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Splatoon 2 angespielt - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Splatoon 2
  • USA USA: Splatoon 2
  • Japan Japan: Splatoon 2
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
21.07.2017
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Nintendo
Genre
Action, Shooter, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 8 - Online: 8
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Octo Expansion: Nur Rumklecksen ist langweilig

Von David Pettau () Nintendos junge und kunterbunte Splatoon-Reihe, die auf der Nintendo Switch im letzten Jahr die Veröffentlichung ihres zweiten Spieleablegers feierte, gilt wohl für die meisten Spieler in erster Linie als ein Multiplayer-Erlebnis. So kam die Ankündigung einer Singleplayer-Erweiterung in Form der “Octo Expansion“ für viele hippe Inklinge etwas überraschend. Zwar hat der Singleplayer-Part der Splatoon-Spiele durchaus seine Fans, die meiste Zeit dürften Splatoon-Spieler allerdings in den Online-Farbschlachten verbringen. Warum es sich allerdings durchaus lohnen könnte, zugunsten der Octo Expansion, die im Sommer erscheinen soll, sein Revier kurzzeitig aufzugeben, das wollen wir euch in diesem Angespielt-Bericht darlegen.

Der Tintendüser kam außerhalb der Multiplayer-Gefechte bislang gar nicht zum Einsatz. Das wird sich mit der Octo Expansion ändern!

Der im Schatten des beliebten und farbenfrohen Multiplayers stehende Singleplayer-Modus der Splatoon-Reihe ist vor allem für seine simple, aber durchaus funktionierende Design-Philosophie bekannt. Jedes der linearen Level, in denen ihr meist schlicht das Levelziel erreichen müsst, dreht sich um eine oder mehrere ineinandergreifende Mechaniken. Dabei wird diese Mechanik innerhalb eines Levels zunächst einmal eingeführt, bevor sie erneut wiederholt und dabei komplexer gestaltet wird. Das sorgt für eine angenehme Lernkurve, die mit einem angenehmen Spielfluss einhergeht. Mit der Octo Expansion scheint Nintendo diese Philosophie etwas aufbrechen zu wollen, wodurch sich die verschiedenen Level, die wir bereits vorab ausprobieren durften, erfrischend unberechenbar spielten.

Die verschiedenen Level scheinen keinem Schema zu folgen, sondern bieten teils sehr flotte Herausforderungen mit kreativen Design-Ansätzen, die in nur wenigen Minuten abgeschlossen werden müssen – denn “müssen“ ist ein gutes Stichwort: Fast alle Level, die wir vorab anspielen durften, setzten uns mithilfe eines Zeitlimits unter Druck. Seid ihr nicht schnell genug, so detoniert Oktoling-Agent Nr. 8 in feindlicher Farbe. Während die Level des Hauptspiels also teils mehrere Minuten eurer Zeit in Anspruch nehmen können und dabei immer komplexer werden, habt ihr es in der Octo Expansion womöglich stets nur mit einer einzigen Herausforderung zu tun. Das Highlight dieses Design-Ansatzes sind dabei die Herausforderungen selbst: Nicht nur werden in der Octo Expansion viele Mechaniken verbaut, die man beispielsweise aus dem Multiplayer-Modus kennt, die allerdings keine Verwendung im Hauptspiel fanden, sondern es werden auch einige bekannte Elemente des herkömmlichen Singleplayers auf eine völlig neue Weise eingesetzt – von komplett neuen Ideen ganz zu schweigen.

In der Octo Expansion seid ihr als Oktoling unterwegs. Im Hintergrund seht ihr die sich rotierende Konzentrator-Schießbude.

Beispielsweise gibt es Level, die sich um im Singleplayer kaum bis gar nicht verwendete Spezialwaffen drehen – so müsst ihr etwa einen Parkour mithilfe der Sepisphäre durchlaufen, oder aber ihr gleitet mithilfe des Tintendüsers über diverse Hindernisse hinweg. In einem anderen Level feuert ihr auf Zielscheiben, die einen Drehmechanismus in Gang setzen, der eine Vielzahl an stationären Gegnern vor euch rotieren lässt, sodass ihr diese nach und nach, fast schon Schießbudenartig, ins Visier nehmen könnt. Als neue Idee ist es beispielsweise eure Aufgabe, einen Ball mithilfe eines Klecksers durch einen Hindernisparkour zu bugsieren. Teils ist also eure Präzision und Geduld gefragt, an anderer Stelle euer Geschick und eure Reaktionszeit. In den von uns gespielten Leveln könnt ihr euch auch meist für eine individuelle Bewaffnung entscheiden – in der Regel habt ihr zwei oder drei Sets zur Auswahl, die für die jeweilige Herausforderung allesamt Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Bei dem Versprechen von 80 Leveln kann man aktuell nur mutmaßen, inwiefern diese Aufgaben eventuell im späteren Spielverlauf komplexer werden. Nach unserem aktuellen Eindruck scheint die Octo Expansion vor allem auf kurze und knackige Spielesessions ausgelegt zu sein – eben genau das, wonach es bei einem Spiel für unterwegs verlangt. Dieser Eindruck ist aber natürlich noch nicht in Stein gemeißelt, schließlich wissen wir noch nicht, was es in der Erweiterung letzten Endes alles zu tun geben wird. Käufer der Octo Expansion dürfen sich natürlich auch darauf freuen, sich als Oktoling in die Multiplayer-Schlachten zu stürzen, sobald sie die zusätzliche Kampagne beendet haben. Zwar macht dies spielerisch keinen Unterschied, sorgt allerdings für optische Abwechslung in Inkopolis. Wenn die Qualität und der Ideenreichtum der ersten Level allerdings während der gesamten Spieldauer konstant bleiben oder gar zunimmt, dann sollte wohl jeder Splatoon 2-Spieler einen Blick riskieren, wenn die Erweiterung im Sommer erscheint – erst recht dann, wenn man Spaß am Singleplayer-Abenteuer des Hauptspiels hatte.

Unsere Prognose zu Splatoon 2

Meinung von David Pettau
Im Endeffekt wird die Octo Expansion wohl das Bieten, was man erwarten würde: Mehr der kreativen Singleplayer-Kost, die viele bereits im Hauptspiel zu schätzen wussten. Dass sich der Design-Ansatz der Erweiterung dabei allerdings so stark vom klassischen Singleplayer abhebt, damit hätte ich persönlich ehrlich gesagt nicht unbedingt gerechnet. Das, was ich bisher spielen durfte, war vielversprechend: Die Ideen wirken konsequenter umgesetzt, ohne sie in ein vom Hauptspiel bekanntes übliches Schema einzubauen. Man hat das Gefühl, die Entwickler würden sich mehr Freiheiten erlauben – und in einer kreativ innovativen Reihe, die Splatoon ohnehin bereits ist, ist noch mehr künstlerische Freiheit sicherlich nicht verkehrt.
Mein persönliches Highlight: Der Konzentrator-Level mit den rotierenden Gegnern. Hätte es das schon vor einigen Wochen gegeben, wäre “Schlag das Towerteam in Splatoon 2“ noch nicht beendet!

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