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Test zu Gurumin 3D: A Monstrous Adventure - Nintendo 3DS

Germany Deutschland: Gurumin 3D: A Monstrous Adventure
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
27.10.2016
Vertrieb
Mastiff
Entwickler
Nihon Falcom
Genre
Adventure, Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Gurumin 3D: A Boringstrous Adventure

Von Sebastian Schewe ()
Schnappt euch euren Bohrer und rettet die Stadt der Monster! Denn das erwartet euch in diesem monströsen Abenteuer, welches euch durch eine Welt voller Monster führt.

Nachdem ihr von euren Eltern, welche Abenteurer sind, bei eurem Großvater abgeliefert wurdet, um dort zu leben, bemerkt ihr, dass ihr das einzige Kind in der Stadt seid. Das bedeutet tierische Langeweile. Aber es lässt sich kaum ändern, also stellt ihr euch zunächst einmal den Bewohnern der Stadt vor. Dabei erfahrt ihr nicht nur, dass die meisten Bewohner der Stadt die meiste Zeit über in einer Mine arbeiten, sondern trefft auch auf ein seltsames Wesen, welches ihr vor einem Hund rettet. Dieses entpuppt sich als Monster! Aber Monster sind nicht böse, ganz im Gegenteil. So folgt ihr ihm in die Stadt der Monster. Dort erfahrt ihr, dass der Bruder dieses Monsters verschwunden ist. Doch um euch auf die Suche nach ihm zu machen, braucht ihr eine Waffe, denn vermutlich stecken die bösen Phantome dahinter. Also nehmt ihr euch den Bohrer, der in der Mitte der Stadt steckt, und legt los! Nach getaner Arbeit kehrt ihr jedoch in eine zerstörte Stadt zurück, und nun liegt es an euch, die von dort entführten Monster sowie deren Möbel wiederzufinden! Bohrer ahoi!

Wenn es im Spiel nur so bunt wäre wie auf dem Titelbildschirm...

Nun, das klingt ja auch alles ganz schön, die Wahrheit ist leider eher Mau. Hat man ein Monster befreit, gibt man ihm sein Möbelstück, falls man es bereits gefunden hat, und das war es dann auch schon. Alles in der Stadt baut sich von alleine auf, man hat keinerlei Einfluss auf irgendetwas. Das ist aber definitiv ein kleiner Kritikpunkt. Ein größerer ist es da eher, dass das Spiel teilweise künstlich in die Länge gezogen wird. So muss man an einer Stelle einen bestimmten Charakter suchen. Hat man ihn gefunden, geht er jedoch nicht dorthin, wo er hin soll, sondern verläuft sich. Man sucht ihn also noch einmal, an einem anderen Ort. Und danach das Ganze noch einmal, bis er endlich am Zielort ist. Und das alles nur für einen 0815-Story-Dungeon, nicht einmal einen, in dem ein richtiger Boss wartet.

An der Musik ist nichts direkt auszusetzen, sie ist aber wirklich nichts, was im Kopf bleibt. Die Sprachausgabe jedoch... Simpel ausgedrückt hätte man den Synchronsprechern vielleicht vor den Aufnahmen keinen Baldrian in den Tee mischen dürfen, dann würden sie auch nicht beim Sprechen einschlafen. Und entsprechend werden auch die Witze abgeliefert. Leider sind diese generell nicht lustig. So ist der Witz von einem Charakter zum Beispiel, dass er französisch spricht. Ja, Punkt. Er spricht französisch, und das soll nun lustig sein. Einen Witz, der wirklich lustig sein könnte, liefert einer der Untertanen des Hauptantagonisten. Dieser spricht in unverständlichem Kauderwelsch, was alle aber zu verstehen scheinen. Jedoch sagt der Hauptantagonist an einem Punkt, dass er ihn absolut nicht versteht. Leider kommt der Witz viel zu früh, noch dazu sagt er das so gelangweilt, dass es einfach alles kaputt macht. Diese Lahmheit des Ganzen kann einem das Spiel schon versauern.

Hier ist ein Beispiel dafür, wie es aussieht, wenn die Kamera mal nicht so nah am Spieler ist wie üblich.

Doch kommen wir zum Herz eines solchen Action Adventures, dem Gameplay. Generell gibt es an den Kämpfen nicht wirklich etwas auszusetzen. Man kann mit seinem Bohrer Kombos ausführen und auch Spezialattacken, welche nicht zu schwer auszuführen sind. Auch die Möglichkeit des Ausweichens gibt es, jedoch ist sie etwas klobig, aber zumindest nicht komplett nutzlos. Das wäre auch alles schön und gut, jedoch gibt es zwei Probleme. Zum einen kann man Gegner nicht anvisieren, was wirklich hilfreich wäre, besonders wenn man Zweitens bedenkt. Denn das ist die Kamera. Die Kamera ist unglaublich nah an den Spieler herangezoomt, dieser nimmt meist gut ein Viertel des Bildschirms für sich ein. Man kann die Kamera zwar drehen, kämpft aber dabei immer gegen die automatische Drehung an, die immer versucht eine Ecke des Raumes zu betrachten, statt Gegner oder dergleichen. Besonders bei Sprüngen kann das sehr nervig sein. Wenn man verliert, dann meist nicht, weil man selbst zu schlecht war, sondern weil die Kamera einfach als Feind zu sehen ist.

Nach Bosskämpfen bekommt man ein Item, welches die HP erhöht. Anders als bei anderen Spielen muss man dieses jedoch erst einsetzen. Aber Tutorials erklären einem hier alles. Von Bewegen über Springen bis hin zu Spezialattacken. Sie erklären alles, außer, dass man diese Items einsetzen muss. Auch nicht hilfreich ist es, dass man von jedem Heilitem nur drei mitnehmen darf, besonders bei Bossen braucht man (dank der Kamera, denn eigentlich sind sie gar nicht so schwer) doch etwas mehr.

Auch grafisch ist das Spiel irgendwie langweilig. Alles wirkt so unglaublich grau. Dungeons, selbst Wälder und Wasser, sind ein grauer oder brauner Brei, es mangelt an Farbe. Auch bei den Charakteren gilt das. Hätte man alles im Kontrast etwas hochgeschraubt wäre es definitiv viel schöner. Generell ist alles sehr wiederholend: Hat man Anfangs einen Tempel und einen Wald-Dungeon, so erhält man in der zweiten Runde Dungeons, die man nach dem ersten Boss bekommt: einen Tempel und einen Wald-Dungeon. Es ist ein Spiel mit viel Potenzial, welches leider komplett verschenkt wurde. Schade!

Redaktionswertung

4

Erträglich

So werten wir

Unser Fazit zu Gurumin 3D: A Monstrous Adventure

Meinung von Sebastian Schewe
Ich wollte mir das Spiel kaufen, bin aber froh es nicht getan zu haben. Damit man das jetzt nicht falsch versteht: Das Spiel ist okay, aber definitiv keine 15€ Wert. Für etwa 5€ liefert es aber doch eine relativ spaßige Zeit. Schade, denn von Nihon Falcom bin ich doch deutlich mehr Qualität gewohnt.
Mein persönliches Highlight: Ganz ehrlich? Es gab keines.

Kommentare 2

  • Weird - 21.11.2016 - 11:53

    Die Reviews scheinen bei Gurumin ziemlich stark auseinander zu gehen. Überrascht mich gerade sowas negatives hier zu lesen, da ich sonst viel positives darüber las :D Ich bin gespannt, wie es mir am Ende gefallen wird. Ich werde es mir definitiv noch selber holen und ein eigenes Bild vom Spiel machen :)
  • RPGKING.FOREVER - 21.11.2016 - 17:36

    Was so schlecht,das hätte ich nicht gedacht =O ,ich habe es bis her knapp zwei Stunden gespielt und finde es ok,doch ich hätte viel mehr erwartet und da gebe ich dir,auf jeden Fall recht,die Entwickler hätten viel mehr Raus holen können,aus dem Spiel,schade.