freunde, die das Spiel besitzen, könnt ihr ruhig zugreifen, denn dann wird euch der Titel einige spaßige Stunden bereiten. Allen anderen, die sich für das  Spiel interessieren, sei geraten sich zuvor eingehend mit dem Titel zu beschäftigen und abzuwägen, ob der (doch relativ dürftige) Singleplayer für sie geeignet ist.

Kommentare 10

  • Akira - 11.02.2016 - 18:01

    Soll ich mich jetzt bei Squenix bedanken, dass sie mit Nichtübersetzung mein Interesse an einem Mittelklasse-IchBinMonsterHunter-Spiel zerstört und mich vor Geldrauswurf bewahrt haben? ^-^°
  • _____ - 11.02.2016 - 18:02

    Also ich hatte die Collectors Edition dieses Spiels mit großer Vorfreude ausgepackt und angespielt. Für mich, einem begeisterter MH Fan ,sowie einer der FF Titel gerne mal zockt, war dieses Spiel eine herbe Enttäuschung. Habe es keine 2 Tage später verkauft. Das Kampfsystem war semi optimal und die Grafik. Also holla die Waldfee, ich lege ja nicht soooo viel Wert auf Grafik, aber vergleicht man einmal MH und das. Ei,ei ,ei . Spart euer Geld lieber für Bravely 2nd oder die Pokemon Remakes !!!!
  • DarkStar6687 - 11.02.2016 - 18:36

    Überflüssiges Spiel, mehr fällt mir dazu nicht ein. Wer Monster Hunter will, kann auf dem 3DS ja auch Monster Hunter 4 Ultimate zocken, was um Welten besser ist und sehr gute klassische JRPG's gibt es auf dem 3DS auch mehr als genug.
  • Alphatac - 11.02.2016 - 18:42

    Danke für den Text. Ich selbst, der 3U und Monster Hunter 4 gespielt habe und dort eher ein Laie bin, konnte sehr gut nachvollziehen, was du bemängelst.

    Eigentlich habe ich gedacht dass ich es mir irgendwann billig abgreife, aber wenn ich mir das durchgehen lasse, bleibe ich lieber bei MH.
  • ChromXsome - 11.02.2016 - 18:52

    Nach 45 Stunden habe ich aufgehört zu spielen. Das Geld wars aber Wert :)
  • Spiderwork - 11.02.2016 - 19:29

    Hatte auch nach 2 Tagen keine Lust mehr... Die Kritikpunkte aus dem Review stimmen vollkommen. Es kommt kein richtiges MH-Feeling auf und auch kein FF-Feeling. Es wirkt wie ein lustlose Mischung von beidem, sehr schade.
  • JaniWiisel - 11.02.2016 - 20:20

    Wenn ich das so lese bin ich ja direkt froh das ich es storniert habe! Schade allerdings denn ich fenke FFE hätte Potential gehabt.
  • metetelaenterona - 12.02.2016 - 07:47

    Am anfang, Wollte ich das Spiel auch haben, Habs aber nach der nicht Deutschen Texte sein gelassen. Ich glaube das War auch die richtige Entscheidung. Obwohl ich gerne mal wieder FF Spielen möchte. Das letzte FF War die 12. X.x
  • Splatterwolf - 12.02.2016 - 09:45

    Oh weh. Ich hatte komischerweise sehr viel Spaß mit diesem Spiel, wobei ich die Monster Hunter Spiele nur demoweise angetestet habe und nie weiter beachtet habe.

    Ich habe bereits die "Hauptquestreihe" durch und spiele jetzt jeden Tag so ein bis zwei Quests. Es ist für zwischendurch immer ganz gut. Man muss aber auch dazu sagen, dass es nicht besonders schwer ist.

    Jedenfalls bereue ich den Kauf nicht. Einziges großes Manko war für mich eigentlich wirklich die englische Sprache, da man doch ab und zu mal stolpert, wenn man die Quests nicht im ersten Moment richtig rafft.
  • Schnea - 14.02.2016 - 10:03

    Unterirdisch schlecht ... da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.