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Test zu Soul Axiom - Wii U

Germany Deutschland: Soul Axiom
Plattform
Wii U
Erscheinungsdatum
29.09.2016
Vertrieb
Wales Interactive
Entwickler
Wales Interactive
Genre
Adventure, First-Person
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Then, now and forever – Elysia

Von Uncle BenZ ()
Das Leben nach dem Tod – ein recht schwieriges Kapitel. Wie könnte man sich so etwas vorstellen? Eine Wiedergeburt? Eine Welt jenseits unseren Vorstellungen? Oder einfach... das Ende der eigenen Existenz? Diverse Religionen vermitteln unterschiedliche Visionen, wie es weitergehen soll. Aber wirklich sicher ist davon eigentlich nichts, oder? Wales Interactive Ltd. bringt mit Soul Axiom, einem First-Person-Puzzle-Adventure und namentlich nicht mit Axiom Verge zu verwechseln, ihre eigene Darbietung einer solchen Welt. An dieser Stelle ein Hinweis an die Schreckhaften unter euch: Es wird vor manchen Schockmomenten, bzw. Jumpscares gewarnt. Allgemein lebt das Spiel nicht durchgehend von einer einladenden Atmosphäre (wenn ich schon wieder an das Krankenhaus denke...), doch ist der Gruselanteil nicht intensiv genug, um diesem Genre zugeordnet zu werden.

Euer Dasein besteht in Elysia, eine künstliche Welt. Sagen wir, es ist eine virtuelle Realität in einem etwas anderen Sinne. Denn hier kommen Erinnerungen und Träume zusammen, die nun revisualisiert werden und ermöglichen, diese zu durchleben. Als registrierte User von Winters Elysia (Winter ist die Entwicklerfirma) wird euer Gedächtnis hochgeladen und ihr betretet diese virtuelle Welt direkt nach eurem Ableben.

In so einem Eispalast würde ich auch gerne wohnen.

Bei euch ist es nun so weit. Ihr kommt in Elysia an und seht seltsame Bilder. Bilder eurer Vergangenheit? Zunächst einmal müsst ihr den Hub erreichen. Das dauert ein Weilchen, aber bis dahin werdet ihr schon einmal mit dem Spielprinzip vertraut gemacht. Ihr erlernt eine Fähigkeit zum (Ent-)Materialisieren bestimmter Objekte in eurer Umgebung und im Laufe des Spiels werden diese noch mit Verschieben und Schießen ergänzt. Die Story ist recht umfangreich ausgefallen, doch um alles zu verstehen, braucht ihr nicht nur gute Englischkenntnisse, sondern müsst auch gewisse Fragmente sammeln und die Story in eurem Kopf zusammenbasteln. Gibt es eine Vorgeschichte zu Elysia? Und was soll später aus Elysia werden? Und zu guter Letzt... Wer seid ihr überhaupt? Beim Hub angekommen, erhaltet ihr euer "Personal Message Object" (PEMO). Dieser formt sich anhand eurer Erinnerungen und dient ab jetzt zum Erhalt detaillierter Informationen aus der Außenwelt. Super, damit könnt ihr nun viele Details aus der Vergangenheit herausfinden! Aber - ob das eine so gute Idee ist?

MEMORY INCOMPLETE

Über den Hub betretet ihr diverse Abschnitte. Jeder hat eine eigene, kleine Geschichte zu erzählen, aber letzten Endes soll auch irgendwie alles zusammen kommen. Um voranzuschreiten, manipuliert ihr eure Umgebung mit den bereits erwähnten Fähigkeiten. Sammelt die verstreuten PEMOs, um Informationen zum jeweiligen Szenario oder zu Elysia zu sammeln. Doch ein Problem verbleibt: Es fehlen immer noch Fragmente. Die Erinnerungen sind unvollständig. Tja, natürlich wollen wir auch diese Lücken stopfen, oder? Diese Abschnitte sind in Stufen eingeteilt. Beendet ihr die ersten Level, bekommt ihr die nächsten freigeschaltet. Ach ja, offenbar gibt es aber noch ein paar kleine Geheimnisse zu entdecken, wie zum Beispiel... eine Skittles-Schleichwerbung. Wales Interactive hat wohl auch seine Vorlieben.

Das Spiel ist eine reine Einzelspieler-Erfahrung und besitzt bis auf die gewöhnliche Miiverse-Community keinerlei Online-Funktionen. Es bietet 100% Off-TV-Support. Damit möchte ich eher ausdrücken, dass das Wii U GamePad keinen anderen Zweck erfüllt. Verwendbar sind das GamePad und der Pro Controller zum Steuern. Das Wechseln ist nahtlos möglich, da beide Geräte gleichzeitig genutzt werden können.

Da draußen ist irgendwas. Etwas, was hier nichts verloren hat.

Optisch ist das Spiel sehr einfach gehalten. Gamecube-Geometrien und ebenso simples Shading machen das Spiel nicht gerade anspruchsvoll. Vielleicht kann man ja sagen, der Stil sei wegen der künstlichen Welt so gewollt, aber ob das wirklich so ist, sei dahingestellt. Damit gehe ich aber nicht negativ um, denn gewisse Szenerien stechen doch teilweise echt schön hervor. Der eigentliche Haken kommt noch: Obwohl das Spiel sich dem Anschein nach die 60FPS zum Ziel setzt, werden diese nur sehr selten erreicht. Die meiste Zeit über sind wir bei 30, was wohl okay ist, aber manchmal landen wir auch bei 15-20 und tatsächlich kommt es sogar vor, dass man beim Aufenthalt an ganz bestimmten Spots sogar nur noch 5-10 serviert bekommt. Und das trotz Grafikdetails wie vor zwei Konsolengenerationen. Da ist leider gehörig was schiefgelaufen. Ebenso gibt es beim Auslösen bestimmter Ereignisse ab und zu einen kleinen Hänger. Und optische Glitches habe ich oft erblicken müssen. Bei diesen blenden sich Objekte oder manchmal auch die Wände aus, sodass man die umliegende Umgebung überschauen kann.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

So werten wir

Unser Fazit zu Soul Axiom

Meinung von Maik Dallherm
Ich hätte diesem Titel sehr gerne den ntower-Spielehit-Award gegönnt, doch die technischen Probleme der Wii U-Version verwehren dies leider. Eine coole Idee und im Prinzip auch gut umgesetzt, die Story: durchdacht und mysteriös. Die Musik ist entspannend oder beängstigend und stützt die Atmosphäre. Doch leider stören optische Fehler und die instabile Bildrate das Gesamtbild sehr. Meinen Tipp an die PC-Spieler unter uns: Schaut euch einmal die Steamversion an, denn entsprechend eurer Rechenleistung sollte dieser kritische Negativpunkt dort nicht vorhanden sein.
Mein persönliches Highlight: Der erste, plötzliche Grafikglitch im Krankenhaus. Und dabei bin ich eh schon schreckhaft genug.

Kommentare 1

  • Weird - 19.10.2016 - 16:00

    Der Bewertung kann ich bisher wirklich nur zustimmen. Ein echt tolles Spiel aber wirklich üble Frameeinbrüche, vorallem an seltsamen Stellen auch. Die Bugs fand ich bisher eher lustig, auch wenn viele dem Sinn der eigentlichen Aufgaben nimmt^^