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Test zu Sonic Boom: Feuer & Eis - Nintendo 3DS

Germany Deutschland: Sonic Boom: Feuer & Eis
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
30.09.2016
Vertrieb
SEGA
Entwickler
Sanzaru Games
Genre
Platformer, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Zwischen Kälteschock und Hitzewallungen: Sonic und seine Crew kehren auf den Nintendo 3DS zurück

Von Kevin Maßmann ()
25 Jahre sind nun schon vergangen, seit Marios einstiger Erzfeind Sonic the Hedgehog erstmals das Licht der Welt erblickte. Seither erschienen zahlreiche Jump `n´ Run-Episoden mit dem pfeilschnellen Igel, welcher in den letzten Jahren eine merkliche Vorliebe für Nintendo-Konsolen entdeckt hat. Mit Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall sprintete Sonic 2014 in einem brandneuen 2D-Abenteuer auf den Nintendo 3DS, konnte dabei allerdings nur bedingt überzeugen. Fast zwei Jahre später wollen es die Verantwortlichen von SEGA erneut wessen und schicken Sonic in Sonic Boom: Feuer & Eis erneut auf die mobile 3D-Konsole. Ob der Titel einen würdigen Rahmen für den runden Geburtstag darstellt? Der folgende Spieletest dürfte euch die Frage hinreichend beantworten.

Auch nach 25 Jahren kann Sonic von den goldenen Ringen nicht genug haben!

Selbst nach einem Vierteljahrhundert zeigt Oberschurke Dr. Eggman bei der Suche nach neuen Strategien zum Bezwingen von Sonic nicht den Hauch von Ermüdungserscheinungen: Dieses Mal will er den blauen Igel mithilfe des seltenen Erzes Ragnium bezwingen. Das Element ermöglicht Dr. Eggman den Bau von sogenannten Egg-Bot-Flitzern, mit denen er Sonics Stärke, seiner Geschwindigkeit, in die Quere kommen kann. Zur Exploration und Förderung des Ragniums setzt Dr. Eggman sogar das Wohl seines Heimatplaneten aufs Spiel, wodurch auf den verschiedenen Inseln der Welt von Sonic Boom Risse im Boden entstehen. Höchste Zeit für Sonic und seine Freunde, sich den mysteriösen Rissen anzunehmen und Dr. Eggman (wieder einmal) in seine Schranken zu weisen! Die Story des Spiels konnte mir durch seine kurzweiligen Dialoge hin und wieder ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern, dürfte sich jedoch durch seine vorhersehbare und unscheinbare Erzählweise eher an jüngere Spieler richten.

In den regulären Levels, die ihr über eine durchaus detaillierte Weltkarte sukzessive freischalten könnt, erwartet euch ziemlich klassisches Sonic-Gameplay: Ihr steuert euren Helden mit dem Schiebepad und haltet dabei natürlich nahezu immer die Y-Taste zum permanenten Sprinten gedrückt. Sprünge, wahlweise auch in wiederholter Form, sowie Dash-Angriffe sorgen weiterhin dafür, dass ihr möglichst elegant durch die einzelnen Areale rennt, immer auf der Suche nach goldenen Ringen oder anderen Sammelitems. Für das Einsammeln von optionalen Items empfiehlt es sich übrigens dann doch, hin und wieder den Finger vom Sprint-Befehl zu nehmen. Gerade die optionalen Bonusräume, von denen es in jedem Level einen zu finden gibt und euch mit Sammelkarten belohnen, sind meist ihre Suche wert und rechtfertigen auch einen erneuten Besuch der Level. Generell lässt sich festhalten, dass die meisten Level nicht durchgängig linear aufgebaut sind. Ein Blick auf die Levelkarte kann hier Abhilfe verschaffen!

Neben Sonic können auch Tails, Amy, Knuckles und Sticks gesteuert werden. Schade nur, dass die anderen Charaktere im Hauptspiel so selten zur Geltung kommen.


Neben Sonic können, nach einem gewissen Spielverlauf, auch seine Freunde Tails, Knuckles, Stick und Newcomerin Amy durch die 2D-Welten navigiert werden. Jede Spielfigur steuert sich auf den ersten Blick identisch, verfügt jedoch jeweils über eine exklusive Fähigkeit. Konkret sind damit der Blaster von Tails, der Bumerang von Sticks, das Buddeln von Knuckles und der Hammer von Amy gemeint. Bei der Beurteilung dieser Designentscheidung bin ich etwas zwiegespalten: Während die verschiedenen Fähigkeiten grundsätzlich eine angenehme Variation bieten, wird das Potential gerade in der zweiten Spielhälfte viel zu wenig genutzt. Gefühltermaßen bin ich bis zum Ende des Spiels zu 70 oder 80 Prozent als Sonic durch die Welten gerannt und musste nur sehr unregelmäßig, meist sogar nur für optionale Pfade, den Charakter wechseln. Hier hätte ich mich ohne Zweifel über eine konsequentere Integration der einzelnen Spielmechaniken gefreut.

Die nennenswerteste Neuerung im Gameplay von Sonic Boom: Feuer & Eis wird gleich mit dem Titel suggeriert. Schließlich können Sonic und seine Kumpane wahlweise eine Feuer- oder Eis-Form annehmen, sofern ihr eine Schultertaste eures Handhelds bedient. Kommt Sonic in seiner feurigen Form daher, kann er gefrorene Eisblöcke schmelzen lassen. Passagen aus Wasser können wiederum eingefroren werden, wenn Sonic diese in seiner Eis-Form betritt. Diese neue Mechanik, welche in turbulenten Sprint-Passagen manchmal sogar eure Reaktionsfähigkeit auf die Probe stellt, wird im Laufe des Abenteuers gelegentlich auch in anderen Hindernissen eingebaut. Demnach müsst ihr in späteren Levels etwa Fackeln zum Öffnen von Türen anzünden oder über eisige Vorsprünge entlangrutschen. Die Formen müssen zudem in den Bosskämpfen, welche durch ihr Gameplay über beide Bildschirme übrigens ziemlich unterhaltsam und fordernd sind, beherrscht werden. Alles in allem fügen sich die Formen problemlos ins Spielgeschehen ein und wirken durch ihre eher zurückhaltende Dosierung in den Leveln als echter Mehrwert.

Sonic meets Steel Diver! In diesem optionalen Level steuert ihr ein U-Boot durch verwinkelte Gewässer.

Für weitere Abwechslung sorgen zudem eine Reihe weiterer Level, die im Gegensatz zu klassischem 2D-Gameplay mit anderen Spielprinzipien daherkommen und (meist optional) auf der Weltkarte ausgewählt werden können. Hin und wieder fahrt ihr beispielsweise in klassischer Shoot 'em Up-Manier in einem Luftkissenboot durch Gewässer, um möglichst unbeschadet das Ziel zu erreichen. In anderen Szenarien fahrt ihr mit dem Sea Fox, einem U-Boot, durch verwinkelte 2D-Umgebungen und bleibt dabei dank eures Radars auf dem unteren Bildschirm auf Kurs oder lauft und springt in Anlehnung an moderne Endless-Runner durch geradlinige Parcours.

Weiterhin erwarten euch gelegentlich Wettrennen, in denen ihr euch über drei Runden gegen euren Kontrahenten behaupten müsst. Gerade diese Level haben es mir durchaus angetan, da es hier einzig und allein um eure Reaktionsfähigkeit geht und sie zum Ende hin wirklich anspruchsvoll werden. Ihr könnt hier sogar zusätzliche Roboter freischalten, welche mit individuellen Ausprägungen in den Attributen Beschleunigung, Sprung, Boden- sowie Luftsteuerung taktischen Tiefgang mitbringen. Die Robo-Rennen können über Lokales Spiel sogar im lokalen Modus gegen einen Kumpel ausgetragen werden, wobei jeder Spieler ein Exemplar von Sonic Boom: Feuer & Eis benötigt. Über den Datentransfer durch StreetPass kann weiterhin seltenes Ragnium ergattert werden, mit dem ihr weitere Renn-Robos auf der Donnerinsel freikaufen könnt.

Die heißblütige Amy nutzt ihre Feuerform, um Eisblöcke schmelzen zu lassen.

Aus technischer Sicht muss Sonic Boom: Feuer & Eis auf zwei Ebenen beurteilt werden. Das eigentliche Gameplay konnte mich mit seiner flüssigen Bildrate, abwechslungsreich gestalteten Welten und ziemlich coolen Bosskämpfen auf zwei Bildschirmen durchaus beeindrucken. Dazu kommt zudem noch eine wirklich gute Darstellung der 3D-Effekte, wodurch ich den größten Teil des Spiels auch im 3D-Modus gespielt habe. Die Zwischensequenzen wirken technisch hingegen alles andere als ausgereift und könnten ohne Zweifel noch etwas Feinschliff gebrauchen. Dafür kann die deutschsprachige Synchronisation von Sonic, Amy und Co. gefallen.

Ein paar abschließende Worte zu Sonic Boom: Feuer & Eis: Der Plattformer erfindet das Rad trotz neuer Feuer- und Eis-Formen keineswegs neu, macht seine Sache dennoch in fast jeder Hinsicht besser als sein Vorgänger. Grundsätzlich werden Sonic-Fans deshalb auch zweifellos auf ihre Kosten kommen und durch optionale Level sowie Sammelitems etwa 10 bis 15 Spielstunden unterhalten. Es sei jedoch gesagt, dass der grundsätzliche Schwierigkeitsgrad höchstens auf einem mittleren Niveau anzusetzen ist. Das schließt meiner Ansicht nach trotzdem nicht aus, dass auch alte Sonic-Hasen Gefallen am Spiel finden.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

So werten wir

Unser Fazit zu Sonic Boom: Feuer & Eis

Meinung von Kevin Maßmann
Aufatmen, Sonic-Fans! Nach dem ziemlich durchwachsenen Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall kehrt Sonic passend zum Jubiläum mit einem ordentlichen 2D-Abenteuer auf den Nintendo 3DS zurück. Die neuen Feuer- und Eismechaniken, coole Bosskämpfe sowie angenehme Abwechslung im Abenteuermodus stehen einem etwas zu niedrigem Schwierigkeitsgrad und einer inkonsequenten Integration der spielbaren Charaktere gegenüber. Dennoch beweist unser ans Herz gewachsene Igel, dass er selbst nach einem Vierteljahrhundert noch lange nicht am Ende ist und wird Fans von mobilen 2D-Plattformern gut unterhalten. Da muss sich Dr. Eggman schon etwas mehr einfallen lassen, um Sonics Geburtstagsparty zu crashen!
Mein persönliches Highlight: Die Robo-Rennen beschränken sich lediglich auf reaktionsschnelles Laufen, Springen und den Wechsel zwischen dem Feuer- und Eismodus und fordern euch in späteren Welten alles ab. Schade nur, dass der Multiplayermodus nur offline funktioniert.
Meinung von Dennis Meppiel
Noch einmal Glück gehabt! Nachdem uns SEGA vor einigen Jahren die totale Katastrophe mit dem Sonic-Franchise zeigte, hat man sich getraut und einen weiteren Nachfolger der Sonic Boom-Reihe für den Nintendo 3DS herausgebracht. Und yes, Sonic kann es noch! Passend zum 25-jährigen Jubiläum liefert SEGA ein Spiel, welches eine Entschuldigung für die Vorgänger darstellen soll. Hierbei setzt man auf die Feuer- und Eisfähigkeiten und hat eine gute Story mit spannenden Bosskämpfen eingesetzt. Wer also unbedingt nach neuem Futter von Sonic schreit, sollte hier für seinen Nintendo 3DS zugreifen. Auf jeden Fall sind wir nun gespannt, was uns nächstes Jahr mit Sonic Mania und dem Project Sonic 2017 erwartet.
Mein persönliches Highlight: Knuckles trainiert weiterhin fleißig für seine Wrestler-Karriere! Starker Typ!

Kommentare 6

  • TomParis - 27.09.2016 - 11:23

    ließt sich doch gut, bin echt am überlegen ob ich dem Igel eine Chance gebe...
  • Nimaris - 27.09.2016 - 12:01

    Schön zu lesen, dass sich die Verschiebung gelohnt hat. Hoffentlich ist das der Beginn eines neuen Zeitalters für den Igel und nicht einfach nur wieder ein kürzerer Höhenflug wie damals bei Colors/Generations. Mit Mania und Project 2017 sieht es ja schonmal nicht schlecht aus. :)
  • Skerpla - 27.09.2016 - 16:03

    Sonic scheint gerettet zu sein. Werde mir den Titel mal kaufen wenn er irgendwo etwas billiger ist.
  • blackgoku - 27.09.2016 - 16:47

    mhh ja sehr gut Hört sich doch Prima an, und sehr schön geschrieben. da dann sonic ein hoch auf dich.
  • Sonyfan - 27.09.2016 - 16:59

    Schade, dass man nicht zu Beginn schon auf Qualität bei Boom geachtet hat. Das hätte eine schöne Adventure-Spinoff-Reihe werden können.
    Ob die es evtl. auch nochmals mit einem 3D-Adventure versuchen sollen, wie bei RoL?
  • Tama - 27.09.2016 - 21:58

    Sanzaru Games sind kein schlechter Verein, ein technisch gutes Sly Game (das storytechnisch etwas mau war)
    und ansonsten ein ziemlich gutes Porting Studio.

    Vlt kauf ichs um die kleinen Underdogs zu unterstützen

    Die Serie um Boom war zumindest ganz kurzweilig und für zwischendurch als Cartoon ganz lustig