Unser Test zum Spiel: Final Fantasy: The 4 Heroes of Light

Serien, welche schon lange bestehen, wirken irgendwann ein wenig ausgelutscht. So auch die Final Fantasy-Reihe, welche schon mehrere Dutzend Ableger und mittlerweile 14 Hauptteile hervorgebracht hat. Doch manchmal sind die Ursprünge immer noch am besten, weshalb Square Enix mit ihrem neuesten Hosentaschen-Final Fantasy größtenteils zu den Wurzeln der Serie zurückkehrt, aber dennoch ein paar Neuerungen einbringt. Wir haben uns Final Fantasy: The 4 Heroes of Light einmal genauer angeschaut…

Die Story könnte nicht klassischer ausfallen: Ihr werdet gerade erwachsen und geht zum städtischen König, um euch euren Segen zu holen, als dieser euch einfach mal eben damit beauftragt, die Prinzessin zu befreien, die von einer bösen Hexe entführt wurde. Das ist ein natürlich ein Klacks für euch und so begebt ihr euch in die nahegelegene Höhle, um zum Schloss der bösen Magierin zu gelangen. Unterwegs trefft ihr dann auf zwei weitere Gefährten und letztendlich auf die holde Maid selbst, und somit sind die 4 Krieger des Lichts komplett. Doch dort beginnt erst das Abenteuer, denn schreckliche Ereignisse finden in der Heimatstadt der Helden statt, als diese wieder daheim ankommen…

Mal davon abgesehen, dass sich die Story zu Beginn nur recht langsam entwickelt, dürft ihr im Großen und Ganzen sowieso keine großen Sprünge erwarten. Doch wie sieht es denn mit dem Gameplay aus? Der Titel lässt sich komplett über den Touchscreen steuern; wahlweise könnt ihr aber das Abenteuer auch mit den Tasten des DS bestreiten. Am besten ist meiner Meinung nach eine Mischung aus beidem. Das Prinzip des Reisens hat sich nicht verändert. Wandert von Stadt zu Stadt, bekommt eine Aufgabe und ab geht’s in einen Dungeon. Zwischendurch gibt es Story und ein wenig Blabla. Allerdings ist nicht unbedingt immer sofort klar, was euer nächstes Ziel ist. So ist oft einfach die Rede von „Mach mal das Monster kaputt“, und ihr müsst ewig herumfragen und manchmal auch ein wenig umherirren bevor klar ist, wo genau es nun hingeht. In den Städten selbst gibt es die typischen Geschäfte: In den Item- und Waffenläden kauft ihr eure Ausrüstung und im Hotel könnt ihr die Nacht verbringen, um alle HP und BP (Battle Points, näheres dazu gibt es gleich) wiederherzustellen. Es gibt auch ein Haus, in dem ihr den Multiplayer des Spiels starten könnt. Dort ist es möglich, mit bis zu drei Freunden verschiedene Side-Quests zu bestreiten. Als Belohnung gibt es besonders tolle Items, welche normalerweise nicht zu erlangen sind. Hierbei ist es echt schade, dass ihr unbedingt jemanden finden müsst, der das Spiel auch besitzt, da euch sonst einige nützliche Gegenstände entgehen. Abgesehen davon sind in manchen Städten an verschiedenen Stellen kleine Items versteckt, welche von euch durch wildes A-Drücken an allen möglichen Orten gefunden werden wollen.

Doch das Wichtigste ist natürlich das Kampfsystem. Anders wie in anderen Final Fantasy-Titeln haben eure vier Charaktere allesamt die gleichen Fähigkeiten und unterscheiden sich nur im Aussehen. Erst durch eure eigenen Entscheidungen entwickeln sich die Helden in verschiedene Richtungen. So gibt es nun statt eines Job-Systems das sogenannte Crown-System. Hierbei gilt es, 28 Kronen freizuschalten. Jede stellt eine Art Jobklasse dar. Setzt ein Held die Schwarzmagie-Krone auf, kann er mit magischen Angriffen mehr Schaden anrichten und hat gewisse Vorteile. Oder wie wär’s mit etwas mehr Stärke für den Bogen? Packt die Ranger-Kappe aus und ballert alle mit euren tödlichen Pfeilen nieder. Jeder Charakter kann alle Items ausrüsten, die ihr findet, aber das sollte aufgrund dieses Systems mit den Kronen genau überlegt werden. Desweiteren können die Helden jeweils höchstens 15 Items bei sich tragen, weshalb ihr überflüssige Dinge entweder verkaufen oder in einem Lager hinterlegen solltet. Übrigens sind Veränderungen am Charakter wie zum Beispiel neue Kleidung ähnlich wie in Dragon Quest IX immer an der Figur selbst ersichtlich und bringen so Abwechslung in das Ganze. Auch haben die vier Krieger keine festen Fähigkeiten, sondern Angriffe wie Magie oder spezielle Attacken müssen entweder durch die Kronen oder mit Magiebüchern “ausgerüstet” werden. Nun müssen diese aber auch im Attribut-Menü ausgewählt und angeordnet werden, sonst nutzen die Fähigkeiten im Kampf nicht viel.

Apropos Kampf: Die Kämpfe laufen wie gewohnt rundenbasiert ab. Ihr wählt für jeden der Helden eine Aktion aus und dann wird attackiert. Hierbei kann allerdings nicht selbst gewählt werden, welcher Feind angegriffen oder welcher Freund geheilt werden soll, denn dies macht das Spiel automatisch. Nicht immer handelt die KI hierbei optimal, aber meistens klappt das ganz gut. (Anm. d. Red.: Oha, noch weniger Eingriffsmöglichkeiten wie bei Final Fantasy XIII!) Besonders cool sind hierbei die Kombo-Attacken, die eure Helden zufallsbedingt ausführen, wenn derselbe Angriff ausgewählt ist. Diese sind dann besonders stark und hauen ordentlich rein! Um die Angriffe durchzuführen, braucht ihr die bereits erwähnten BP. Diese bekommt ihr nach jeder Runde oder ihr steigert die Anzahl durch einen „Boost“. Die Kämpfe verlangen teilweise einiges von euch ab, vor allem die Endbosse wollen mit Taktik und dem richtigen Equipment angegangen werden. Auch ist es nötig, eure Charaktere immer ordentlich zu leveln, sonst dürfte es einige Probleme geben. Das kann auf Dauer ein wenig nerven, aber was wäre ein Final Fantasy ohne aufwendiges Aufleveln?

Auf den ersten Blick wirkt Final Fantasy: The 4 Heroes of Light wie ein weiterer Titel, in dem ihr mit knuddeligen Figuren durch knuddelige Cel Shading-Knuddelwelten lauft. Größtenteils ist das auch so, aber das tut dem Ganzen absolut keinen Abbruch, denn die Figuren und Gegenden sehen immer sehr schön aus und sind sauber designt. Auch die Vielfalt der Monster weiß zu überzeugen und die Kämpfe bieten den einen oder anderen netten Effekt.

Musikalisch kann sich der Titel durchaus hören lassen. Die typischen Sounds der Final Fantasy-Reihe finden sich natürlich auch hier wieder. Die üblichen Melodien und Musikstücke hören sich wirklich schön an und auch so manch kleiner Ohrwurm findet sich. Nur schade, dass es die übliche Siegesfanfare hier nicht zu finden gibt. Eine Sprachausgabe gibt es leider nicht.

Unser Fazit

8

Ein Spiele-Hit

Meinung von Eric Sohr

Mit Final Fantasy: The 4 Heroes of Light bringt Square Enix einen wirklich guten Titel auf den Nintendo DS, welcher einige gute Aspekte mit sich bringt, aber irgendwie nichts wirklich neu macht. Alles kennt man schon irgendwie irgendwoher. Bis auf das neue Crown-System, welches für viel taktisches Geschick sorgt. Ungeschickt ist, dass es keine Schnellspeicher-Funktion gibt. Denn vor allem wenn man unterwegs in der Bahn mal eben eine Runde zocken möchte, ist das störend, denn so müsst ihr immer wieder zu einem der Speicherpunkte rennen. Einer der größten Kritikpunkte ist allerdings die Tatsache, dass der Titel in keinster Weise lokalisiert wurde und ihr nur dann in den vollen Genuss der Geschichte und Co. kommt, wenn ihr der englischen Sprache mächtig seid. Wieso man bei dies bei einem Final Fantasy-Titel nicht macht, entzieht sich mir jeglicher Logik. Aber genug gemeckert, Final Fantasy: The 4 Heroes of Light kann trotz der kleinen störenden Aspekte fesseln und hat einen gewissen Charme, welcher Fans der Serie überzeugen wird.

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