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Splatoon 2 angespielt - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Splatoon 2
  • USA USA: Splatoon 2
  • Japan Japan: Splatoon 2
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
21.07.2017
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Nintendo
Genre
Action, Shooter, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 8 - Online: 8
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Salmon Run: Wenn Dark Souls auf das Tintenfischuniversum trifft

Von Ilja Rodstein ()
Splatoon war der große Renner in Japan, doch auch in Europa hatte es eine eigene, größere Fanbasis. Am 21. Juli erscheint der Nachfolger Splatoon 2 für die Nintendo Switch und wird sicherlich nicht weniger Spaß machen, als sein Vorgänger. Die Kampagne ist wieder da, sämtliche Online-Spielmodi aus dem Vorgänger wurden auch übernommen und eine brandneue Koop-Erfahrung wurde neu eingeführt.

Kurze Worte zum Revierkampf
In diesem Anspielbericht geht es hauptsächlich um den neuen Koop-Modus mit dem Namen Salmon Run. Bereits im Januar haben wir den klassischen Revierkampf-Modus angespielt. Unseren Anspielbericht dazu könnt ihr hier lesen. Auf dem diesjährigen Post E3-Event, beziehungsweise im Splatoon-Testlabor waren zwei Stände für Splatoon 2 aufgebaut worden. Auf dem einen konnte erneut Revierkampf, jedoch mit mehr Waffen und Arenen gespielt werden und auf dem zweiten Stand konnte an einem kleinen Tisch der Koop-Modus Salmon Run im Handheld-Modus angezockt werden. Splatoon 2 wurde im Vergleich zum Nintendo Switch-Event und dem Splatoon 2 Global Testfire nochmal grafisch verbessert. Mittlerweile läuft das Spiel in 1080p und 60 FPS und sieht einfach gut aus. Im Revierkampf hat man besonders abwechslungsreiche Arenen gesehen, bei denen alle einen sehr guten Eindruck hinterlassen haben. Sogar die überarbeitete Version der Arena "Muränentürme" ist anspielbar gewesen und wurde sehr sinnvoll durch Röhren ergänzt, die man bereits aus dem Einzelspieler von Splatoon kennt. Dies ist eine sehr sinnvolle Addition und gibt dem Ganzen ein neues Spiel- und Taktikgefühl. Die Waffen, die auswählbar waren, sind größtenteils, bis auf den Duo-Kleckser, im Vergleich zum ersten Teil gleichgeblieben. Es wird sich an der Vollversion zeigen, inwieweit dort Ergänzungen vorgenommen wurden.

Die wohl größte Neuerung des Spiels ist ohne Zweifel der Koop-Modus Salmon Run
Der neue Koop-Modus Salmon Run war nur im Handheld-Modus auf der einzigen bislang angekündigten Karte "Spawning Grounds" spielbar. Wir haben uns lokal mit unseren vier Konsolen verbunden, wobei eine Konsole die Partie gehostet hat und die anderen dem Host beitreten mussten. Der Host konnte die Karte (von der es nur eine zur Auswahl gab) und den Schwierigkeitsgrad auswählen. Dabei konnte ein Schwierigkeitsgrad zwischen 5 und 100% in Fünferschritten gewählt werden. Die Spieler können in der Lobby ihre Waffe wählen, die Wurfwaffe und Spezialwaffe wurden vermutlich zufällig den Spielern zugelost und konnten erst im Spiel gesehen werden. Nachdem alle fertig waren konnte das Spiel endlich gestartet werden.

Wir sind bereit!

Zu viert landeten wir auf der Insel, die man bereits aus der ersten Präsentation des Modus kennt. Ein Countdown von 10 Sekunden beginnt und es geht darum möglichst viel Fläche insgesamt einzufärben. Somit haben wir uns in alle vier Himmelsrichtungen eingeteilt und jeder hat möglichst viel eingefärbt. Nach etwa 5 Sekunden taucht auf der Karte an einer Position eine Art Auffangkorb auf, in den wir später unsere Fischeier bringen sollen, doch dazu später. Nachdem die 10 Sekunden abgelaufen waren, kamen erste Gegner. Dabei gibt es Gegner, die innerhalb von wenigen Schüssen besiegt werden können, aber auch welche, bei denen man auch schon drei Rollerschwingungen braucht, um diese zu besiegen. Schließlich kam relativ schnell einer der vielen unterschiedlichen Bossgegner. Die Bossgegner haben dabei meistens einen von vier Spielern anvisiert und angegriffen. Jeder der Gegner brauchte eine eigene Taktik, um diesen zu bezwingen. Mal musste man Granaten in einen Eimer, der auf und zu geht, werfen und mal musste man den Gegner am Kopf treffen, sobald dieser diesen zeigt. Die Gegnertaktiken waren ziemlich abwechslungsreich und es war manchmal gar nicht so einfach herauszufinden, wie man den Gegner besiegen kann. Interessanterweise spielte die Absprache eine wichtige Rolle. Dabei haben wir uns eingeteilt: Die einen haben den Boss angegriffen, während die anderen die kleineren Gegnerwellen um uns herum ausgeschaltet haben. Sobald der Gegner bezwungen war, erschienen an der Stelle je drei Fischeier. Diese mussten wir aufnehmen und zu den vorher genannten Auffangkörben bringen. Jeder Spieler kann dabei jeweils ein Ei gleichzeitig tragen. Doch ist es nicht so schnell vorbei, denn je nach Schwierigkeitsgrad sind immer noch weitere Bossgegner derzeit auf der Karte unterwegs. Auch diese kann man besiegen, doch kann man sich nicht auf einem hohen Schwierigkeitsgrad auf alle gleichzeitig konzentrieren. Die Absprache ist in diesem Modus folglich besonders wichtig.

In diesen Auffangkorb müssen die Eier gebracht werden.

Insgesamt gilt es in diesem Modus drei Gegnerwellen zu bezwingen, um die meiste Belohnung einzukassieren. In jeder Welle gilt es eine vorgegebene Anzahl an Eiern, die in den Korb abgeliefert werden sollen. Die Anzahl steigt außerdem mit dem höheren Schwierigkeitsgrad an. Auf niedrigen Schwierigkeitsgraden reichen bereits vier Eier pro Runde, auf höheren müssen über 10 Eier in der gleichen Zeit abgeliefert werden. Eine Welle dauert insgesamt 100 Sekunden, unabhängig davon, ob ihr alle Eier abgeliefert habt oder nicht. Sobald die vorgegebene Menge abgeliefert wurde, können noch weitere Eier in den Korb geworfen werden. Das Wichtigste ist es aber nach dem Erreichen der Zielpunktzahl, das Überleben zu sichern bis die Zeit abläuft. Man sagte uns, dass die Gegner die Eier wieder ins Wasser zurücknehmen können, dies ist uns aber aufgrund von unserer hervorragenden Verteidigungstaktik nie passiert. Sobald ein Spieler besiegt und umgestoßen wurde, verwandelt sich dieser nach wenigen Sekunden in einen Rettungsring. Mit diesem kann dieser sich langsam fortbewegen, springen und sogar ein Ei tragen. Mit einem Schuss eines Mitspielers kann man den Spieler im Rettungsring wieder zum Leben erwecken.

Die Lernkurve ist steiler, als der Erfolg der Tintenfischforschung

Einer der vielen unterschiedlichen Bossgegner zeigt das abwechslungsreiche Gegnerdesign in diesem Modus.

Sobald wir ein niedriges Level geschafft hatten, war die Motivation besonders groß eine höhere Stufe zu absolvieren. Insgesamt wurden wir mit besserem Verständnis immer besser und besser. Dies war der besonders steilen Lernkurve zu verdanken. Selbst nach Niederlagen waren wir motiviert wieder in den Ring zu steigen und das ganze weiter zu versuchen. Das Gegnerdesign war echt klasse, die Gegner waren zwar nicht die intelligentesten, dennoch hat dies den Spielspaß nicht getrübt. Die Größe der Arena wurde durch die flexiblen Wasserpegel zufällig geändert, doch auch Nebel, der manchmal aufgetaucht ist, hat das Gameplay abwechslungsreich und unvorhersehbar beeinflusst. Jeder Spieler darf insgesamt zwei Mal die Spezialwaffe einsetzen. Diese muss nicht wie im Revierkampf aufgeladen werden, sondern ist immer verfügbar. Sollte man mal in Bedrängnis kommen, so kann man die Spezialwaffe einsetzen. Sobald wir die Schwierigkeitsstufe geändert haben, erhöhte sich die Anzahl der Gegner drastisch. Doch fühlte es sich nicht vollkommen unmöglich an, denn wir haben sogar fast eine ganze Welle auf höchster Stufe geschafft. Man muss nur damit klarkommen, dass man sehr oft stirbt, doch mit viel Durchhaltevermögen wird man irgendwann auch die höchste Stufe meistern können.

Die anspielbare Arena wird aber nicht die einzige bleiben, denn spätestens nach dem Erscheinungstermin werden kostenlose Arenen nachgereicht. Dieser Modus wird online nur zu bestimmten Events spielbar sein, mit Freunden kann man diesen aber jederzeit spielen. Lokal wird der Modus ebenfalls jederzeit spielbar sein. Es werden keine vier Spieler benötigt, wir konnten den Modus aber nicht mit einer geringeren Anzahl an Spielern anspielen.

Motivation nimmt keineswegs ab!
Für mich, als Fan von Koop-Spielen, war dies ein großer Spaß. Man hat jedoch gemerkt, dass hierbei die Absprache sehr wichtig ist und dieser Modus bestenfalls mit Freunden gespielt werden sollte. Alleine mit fremden Personen fehlt da einfach die nötige Koordination, um miteinander taktisch klug zu spielen. Signale mit dem Steuerkreuz, um den Mitspielern Anweisungen zu geben, wären da sehr ratsam gewesen. Dennoch hatten wir sehr viel Spaß mit diesem Modus und dieser ist überraschend eins unserer Highlights auf dem diesjährigen Post E3-Event geworden. Ich freue mich sehr auf den Erscheinungstermin, um mit dem zeitgleich erscheinenden Voice-Chat mit unserer ntower-Redaktion die 100%-Marke zu knacken.

Unsere Prognose zu Splatoon 2

Meinung von Ilja Rodstein
Splatoon 2 – Salmon Run ist überraschenderweise ein Highlight dieser E3 geworden. Die Absprache, die Taktik, das Spielprinzip, all das hat hervorragend zusammengepasst und es hat sich bewiesen, dass dieser Modus ein sinnvoller Zusatz in das schon vollgestopfte Spiel ist. Dieser Modus rechtfertigt erneut den Kauf von Splatoon 2. Leider sollte dieser Modus bestenfalls mit Freunden gespielt werden, da Absprache hierbei besonders wichtig ist. Die höheren Schwierigkeitsstufen sind keineswegs frustrierend und nicht unmöglich zu schaffen, doch wird man da einiges zu knabbern haben.
Mein persönliches Highlight: Als uns gesagt wurde, welches das höchste bestandene Level auf dem Event war und wir das dann überboten haben.
Meinung von Sebastian Schewe
Anfangs hatte ich ja Angst, dass der Salmon Run der neue Single-Player-Modus von Splatoon 2 wird, also quasi ein Singleplayer-Modus, der ein Multiplayer-Modus ist. Dennoch sah er sehr spaßig aus. Im Endeffekt ist es aber einfach ein Modus mehr zu denen, die wir schon aus dem Vorgänger kennen. Und was für einer! Anfangs erscheint er recht schwer, doch hat man es mal raus, dann kann man enormen Spaß damit haben, besonders wenn man den Ehrgeiz aufbringt es irgendwann auf der höchsten Schwierigkeitsstufe zu schaffen. Die Gegner sind dazu noch sehr Abwechslungsreich und müssen auf verschiedene Weise besiegt werden. Ich sehe mich schon etliche Stunden in diesen Modus versenken.
Mein persönliches Highlight: Der Nintendo-Mitarbeiter wusste nicht, wie man einen bestimmten Gegner besiegt, was wir ihm dann beibringen konnten.
Meinung von Max Kluge
Auch, wenn ich kompetitive Spiele mag, finde ich es immer noch besser im Team gegen Gegnerhorden anzutreten und sich Strategien zu überlegen, wie man bestimmte Fieslinge am besten beseitigt. Salmon Run ist für mich daher die perfekte Zusammenkunft aus actiongeladenem und kurzweiligem Gamplay, mit einer ordentlichen Prise Teamgeist und Hektik. Das Design der Fischgegner ist wunderbar, die Bosse flößen einem Respekt ein und das Gefühl, wenn man als Einziger noch am Leben ist und alles daransetzt, seine Teamkameraden wiederzubeleben ist einfach fantastisch. Salmon Run wird definitiv ein Highlight in Splatoon 2!
Mein persönliches Highlight: Der anschwellende Adrenalinspiegel, wenn man nur noch ein Ei braucht und bereits die letzten zehn Sekunden beginnen.