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Super Mario Odyssey angespielt - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Super Mario Odyssey
  • USA USA: Super Mario Odyssey
  • Japan Japan: Super Mario Odyssey
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
27.10.2017
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Nintendo
Genre
Platformer, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Endlich wieder Freiheit!

Von David Pettau ()
Was hat Mario für eine Odyssee hinter sich! Seit Super Mario Galaxy 2 im Jahr 2010, für viele Fans des bärtigen Klempners sogar seit Super Mario Sunshine im Jahr 2002, trieb sich der Prinzessinnenretter aus Leidenschaft nur noch in halbgaren 3D-Welten herum (laut der Meinung des Verfassers) und konnte selbst durch seine 2D-Auftritte bei weitem nicht jeden Fan begeistern. Seine 3D-Auftritte litten vor allem unter einer übergeordneten Designentscheidung: Linearität, die Wurzel des Bösen, die die 3D-Mario-Reihe befallen hat! Ja, Bowser war gestern. Für die nächste Etappe von Marios Odyssee wurde dieses Übel nun im Keim erstickt: Super Mario Odyssey setzt auf weitläufige Welten, die das Erkunden in den Vordergrund stellen. Wir hatten die Möglichkeit, zwei dieser Welten schon einmal vorab anzuspielen – was wir mit der wiedergewonnenen Freiheit Marios angefangen haben, lest ihr jetzt!

Cappy, Marios treuer Begleiter.

Zwei Welten standen uns während unserer Anspielzeit zur Auswahl: Die tiefgefrorene Wüste des Sand Kingdoms, sowie die Metropole des Metro Kingdoms, New Donk City. Bevor ich mich in die offenen Welten gestürzt hatte, wollte ich mich aber natürlich erst einmal von der Wiederkehr aller bekannten Moves unseres Klempners aus alten Tagen überzeugen: Egal ob Weitsprung, Seitwärtssalto, Rückwärtssalto, Stampfattacke oder sogar der aus Super Mario Sunshine bekannte Drehsprung – alle Aktionen führt Mario genau so aus, wie ich das aus Kindheitstagen gewohnt bin. Darunter gesellen sich in Super Mario Odyssey aber auch einige Neulinge: Auf den aus Super Mario 64 bekannten Hechtsprung folgt nun beispielsweise eine Rolle, die ihr bergabwärts ordentlich beschleunigen könnt. Die zentrale Neuerung in Marios kommendem Nintendo Switch-Abenteuer stellt aber natürlich Cappy dar – Marios neuer Begleiter, der die Form seiner ikonischen Mütze angenommen hat.

Dieser kann von Mario, vorzugsweise unter Verwendung der Bewegungssteuerung, geworfen werden. Je nach Bewegung wirft Mario die Mütze nach vorne, nach unten oder nach oben – je nachdem, ob ihr Cappy mit der rechten, der linken oder beiden Händen werft, könnt ihr ihm zusätzlich noch einen Drall verleihen. Die geworfene Mütze könnt ihr durch eine nachträgliche Bewegung sogar noch kurzzeitig kontrollieren. Zusätzlich zu all dem könnt ihr auch eine Art Wirbelattacke ausführen, während der euch Cappy schnell in einem beachtlichen Radius umkreist. All diese Aktionen fühlen sich in ihrer Ausführung nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr intuitiv an. Meistens werft ihr Cappy dabei nicht, um euren Sprung zu verlängern, Kisten zu zerstören oder kleinere Gegner zu beseitigen, sondern um bestimmte Gegner und Gegenstände zu “capern“.

Hier hat Mario einen Strommasten gecapert, um ein Gebäude mittels des Stromkabels zu erklimmen.

Durch einen gezielten Wurf Cappys auf einen dafür geeigneten Gegenstand oder Gegner, schwindet Marios körperliche Gestalt und ihr könnt das entsprechende Objekt kontrollieren – mit all seinen Fähigkeiten. Beispielsweise übernehmt ihr somit fix die Kontrolle eines Kugelwillis, um einen zuvor unpassierbaren Abgrund zu überwinden. Das Capern von Gegnern macht nicht nur unglaublich viel Spaß, es regt auch eure Kreativität an, verschiedene Situationen anzugehen. Aufgrund der offenen Gestaltung der Welten lassen sich viele Herausforderungen auf unterschiedliche Arten und Weisen angehen – und sowohl kleine, als auch große Herausforderungen gab es im Sand Kingdom und in New Donk City jede Menge zu bestaunen.

Im Sekundentakt stolpert ihr über interessante Orte, sammelbare Gegenstände oder NPCs, die lustige Phrasen von sich geben. Neben normalen und weltspezifischen, sehr gut versteckten Münzen, stellt das Sammeln von Monden eure höchste Priorität dar – diese sind das Pendant von Super Mario Odyssey zu den bekannten Power-Sternen oder Insignien der Sonne aus früheren 3D-Mario-Abenteuern. Während ihr eine Welt beschreitet, habt ihr stets ein Hauptziel vor Augen, das bei Erfüllung mit einem Mond belohnt wird und euch durch die Welt führt – im Sand Kingdom müsst ihr beispielsweise zuerst einen hohen Turm erklimmen, bevor euch schwebende Plattformen zu einer giftigen Oase leiten, von wo aus ihr den Eingang einer mysteriösen Pyramide öffnen könnt. Abseits dieser Hauptziele gibt es aber ebenfalls jede Menge Monde, die nur darauf warten, von euch entdeckt zu werden.

Link konnte diesen Trick bereits im Jahr 2013.

Zwar ist noch unklar, wie viele Monde es in jeder Welt zu finden geben wird, doch ist die Dichte dieser wichtigen Items sehr hoch – fast schon etwas zu hoch für meinen Geschmack. Nicht einmal ein Blinder könnte durch die Welten in Super Mario Odyssey schreiten, ohne nicht mindestens über fünf Monde zu stolpern – und sei es nur durch Zufall. Einige Monde scheinen sehr gut versteckt zu sein und bieten eine knackige Herausforderung in Mario-Jump’n’Run-Manier, bevor ihr sie ergattern könnt. Andere Monde hingegen liegen sprichwörtlich am Wegesrand und sind teilweise nicht zu übersehen, sodass ihr sie im Vorbeigehen schnell einmal mitnehmt. Es ist natürlich viel zu früh, um abschätzen zu können, wie sich das im finalen Spiel schlussendlich verhalten wird, doch fühlt sich das Ergattern eines Mondes aufgrund der schieren Fülle der Items nicht so gut an, wie das Erreichen eines Power-Sterns in Super Mario 64, oder anders formuliert: Das Gefühl der Befriedigung beim Einsammeln schwer zu erreichender Monde wird durch solche, die am Wegesrand zu finden sind, etwas überschattet.

Aufgrund der Tatsache, dass ihr eine Welt nach dem Einsammeln eines Mondes nicht erst wieder neu betreten müsst, erinnert die Spielstruktur von Marios neuestem Abenteuer sehr an Spiele wie Banjo-Kazooie, die euch ebenfalls in eine Welt entlassen, die ihr theoretisch erst wieder verlassen müsst, wenn ihr alle der zahlreichen Sammel-Items gefunden habt. Doch lasst euch die Vorfreude aufgrund meiner Kritik an der Verteilung der Monde nicht nehmen: Regelmäßig stoßt ihr auf Herausforderungen, während denen das Gameplay von Super Mario Odyssey richtig auftrumpfen kann. Marios riesige Palette an ausführbaren Aktionen blüht in den dreidimensionalen Jump’n’Run-Passagen enorm auf. Wie auch in früheren Adventure-Plattformern mit dem bärtigen Klempner könnt ihr euch durch das Kombinieren verschiedener Sprünge nach Herzenslust austoben. Von der ersten Sekunde an steuert sich Mario nicht nur sehr vertraut, sondern auch sehr direkt und flüssig. Ihr habt stets die volle Kontrolle über Mario und alles was ihr tut, fühlt sich richtig an.

Lauf, Mario! Rette Bowser vor dem Bund der Ehe mit einer solch zeitaufwändigen Frau!

Zur audiovisuellen Gestaltung von Super Mario Odyssey kann ich noch nicht viel sagen – in Trailern und Gameplay-Szenen habt ihr euch aber sicher schon selbst ein Bild von Marios neuem Abenteuer gemacht. New Donk City gefällt mir persönlich stilistisch zwar nicht unbedingt sehr gut, der optischen Abwechslung kommen die thematisch sehr unterschiedlichen Welten, von denen uns im finalen Spiel sicher noch viel mehr erwarten, aber sehr zugute. Vor allem nach zuletzt optisch sehr generischen Mario-Titeln à la New Super Mario Bros. und 3D World. Technisch wird das Spiel aufgrund der Hardwarelimitierungen zwar niemanden vom Hocker hauen, in Bewegung sieht Super Mario Odyssey, nicht zuletzt aufgrund der vielen fantasievollen Stilrichtungen, dennoch richtig gut aus – das hübscheste Mario-Spiel dürfte Odyssey allemal werden. Auch musikalisch versucht man sich, wie zuletzt während der Galaxy-Reihe, an einem völlig eigenen Stil, der zu Odyssey passt, wie Cappy auf Mario.

Die Detailverliebtheit in Super Mario Odyssey sucht ihresgleichen – rennt Mario aufgrund eurer Dussligkeit beispielsweise in einen Kaktus, bleiben einige Stacheln daraufhin in der Nase des Klempners stecken (wo auch sonst). Sowohl Mario, als auch sämtliche NPCs, sind sehr liebevoll animiert – vor allem die abgedrehten Bewohner des Sand Kingdoms haben es mir sehr angetan. Doch warum erzähle ich euch das: Die Trailer und veröffentlichten Gameplay-Szenen machen kein Geheimnis daraus, dass Super Mario Odyssey ein wahres Fest für Nintendo Switch-Besitzer wird. Eigentlich wollte ich euch nur eines mitteilen: Sie lügen nicht. Merkt euch den 27. Oktober unbedingt vor.

Unsere Prognose zu Super Mario Odyssey

Meinung von David Pettau
Super Mario 64 war das erste Videospiel, mit dem ich in Berührung kam – das Entfachen einer Leidenschaft, die aktuell in mir brennt wie schon seit Jahren nicht mehr. Es gab wohl lange keine bessere Zeit, um ein Nintendo-Fan zu sein, und Super Mario Odyssey könnte die Krönung dieser goldenen Nintendo-Epoche werden, die wir softwaretechnisch aktuell erleben. Bei Super Mario Odyssey handelt es sich nicht nur um ein neues Super Mario 64, um ein neues Sunshine oder um ein neues Galaxy – es handelt sich um ein neues 3D-Mario im alten Stil mit völlig neuem Konzept. Ein Konzept, das mich insgesamt mehr als überzeugen kann. Das, was in der Mario-Reihe seit Jahren abwesend war, wird in Super Mario Odyssey ganz großgeschrieben: Kreativität. Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, wie viel davon im finalen Spiel stecken wird.
Mein persönliches Highlight: Mein Lieblingssprung aus Super Mario Sunshine ist endlich zurück: Der Drehsprung!
Meinung von Ilja Rodstein
Super Mario Odyssey ist genau das Super Mario-Spiel, welches alle Mario-Fans verdient haben. Die Steuerung fühlt sich vertraut an, der Erkundungsdrang ist hoch und es scheint ein wirklich sehr kreativer Titel zu werden. Die beiden Level wirkten sehr abwechslungsreich und ich bin sehr gespannt was da noch alles kommt. Es könnte das Spiel werden, welches The Legend of Zelda: Breath of the Wild als Spiel des Jahres vom Thron stößt.
Mein persönliches Highlight: Der Detailgrad und die Liebe mit der dieses Meisterwerk kreiert wurde.
Meinung von Sebastian Schewe
Damals, als das Nintendo 64 erschien, wollte ich es natürlich sofort haben. Also wünschte ich es mir zum Geburtstag, und der Konsole lag Super Mario 64 bei. Natürlich bin ich sehr früh aufgestanden und noch bevor meine Gäste abgereist waren, musste mein Vater mit mir losfahren und es kaufen. Nach genug Bettelei hat das geklappt. Nun bin ich 29, und habe solche Bettelei nicht mehr nötig. Aber meine Vorfreude auf das Spiel ist dieselbe wie damals. Ich bin jemand, der oft Spiele mag, die generell verhasst sind, wie zum Beispiel Paper Mario: Sticker Star. Doch bei Super Mario Odyssey werden sich die meisten wohl einig werden – ein grandioses Spiel, welches in die Halle der legendären Spiele eingehen wird, wie einst auch Super Mario 64.

Kommentare 10

  • Artemos Turmritter - 22.06.2017 - 13:32

    Sehr schöner Bericht!
    Freu mich wie verrückt auf das Spiel :)
  • BANJOKONG Turmfürst - 22.06.2017 - 13:40

    krass bin ich heiß drauf :mariov:
  • Link aus Hyrule Bewahrer der Titanen - 22.06.2017 - 13:40

    Ich glaube, daß dieses Spiel ein ähnliches Fest wie BotW wird. Tja, schwer für 3rds dagegen anzustinken.

    Ich freue mich riesig auf SMO :mldance:
  • SAM Conkers bester Freund - 22.06.2017 - 14:55

    Große Worte die ihr da für das Spiel übrig habt! Das bestätigt auber auch meinen Eindruck, das wir es mit dem nächsten Meilenstein im Mario Universum zu tun haben, und die Vorfreude steigt ins unermessliche ! :)
  • Marvomat Turmbaron - 22.06.2017 - 15:50

    Herrlich, scheinbar begeben wir uns gerade wirklich wieder in ein goldenes Nintendo Zeitalter!
  • Frank Drebin Spezielle Spezialeinheit - 22.06.2017 - 16:00

    Stimmt, die aktuelle Nintendo-Epoche ist echt gut.

    Zelda, Mario Kart 8 Deluxe, Super Mario Odysee...
    Nintendo hat seine Hausaufgaben gemacht!!!


    Jetzt fehlen nur noch die amerikanischen 3rds, dann bin ich echt Glücklich :D
  • sCryeR Turmbaron - 22.06.2017 - 18:04

    Zelda vom Thron zu stoßen ist nicht schwer, gammel Schreine, sowie die schlechtesten "Dungeons" und Bossen der Serie sei dank.
    So viel kann man mit einem Mario Titel gar nicht falsch machen/ruinieren.
  • adlerauge Super Jumper - 22.06.2017 - 18:19

    Zitat von sCryeR:

    Zelda vom Thron zu stoßen ist nicht schwer, gammel Schreine, sowie die schlechtesten "Dungeons" und Bossen der Serie sei dank.
    So viel kann man mit einem Mario Titel gar nicht falsch machen/ruinieren.
    Du brauchts ja Zelda nicht spielen - wenn es für dich zu schlecht gemacht ist, dann wechsel doch einfach zur Xbox One X, da gibt es genug Ballerspiele um schlechte Laune abzulassen. :troll:
  • Lyle Turmheld - 22.06.2017 - 22:28

    Wow, Nintendo! Da habt ihr mir aber ein tolles Geburtstagsgeschenk (was ich natürlich selber bezahlen darf) vorbereitet. Danke im voraus. Das gezeigte sieht großartig aus! Und der Bericht macht mich erst recht heiß.
  • Mephiles Detroit - 23.06.2017 - 14:47

    Hört sich doch alles super an. :)