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Test zu Jones on Fire - Wii U

Germany Deutschland: Jones on Fire
Plattform
Wii U
Erscheinungsdatum
11.02.2016
Vertrieb
Joindots
Entwickler
Glass Bottom Games
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: Jones on Fire

Von Roman Dichter ()

Willkommen zum großen Jones on Fire-Quiz! Lehnen Sie sich zurück, meine sehr verehrten Damen und Herren, erfahren Sie mehr über den feurigen Wii U-Runner und verdienen Sie sich durch das Beantworten unserer Quizfragen Punkte, mit denen Sie tolle Preise gewinnen können! Und los geht’s: Was macht eine Feuerwehrfrau namens Jones den ganzen Tag?
a) Sie bäckt leckere Plätzchen.
b) Sie rennt pausenlos umher und sammelt Katzen ein.
c) Sie bekämpft Brände.

Haben Sie sich entschieden? Dann kommen wir zur Punktevergabe. Haben Sie a gewählt? Dann gibt es leider keine Punkte, auch wenn Plätzchen jetzt nicht schlecht wären. Einen Punkt erhalten Sie für c – immerhin ist es eine Feuerwehrfrau. Richtig ist aber nur Antwort b! Zwei Punkte erhalten Sie dafür.


Jones ist eine Feuerwehrfrau mit einem Herz für Katzen. Darum sammelt sie alle ein, die auf ihrem Weg liegen.

Wer die erste Frage richtig beantwortet hat, kennt auch schon die Story des Spiels. Die Welt ist voller Katzen und Feuer, also will Jones die Mini-Tiger retten (weil sie ja so süß sind). Das war es auch schon. Aber Jones on Fire ist sicher nicht das erste Spiel, das keinen Wert auf eine umfangreiche Hintergrundgeschichte legt, darum verzeihen wir das und kommen zum Gameplay. Vielleicht wissen Sie es ja schon, liebe Kandidaten: Welche Fähigkeiten kann Jones für ihre Rettungsmission einsetzen?
a) In einem automatisch scrollenden Level kann sie springen und unter Hindernissen hinwegrutschen.
b) Sie kann die Umgebung erforschen, rennen, springen und auf Gegner schießen.
c) In ihrem Feuerwehrfahrzeug kann sie Brände löschen, Hunde mit Wasser verjagen und wie bei GTA der Polizei entkommen.

Jetzt gibt es Punkte – allerdings nicht für Antwort c. Sie suchen vermutlich nach einem anderen Spiel. Einen Punkt erhalten Sie für Antwort b, allerdings sind nicht alle diese Aktionen im Spiel möglich. Richtig ist a – zwei Punkte.

Tatsächlich gibt es also nur zwei Aktionen. Das muss nicht tragisch sein, denn auch andere Runner, in denen die Protagonisten nicht einfach mal stehen bleiben können, sondern permanent auf Hindernisse reagieren müssen, machen durchaus Spaß. Grundsätzlich funktioniert Jones on Fire auch ganz gut, ist allerdings ziemlich eintönig. Das permanente Springen und gelegentliche Rutschen wird nur von zwei Aufgaben begleitet: immer wieder gleichen Hindernissen ausweichen und zahlreiche Katzen einsammeln, die Jones nach einem Kontakt folgen. Abwechslungsreichere Settings, Hindernisse oder irgendeine Form von Gegnern gibt es nicht. Damit bleibt das Spiel sehr minimalistisch.

Auch besondere Feinheiten in der Steuerung gibt es nicht. Es macht beispielsweise keinen Unterschied, ob der Sprung-Knopf lang oder kurz gedrückt wird – der Sprung wird immer gleich ausgeführt. Lässt man den Knopf nicht los, wird der Sprung direkt wiederholt und Jones hüpft einfach weiter wie ein Flummi. Schafft sie es einmal nicht, einem Hindernis auszuweichen, wird es eng: Dann wird sie von einer bedrohlichen Feuerwalze verfolgt. Nach einer Weile verschwindet diese wieder, aber wenn es bis dahin einen weiteren Fehltritt gibt, wird die Runde abgebrochen und neu gestartet. Mit drei Leben startet man ins Abenteuer.

Sie haben Recht, verehrtes Publikum, es wird Zeit für die nächste Quizfrage: Was macht Frau Jones mit so vielen Katzen?
a) Sie nimmt sie bei sich auf, füttert sie, knuddelt sie und sorgt für ihr Wohlbefinden.
b) Sie schenkt die Kätzchen dem freundlichen chinesischen Koch aus dem Restaurant nebenan – der scheint Katzen zu mögen.
c) Sie verwendet Katzen als Zahlungsmittel, um sich davon schöne Sachen zu kaufen.

Haben Sie Antwort b gewählt? Falsch! Keine Punkte. Sie sind auch etwas gemein und rassistisch, kann das sein? Oder war a die Antwort Ihrer Wahl? Das ist nett gedacht (ein Punkt), aber wenn sie wüssten, wie viele von diesen Pelzviechern Jones täglich anschleppt, dann wäre Ihnen klar, dass das einfach nicht geht. Zwei Punkte erhalten Sie also für Antwort c. Zum Glück gibt es einen Shop, der Katzen als Zahlungsmittel akzeptiert. Ist Jones vielleicht doch egoistischer, als wir dachen?


Nicht genug Katzen? Keine Sorge, es gibt tägliche Belohnungen für Spieler, die sich trauen, das Spiel erneut zu starten.

Unterschieden wird zwischen ganz normalen Katzen (k) und den wertvolleren und selteneren goldenen Katzen (GK). Damit kann Jones im Shop Upgrades erwerben. Kauft Jones beispielsweise Feuerschutz, dann kann sie mehr Treffer einstecken. Der Erwerb von Katzenminze lockt Katzen in der Nähe an, ein Verbandskasten gibt ihr zwei Lebenspunkte zurück und die sogenannte Katzensegnung macht sie vorübergehend unverwundbar. Die dafür notwendigen k und GK streunen aber nicht nur auf der Straße herum. Doch wie kommt man am schnellsten zu miauendem Reichtum?
a) Es gibt tägliche Belohnungen.
b) Man kann sie dem chinesischen Koch von nebenan klauen.
c) Das Erfüllen von Zusatzmissionen füllt das Konto.

Punktevergabe: Für b gibt es nichts (langsam werden Sie albern), einen Punkt für a (das stimmt, aber immer zu warten, ist sicher nicht der schnellste Weg) und zwei Punkte für c. Für das Erfüllen wechselnder Missionen wie „Werde 10 Mal verbrannt“ oder „Stürme durch 20 Feuerwände“ gibt es Belohnungen. Das alles (Katzenwährung, Missionen, Upgrades im Shop) ist eine nette Ergänzung, wertet das Spielerlebnis aber nur sehr wenig auf. Auch die Möglichkeit, den eigenen Highscore zu brechen, täuscht nicht über die Eintönigkeit des Erlebnisses hinweg.

Kommen wir abschließend noch zur technischen Seite. Was glaubt ihr: Ist Jones on Fire in grafischer Hinsicht ein Meisterwerk?
a) Diese flüssig laufende Grafikpracht hätte ich nie von einem kleinen eShop-Titel erwartet!
b) Es sieht ganz gut aus. Detaillierte Umgebung, realistische Bewegungen – aber nichts Besonderes.
c) Es wurde wohl an einem Nachmittag eine kleine Anzahl Polygone zusammengebastelt und fertig war es.

Antwort a hätte ich uns allen gegönnt, aber das sind nur Wunschvorstellungen – keine Punkte. Für b gibt es einen Ehrenpunkt, weil es schon etwas realistischer beschrieben ist. Der Wahrheit entspricht aber nur Antwort c. Die Grafik ist genau wie der Rest des Spiels sehr einfach und minimalistisch, zudem auch sehr eintönig. Selbst wenn man diesen grundsätzlich simplen Stil mag, würden sich die meisten Spieler wohl deutlich mehr Vielfalt und Abwechslung der Umgebung und der Hindernisse wünschen. Der Sound ist ganz unterhaltsam, hätte aber ebenfalls durch einen zusätzlichen Track etwas mehr Vielfalt bieten dürfen. Für Spieler, die den Fernseher gerne ausgeschaltet lassen, ist das allerdings egal, denn das GamePad liefert zwar dasselbe Bild wie der Fernseher, allerdings keinen Ton.

Nun zur Punkte-Auswertung: Zählen sie bitte alle erzielten Punkte zusammen.
0-4 Punkte: Schade, das war wohl nichts! Aber seien Sie froh, denn das Lesen dieses Textes hat Ihnen etwas gebracht – immerhin wussten Sie zuvor fast nichts über Jones on Fire!
5-9 Punkte: Respekt! Sie haben ein beachtliches Katzenwissen und könnten eine Karriere bei der Feuerwehr starten! Nehmen Sie sich als Belohnung eine Katze aus dem Karton in der Ecke.
10 Punkte: Wahnsinn! Sie sind also Jones? Wer sonst würde sich so gut mit diesem Spiel auskennen? Natürlich gibt es den ersten Preis für Sie: eine goldene Katze! Guten Hunger…


Jetzt wird es eng: Wird Jones von einer Feuerwalze verfolgt, sollte jeder Sprung klappen.

Redaktionswertung

3

War wohl nichts

So werten wir

Unser Fazit zu Jones on Fire

Meinung von Roman Dichter
Jones on Fire ist ein ganz netter Runner. Die Feuerwehrfrau rennt eigenständig und die Spieler weichen durch Springen und Rutschen Gegenständen aus und sammeln Katzen ein, die sie als Währung für den Erwerb von Upgrades missbrauchen können. Grundsätzlich ist das alles in Ordnung und kurzzeitig unterhaltsam, aber in jeder Beziehung sehr einfach gestrickt und eintönig. Kaum Abwechslung, wenige kreative Ideen und eine einfach billige Grafik motivieren kaum dazu, das Spiel öfter anzustellen. Wer das Genre mag, findet deutlich bessere Alternativen wie Funk of Titans oder Runner2.

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