Metal Gear Solid: Snake Eater 3D angespielt - Nintendo 3DS
Angespielt: Metal Gear Solid: Snake Eater 3D
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18. Juli 2011 um 13:16 - Dennis Meppiel
Ich erinnere mich noch sehr gut an letztes Jahr, als auf dem Post E3 Event ein Video zu Metal Gear Solid: Snake Eater 3D gezeigt wurde. Das Video gab einen sehr guten Einblick darin, was der 3DS für 3D-Effekte erzeugen kann. Jetzt, nach einem Jahr, durften wir endlich einmal richtig Hand anlegen und haben geschaut, ob uns das Remake bis jetzt überzeugen kann.

Gestartet bin ich mit Snake in einem Dschungel und musste in ihm meine ersten Schritte machen. Sofort fiel auf, dass Snake sehr langsam läuft und versucht, nicht entdeckt zu werden. Doch das ist auch das erste Problem: Wer bis jetzt noch nichts mit dem Franchise am Hut hatte, wird wie ich erst einmal versuchen, alles umzuholzen, was ihm über den Weg läuft. Das funktioniert aber nicht, in Metal Gear Solid müsst ihr mit viel Taktik vorgehen. Als ich mich dann hinter dem ersten Baum verstecke, will ich die Kamera drehen, damit ich um ihn herumschauen kann. Ich drücke also auf das Steuerkreuz, aber an der Kamera ändert sich nichts. Stattdessen kann ich darauf die Waffen wechseln, mich hinlegen oder nachladen. Die Kamerasteuerung ist nämlich auf dem rechten Tastenblock gelegt worden, was sich dann auch sehr bescheiden steuern lässt. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich den Kniff mit der Kamera raus hatte. Leider gab es in der Demo keine Möglichkeit, die Funktionen von Steuerkreuz und Knöpfen zu tauschen. Vielleicht kommt das ja noch in der finalen Version.
Als ich mich daran gewöhnt habe, in der kurzen Spielzeit Geduld zu üben und langsam durch den Dschungel zu kriechen, treffe ich auch schon auf den ersten Gegner. Natürlich packe ich sofort meine Waffe aus, wodurch das Spiel automatisch in die Ego-Perspektive wechselt. Und siehe da: Der 3D-Effekt ist weg! Warum Konami das so geregelt hat, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen. Jedoch hätte der 3D-Effekt gerade in der Ego-Perspektive geholfen, die Position des Gegners genau auszumachen. Apropos 3D-Effekt: Die 3D-Elemente kommen im Spiel sehr gut rüber und überzeugen wie schon damals im kurzen Video. Gepaart mit der Grafik holt das Spiel viel aus dem 3DS heraus und gehört zu den besser aussehenden 3DS-Spielen, die es zurzeit auf dem Markt gibt. Allerdings sieht es lange nicht so gut aus wie die erste selbstablaufende E3-Demo von vor einem Jahr. Als weiteres 3DS-Feature wird der Gyro-Sensor verwendet. Im Demo-Level musste ich über eine Brücke laufen und versuchen, den Handheld möglichst gerade zu halten. Zwar ist das ganz nett, aber ich empfand es eher als Behinderung denn als Bereicherung. Nach dem dichten Dschungel geht es weiter in eine Art Fabrikanlage. Aufgrund der hohen Feindesdichte ist es hier gar nicht so einfach, ungesehen zu bleiben. Ich gebe es zu: Ich habe nach dem vierten Mal entdeckt werden aufgegeben. Das ist einfach nicht meine Art Spiel.