Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Lifespeed - New Nintendo 3DS

Germany Deutschland: Lifespeed | USA USA: Lifespeed
Plattform
New Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
02.02.2017
Vertrieb
Wee Man Studios
Entwickler
Wee Man Studios
Genre
Rennspiel, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Lifespeed – Der neue Völkermord

Von Maik Dallherm ()
Die ganze Galaxie wird durch einen fatalen, tobenden Krieg bedroht. Zum Glück kann dieser aber durch den neu gegründeten "Galaktischen Staat" aufgehalten werden. Alle zufrieden? Wohl kaum. Tatsächlich geht der Konflikt, um die zum Überleben notwendigen Ressourcen, unter ihrer Führung immer noch weiter. Lediglich in veränderter Form: Lifespeed nennt sich dieser Kampf und dies ist das Thema des gleichnamigen Future-Racers von Wee Man Studios, exklusiv für den New Nintendo 3DS. Damit wäre die Handlungsgrundlage für die Kampagne eigentlich schon abgedeckt. Inzwischen sind tausend Jahre vergangen und einer Prophezeiung nach soll sich schon bald etwas ereignen...

Die Strecken sind mit Fallen und Gefahren bestückt.

In Lifespeed seid ihr als Rennfahrer mit dabei. Anders als Future-Racer wie F-Zero, WipeOut, Extreme-G oder FAST seid ihr hier nicht mit (Antigravitations-)Fahrzeugen am Boden gebunden, sondern fliegt stattdessen mit neun Kontrahenten durch eine Strecke, die praktisch eine geschlossene Röhre darstellt. Boost, Schilde und Waffen bezieht ihr aus Ringen, die auf der Strecke verteilt sind. Eine genauere Kontrolle habt ihr über diese also nicht.

Zunächst ein paar Worte zu der Menügestaltung. Als kleinerer Indie-Titel überrascht es mich positiv, dass dieser in deutscher Sprache verfügbar ist. In der Geschichtserzählung, sowie den Hintergrundgeschichten der Charaktere und Orte ist sie relativ sauber, die vereinzelten Texte im Menüinterface sind hingegen leider fehlerhaft. Und auch im Technischen machen die Menüs und sowieso das ganze Spiel, leider viele Fehler. Da gibt es die Rennvorschauen, sie müssen über das Pausenmenü beendet werden, sowie ein "grundlegendes" Missionsziel, das ohne Tutorial-Passagen nicht mitgeteilt wird.

Im Hauptmenü habt ihr Zugriff auf drei Spielmodi und die Online-Ranglisten. Die Spielmodi sind allesamt Einzelspieler, es gibt keinen lokalen oder Online-Mehrspieler. Ihr spielt, je nach Wahl, entweder die schon oben erwähnte Geschichte, fahrt vereinzelte Rennen auf eigens ausgesuchten Strecken oder eine Meisterschaft mit einer Gesamtplatzierung. Zunächst einmal etwas, was ihr vielleicht wissen solltet: Die Story wird in diesem Spiel nicht abgeschlossen, was bereits einen Nachfolger ankündigt. Die Geschichte basiert auf einer soliden Handlungsbasis und wird ziemlich dramatisch erzählt. Doch im Gameplay widerspricht sich einiges. Obwohl ich auf meine zwei "Teamkameraden" aufpassen muss und sie mich bei Beschuss warnen, lobt das Spiel mich dennoch (das macht es allgemein bei jedem "Kontrahenten"), wenn ich sie ausschalte (sie werden zurückgesetzt, da man mehrere Leben hat). Wenn ich mich recht entsinne, durfte ich sogar beobachten, wie die beiden sich gegenseitig unter Beschuss nahmen.

Die Story muss an einem Stück durchgeführt werden, denn es gibt keinen Aussetzpunkt für einen späteren Spielstart. Etwas ironisch im Vergleich ist, dass gerade die Meisterschaft hingegen schon eine Unterbrechung erlaubt. Dafür kann man sogar mitten im Rennen das Spiel ausschalten. Die Strecken unterscheiden sich zwischen den Spielmodi kaum. Es gibt vier Planeten mit jeweils zwei Strecken. Jedes Rennen besteht unabhängig aus Schwierigkeitsgrad und Streckenlänge immer aus drei Runden. Eine Ausnahme bildet eine für die Geschichte exklusive Strecke.

Die meisten Waffen verwenden eine Zielpeilung.

Soviel zur Theorie, die mir eigentlich schon sehr gut gefällt. Eine solide Handlung, interessante Planeten und vielseitige Charaktere. Eingeleitet wird das Spiel sogar mit einem kleinen, ansehnlichen CGI-Introvideo. Nachdem ich schon über die Technik des Menüs und das Gameplay der Geschichte hergezogen habe, sieht es mit allem anderen leider auch nicht besser aus. Das Spiel ist exklusiv für den New Nintendo 3DS, ist optisch dennoch wie ein durchschnittlicher Nintendo 3DS-Titel und hat dazu auch noch Leistungsprobleme. Maximal 30 Bilder pro Sekunde, in bestimmten Fällen auch mal weniger. Einmal, das geschah in einer Demonstration, lief das Spiel nach dem Zurücksetzen eines zerstörten Flugzeugs mit einem stolzen FPS. Da das Pausenmenü nicht mehr reagierte, musste ich das Spiel per Home-Menü beenden.

Die manchmal doch eigentlich guten Soundtracks bestehen aus Segmenten, die nacheinander abgespielt werden. Und das mit einer Pause, da das nächste Segment erst mit dem nächsten Frame abgespielt wird (war in gerade genannter Situation übrigens auch toll), wodurch die Musik in Mitleidenschaft gerät. Zu guter Letzt noch ein Highlight in der grausamen Technik, einmal war ich sogar gezwungen, meinen 3DS auszuschalten. Wenn ihr Fehler macht, könnt ihr das Rennen natürlich neu starten. Das zweite Mal genügte bereits, dass mein Spiel sich in einem unendlichen Ladevorgang verfangen hat. Unschön.

Redaktionswertung

4

Erträglich

So werten wir

Unser Fazit zu Lifespeed

Meinung von Maik Dallherm
Ich konnte mich vor lauter Kritikpunkten in der unsauberen Technik einfach nicht entscheiden, was ich mit diesem Test anfangen sollte. Eigentlich ist Lifespeed ein Musterbeispiel für das typische "Coole Idee, scheußliche Umsetzung"-Szenario. Eine dramatische Geschichte, Hintergründe zu den Charakteren und Orten, sowie ein solider Soundtrack retten dem Spiel noch ein paar Punkte, während die eingeschränkte Spielbarkeit und mangelnde Abwechslung im Gameplay dies jedoch in den Schatten stellt. Das sind eigentlich alles nur "Kleinigkeiten", mehr oder weniger, aber es sind sooo viele, dass es einfach ständig auffällt.
Mein persönliches Highlight: Das kurze und knappe CGI-Intro.

Kommentare 0

  • Noch keine Kommentare verfasst :(