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Test zu PICROSS e7 - Nintendo 3DS

Germany Deutschland: PICROSS e7
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
22.12.2016
Vertrieb
Jupiter
Entwickler
Jupiter
Genre
Puzzle
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Und jährlich grüßt das Picross-Spiel

Von Roman Dichter ()
Manchmal kann der begeisterte Spiele-Freund ein wahres Erdbeben in der Spielebranche erleben. Da werden traditionelle Spiele-Marken komplett überarbeitet und erstrahlen in einem neuen, nie für möglich gehaltenen Licht! Dann gibt es aber auch Spiele-Reihen, die darauf nicht den geringsten Wert legen und einfach alles so machen wie immer: Willkommen bei Picross e7!

Ein normales Picross-Feld: Die Zahlen zeigen euch, wie viele Felder in den Reihen und Spalten aktiviert werden müssen.

Die Neuerungen des aktuellsten Ablegers der e-Reihe sind kaum der Rede wert. Am Interessantesten ist sicherlich die Möglichkeit, einzelne Felder probehalber zu markieren, wenn man sich noch nicht ganz sicher ist. Ansonsten gilt: Picross bleibt Picross! Wer dieses Puzzle-Prinzip schon kennt wie die eigene Westentasche, braucht ehrlicherweise gar nicht mehr weiterzulesen. Entscheidet einfach selbst, ob ihr von diesem zweifellos genialen Gehirnfutter einfach etwas Nachschub haben wollt, oder ob es auf Dauer doch zu eintönig wird. Alternativ wäre sicher die 3D-Variante zu empfehlen, deren zweiter Ableger auch erst seit kurzer Zeit für den Nintendo 3DS zu haben ist. Wenn unter euch aber tatsächlich noch ein paar Neulinge sind, die das Picross-Prinzip noch nicht kennen und sich fragen, ob diese fünf Euro eine gute Investition darstellen, dann möchte ich diesen gerne weiterhelfen.

Was sich bestimmt einige Leser fragen: Sollte ich gleich mit Picross e7 anfangen oder lieber doch der Reihe nach vorgehen? Die Antwort lautet: Es ist im Grunde egal, eine Story gibt es nicht und sowohl die älteren als auch die neueren Ableger sind nicht sehr teuer. Trotz kleinerer Änderungen bleibt das wesentliche Spielprinzip immer gleich und auch bei Picross e7 gibt es Hilfen für Einsteiger. Allgemein würde ich aber jedem Spieler, der Interesse an etwas Knobeln und Denksport hat, wärmstens empfehlen, zumindest einen Picross-Teil auszuprobieren, um herauszufinden, ob der Funke überspringt. Mich hat Picross auch erst im Jahr 2016 gepackt und dann nicht mehr losgelassen.

Habt ihr ein Rätsel gelöst, setzt sich daraus ein pixeliges Bild als Belohnung zusammen.

Doch wie funktioniert das Spiel? Ich werde jetzt versuchen, das Prinzip zu beschreiben. Das klingt niedergeschrieben vielleicht etwas komplizierter als es ist, wer es selbst ausprobiert wird schnell merken, dass es im Grunde recht einfach zu verstehen ist. Der Schwierigkeitsgrad der verschiedenen Rätsel dagegen ist klar ansteigend – zu Beginn einsteigerfreundlich und dann immer fordernder. Ein Picross-Feld besteht (ähnlich wie ein Schachbrett) aus verschiedenen Feldern. Zu Beginn sind alle Felder leer und eure Aufgabe ist es nun, diese zu füllen. Allerdings dürfen nur bestimmte Felder aktiviert werden, andere bleiben frei. Wisst ihr genau, dass ein Feld nicht markiert werden darf, markiert ihr es mit einem X. Es gibt also nur zwei Möglichkeiten für jedes Feld: Markiert oder nicht markiert. Es einfach auszuprobieren, ist aber keine gute Idee, denn falsch markierte Felder führen zu einer Zeitstrafe.

Wer also ein Rätsel in einer guten Zeit und ohne Fehler lösen möchte, muss zwangsläufig die grauen Zellen bemühen. Dafür ist ein Blick auf die Ränder des Feldes notwendig, an denen ihr Zahlen seht. Eine Zahl zeigt an, wie viele zusammenhängende Felder in der Reihe daneben (bzw. in der Spalte darunter) markiert werden müssen. Beispiel: Eine Reihe hat 10 Felder. Steht daneben eine 10, dann ist klar: Alle Felder dieser Reihe können markiert werden. Dort könnte aber auch eine 9 stehen. Dann wissen wir: Nur ein Feld darf nicht markiert werden. Da die 9 markierten Felder zusammenhängen, kann diese Lücke nicht in der Mitte sein, sondern entweder ganz links oder ganz rechts. Die 8 Felder dazwischen dürfen also schon markiert werden. Welches der äußeren Kästchen noch dazukommt, finden wir erst später heraus.

Micross: Hier versteckt sich hinter jedem markierten Kästchen ein neues Picross-Feld.

Wenn zwei Zahlen nebeneinanderstehen (Beispiel: 4 und 5), dann wissen wir, dass in dieser Reihe einmal 4 zusammenhängende Felder markiert werden müssen und einmal 5. Dazwischen ist dann mindestens ein Feld nicht markiert. Wenn wir wieder von einer Reihe mit 10 Kästchen ausgehen (die Größe der Picross-Felder ist nicht immer gleich – je mehr Kästchen, desto schwieriger das Rätsel), dann ist es einfach: Die ersten 4 Kästchen werden markiert, dann ist ein Kästchen frei und die letzten 5 werden wieder markiert. So geht ihr also Reihe für Reihe die Zahlen durch und überlegt, was sie euch schon verraten. Das ist nicht immer viel, eine 1 hilft euch beispielsweise kein Stück weiter, denn das eine gesuchte Kästchen könnte ja überall in der Reihe sein. Weiter voran kommt ihr trotzdem, denn das Prinzip funktioniert nicht nur horizontal, sondern auch vertikal. Habt ihr dann eine vertikale Spalte mit einer 10, markiert ihr fröhlich alle Felder von oben bis unten. Dann erinnert ihr euch wieder an die horizontale Reihe mit der 1. Dieses Kästchen ist dank der gerade ausgefüllten Spalte nun bereits markiert, also können alle anderen Felder der Reihe nun mit einem X markiert werden, denn mehr als ein Kästchen hat sich dort nicht versteckt.

Bevor das Beschreiben noch komplizierter und langweiliger wird, kommen wir stattdessen zu zwei weiteren – ebenfalls altbekannten – Picross-Varianten. Da wäre zunächst das Micross zu erwähnen. Bei einem normalen Picross ergibt jedes aktivierte Feld einen Punkt eines kleinen Bildes, das so Pixel für Pixel fertiggestellt wird und am Ende die Belohnung für eure Mühen darstellt. Diese Bilder wirken aber wirklich sehr pixelig und nur in der kleinen Ansicht lässt sich wirklich nachvollziehen, was das Gesamtmotiv darstellen soll. Anders ist es beim Micross! Hier setzt sich ein Bild aus mehreren Picross-Rätseln zusammen. Ein gelöstes Rätsel ergibt also nur ein Puzzleteil eines größeren und sehr viel feineren Bildes, das ihr nach und nach vervollständigt. Auch wenn es im Grunde dasselbe Spiel ist, macht es doch besonders viel Spaß, auf etwas Größeres hinzuarbeiten und nicht einfach nur Puzzle für Puzzle abzuhaken.

Bei Mega Picross seht ihr große Zahlen, die zwei Reihen oder Spalten umfassen.

Der letzte Modus nennt sich Mega Picross. Dieser baut ebenfalls auf dem bekannten Prinzip auf, erweitert es aber um ein Element, das für zusätzliche Herausforderungen sorgt und damit besonders den fortgeschrittenen Picross-Spielern empfohlen werden kann. Bei der Mega-Variante tauchen Zahlen auf, die sich über zwei Reihen bzw. Spalten erstrecken. Eine solche 3 bedeutet beispielsweise, dass alle 3 zu markierenden Felder zusammenhängen müssen und dass in jeder der beiden Reihen mindestens ein Feld davon zu finden sein muss. Ein konkretes Beispiel seht ihr auf dem Screenshot rechts. Dort seht ihr am linken Rand die große 12. Das bedeutet, dass in diesen beiden Reihen 12 zusammenhängende Felder markiert werden müssen. Davon sind 8 bereits markiert, weitere Felder mit einem X gekennzeichnet und 4 Felder sind noch frei. Es ist also klar: Alle 4 müssen noch markiert werden, um auf die Zahl 12 zu kommen. Die Mega Picross-Aufgaben sind in der Praxis manchmal gar nicht so einfach, probiert es ruhig aus!

Mit Mega Picross, Micross und den normalen Picross-Rätseln haben wir also bei Teil e7 wieder einiges zu puzzeln. Zusätzliche Aufgaben gibt es für Spieler, die bereits ältere Ausgaben der Reihe gekauft haben. Auch das kennen wir bereits aus dem Vorgänger – natürlich sollen die Spieler immer zum Kaufen von Nachschub motiviert werden. Das kann man kritisieren, genau wie das recht lieblose Fortsetzen des immer selben Spiels. Aber um ehrlich zu sein: Im Grunde wollen wir Picross-Fans doch genau das: Nachschub des altbewährten! Wozu an der erfolgreichen Formel herumpfuschen, wenn sie doch so gut funktioniert? Bei mir kam trotz der Eintönigkeit des Gebotenen jedenfalls noch keine Langeweile auf – Teil 8 kann kommen…

Redaktionswertung

8

Cooles Spiel

So werten wir

Unser Fazit zu PICROSS e7

Meinung von Roman Dichter
Die Picross e-Reihe wiederholt sich selbst noch extremer und eintöniger als die FIFA-Reihe. Man könnte Picross e7 auch „Picross e6 – The Lost Levels“ nennen. Aber ist das schlimm? Nein! Der Hauptdarsteller auf dieser Bühne heißt Picross. Das geniale Puzzle-Prinzip funktioniert seit Jahren. Wer davon begeistert ist, wird sich zweifellos über den Rätsel-Nachschub freuen! Picross bleibt immer Picross – daran etwas Wesentliches zu ändern wäre genauso sinnvoll, wie das Prinzip Sudoku auf den Kopf zu stellen: Das will niemand wirklich! So bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich den Veteranen nichts Neues erzählen kann, den neugierigen potenziellen Anfängern aber uneingeschränkt empfehlen kann, es einfach mal zu probieren. Über 300 ausgezeichnete Kopfnüsse bei steigendem Schwierigkeitsgrad sind auch bei Picross e7 wieder mit an Bord!
Mein persönliches Highlight: Als ich ein Micross vervollständigt habe und wiederholt komplett falsch lag bei der Vermutung, was auf dem großen Gesamtbild zu erkennen sein würde.

Kommentare 5

  • MAPtheMOP - 01.01.2017 - 12:51

    Ich habe alle vorherigen Teile gespielt und war tatsächlich ein bisschen erfreut über den neuen Teil.
    Leider hat man bis auf eine (meiner meinung nach völlig überflüssige) Funktion nichts neues eingebaut, so dass dieses Spiel eher ein Level-DLC ist als ein vollwertiger Nachfolger. Für 5 € sicher kein Beinbruch, aber dennoch enttäuschend.
  • Tarik - 02.01.2017 - 11:15

    Mich hat erst kurz vor Weihnachten das absolute Picross-Fieber gepackt. Ich war krank, ans Bett gefesselt und hab mir den ersten Teil (Picross e1) zugelegt und zocke nun fast täglich vorm Schlafengehen eine Runde. Bin fast durch, dann geht's direkt mit Picross e2 weiter. =)
  • MAPtheMOP - 02.01.2017 - 12:19

    Zitat von Tarik:

    Mich hat erst kurz vor Weihnachten das absolute Picross-Fieber gepackt. Ich war krank, ans Bett gefesselt und hab mir den ersten Teil (Picross e1) zugelegt und zocke nun fast täglich vorm Schlafengehen eine Runde. Bin fast durch, dann geht's direkt mit Picross e2 weiter. =)
    Dir gehts hoffentlich wieder besser und du konntest fit ins neue Jahr starten. ;)
  • Tarik - 02.01.2017 - 14:50

    Zitat von MAPtheMOP:

    Zitat von Tarik:

    Mich hat erst kurz vor Weihnachten das absolute Picross-Fieber gepackt. Ich war krank, ans Bett gefesselt und hab mir den ersten Teil (Picross e1) zugelegt und zocke nun fast täglich vorm Schlafengehen eine Runde. Bin fast durch, dann geht's direkt mit Picross e2 weiter. =)
    Dir gehts hoffentlich wieder besser und du konntest fit ins neue Jahr starten. ;)
    Ja, danke der Nachfrage. :) Pünktlich Heiligabend war ich Gott sei Dank wieder fit.
    Aber die Woche über habe ich, obwohl ich bei Pokémon Mond noch nicht durch war, tatsächlich fast nur Picross im Bett gezockt. Unglaubliches Suchtpotenzial! Für mich das bessere Sudoku. ;)
  • MAPtheMOP - 02.01.2017 - 19:49

    Zitat von Tarik:

    Zitat von MAPtheMOP:

    Zitat von Tarik:

    Mich hat erst kurz vor Weihnachten das absolute Picross-Fieber gepackt. Ich war krank, ans Bett gefesselt und hab mir den ersten Teil (Picross e1) zugelegt und zocke nun fast täglich vorm Schlafengehen eine Runde. Bin fast durch, dann geht's direkt mit Picross e2 weiter. =)
    Dir gehts hoffentlich wieder besser und du konntest fit ins neue Jahr starten. ;)
    Ja, danke der Nachfrage. :) Pünktlich Heiligabend war ich Gott sei Dank wieder fit.Aber die Woche über habe ich, obwohl ich bei Pokémon Mond noch nicht durch war, tatsächlich fast nur Picross im Bett gezockt. Unglaubliches Suchtpotenzial! Für mich das bessere Sudoku. ;)
    Haha ja, ich denke auch immer so "ich müsste eigentlich Pokémon zocken, aber hab mehr Bock noch ein Picross zu lösen. Und noch eins, und noch eins... Und wenn man eh nur ne halbe Stunde Zeit hat, ist das viel angenehmer, als was "großes". Das Game braucht aber nen online Multiplayer. :D