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Test zu Gradius - Nintendo Entertainment System, Wii, Wii U, Nintendo 3DS

Germany Deutschland: Gradius | USA USA: Gradius | Japan Japan: Gradius / グラディウス
Plattform
Nintendo Entertainment System
Erscheinungsdatum
30.11.1988
Vertrieb
Konami
Entwickler
Konami
Genre
Shooter, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Eine Galaxie braucht einen Helden

Von Tim Czerwinski ()
In einer weit entfernten Galaxie gibt es einen Ort namens Gradius. Die sanftmütigen Bewohner dieses Ortes setzen alle Hoffnung in den Piloten des umfangreich ausgestatteten Hyperraum-Jägers, den ihr in diesem Shoot-'em-up von Konami steuert. Aufgrund der Sanftmütigkeit des Volkes von Gradius seid ihr scheinbar der einzige Vertreter der Gradianer, der sich dazu berufen fühlt, die Galaxie vor den amöboidischen Bacterions zu retten. Und so brecht ihr zu einem Abenteuer auf, das bacterionsiche Imperium von der Zerstörung der Galaxie abzuhalten.

Stellenweise fällt es schwer den Überblick zu behalten.

Die in dieser Einleitung so umfangreich dargestellte Handlung, konnte ich übrigens lediglich der Nintendo-Website entnehmen, da das Spiel genretypisch auf epische Storyelemente verzichtet. Wenn ihr aber aufgrund der Einleitung den Eindruck bekommen habt, dass das eine ziemliche Herausforderung für eine einzige Person ist, liegt ihr richtig, weswegen ihr in der getesteten TurboGrafx-Version (PC Engine) ebenfalls einen Zweispieler-Modus spendiert bekommt. In diesem spielt ihr nacheinander, weswegen von einem kooperativen Modus eigentlich nicht die Rede sein kann. Dafür steigt die Schadenfreude jedoch massiv an. Mangelt es euch aber an Mitspielern, müsst ihr den Kampf gegen das bacterionische Imperium alleine bestreiten. Und dieser Kampf hat es in sich! Nicht selten werdet ihr von diversen Seiten befeuert und müsst Geschossen oder entgegenkommenden Raumschiffen ausweichen. Um in diesem Wirrwarr aus Pixeln die Übersicht zu behalten und so einem Bildschirmtod zu entgehen, gibt es verschiedene Erweiterungen eures Raumschiffes, die ihr im Laufe der gespielten Partie erhalten könnt. Durch das Aufsammeln der Upgrade-“Punkte“ könnt ihr eure Erweiterungsleiste füllen, wobei ihr je nach Situation entscheiden solltet, welches Extra euer Raumschiff aktuell am besten unterstützt. Angefangen bei einer Erhöhung der Geschwindigkeit, wofür ihr beispielsweise ein Upgrade benötigt, bis hin zu einem Schutzschild, für das ihr sechs der goldenen Items sammeln müsst, sind alle denkbaren Waffen dabei. So könnt ihr zum Beispiel die Raketen freischalten, die eurem normalen Angriff einen Bodenangriff hinzufügen, der euch die lästigen Bodeneinheiten bekämpfen lässt.

Sollte euch die normale Waffe nicht reichen, könnt ihr diese durch einen Laser tauschen, dessen Strahl eine Art Flächen- und Durchschlagsschaden verursacht. Entscheidet ihr euch für den Laser, könnt ihr allerdings kein Doppelfeuer mehr wählen. Abschließend besteht die Möglichkeit euer Raumschiff durch einen Dimensionswarp zu doppeln und so quasi einen oder mehrere Mitstreiter zu bekommen. Lasst euch gesagt sein, dass ihr stets alle Erweiterungen aufsammeln und einsetzen solltet, da ihr sonst wenig Chance auf Erfolg haben dürftet. Um alle Upgrades aufzusammeln, ist allerdings einiges an Trial and Error notwendig, denn die Gegner, die ihr dafür besiegen müsst, tauchen stets an denselben Stellen auf. So ist es optimal für Arcade-Spieler und Highscore-Jäger. Solltet ihr trotz der gesammelten Erweiterungen doch mal einen Treffer erleiden, verliert ihr sämtliche Upgrades und werdet an dem zuletzt passierten Rücksetzpunkt neu erscheinen. Nach dem dritten Treffer seid ihr Game Over und müsst von vorne beginnen, sofern ihr nicht vorher eine bestimmte Punktezahl, die euch einen zusätzlichen Versuch gewährt, erreichen konntet.

Am Ende jedes Levels erwartet euch ein Endgegner.

Die Steuerung ist aufgrund der ursprünglichen Portierung vom Arcade-Automaten naturgemäß einfach gehalten. So könnt ihr das Raumschiff hoch und runter sowie vor und zurück steuern, aktiviert mit einem Knopf die Erweiterungen und schießt mit einem anderen. Durch den Schwierigkeitsgrad, der sich aus den vielen ballistischen Geschossen, den zahlreichen Gegnern und der Tatsache, dass ihr ohne Schutzschild mit einem Treffer das zeitliche segnet, ergibt, wäre eine kompliziertere Steuerung auch kontraproduktiv. Das Spiel umfasst in der getesteten Version acht Level, während andere Versionen des Spiels nur sieben beinhalten. Diese Level fügen sich stets nahtlos an das vorangegangene an, weswegen die Speicherfunktion der Virtual Console den einen oder anderen erfreuen wird. Allerdings ist es nicht ratsam, mitten in einem Durchlauf zu pausieren, da die Level einen steigenden Schwierigkeitsgrad aufweisen. Der Soundtrack ist passend, birgt allerdings wenig Ohrwurmcharakter. Abschließend möchte ich noch negativ anmerken, dass es bei mir zu Rucklern kam, die das Spielerlebnis ein wenig gestört haben. Diese kamen aber bislang nur in nicht spielentscheidenden Situationen vor, weshalb ich mein Versagen nicht darauf schieben konnte.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

So werten wir

Unser Fazit zu Gradius

Meinung von Tim Czerwinski
Gradius spielt sich genretypisch und ich habe oftmals ob des gerade erlittenen Bildschirmtodes fluchen dürfen. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht ohne und gerade die Bosskämpfe sind durchaus fordernd. Highscore-Jäger dürften aufgrund des Arcade-Ursprungs auf ihre Kosten kommen, während Gelegenheitsspieler möglicherweise durch den Schwierigkeitsgrad die Lust verlieren.

Kommentare 2