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Unser Test zum Spiel: Pokémon Battle Revolution

Von Daniel Pohl () Schon seit Jahren machen die Taschenmonster groß und klein ganz verrückt. Nach den alten Heimkonsolen Nintendo 64 und Nintendo GameCube gibt es nun auch auf der Wii einen weiteren Teil, der die kleinen Tierchen in die dritte Dimension befördert. Wie sich das Spiel, das jetzt schon gut ein Jahr auf dem Markt ist, schlägt, erfahrt ihr in diesem Classic Review.

Nintendo hat schon über ein Dutzend Jahre viel Erfolg mit den Pokemon und natürlich darf ein Ableger auf der Wii nicht fehlen. Mit Pokemon Battle Revolution könnt ihr euch als Trainer beweisen und Poketopia zeigen, wo der Hammer hängt. Ein wichtiger und entscheidender Punkt vorab: Besitzer der DS-Teile Diamant oder Perle genießen einen schönen Vorteil. Denn es ist möglich, über die drahtlose Verbindung seine gesammelten Pokemon ins große Wii-Lager zu kopieren, um sie dort kämpfen zu lassen. Aber was genau macht man eigentlich in Poketopia? Dies ist ein Austragungsort, an dem viele Trainer ihr Können unter Beweis stellen wollen und gegen andere Trainer sowie Arenaleiter antreten können. Wer aber kein DS-Spiel sein Eigen nennt, hat dennoch die Möglichkeit mitzuspielen. Es wird dir ein sogenannter Leihpass mitgegeben, mit dem sechs unterschiedliche Pokemon auf dich hören und mit denen du deinen Gegnern Paroli bieten kannst.

Aber was bietet das Spiel neben dem erwähnten Besuch in Poketopia, auch Colosseum-Modus genannt, noch? Ihr habt die Möglichkeit mit bis zu vier Spielern zu spielen, die jeweils einen Nintendo DS sowie Pokemon Diamant oder Perle besitzen müssen. Der Handheld dient hier als Wireless Controller und das eigentliche Geschehen passiert auf dem großen Bildschirm. Dort wird sogar euer Trainer dargestellt. Aber der Schwerpunkt liegt natürlich beim Auftritt im Colosseum. Betretet ihr diesen Modus, werdet ihr von einer netten Empfangsdame begrüßt. So weit so gut. Aber es ist verdammt nervig, dass wirklich jede Schaltfläche erklärt wird. Es gibt keine Möglichkeit, diese Prozedur abzubrechen. Somit sollte man gute Nerven haben und vor allem Zeit mitbringen. Habt ihr die Erklärungen hinter euch, habt ihr allerlei Möglichkeiten. Um euer Lager zu begutachten oder zu sortieren, schaut einfach unter dem gleichnamigen Menüpunkt nach. Das Augenmerk liegt auf dem Kampf-Modus. Wollt ihr zuvor ein wenig üben, so wählt den freien Modus. Möchtet ihr euch gegen diverse Trainer testen, könnt ihr es im Colosseum-Kampf probieren. An verschiedenen Orten werden unterschiedliche Kampfmodi ausgeführt, wie zum Beispiel ein Einzel- oder Doppelkampf sowie ein Gefecht, das über mehrere Runden geht, bis über Sieg oder Niederlage entschieden wird. Geht ihr nach einer kompletten Runde am jeweiligen Ort als Sieger hervor, bekommt ihr Coupons in Form von Punkten gutgeschrieben. Damit könnt ihr euren Helden mit frischen Accessoires ausstatten, damit dieser ein Blickfang abseits des Kampffeldes wird.

Die Steuerung erfolgt sehr simpel. Mittels der Wii-Remote, die einzig und allein unterstützt wird, wählt ihr mittels der Pointerfunktion einen Befehl wie zum Beispiel den Angriff auf das gegnerische Pokemon aus oder tauscht eure Taschenmonster auf dem Spielfeld mit einem aus eurem Gürtel. Bei den ausgeführten Attacken der kleinen Tiere muss man selbst nicht eingreifen, womit dem Spieler Wackel-Einlagen erspart bleiben. Ingesamt fallen die Aktionsmöglichkeiten der weißen Fernbedienung relativ gering aus.

Habt ihr genug von Auftritten gegen den Computer könnt ihr euch mittels der Nintendo WiFi Connection mit Menschen messen. Wie bei vielen anderen onlinefähigen Titeln liefert das Spiel einen eigenständigen Freundescode mit, der benötigt wird, um mit bekannten Leuten zu kommunizieren. Natürlich könnt ihr auch gegen unbekannte Gegner antreten und so eure kleinen Lieblinge testen. Die Online-Matches verliefen relativ flüssig und brachten keine Aussetzer mit sich. Das war es insgesamt auch schon. Denn mehr als die Kämpfe bietet das Spiel nicht. Im Vergleich gibt es nicht einmal Minispiele, die eigentlich bei jedem Wii-Titel schon Gang und Gebe sind. Und deshalb ist es hier schade drum, da es sich doch um einen Vollpreistitel handelt. Denn schon in den Vorgängern hatte man mehr Möglichkeiten und von daher ist diese Wegrationalisierung schlecht gewählt.

Als das Spiel veröffentlicht wurde, konnte man bereits beim Auftritt des bekanntesten Klempners im All begutachten, was die Heimkonsole alles so grafisch darstellen kann. Nun wurde die Grafik-Engine nicht auf diese angepasst, dennoch sieht es grafisch sehr schick aus. Sowohl die Umgebungen als auch die Trainer selbst und natürlich auch die Pokemon sehen überzeugend aus. Somit wird euch für Wii-Verhältnisse eine durchaus akzeptable Grafikqualität geboten. Die Effekte der jeweiligen Attacken sehen wirklich gut aus. Hier muss man Nintendo loben. Wer die Möglichkeit hat, kann es sich das Geschehen wahlweise in 50 bzw. 60Hz anschauen. Der High Definition Television-Modus wird ebenfalls mitgeliefert.

Soundmäßig wird euch natürlich auch einiges geliefert. Die Musikstücke in den einzelnen Menüpünkten klingen durchschnittlich gut und auch während der Kämpfe wird das Spiel mehr oder weniger gut untermalt. Eure kleinen Wegbegleiter kommen natürlich auch nicht stumm rüber, sondern wurden durch die gleichen Sprachsamples wie in den Handheld-Titeln belegt. Ein Kritikpunkt ist aber, dass die Trainer vollkommen stumm bleiben und nur über Untertitel miteinander kommunizieren. Hier hätte man sich vielleicht etwas mehr Mühe geben können, so wäre das Ganze etwas authentischer ausgefallen.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

Unser Fazit zu Pokémon Battle Revolution

Meinung von Daniel Pohl
Wenn man selbst Fan dieser langen Serie ist, ist es schon ein schönes Gefühl, seine selbst gesammelten Pokemon auf dem großen Fernseher betrachten zu dürfen. Das ist aber eigentlich auch schon alles. So schick die Grafik und deren Effekte sind, desto unschöner ist der Umfang des Spiels. Selbst Hardcore-Fans des Spiels könnten es wohlmöglich schon nach wenigen Stunden aus ihrer Wii entfernen, um etwas anderes zu spielen. Selbst der integrierte Online-Modus verspricht nicht unaufhaltsamen Spielspaß. Ingesamt wird hier ein durchschnittlicher Titel geboten, der letztendlich nur kurzen Spielspaß mit sich bringt und mit einigen netten Features ausgestattet wurde.