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Nintendo Labo: Toy-Con 01 - Multi-Kit angespielt - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Nintendo Labo: Toy-Con 01 - Multi-Kit
  • USA USA: Nintendo Labo Toy-Con 01 - Variety Kit
  • Japan Japan: Nintendo Labo Toy-Con 01 - Variety Kit
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
27.04.2018
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Nintendo
Genre
Party
Spieleranzahl
Lokal: 0 - Online: 0
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Pappe erwacht zum Leben

Von Ilja Rodstein () Eine Woche nach der Nintendo Direct Mini im Januar gelang Nintendo eine weitere Überraschung. So kündigten diese „ein brandneues, interaktives Nintendo Switch-Erlebnis für alle Kinder – auch die größeren unter uns“ an. An diesem Abend wurde Nintendo Labo mit einem Ankündigungstrailer erstmals der Weltöffentlichkeit gezeigt. Ein Produkt, welches nicht nur viele überraschte, sondern auch das Internet spaltete. Die einen sagten, dass diese Idee lächerlich sei, während die anderen es ziemlich kreativ und einzigartig fanden. Nintendo Labo verbindet die unterschiedlichen Funktionen der Nintendo Switch mit Pappbausätzen, die selbst gebaut sind und mit denen anschließend gespielt werden kann. Zum Start am 27. April stehen dabei zwei unterschiedliche Bausätze zur Verfügung. Zum einen ist dies das Nintendo Labo – Toy-Con 01: Multi-Set, welches fünf unterschiedliche Bausätze anbietet, und zum anderen das Nintendo Labo – Toy-Con 02: Robo-Set, welches einen einzelnen Bausatz für einen großen Roboter mit sich bringt. Die Nummerierung lässt vermuten, dass dies erst der Anfang ist und noch weitere Toy-Con-Sätze im Laufe der Zeit erscheinen werden.

Nintendo Labo lädt jeden ein, die Kreativität aus sich herauszuholen
Nintendo veranstaltete Mitte März eine eigene Nintendo Labo-Werkstatt in Hamburg, bei der sich Familien mit Kindern bewerben konnten. Doch auch Pressevertreter waren eingeladen. So waren auch wir vor Ort und ließen uns die Chance nicht entgehen, um mit Nintendo Labo zu bauen, zu spielen und zu entdecken.

So sehen diese Pappeplatten aus, mit denen später ganze Objekte entstehen. Oft sind mehrere Platten pro Bausatz nötig.

Zu Beginn des Events wurde man nach einer kurzen Einführung in die Räumlichkeiten weitergeleitet, in denen es die Möglichkeit gab unseren ersten Bausatz zu bauen. Das Multi-Set bietet insgesamt fünf Bausätze an, die aber jeweils in 90-210 Minuten aufgebaut werden können. So lautet zumindest die offizielle Angabe, die im Spiel dargestellt wird. Eine Ausnahme bildet da das RC-Auto, welches nur 10 Minuten zum Aufbauen benötigt und sogar zwei Mal im Paket erhältlich ist. Dieses konnten wir im Rahmen des Workshops aufbauen und selber verzieren. Das RC-Auto ist damit also am leichtesten aufzubauen, doch es bot eine gute Grundlage, um das Bauen zu verstehen. Die Anleitung dafür ist auf der Nintendo Switch-Konsole in der beigefügten Software enthalten und diese ist wirklich kinderleicht zu verstehen. So seht ihr auf dem Bildschirm ein frei scrollbares, dreidimensionales Bild des Bausatzes, welches mit der Zwei-Finger-Zoom-Funktion aus der Nähe oder Ferne betrachtet werden konnte. Es war quasi ein Video, welches durch Drücken des Touchscreens abgespielt wurde. Jede Menge wichtige Hinweise finden sich in der Bauanleitung und die schwierigeren Schritte werden in automatisch zurückspulbaren Videos abgespielt. Ohne Kleber, sondern mit bloßem Knicken und Zusammenstecken, entstand unser RC-Auto, welches wir dann selbst verzieren durften. Nintendo stellte uns dabei Verzierzubehör zur Verfügung, das in einem Bastelladen erworben wurde. So konnten wir leider nicht das Zubehör aus dem optionalen Design-Paket verwenden.

Selbst das Basteln ist schon ein Highlight und das obwohl man noch nicht damit gespielt hat

Ich bin persönlich zwar kein großer Bastel-Fan, doch dieser Workshop hat den Künstler in mir erweckt. Es hat wirklich großen Spaß gemacht diese Bausätze aufzubauen, und auch wenn ich kein Profi im Verzieren bin, hat selbst das sehr viel Individualität reingebracht. Die Kinder, die bei dem Event anwesend waren, hatten allesamt sehr viel Spaß dabei und die Kreationen, die dabei entstanden sind, waren durchaus individuell. Einige haben sich einen Elefanten gebastelt, andere Sets waren sogar berühmten Nintendo-Charakteren nachempfunden. Die Kreativität kennt dabei keine Grenzen.

Der gesamte Umfang des Multi-Sets. Jede Farbe der Pappeplatten steht für einen unterschiedlichen Bausatz. So könnt ihr hier sehen, wie viele Platten pro Bausatz nötig sind.

Natürlich haben wir auch mit unserem Bausatz gespielt. Dazu mussten wir daran links und rechts Joy-Con einstecken, die sich überraschend gut gehalten haben, und schon konnten wir das Auto steuern. Das Fahrzeug steuert sich über die Vibration der Joy-Con. Ihr habt dabei zwei Tasten, die jeweils die Vibration an einem Joy-Con an und ausschaltet. So kann das Auto also geradeaus, nach links und rechts gesteuert werden. Rückwärtsfahren ist dabei aber nicht möglich. Die Vibrationsstärke kann individuell eingestellt werden und so muss man das Optimum finden, mit dem das Auto am schnellsten fährt, denn eine zu starke oder zu geringe Frequenz lässt es auf der Stelle vibrieren. Überraschend viel Tiefe wird erst entdeckt, wenn man sieht was der IR-Sensor des rechten Joy-Con kann. Denn das Auto kann eine Bildaufnahme mit der IR-Kamera auf den Bildschirm der Nintendo Switch weiterleiten und per Knopfdruck hat diese sogar eine Wärmebildkamera. Falls ihr euch nicht traut in euer dunkles Zimmer zu gehen, stellt ihr das RC-Auto hinein und könnt die Gegend im Dunkeln erkunden. Auf dem Workshop gab es die Möglichkeit, einen Parcour im Dunkeln zu absolvieren. Wirklich cool! Das Auto hat außerdem eine Wettkampffunktion, die es ermöglicht zwei RC-Autos gegeneinander antreten zu lassen. Das Auto, dass umfällt, erzeugt ein Explosionsgeräusch auf dem Bildschirm des jeweiligen Verlierers. All das sind kleine Kniffe, die den Spielspaß an einem so simplen Objekt erwecken.

Natürlich war der Workshop nicht auf das RC-Auto limitiert, denn nach etwa einer Stunde durften wir in den nächsten Raum treten, in dem alle anderen Sets vorgestellt wurden. Das Bauen wäre für uns auch möglich gewesen, doch wollten wir die Zeit lieber ins Spielen investieren, da wir davon eindeutig zu wenig hatten, um andere Sets zu bauen. Anders als das RC-Auto brauchen die anderen Sets viel, viel mehr Zeit und so habe ich Anderen über die Schulter geschaut. Es ist deutlich aufwendiger, denn es müssen sogar Fäden aufgerollt und verbunden werden. Aber die Teilnehmer hatten allesamt großen Spaß dabei, denn die gute Anleitung auf dem Bildschirm der Nintendo Switch vereinfacht den Schwierigkeitsgrad enorm. Und trotzdem, es wurde nie geklebt, auch die aufwendigen Sets wurden durch bloßes Einstecken gebaut.

Frische Fische fritzt Frischer Fritz

Spielerisch sind wirklich unterschiedliche Sets dabei. Mit der Angel könnt ihr Fische fangen. Dazu habt ihr ein Set, welches aus einer ausfahrbaren Angel besteht, die mit einem Aufsteller verbunden ist, in welchen die Nintendo Switch im Hochformat aufgesteckt wird. Die Angel kann dabei frei geschwenkt werden. Der Joy-Con, der in der Angelrute feststeckt, erkennt dabei punktgenau die Bewegung mit dem Gyrosensor. Ein zweiter Joy-Con hängt in der Kurbel und dreht sich beim Kurbeln mit. So erkennt dieser, wie schnell und in welche Richtung ihr kurbelt. Überraschend entsteht daraus ein spaßiges Minispiel, in dem ihr unter dem Grund die schwersten Fische angeln könnt. Die Bewegungen werden wirklich realistisch erfasst, sodass sich dies wie ein echter Angeltrip anfühlt. Dies ist nur mit Nintendo Labo möglich, denn ein simples Angeln mit dem Joy-Con trägt nicht zu so einem Realismus bei. Das Spiel bietet zwar nicht viel Tiefe, doch Kinder werden daran großen Spaß finden. Auch etwas Geduld müssen diese mitbringen, denn wer zu schnell kurbelt bringt das Seil zum Reißen und der Fisch flieht. Bei diesem Set spielen nur die Gyrosensoren eine Rolle und es wird keine Nutzung vom IR-Sensor erhoben.

Ein Set, welches mich positiv überrascht hat, war das Haus. So besteht das Bauset aus ebendiesem, bei dem der Joy-Con im Schornstein steckt, sodass der IR-Sensor die drei Schalter erfassen kann. An drei Seiten könnt ihr drei Aufsätze reinstecken. Darunter sind ein Knopf, ein Schalter und eine Kurbel. In der Mitte des Hauses wird die Nintendo Switch platziert, die quasi das Innere zeigt. In dem Spiel habt ihr ein süßes Tierchen, welches im Haus wohnt und ein wenig an einen braunen Kirby erinnert. Durch die Aufsätze wird das Leben des Tierchens beeinflusst. Steckt ihr an der Seite den Schalter rein, wird das Haus mit Wasser vollgepumpt. Durch den Knopf schaltet ihr das Licht aus und bringt das Tierchen zum Schlafen. Doch so gehorsam ist es auch nicht, denn manchmal weigert es sich auf euch zu hören. Es ist außerdem möglich mehrere Schalter zu kombinieren. So könnt ihr zum Beispiel rechts den Knopf anbringen und unten den Schalter. Durch diese Aktion öffnet sich ein Ballon-Minispiel, in dem einige Belohnungen verdient werden können. Es macht Spaß, neue Spiele zu entdecken, denn durch das unterschiedliche Zusammenstecken ergeben sich vielfältige Kombinationen. Die Belohnungen sind Zutaten für einen Cupcake, der in der Mikrowelle warm gemacht wird. Ja, auch Fisch und Seife kommen auf den Cupcake, doch dem Tierchen scheint dieser trotzdem zu schmecken.

Motorrad, Klavier, Auto, Angeln und Haus: Fünf Spiele in einem Set

Ein weiteres spannendes Set ist das Klavier, bei dem ich bis heute nicht genau weiß, wie dieses funktioniert. Ja, ihr könnt „Alle meine Entchen“ wie auf einem richtigen Klavier spielen, denn die zeitpräzise Erfassung ist wirklich unglaublich. Es fühlt sich einfach wie ein richtiges Klavier an und das Ganze wird nur durch den IR-Sensor eines Joy-Con erfasst. Ihr habt außerdem einige Aufsätze zur Verfügung, die ihr ins Klavier stecken könnt. So kommen plötzlich Katzengeräusche oder auch ein anderer alternativer Sound. Musikalisches Talent kann außerdem durch die Aufnahmetaste festgehalten werden. Das Klavier braucht übrigens etwa drei Stunden, bis es aufgebaut ist. Damit ist dies das aufwendigste Set von allen.

Das Lenkrad aus Mario Kart war gestern, hier müsst ihr euren ganzen Körper mitbewegen

Der letzte Bausatz des Multi-Sets ist das Motorrad. Hierbei müsst ihr euch den Bausatz im Sitzen auf eure Beine abstellen und könnt den Lenker nach links und rechts drehen, müsst euch aber gleichzeitig zur Seite lehnen. Zum Gas geben wird der rechte Lenker gedreht, es gibt auch einen separaten Knopf, um den Motor zu starten und einen Hebel, mit dem das Motorrad bremst. Spielerisch wird das Mario Kart-Fans aber nicht vom Hocker reißen, denn es herrscht nicht viel Spieltiefe darin. Die 9 Strecken sind eigentlich ganz nett, doch in Kombination mit der gewöhnungsbedürftigen Steuerung ist dieses Spiel eher für Amateure. Abgesehen von normalen Rennen, gibt es ebenfalls einen Wettkampf-Modus, in dem ihr innerhalb einer bestimmten Zeit die meisten Ballons sammelt müsst. Dabei fehlen leider Items, mit denen ihr euren Gegnern das Leben schwer machen könnt. Was Mario Kart aber noch nie gesehen hat, ist ein Streckeneditor. Hier habt ihr eine Freifläche, die ihr abfahrt. Durch eure Fahrt entsteht hinter euch eine Strecke, die ihr dann in einem von drei Slots speichert. Auch Boost-Stationen werden dabei gesetzt. Von Online- und Mehrspielerfunktionen fehlte hier jedoch jede Spur, sodass dies auch nur ein kleiner lokaler Spielspaß ist.

Selbst für einen so einfachen Roboter sind viele Pappplatten nötig

Zu guter Letzt durfte ich noch das Robo-Set ausprobieren. Dieses ist ein Rucksack, der zwei Umhängeschlaufen für die Beine und zwei Klötze für die Hände enthält. Diese sind jeweils durch einen Faden mit der Box verbunden, in der ein einzelner Joy-Con drinsteckt. Dieser erkennt mit dem IR-Sensor die Bewegung jedes Körperteils und dies funktioniert außerordentlich präzise. Auf dem Kopf habt ihr ein Visier, in dem ein weiterer Joy-Con drinsteckt, der eure Kopfbewegung genau erkennen kann. Bei Nachfragen wurde mir gesagt, dass es insgesamt 3 Stunden dauert, bis der komplette Roboter aufgebaut ist. Dies ist übrigens von allen Nintendo Labo-Bausätzen der einzige, der im TV-Modus funktioniert. Im Spiel steuert ihr einen Roboter, der durch Stampfen der Beine gehen kann und durch das Strecken eurer Arme seine bewegen kann. In dem Modus, den wir ausprobieren durften, streift ihr durch eine Stadt und müsst möglichst viele Gebäude zerstören, um die maximale Punktzahl zu erreichen. Dabei lauft ihr von einem zum anderen Gebäude und könnt durch unterschiedliche Kombos Punkte sammeln. Durch das Ausstrecken der Arme fängt der Roboter sogar an zu fliegen. Dann ist es möglich, durch das Stampfen eines Beins das Gebäude unter einem zu zerstören. Geht ihr in die Hocke, wechselt ihr in den Panzermodus und könnt durch das Neigen fahren oder auch in die Luft damit fliegen. Es gibt noch jede Menge geheimer Bewegungen, die schwer in Wort und Schrift zu beschreiben sind. Das muss man wirklich selber ausprobieren. Würde man mir als Kind so etwas geben, wäre ich überglücklich. Der Rucksack sitzt fest am Rücken und wird durch Gürtelverschlüsse zusammengehalten. Leider fehlt mir jetzt die Übersicht, wie viele Spielmöglichkeiten und Spielmodi das Robo-Set beinhaltet.

Schlechte Qualität der Pappe kann den Spielspaß trüben

Doch so euphorisch es klingt, muss ich die Qualität der Pappe leider negativ bewerten. Diese ist unglücklicherweise ziemlich dünn und kann sehr leicht geknickt werden. So habe ich durch einen falschen Knick mein komplettes RC-Auto unfahrbar gemacht, sodass es nach wenigen Zentimetern umkippte. Der Nintendo Labo-Workshop ging über zwei Tage und wir waren die letzte Gruppe, die dort teilgenommen hat. So haben wir auch das Problem gehabt, dass zwei der vier anwesenden Haus-Sets nicht mehr funktioniert haben. Die Schalter, die angebracht werden konnten, wurden nicht mehr vom System erkannt. Dies zeigt, wie sensibel die Toy-Con sind und unaufmerksame Kinder diese sehr leicht kaputt machen können. Dies ist leider sehr schade, denn ich hätte hochwertigere Pappe erwartet. Laut Nintendo wird es die Möglichkeit geben, Pappe einzeln nachzubestellen, sodass ihr die Modelle im Falle eines Bruchs reparieren könnt.

Werdet der neue Mozart mit dem Klavier-Set

Als Letztes haben wir uns die Nintendo Labo-Werkstatt angeschaut. Diese gibt einem die Möglichkeit die Funktionen zu programmieren. So könnt ihr unterschiedliche Funktionen, wie die Bewegung in eine bestimmte Richtung oder das Drücken einer Taste, mit anderen Funktionen kombinieren. Es gibt die „WENN“- oder „UND“-Funktion, die bestimmte Bedingungen ermöglichen kann. Erinnert ihr euch an das Männchen aus dem Nintendo Labo-Trailer? Dieses wurde mit einem weißen Aufkleber ausgestattet, welcher vom IR-Sensor des rechten Joy-Con erkannt werden kann. Durch den „UND“-Befehl wurde außerdem das Drücken der Schultertaste als Bedingung festgelegt, damit der zweite Joy-Con, der an dem Pappmännchen angebracht wird, vibriert. So visiert ihr eure Pistole auf das Männchen und drückt gleichzeitig die Schultertaste, sodass der zweite Joy-Con vibriert und das Männchen umfällt. Drückt man einfach die Taste oder visiert ohne zu drücken das Männchen an, wird nichts passieren. Ein zweites Beispiel, welches uns gezeigt wurde, ist die Steuerung des RC-Autos mit dem Motorrad-Set. Das Ganze kann noch weitaus tiefgreifender erfolgen mit unendlich vorstellbaren Kombinationen. Sicherlich werden ganz junge Kinder damit nichts anfangen können, doch ich bin mir sicher, dass kreative Erwachsene hier auch jede Menge Spaß finden werden. Ich bin wirklich sehr gespannt, welche Videos im Internet auftauchen werden. Das Spiel bietet ein gutes Tutorial für alle Funktionen und so wird sicherlich jeder verstehen, wie die Toy-Con-Werkstatt funktioniert. Diese Funktion hat mir die Augen geöffnet, denn Nintendo Labo ist nicht nur ein Pappspielzeug, sondern bietet unendliche Freiheiten, die jedermann genießen kann.

Unsere Prognose zu Nintendo Labo: Toy-Con 01 - Multi-Kit

Meinung von Ilja Rodstein
Nintendo Labo hat mich sehr positiv überrascht. Selbst 20 Stunden sind nicht genug, um mit dem Multi-Set Spaß zu haben, Denn alleine bis alle Sets aufgebaut sind, vergehen die ersten 10 Stunden und dann wird man noch viele weitere mit dem Spielen verbringen. Auch das Robo-Set bringt den Traum eines Kindes mit sich, denn es kann sich in einen riesigen Roboter verwandeln. Ja, Nintendo Labo ist nichts für mich und ich werde es mir auch nicht kaufen. Doch Eltern sollten sich den Kauf gut überlegen, denn die Pappaufsätze fordern eines: Das Zusammenspiel zwischen Eltern und Kindern. Es ist nichts für Kinder alleine oder auch für alleinstehende Erwachsene, Nintendo Labo ist für Familien, die statt zu einem Brettspiel, zu den Pappaufsätzen greifen können. Einzig die Verarbeitung lässt mich da etwas nachhaken, denn bei falschen Bewegungen könnten die Pappaufsätze funktionsunfähig werden. Die Toy-Con-Werkstatt bietet zusätzlich dazu sehr viel Tiefe, die die Internetcommunity mit ihren kreativen Ideen begeistern werden wird. Ich bin sehr gespannt, wie Nintendo Labo sich in Zukunft weiterentwickelt. Doch bislang müssen wir den Erscheinungstermin abwarten.
Mein persönliches Highlight: Die Toy-Con-Werkstatt wird DAS Internetphänomen, ganz sicher!
Meinung von Cara Panusch
Nintendo Labo bringt Basteln und Videospielen unter einen Hut. Schön ist, wenn Kinder gemeinsam mit ihren Eltern etwas Tolles aus Pappe erschaffen, das durch die Nintendo Switch zum Leben erweckt wird. Die dünne Pappe könnte jedoch nach gewisser Zeit in Mitleidenschaft gezogen werden, sodass man damit vorsichtig umgehen sollte, damit man lange Freude daran hat. Das Basteln hat viel Spaß gemacht und das anschließende Spielen war faszinierend.
Mein persönliches Highlight: Als ich das aus der Pappe erschaffene Auto mit Glitzerklebeband, Wackelaugen und Stickern verschönern durfte.

Kommentare 23

  • David_U Nintendo =) <3 - 19.03.2018 - 15:21

    Obwohl ich anfangs eher Skeptisch gegenüber Nintendo Labo war, werde ich mir das Multi Set jetzt aber holen ;)
  • TrippleF Turmbaron - 19.03.2018 - 15:31

    Ich muss das einfach haben. Hoffe gemeinsam mit meinen Kindern viel Spaß zu haben.
  • gerdsen Turmritter - 19.03.2018 - 15:38

    Die dünne Pappe klingt ja gar nicht gut :-/
    Wenn selbst eine erwachsene Frau das Set kaputt macht oder die Dinge nach ein paar Tagen Work Shop unspielbar sind... Das ganze soll doch für Kids sein...
    Ich hatte daher zumindest dort sehr robuste Pappe erwartet.
  • Repede Turmbaron - 19.03.2018 - 15:53

    Hört sich doch ganz gut an, bis auf die Qualität der Pappe, was ein großer Minuspunkt ist. Immerhin kann man einzelne Stücke nachbestellen.
  • Emme Words of wisdom - 19.03.2018 - 15:59

    Klingt eigentlich alles nach einem teuren billigen Wegwerfprodukt.
  • Skerpla 任天堂 - 19.03.2018 - 16:04

    Maximal 30€ geb ich für das Multi-Set aus. Ein weiteres Wii Sports und 1-2-Switch brauch ich nicht.

    @Emme Und genau deswegen aus Pappe. Muss nicht lange halten und ist schnell abbaubar :troll:
  • Octave SSB #hypebrigade - 19.03.2018 - 16:16

    Wie darf ich das mit dem TV Modus verstehen? Heist das also, wenn ich jetzt bsp. das Klavier wegen meinen Lautsprechern am Fernseher benutzen möchte, jedoch der Joc Con noch im Konstrukt ist, sich das System dann sagt: ,,Nö funktioniert nicht tu die Switch schön wieder raus!´´?
  • Ilja Rodstein Gekündigter Redakteur - 19.03.2018 - 16:20

    @Octave Ich kann mir vorstellen, dass es technisch funktioniert, aber wissen tue ich es leider nicht
  • Milkywaker Turmbaron - 19.03.2018 - 16:36

    ich sehe die Klagewellen schon hereinrollen...
  • Sloppy Turmheld - 19.03.2018 - 16:36

    Die Frage wie haltbar die Pappe ist, ist finde ich schon fast eine der nebensächlichsten, denn da es Pappe ist, kann nun wirklich jeder jedes teil durch übertragen und ausschneiden ersetzen, denn Pappe ist nach Luft eins der verfügbarsten Materialen die es gibt! (meist sogar kostenlos in jeder beliebigen Verpackung oder Umverpackung, die im Supermarkt sonst weggeschmissen wird, aber pssst: man kann sich die einfach nehmen! Man muss nur fragen! Aber ihr habt den Tipp nicht von mir!).

    Viel spannender finde ich die frage wie umfangreich die ToyCon-Werkstatt sein wird!

    Spannend ist bei der Toy-Con-Werkstatt finde ich vorallem die Frage, wie
    präzise man die Ein- und Ausgaben der Joy-Con einbeziehen kann!

    Kann man beispielsweise der jeweiligen genauen Position eines
    IR-Reflektors verschiedene Ausgabeoptionen zuweisen? Oder lässt sich nur
    auf die Option zugreifen ob der Sensor überhaupt einen Reflektor
    wahrnimmt?

    Kann man den Sensor auch verschiedene Formen von Reflektoren unterscheiden lassen und entsprechende Aktionen zuordnen lassen?
    Wenn ja wie präzise kann die kamera verschiedene Formen unterscheiden?

    Wie präzise ist die Bewegungs- und möglicherweise sogar erschütterungs-/vibrationsunterscheidung der JoyCon Sensoren?

    Lassen sich zugewiesene Aktionen anhand der Stärke, Variation oder
    Position des vom jeweiligen Sensor registrierten Inputs
    entsprechend skalieren?

    Ich hoffe das Nintendo die Werkstatt anhand des Feedbacks immer weiter
    verfeinert und erweitert ohne für jede erweiterung der
    Programmiermöglichkeiten zur Kasse zu bitten, dann Kann Labo eine sehr
    große Sache und vor Allem ein sehr mächtiges Tool werden!
  • Ilja Rodstein Gekündigter Redakteur - 19.03.2018 - 16:42

    @Sloppy
    Schwer deine Fragen zu beantworten, denn wir konnten das nicht selber probieren, sondern uns wurde die Werkstatt vorgeführt. Was ich sagen kann, ist dass man zum Beispiel die Vibrationsstärke varieren kann. Es wird außerdem ein Live-Bild angezeigt, der zeigt dass der Lichtsensor etwas erkennt. Man sieht da quasi eine weiße Reflektionsfläche. Das Auto kann übrigens automatisch zu einer reflektierenden Fläche hinfahren
  • GamingPeter ANIMAL CROSSING OMG OMG OMG - 19.03.2018 - 16:46

    @Repede Bis auf die Qualität der Pappe? Das ist doch der Hauptteil von Labo. :D
  • Solaris The dark ntower - 19.03.2018 - 16:46

    Solange ihr die Pappe in Knickerfolie packt und mit Samthandschuhen anfasst, dürfte sie auch in zarten Kinderhänden, sicher länger als zwei, drei Tage halten. ;)
  • Lillyth <3 - 19.03.2018 - 19:43

    Das mit der Pappe ist schade, auch wenn man sie leicht ersetzen kann, habe ich mit mehr Qualität gerechnet.
    Ich würde empfehlen bei den Außenteilen Buchfolie oder durchsichtiges Paketband drüber zu kleben. Ist zwar leider wieder Plastik, aber dann sind Schweiß und Flecken kein Thema mehr. Und auch Sticker kann man dann wieder abmachen.
  • Milkywaker Turmbaron - 19.03.2018 - 20:20

    4players schreibt, die Pappe sei sehr robust. Na was denn nun? :D
  • Blackgoku in my Heart, i am a Gamer - 19.03.2018 - 20:25

    Das es nicht "robust" ist, wahr mir irgendwie klar xD Wir machen in unsere Werkstatt auch sehr viel mit Pappe und da sind manche Formen genau wie Das hier. Viele Pappen sollten sowieso lange aushalten - Was hier wohl nicht der fall ist...
  • Limoncello Echt sauer! - 19.03.2018 - 20:33

    Wenn die Pappe wirklich so empfindlich ist, wird der LABO-Hype wohl nicht lange anhalten.

    Weder wollen die Eltern (und großen Kinder) ständig das Zeug nachkaufen, noch wird es so einfach sein die genau passende Pappe zu finden und sie als "Ersatzteil" millimetergenau zuzuschneiden damit es exakt zum Rest passt und auch funktioniert. Wer glaubt einfach aus der schlabberigen Pappe einer Cornflakes-Schachtel oder dem letzten Amazonpaket mal im vorbeigehen ein Ersatzteil in Industriequalität auszuschneiden, der täuscht sich meines Erachtens gewaltig. Sind z.B. die "Beine" des Autos nicht exakt gleich, dürfte schon simples geradeausfahren nicht mehr funktionieren. Entweder weil ein Bein zu kurz oder lang ist oder weil die verschiedenen Papparten die Vibration der Joycons unterschiedlich stark auf den Boden übertragen.

    Schade das Nintendo hier nichts hochwertigeres anbietet aber das würde natürlich den Gewinn schmälern oder den Preis steigern.
  • Ilja Rodstein Gekündigter Redakteur - 19.03.2018 - 20:53

    Zitat von Milkywaker:

    4players schreibt, die Pappe sei sehr robust. Na was denn nun?
    Ich sag mal so, es ist robust, wenn es aufgebaut ist. So ist diese wirklich überraschend dünn... Da finde ich selbst Pappe, mit denen Pakete verschickt werden, dicker
  • Sloppy Turmheld - 19.03.2018 - 21:08

    Zitat von Limoncello:

    Wenn die Pappe wirklich so empfindlich ist, wird der LABO-Hype wohl nicht lange anhalten.

    Weder wollen die Eltern (und großen Kinder) ständig das Zeug nachkaufen, noch wird es so einfach sein die genau passende Pappe zu finden und sie als "Ersatzteil" millimetergenau zuzuschneiden damit es exakt zum Rest passt und auch funktioniert. Wer glaubt einfach aus der schlabberigen Pappe einer Cornflakes-Schachtel oder dem letzten Amazonpaket mal im vorbeigehen ein Ersatzteil in Industriequalität auszuschneiden, der täuscht sich meines Erachtens gewaltig. Sind z.B. die "Beine" des Autos nicht exakt gleich, dürfte schon simples geradeausfahren nicht mehr funktionieren. Entweder weil ein Bein zu kurz oder lang ist oder weil die verschiedenen Papparten die Vibration der Joycons unterschiedlich stark auf den Boden übertragen.
    Naja die Bausätze sind ja nur das Einstiegsmoment, der eigentliche Hype und die endsprechende Langzeitmotivation wird denke ich eher durch die Werkstatt entstehen und da kannst du ja selber bestimmen welche Materialien du nimmst (die Grundprinzipien sollten sich eigentlich auf alle Materialien übertragen lassen, es spricht also nichts dagegen ein Konzept beispielsweise aus Holz zu bauen (oder diesem Mais-Kunsstoff den 3d-Drucker verwenden), wenn man mit dem ersten Prototyp aus Pappe zufrieden ist.

    Was die Reperatur anbelangt, würde ich dir für das RC-Auto vielleicht recht geben, da es ein präzise ausgeglichenes Grundkonstrukt verlangt, aber daes ein einteiler ist sollte esfunktionieren, solange man eine ähnliche kartonstärke wähltund sorgfältig ausschneidet und übertragt.

    Alle anderen modelledürften aber erheblich verzeilicher für materialunterschiede sein solange man für die Gewichtung (Pianotasten oder die Zuggewichte im Roboter) und den Wiederstand (Kordel in der Angel) bei einem Kartontyp bleibt.
  • PolyPlay manisch depressiv - 20.03.2018 - 00:49

    absolut Casual ! ..... Nintendo und Lego sollten sich mal an einen Tisch setzen....
  • PrimeTime MetriodPrimeHasGotNowHisTime - 20.03.2018 - 07:22

    klingt interessant trotzdem kein Grund mir das für den Preis zu kaufen.
  • Albert Turmfürst - 20.03.2018 - 09:29

    Nach dem Review lasse ich meine Finger davon. Danke...



    Zitat von PolyPlay:

    absolut Casual !

    Das glaube ich nicht, weil es viele Bastler gibt die darauf aufbauend bestimmt vieles machen werden
  • Sloppy Turmheld - 20.03.2018 - 22:34

    Die Preiskritik hier ist ja inzwischen erheblich entspannter und vernünftiger geworden, aber ich hoffe ja das die ganzen Trolle die sich sonst so im Netz äußern und der Meinung sind sie würden hier 70-80€ für Pappe ausgeben sonst auch kein Geld für Software wie Spiele, DLCs oder gar InApp-Käufe ausdgeben, denn da wirft man sein Geld nichtmal für Pappe raus sondern achtung: nur für einsen und nullen!!! virtuelle einsen und nullen!!! Nichtmal Pappzahlen!!!

    Aber mal im ernst: Man bekommt mit der Werkstatt finde ich wirklich viele möglichkeiten.
    Und wenn man über den Kauf auch ein anrecht auf annähernd kostenlose Ersatzpappe erhält, kann ich die Preiskritik nicht wirklich nachvollziehen (und ja natürlich würde ich es begrüßen wenn sie es günstiger anbieten, aber die meisten nintendo-titel kosten halt so viel, nur das hier halt noch die Pappe sowie die höheren Vertreibskostenund wahrscheinlich auch erstmal die höheren Entwicklungskosten eingepreist sind.

    Auch Nintendo ist troz allem auch wie die anderen Großen leider ein extrem Profitorientierter Konzern.