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Test zu Breath of Fire II - Super Nintendo, Wii, Wii U, New Nintendo 3DS

Germany Deutschland: Breath of Fire II | USA USA: Breath of Fire II | Japan Japan: Breath of Fire II: Shimei no Ko / ブレス オブ ファイアⅡ 使命の子
Plattform
Super Nintendo
Erscheinungsdatum
25.04.1996
Vertrieb
Capcom, Laguna Video Games
Entwickler
Capcom
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Der Drache ist stark in dir, junger Padawan

Von Sebastian Schewe ()
Das RPG mit den Drachen ist zurück! Erhaltet hier einen Eindruck zu Breath of Fire II! Nur wenige Kreaturen sind in Fantasiegeschichten sowie Mythen so mächtig wie Drachen. Meistens werden sie als feuerspeiende, geflügelte Echsen dargestellt, doch auch eine Art Schlangenhund gehört hier zu den großen Bekannten. Drachen können viele verschiedene Formen haben.

Und los geht's!

So auch die Drachen, in die man sich bei Breath of Fire II verwandelt. Hier unterscheiden sie sich hauptsächlich in ihren Elementen und ihrer Wachstumsphase. Leider gibt es hier aber auch schon den ersten Kritikpunkt: Nur die (deutlich schwächeren) Basisformen machen elementare Schaden, obwohl auch die höheren Formen Elemente haben. Das liegt an einem leider unumgänglichen Glitch. Doch deshalb solltet ihr euch nicht von diesem Abenteuer abhalten lassen. Denn im Vergleich zum Vorgänger läuft hier einiges besser.

Nachdem ihr eurem Helden einen Namen gegeben habt (sein Standartname ist Ryu, deswegen nennen wir ihn ab jetzt so) beginnt alles erst einmal in eurer Kindheit. Und da es mehr eine Art Rückblick ist, ist dieser Part in schwarz-weiß gehalten - ein netter grafischer Trick. Der Priester, bei welchem ihr wohnt, bittet euch darum, nach eurer Schwester zu sehen, die vermutlich bei dem schlafenden Drachen im Norden des Dorfes ist. Dort angekommen, bekommt ihr dann auch die Farbe des Spiels zu sehen, welche sehr kräftig und bunt ist, was wirklich schön anzusehen ist. Nach ein paar weiteren Szenen, sowie dem Kennenlernen eines neuen Freundes, gelangt ihr zu einem Monster, welches euch ohne Umschweife erledigt. Ab diesem Zeitpunkt seid ihr dann erwachsen und in einem anderen Dorf.

Was mit eurem Alten ist? Eurer Schwester? Habt ihr etwa alles vergessen? Das sind gute Fragen, doch hier ist das Spiel leider etwas verwirrend. Es wirkt, als hätte Ryu es ohne Weiteres akzeptiert von seiner Schwester und seiner Heimat getrennt zu sein, aber vielleicht hat er auch Amnesie. Aber dann wiederrum scheint euer Freund sich erinnern zu können. Vielleicht verheimlicht er es euch? Hier gibt es sicher Antworten, wenn man in die japanische Originalversion schaut, doch was unsere, englische Version angeht, wirkt diese wie mit Google Translate übersetzt. Nun ja, nicht ganz so schlimm, aber man hat es immer wieder, dass Passagen einfach zweimal hintereinanderkommen und man merkt, dass da eigentlich was Anderes hätte stehen müssen. Zudem gibt es Dinge, die einfach irgendwie falsch wirken. Satzschlusszeichen sind sehr rar gesät, was ganz besonders dann auffällt wenn der sprechende Charakter zwischendrin wechselt und man dies erst zu spät merkt.

Ironischerweise sind, im Gegensatz zum ersten Teil, die Beschreibungen von Gegenständen brauchbar und geben die nötigen Informationen. Auch die Menüs sind sehr übersichtlich gestaltet. Leider ist es immer noch so, dass man beim Einkaufen die Status-Veränderungen nur sieht, wenn man die "Switch"-Option nutzt, bei welcher man den zuvor ausgerüsteten Gegenstand direkt verkauft und den neuen direkt ausrüstet. Das Gegenstandsinventar ist begrenzt, aber es gibt eine Bank, bei der man Gegenstände und Geld lagern kann. Gelagertes Geld hat zwar den Nachteil, dass man es holen muss, bevor man einkauft, aber dafür ist es dort dann Sicher. Denn wenn ihr einen Kampf verliert, klauen euch die Monster die Hälfte eures Geldes. Was wollen die nur damit? Es an den nächsten Abenteurer, der sie besiegt, verlieren?

OMG das Killerkarnickel!

Die musikalische Untermalung des Spiels ist ein wahrer Ohrenschmaus. Seid ihr in einer dunklen Höhle, so gibt einem die Musik auch das Gefühl, dort zu sein. Eine friedvolle Stadt hat auch eine entsprechend fröhliche Musik. Sicher, es kommt nicht an die bekannten Größen der Videospielmusik heran, aber es ist dennoch wirklich gut gemachte Musik, die auch nicht wiederholend wird. Wie Anfangs schon erwähnt, kann sich das Spiel auch grafisch sehen lassen. Nicht nur ist alles schön bunt, nein, auch Gegner, die eigenen Charaktere und sogar die Kampfhintergründe sind animiert. Letzteres konnten manche Spiele späterer Generationen dies nicht einmal von sich behaupten, trotz 3D und allem. Man merkt, dass sehr viel Liebe hereingesteckt wurde (natürlich alles im Rahmen der Möglichkeiten des SNES). Auch die Feldfähigkeiten sind zurück, aber neben diesen hat auch jeder Charakter eine spezielle Kampffähigkeit, die nur er benutzen kann. Leider fehlt es bei diesen komplett an einer Beschreibung im Spiel selber, sodass man es ausprobieren oder im Zweifelsfall im Internet recherchieren muss. Was die Feldfähigkeiten angeht, reicht es, einfach Y zu drücken um zu sehen, ob und was passiert. So kann man zum Beispiel angeln oder auch jagen, Gras zerschneiden und vieles mehr.

Der Anfang des Spiels ist leider etwas anstrengend, da man mindestens fünfmal zwischen seinem "Lager" und einer gewissen Stadt hin und her muss. Und der Weg braucht gute fünf Minuten, je nachdem, wie lange und wie oft Kämpfe sind, auch zehn. Das kann etwas an der Lust zehren, ist aber verkraftbar. Dafür hat man eine wirklich bunte Charaktervielfalt, unter der sich nicht einmal ein Mensch befindet. Ryu mag aussehen wie einer, ist aber ein Drache. Nina kommt hier am ehesten noch einem Menschen nahe, auch wenn sie schwarze Flügel hat. Der Rest reicht von Hund und Katz bis zu Schlange und sogar einem Pflanzenwesen. Charakterlich sind sie, wie Charaktere eben in alten RPGs waren, nichts Tiefgründiges, nichts Herausragendes, aber eben leichtherzig sympathisch. Definitiv werden Rollenspiel-Fans ihre Freude an diesem Titel haben. Für Einsteiger könnten die Kämpfe, die Bosse, die teilweise grinden voraussetzen, und stellenweise langatmiges hin und her eher abschreckend sein.

Möge der Drache in euch euch Kraft verleihen!

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

So werten wir

Unser Fazit zu Breath of Fire II

Meinung von Sebastian Schewe
Im Vergleich zum ersten Teil ist dieses Spiel ein wirklicher Aufschwung. Auch wenn die eher schlechte Übersetzung den Spaß etwas drückt, so kann die Geschichte dennoch Spaß machen. Für mich ausschlaggebend war da eher das bessere Handling von Menüs und Kämpfen. Alles war sehr viel übersichtlicher und besser beschrieben. Ein RPG-Fan wie ich hat auf jeden Fall eine gute Zeit.
Mein persönliches Highlight: Halfmanhalfdonut... Sicher einfach nur grottige Übersetzung, aber ein Mega-Lacher allemal.

Kommentare 6

  • Burner - 02.11.2016 - 12:32

    Hab das amals direkt nach Secret of Mana gespielt. Eins meienr ersten SNES Spiele. Konnte noch fast kein Englisch und die grausame Übersetzung hat mich teilwese vollends verwirrt.
    Hab das Spiel aber trotzdem geliebt und ist (Nostalgie ist hier nicht ganz unschuldig) noch immer eins meiner liebsten JRPGs.

    Kann nur nochmal den D4s Patch empfehlen wenn man das Modul noch hat.

    Bitte Capcom, macht noch nen Teil und zwar nen richtigen, kein Mobile Game!
  • DatoGamer1234 - 02.11.2016 - 12:38

    Secrer of Mana fand ich eher langweilig. Die Story war nichts besonderes,da es kaum interessante Charaktere gab und die Gegner waren teils viel zu schwer und frustrierend,während die Bossgegner ab dem Zeitpunkt,an denen man die Magie bekam,viel zu einfach wurden.

    Und wenn Breath of Fire (2) noch schlechter sein soll,dann bin ich jetzt schon weg :ugly:
  • Burner - 02.11.2016 - 13:01

    Wow wow, langsam! Hab Sercret of Mana nicht mit Breath of Fire verglichen. Man kann die beiden gar nicht vergleichen, da die nichts miteinander gemein haben. Hab nur gesagt das beide Spiele direkt aufeinander in meiner Konsole gelandet sind in den 90ern.
  • DatoGamer1234 - 02.11.2016 - 13:19

    @Burner Ja,ist mir schon klar,aber fast jeder sagt halt,dass Secret of mana ein viel besseres Spiel ist. Abgesehen davon reichen meine Englischkünste vermutlich ohnehin kaum aus,um das meiste zu verstehen. Ich hatte ja schon Probleme bei der Phoenix Wright Triology.
  • kakiss4 - 02.11.2016 - 15:57

    So brutal schlimm wie der erste Teil, ist der zweite zum Glück nicht übersetzt, er ist verstehbar.
    Das Gameplay ist geil.
    Breath of Fire IV ist eines meiner liebsten Spiele und hat einer der besten Geschichten.


    Den Test werde ich mir später durchlesen ;)
  • rpg master - 02.11.2016 - 17:46

    breath of fire 2..
    das nervigste zuerst..das tempo des helden..in keinem anderen spiel wird hier so langsam gegangen wie hier, schrecklich...
    aber sonst: geniale musikstücke, hübsche grafik, viele interessante charas (versteckte sogar), teils schöne atmo UND..Bolt X!! wie ich das geliebt habe.. ;)