Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Star Wars: Jedi Knight II - Jedi Outcast - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Star Wars: Jedi Knight II - Jedi Outcast
  • USA USA: Star Wars: Jedi Knight II - Jedi Outcast
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
24.09.2019
Vertrieb
Aspyr
Entwickler
LucasArts, Aspyr
Genre
Action, Third-Person
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Deiner Vergangenheit du dich stellen musst.

Von Thomas Kurth () Es war einmal vor langer Zeit in einer gar nicht so weit entfernten Galaxie. Im Jahre 2002 erschien auf dem Planeten Erde ein Spiel für all jene, die selbst einmal ein Jedi sein wollten. Verantwortlich war dafür das Unternehmen Raven Software, das inzwischen zum Publisher Activision gehört. Star Wars Jedi Knight II: Jedi Outcast konnte damals sehr gute Bewertungen einfahren und gilt bis heute als eines der besten Star Wars-Spiele. Ob die Portierung auf die Nintendo Switch da mithalten kann, haben wir für euch getestet.

Pew, pew. © Aspyr

Das Spiel knüpft an die Geschehnisse des ersten Teils an. Wir übernehmen die Rolle des ehemaligen Jedi Kyle Katarn, der sich von den Jedi und der Macht abgewandt hat und nun für die Neue Republik kämpft. Mit dabei ist seine Freundin Jan Ors, mit der er sich gegen die letzten Anhänger des Imperiums stellt. Während einer Mission werden die beiden von einem dunklen Jedi mit dem Namen Desann überfallen und Jan wird gefangen genommen. Als Kyle im Kampf unterliegt und dem Kontrahenten ohne seine Machtkräfte nichts entgegenzusetzen hat, holt ihn die Vergangenheit ein. Denn um seine gute Freundin zu retten, muss er Luke Skywalker aufsuchen und sich mit ihm verbünden. Nur so kann Kyle sich den Jedi wieder anschließen und seine Kräfte wiedererlangen. Währenddessen mobilisiert sein dunkler Gegenspieler Desann eine Armee von Sith, um sich die gesamte Galaxie unter den Nagel zu reißen.

Das Spiel startet sehr stiefmütterlich, wie es damals üblich war. Ohne großes Tutorial oder Tastenbeschreibungen werdet ihr in den ersten Akt geschickt. Nachdem ihr herausgefunden habt, wie die Steuerung funktioniert, geht sie aber gut von der Hand. Das Spiel ist anfangs ein klassischer First-Person-Shooter mit kleinen Rätselabschnitten. Zwar könnt ihr auch in der Third-Person-Ansicht spielen, jedoch wird das erst später im Spiel relevant, wenn Kyle das Lichtschwert erhält. So verbringt ihr etwa ein Viertel des Spiels damit, euch durch angreifende Sturmtruppen zu schießen – oder eher an diesen vorbei, denn das exakte Zielen ist oft einfach nur frustrierend. Zwar bringt die Bewegungssteuerung etwas Unterstützung, dennoch bleibt das Schießen sehr ungenau. Das trifft leider auf euer gesamtes Arsenal an Schusswaffen zu, das von kleinen Blastern über Laser-Armbrüste bis hin zu Raketenwerfern reicht.

Mit dem Lichtschwert es besser wird.

Umso besser wird es dann mit dem Laserschwert. Mit ihm schnetzelt ihr euch schnell durch die Gegner und reflektiert währenddessen deren Geschosse zurück zum Absender. Dazu kommen noch die diversen jeditypischen Machtkräfte, wie Blitze oder Machtwürgen, die euch zur Verfügung stehen. Das steigert deutlich den Spielspaß und ihr fühlt euch endlich wie ein richtiger Jedi. Während ihr euch also euren Weg durch die Angreifer bahnt, besteht eure Hauptaufgabe meist darin, Schalter zu drücken oder Schlüsselkarten zu finden, um die nächste Tür zu öffnen.

Das Lichtschwert reflektiert auch gegnerische Schüsse. © Aspyr

Natürlich wurde die Fassung für die Nintendo Switch etwas überarbeitet, was im Klartext bedeutet, dass die Auflösung nun an das 16:9-Format angepasst und die Texturen etwas geschärft und aufpoliert wurden. Dennoch sieht das Spiel natürlich nicht mehr zeitgemäß aus. Die Charaktermodelle sind dieselben wie schon im Original aus dem Jahre 2002. Ebenso wurden die Musik und die Soundeffekte aus dem Urgestein übernommen, was die Nostalgiker und eingefleischten Star Wars-Fans sicherlich freuen wird. Wie schon im Original gibt es viele Details, die man sich heute in so manchem Spiel wünscht. So hinterlässt euer Laserschwert beispielsweise eine Spur, sobald es eine Oberfläche streift, und Sturmtruppler fallen in lustigen Bewegungen um oder von Vorsprüngen herunter. Das Spiel läuft dabei durchweg mit flüssigen 60 Bildern pro Sekunde, egal ob ihr im Handheld- oder im TV-Modus spielt.

Leider wurde auch das Speichern aus dem Original übernommen. Denn manuelles Speichern ist Pflicht und ihr habt auch nur fünf Speicherplätze zur Verfügung. Sind diese alle belegt, müsst ihr die alten Spielstände löschen. Solltet ihr das Speichern einmal vergessen haben und sterbt, müsst ihr den ganzen Abschnitt erneut spielen, denn die Checkpoints sind sehr rar gesät. Solltet ihr einmal Schwierigkeiten haben, könnt ihr allerdings per Tastenkombination ein geheimes Menü aufrufen, in dem ihr Cheats aktivieren könnt.

Alleine ein Jedi kämpfen muss.

Kommen wir nun zu dem Punkt, der viele Spieler enttäuschen wird: der Multiplayer. Denn zum aktuellen Zeitpunkt ist kein Mehrspieler-Modus im Spiel enthalten. Dieser soll laut Aussagen der Entwickler noch im Laufe des nächsten Jahres nachgeliefert werden. Bisher gibt es allerdings keine weiteren Informationen, welchen Umfang der Multiplayer bieten wird oder wann es genau so weit sein soll.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Star Wars: Jedi Knight II - Jedi Outcast

Meinung von Thomas Kurth
Man merkt Star Wars: Jedi Knight II - Jedi Outcast sehr schnell an, dass das Spiel schon 17 Jahre auf dem Buckel hat. Auch abgesehen von der Grafik gibt es viele ablauf- und designtechnische Fehlentscheidungen, die man heute anders lösen würde. Besonders an das Fehlen einer automatischen Speicherung muss man sich erst einmal gewöhnen. Alles in allem ist das Spiel aber ein gelungener Port auf aktuelle technische Gegebenheiten. Die Texturen sind scharf und die Bildwiederholrate bleibt durchweg konstant. Die Steuerung geht gut von der Hand, jedoch ist das Zielen sehr ungenau. Aber Jedi Knight II bleibt heute wie damals eines der besten Lichtschwert-Spiele, die es gibt, auch wenn ihr die berühmte Waffe aus dem Star Wars-Universum nicht von Beginn an schwingen dürft. Der größte Wermutstropfen wird für viele wohl der fehlende Multiplayer sein.
Mein persönliches Highlight: Der Lichtschwertkampf

Kommentare 17

  • Uriniert Turmknappe - 09.10.2019 - 08:06

    Hätte man das Spiel mit Multiplayer released, wäre es das erste Spiel von früher gewesen, was ich mir mit meinen Brüdern gekauft hätte.
    Das haben wir rauf und runter gezockt und es wäre sicher witzig für 2-3 Runden gewesen.

    Ansonsten halte ich eigentlich gar nichts davon, wenn man die ganzen alten Schinken wieder neu raus bringt. :dk:
  • Bettmaaan Turmheld - 09.10.2019 - 08:35

    Zitat von Thomas Kurth:

    oder eher an diesen vorbei, denn das exakte Zielen ist oft einfach nur frustrierend.
    Ich fühle mich immer wieder wie ein Sturmtruppler... wirklich grauenvoll.


    Zitat von Thomas Kurth:

    ein geheimes Menü aufrufen, in dem ihr Cheats aktivieren könnt.
    Seit wann und vorallem wie??? Geil :)

    Es war damals schon so, dass das Spiel erst so richtig gut wurde, als Kyle das Schwert erhalten hat.
    Der fehlende Mehrspieler ist echt traurig. Aber der Modus soll angeblich mit Jedi Academy kommen. Also abwarten und hoffen. Nachdem ich JK2 auf der Switch angespielt hatte bin ich gleich an den PC und habe Jedi Academy gestartet und den Mehrspieler Modus gestartet. Das macht immer wieder Spaß. Die Spiele sind mit Maus und Tastatur wunderbar zu spielen.
    Mich würde noch interessieren ob es eine Uncut Version gibt oder ob man das auch "ercheaten" kann. Da hat man damals geglaubt man wäre ein Hacker wenn man den Uncut Patch installiert hat und dann in den Optionen die Möglichkeit war Teilungen Ein/Aus zu schalten. :D

    Ich denke eine 6 ist gerechtfertigt. Denn besonders der Anfang ist sehr hackelig wegen dem unglaublich schlechten Zielsystem. Ein sehr wichtiger Punkt. Zusätzlich der rausgenommene Multiplayer Modus.
    Der Rest ist alles in Ordnung. Was anderes habe ich nicht erwarten.
  • afriixy Turmritter - 09.10.2019 - 08:38

    Ich habe damals ewig viele Stunden und Tage in den offline Multiplayer gegen Bots gesteckt, junge junge hatte ich da Spaß dran.
  • Bettmaaan Turmheld - 09.10.2019 - 08:42

    @afriixy Online war es sogar noch besser. Da waren Clans noch richtig organisiert. Jedi Meister und - Schüler usw. Alles hatte Rang und Ordnung. Auch die Online Sessions waren genial. Das Training war einfach lustig. Ich habe gefühlte 100 Stunden versucht diesen Überkopf-Sprung-Schlag zu meistern.
    Ich weiss gar nicht mehr wie der ging... auf den blauen Kampfstil dann mit dem Rücken zum Gegner... und Springen plus Schlag oder sowas... Keine Ahnung. Es war jedenfalls geil. :awesome:
  • afriixy Turmritter - 09.10.2019 - 08:50

    @Bettmaaan Online war für mich als 10 Jähriger irgendwie ne Nummer zu hoch. Ich war zu dem Zeitpunkt froh, dass ich das Spiel gecracked bekommen habe :D
    Aber das war echt cool.
    Leider erwartet man immer, dass man diese Nostalgie erneut aufleben lassen kann, dem ist aber zu 95% nicht so.
    Wenn ich drüber nachdenke, was ich für Perlen für die SNES habe (Secret of Mana, Lufia, Illusion of Time, Chrono Trigger uvm...) und wie die einfach nur im Regal stehen, total schade. Aber es macht einfach nicht mehr so viel Spaß wie damals.
  • Irves | Julian Moderator - 09.10.2019 - 08:52

    Ich wusste gar nicht, dass für das Spiel noch ein Multiplayer nachgeliefert wird. Das war für mich nämlich der einzige Grund, der mich bislang trotz des geringen Preises noch von einem Kauf abgehalten hat.
  • henni4u Retrogamer aus Leidenschaft - 09.10.2019 - 09:02

    Für schmale 9 Euro wird es geholt. Gehörte damals zur absoluten Spitze an Star Wars Titeln.
  • Bettmaaan Turmheld - 09.10.2019 - 09:23

    @Julian Gamauf Für Jedi Academy angeblich schon. Das hatte ich irgendwo gelesen. Ich finde es nur aktuell leider nicht. Ich suche nochmal.
    Für Outcast glaube ich das eher nicht. Aber wenn Multiplayer, dann mit Academy.
  • johnchrono Dein Vadder - 09.10.2019 - 09:33

    Zitat von afriixy:

    Aber es macht einfach nicht mehr so viel Spaß wie damals.
    Das ist aber nur deine persönliche Meinung. :) Ich spiele aktuell Wizardry VI auf nem 486er und es bockt immer noch genauso, wie damals. :) Vielleicht ist auch deswegen der Kritikpunkt bzgl. des manuellen Speicherns für mich obsolet. Ich bin kein Freund automatischer Speicherpunkte. Abgesehen vom ersten FarCry.
  • min-Bekker Turmbaron - 09.10.2019 - 09:55

    Wurde das Problem mit der fehlenden Y-Invert Option inzwischen behoben?
  • afriixy Turmritter - 09.10.2019 - 10:26

    @johnchrono Natürlich ist das rein subjektiv
  • Muki Turmbaron - 09.10.2019 - 10:29

    Eines der coolsten spiele ever, mit dem Würgegriff Gegner rumwerfen oder als Schutzschild benutzen...Oder Inder Wolkenstadt runterwerfen. Oder hochschleudern und in den tot stürzen lassen....oder in den Würgegriff nehmen und das Lichtwert reinwerfen...

    Und man merkte wie man mit jedem Skill mächtiger wurde, der Anfang mit Blaster ist echt lahm, der Würgegriff in höchster Stufe ist einfach das geilste. Entscheidend ist die Geschwindigkeit mit der man die Gegner durch den Raum bewegt, man kann Gegner an Decken und Wänden töten wenn man nur schnell genug ihn bewegt...



    Wenn man im Lichtschwertkämpfe nix drückt wird Automatisch geblockt, wenn man gut ist sind die kämpfe mehr wie nur drauf Rum hacken und kloppen...

    Für 9€ einfach gut...

    Ich hätte auch 30€ retail gezahlt.

    6/10 ist echt ne Beleidigung. Gab kein Titel wo mir das mehr Spaß gemacht hat und ne Story dazu gab.
  • Finalzero Tagträumer - 09.10.2019 - 12:13

    Tja ohne Multiplayer können Sie es behalten. Macht ja immerhin etwa 40% des Spieles aus und da man es auch gegen Bots spielen konnte war es auch für Einzelspieler interessant. Aber SO nicht...
  • Tarik Turmbaron - 09.10.2019 - 13:43

    Ich liebe Star Wars und speziell die Jedi Knight-Teile. Dass die Grafik super alt ist, stört mich null, aber leider hat mir das Spiel ein ums andere mal gezeigt, dass die Steuerung von sowas per Analogstick absolut gar nichts für mich ist.
    Habe gefühlt überhaupt keine Kontrolle, wo ich hinschieße. Obwohl Gyro Aiming mit an Board ist, brauch ich immer, bis ich einen Gegner wirklich im Visier habe. Bis dahin hab ich schon ein paar Treffer kassiert.
    Jeder 3. Gegner schickt mich folglich ins Grab.
  • Kemen Turmheld - 09.10.2019 - 17:29

    Ich habs Spiel mitn paar Jahren Abstand immer wieder gerne mal reingeworfen und dann immer wieder herrlich geflucht.
    Es ist auf seine 2000er Art charmant nostalgisch, aber eben auch entsprechend clunky und altbacken, quicksave Spiel halt, für mich geht die Wertung so absolut in Ordnung.
  • Muki Turmbaron - 10.10.2019 - 14:04

    @Tarik

    Habe es heute nochmal weiter gespielt aber diesmal im Handheld Modus. Ohne Bewegungsteuerung ist es echt schwer jemand zu treffen. Oft hilft es seitwärts zulaufen um fein zu justieren.

    Ansonsten habe ich es Mal mit Bewegungssteuerung gespielt und am besten hat es mir gefallen wenn man die Empfindlichkeit voll aufdreht.

    Mobil hat es jedenfalls richtig Spaß gemacht...Mal sehen wie es ist wenn ich mein Lichtschwert habe.
  • Tarik Turmbaron - 10.10.2019 - 23:33

    @Muki
    Ich habe es bisher ausschließlich im Handheld-Modus gespielt.
    Muss mich wohl auch weiter durchquälen bis zum Lichtschwert, um zu sehen, ob mir das gefällt.
    Falls ja, würde sich Jedi Academy dann dennoch lohnen, da man dort ja von Anfang an eins hat.