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Unsere Vorschau zum Spiel: Bravely Second: End Layer

Von Max Kluge ()

Bei Bravely Second: End Layer kann man von einem astreinen Sequel sprechen. Die Story fängt mehr oder weniger genau da an, wo uns Bravely Default mit dem ein oder anderen Plot-Twist verlassen hat. Das Spiel sieht in großen Teilen ähnlich aus, übernimmt das Gameplay fast gänzlich von seinem Vorgänger und wechselt auch nicht plötzlich das Genre. Klingt alles ziemlich bodenständig, schon fast langweilig? Nun - ob dies zutrifft, darüber soll euch dieses kleine Preview aufklären, bevor es im kompletten Review ein wenig detaillierter zugeht. Übrigens: Obwohl die Screenshots in englischer Sprache gehalten sind, bietet die deutsche Version auch deutsche Texte.


Magnolia ist einer der neuen Charaktere aus Bravely Second: End Layer

Die Handlung von Bravely Second: End Layer beginnt rund zwei Jahre nach der Geschichte des ersten Teils. Agnès Oblige ist mittlerweile Päpstin geworden und geht ihren Pflichten als Heiligkeit nach, stets beschützt von ihren Leibwächtern, der Kristallgarde. Ihr verkörpert den Hauptmann dieser Truppe, einen Schwertkämpfer namens Yew Geneolgia, der mit seinem kruden Humor häufig naiv und vor allem impulsiv daherkommt, aber gleichzeitig auch herzensgut und loyal bis in den Tod ist. Eines Tages begleitet ihr Päpstin Agnès zu einer Audienz des Kaisers Verheer. Dieser wird fortan nur noch der dunkle Kaiser genannt, da er euch überwältigt, sich Agnès schnappt und sie kurzerhand entführt.

Ihr überlebt schwer verletzt und wacht wenig später in eurem Geburtshaus auf. Bei euch tragt ihr das Fragment eines Anhängers, Agnès' Anhänger. Mit diesem könnt ihr euch jederzeit mit ihrer Heiligkeit auseinandersetzen. Ihr schwört die Päpstin zu retten und trommelt eure Kumpanen, Janne und Nikolai, zusammen, um als die „Drei Kavaliere der Kristallgarde“ auf die Suche nach Agnès zu gehen. Doch dies stellt sich als komplizierter heraus als angenommen, denn ihre Heiligkeit wurde in die Himmelsfestung verschleppt, einem riesigen, schwebenden Militärkomplex des dunklen Kaisers Verheer. Yew und seine Kumpanen lassen sich allerdings auch dadurch nicht unterkriegen und beginnen ihre Suche.

Die Charaktere, die in den ersten Kapiteln von Bravely Second: End Layer auftauchen, weisen eine weite Bandbreite an Eigenschaften auf, haben Schwächen, Stärken und persönliche Eigenheiten, die euch mit ihnen mitfühlen lassen. Yew ist zum Beispiel ein bekennender Soßen-Fetischist und hat gleichzeitig Höhenangst. Ihr seht also: Man erfährt viele Einzelheiten von den auftretenden Figuren, was einerseits gut ist, sich andererseits aber auch etwas in die Länge ziehen kann. Manchmal, so fühlt es sich an, kommt der Titel nicht so ganz auf den Punkt und dümpelt ein wenig vor sich hin. Das fällt allerdings nicht sonderlich schwer ins Gewicht, da die ausschweifenden Dialoge oder Nebenmissionen – diese sind eh optional – wirklich interessant und gut durchdacht sind.

Natürlich werden mit den Charakteren, wie in jedem JRPG, wieder bestimmte Stereotypen bedient (der Tollpatsch, der Vielfraß…), aber irgendwie bekommt der Titel immer noch den Bogen, sodass sich das nicht negativ, sondern im Gegenteil, positiv auf die verschiedenen Figuren auswirkt, weil eben nur eine Facette ihres Charakters aufgezeigt wird. Noch mehr Informationen über die Protagonisten erlangt ihr zudem in den Party-Gesprächen, die den Skits aus der Tales of-Reihe ähneln. Hier könnt ihr den Charakteren zuhören, wie sie über bestimmte Themen reden oder vergangene Erlebnisse diskutieren.

Gameplay-technisch könnt ihr von dem Titel ein „more of the same“ mit einigen Twists erwarten. Das aus dem ersten Teil bekannte Bravely Default-System, in dem ihr euch entscheiden konntet, Aktionen während eures Zugs zu speichern und später mehrere auf einmal zu machen oder sofort mehrere Aktionen zu tätigen und dafür dann spätere Runden auszusetzen, wurde um das sogenannte Bravely Second-Feature erweitert. Während ihr spielt, lädt sich in eurem Menü eine sogenannte SP-Leiste auf. Sobald diese voll ist, bekommt ihr einen SP-Punkt. Diesen könnt ihr mitten im Kampf einsetzen, um einen Extra-Angriff zu machen. Ihr haltet quasi die Zeit an und dürft eine Aktion starten, die mit eben jenen SP-Punkten bezahlt wird. Vorläufig könnt ihr nur drei dieser Punkte auf einmal speichern, ob man dieses Kontingent im späteren Verlauf des Spiels aufstocken kann, ist noch nicht bekannt. Nach eurem SP-Angriff kehrt ihr in die Kampfansicht zurück, die Gegner bewegen sich wieder, und ihr dürft den normalen Kampf fortführen.

Das Job- und Fähigkeiten-System wurde, wie es bis jetzt aussieht, 1:1 aus Bravely Default übernommen. Um an neue Jobs zu kommen, müsst ihr sogenannte Asterisken sammeln. Dafür müsst ihr meist bestimmte NPCs im Kampf besiegen, die ihr auf Nebenmissionen oder auch während der Story trefft. Euren Beruf könnt ihr jederzeit wechseln und euch somit auf verschiedenen Gebieten aufleveln. Dies schaltet passive Features frei, die ihr, unabhängig von eurem derzeitigen Job, ausrüsten könnt. Das Gleiche gilt für Fähigkeiten. Eine Neuerung gibt es zum Vorgänger dann allerdings doch: Und zwar ist die Jobauswahl um ganze acht Berufe erweitert worden: Tomahawk, Wizard, Exorcist, Chariot, Guardian, Cat Lover, Patissiere und Fortuneteller nennen sie sich. Bis auf den Zauberer (Wizard) sind die Berufe in meinem Spiel jedoch nicht aufgetaucht, mehr dazu im vollständigen Review!


Mit euren Fähigkeiten heizt ihr den Gegnern mächtig ein

Ein weiteres Feature, welches sich ebenfalls am Vorgänger orientiert, ist der Wiederaufbau des Mondes. Im Spielverlauf trefft ihr eine mysteriöse Frau, die in einem Raumschiff auf die Erde stürzt. Sie nennt sich Magnolia und erzählt euch, dass der Dunkle Kaiser Verheer den Mond und somit ihre Heimat in Schutt und Asche gelegt hat. Hier sieht man bereits die ersten Parallelen aus der Aufbau-Thematik des ersten Teils. Fortan müsst ihr Brücken reparieren, Einrichtungen neu erbauen und Monster besiegen. Wozu das Ganze? Nun, ihr bekommt Belohnungen für jeden Auftrag, den ihr auf dem Mond erledigt. Diese fallen manchmal ganz simpel aus, können euch den Spielverlauf aber signifikant erleichtern.

Zum Beispiel tauchen in den meisten Dungeons NPCs auf, bei denen ihr speichern und handeln könnt. Deren Warenauslage könnt ihr erweitern, indem ihr bestimmte Missionen auf dem Mond erfüllt. Diese Aufgaben müsst ihr übrigens nicht selber bewältigen, sie erledigen sich vielmehr „von selbst“. Am Anfang lebt nur ein einziger Bewohner auf dem Mond, den ihr auf Reisen schicken könnt. Jedes Mal, wenn ihr andere Menschen per StreetPass trefft, erhöht sich diese Anzahl, ihr könnt mehr Bewohner pro Aufgabe bereitstellen und demnach gehen diese auch schneller vonstatten.

Auch von der technischen Seite präsentiert sich Bravely Second: End Layer seinem Vorgänger sehr ähnlich. Die handgemalt scheinenden Hintergründe aus Bravely Default sind wieder mit dabei und wirken vor allem gepaart mit dem 3D-Effekt des Handhelds, der im Gegensatz zum Vorgänger noch einmal eine ganze Ecke besser aussieht, äußerst beeindruckend. Leider verlieren die Texturen ihre Schärfe, wenn die Kamera einmal zu nahe heranzoomt, und werden matschig. Da dies aber nicht zu häufig vorkommt, lässt es sich durchaus verschmerzen. Die musikalische Untermalung tut erneut ihr Bestes, um jeder Situation gerecht zu werden. Ob epische Gitarrensoli in Kämpfen, ruhige Piano-Arrangements in Städten und Häusern oder leise Sphärenklänge im tiefen Schnee, am Soundtrack wurde hier sicher nicht gespart. Auch die Soundeffekte, zum Beispiel das Knistern eines Lagerfeuers, sind absolut spitze und stechen besonders positiv heraus.


Janne ist Mitglied der "Drei Kavaliere der Kristallgarde"

Unsere Prognose zu Bravely Second: End Layer

Meinung von Max Kluge
Bravely Second, soweit ich es beurteilen kann, zielt genau auf die Zockerschaft ab, die bereits den Vorgänger-Titel gespielt hat. Dies sieht man vor allem an den wiederkehrenden Charakteren aus dem ersten Teil und den teils gleichen Umgebungen. Aber warten wir erst einmal den finalen Test ab, denn wer weiß, vielleicht gibt es noch neue Elemente, von denen ich euch hier bis jetzt noch nicht berichten konnte. Bravely Second: End Layer macht zumindest auf den ersten Eindruck eine sehr gute Figur, auch wenn man nicht zu viele revolutionäre neue Ideen erwarten sollte.

Kommentare 8

  • Frog24 - 28.01.2016 - 10:15

    Mal eine Frage: Wurde das Spiel zensiert?
  • DarkStar6687 - 28.01.2016 - 10:44

    Würde mich auch interessieren, besonders ob die Tomahawk Klasse nun zensiert wurde. Es gab ja Gerüchte, dass die in einen Cowboy abgeändert wurde. In der japanischen Version war das ein Indianer Outfit. Könnt ihr dazu vielleicht etwas sagen? ;)
  • Spiderwork - 28.01.2016 - 11:39

    Der erste Teil war echt Hammer, endlich bekommt mein ausgehungerter 3DS mal wieder Futter!... Muss mir später mal die Demo anschauen, die soll es doch schon geben, oder?
  • wonderboy - 28.01.2016 - 12:31

    auch wenn mich das ende von Bravely I doch sehr enttäuscht hat ist der Nachfolger für mich ein pflichtkauf! endlich mal wieder ein lokalisiertes, mit deutschen texten ausgestattetes Rollenspiel, dazu noch aus der Meisterschmiede von square-enix..
  • Max Kluge - 28.01.2016 - 19:25

    Frog24 schrieb:

    Mal eine Frage: Wurde das Spiel zensiert?

    DarkStar6687 schrieb:

    Würde mich auch interessieren, besonders ob die Tomahawk Klasse nun zensiert wurde. Es gab ja Gerüchte, dass die in einen Cowboy abgeändert wurde. In der japanischen Version war das ein Indianer Outfit. Könnt ihr dazu vielleicht etwas sagen? ;)
    Kann ich leider noch nichts zu sagen, so weit bin ich noch nicht ;) Aber ich werde es in meinem Review erwähnen!
  • DarkStar6687 - 29.01.2016 - 03:19

    Max Kluge schrieb:

    Frog24 schrieb:

    Mal eine Frage: Wurde das Spiel zensiert?

    DarkStar6687 schrieb:

    Würde mich auch interessieren, besonders ob die Tomahawk Klasse nun zensiert wurde. Es gab ja Gerüchte, dass die in einen Cowboy abgeändert wurde. In der japanischen Version war das ein Indianer Outfit. Könnt ihr dazu vielleicht etwas sagen? ;)


    Kann ich leider noch nichts zu sagen, so weit bin ich noch nicht ;) Aber ich werde es in meinem Review erwähnen!

    Alles klar, danke dir. ;)
  • Vanea Snow - 29.01.2016 - 13:59

    Ich habe mir vor kurzem erst den ersten Teil angeschafft und bin davon total begeistert. Ich denke, der zweite Teil wird mich ebenfalls mitreißen. :)
  • Blue-Pika - 29.01.2016 - 16:41

    Ich bin schon echt auf den Test gespannt, würde es mir zwar so oder so Kaufen aber ein prositiver Test steigert noch die Lust auf Bravely Second ^^
    Jetzt muss nur noch die Erscheinungsdaten von DQ und Pokemon enthüllt werden damit das RPG Jahr Vollkommen ist XD