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Killer Queen Black angespielt - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Killer Queen Black
  • USA USA: Killer Queen Black
  • Japan Japan: Killer Queen Black
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
2018
Vertrieb
Noch keine Angaben
Entwickler
Noch keine Angaben
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 8 - Online: 8
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Sticht zu wie eine Biene, aber tanzt nicht wie ein Schmetterling

Von Dirk Apitz () Strategie-Titel sind auf der Nintendo Switch schon gut vertreten, besonders für eine Konsole. Gerade aus dem Indie-Bereich kommen da immer wieder kleine Perlen in den Nintendo eShop und auch Killer Queen Black wird die Auswahl bereichern, wenn auch mit einem etwas anderen Konzept. Dieser kleine Indie-Titel wurde auf der E3 etwas näher beleuchtet und wie es sich für einen Indie-Titel irgendwie auch gehört, ist die Aufmerksamkeit sehr gering. Manche Titel haben mehr Aufmerksamkeit verdient und es gibt andere, bei denen verstehe ich sofort, warum auch in Zukunft die Aufmerksamkeit gering bleiben wird. Killer Queen Black könnte ein interessanter Multiplayer-Titel werden, der es aber sehr schwer haben wird, die Community zu überzeugen.

Die Schnecke ist schon fast im Ziel!

Manche Arcade-Liebhaber werden sich wohl an Killer Queen erinnern. Dieser Arcade-Titel kam 2013 als Automat auf den Markt und wurde von Studenten aus New York entwickelt. Nun erscheint dieser Titel mit einigen Änderungen für Windows und natürlich auch für die Nintendo Switch. Neu sind dabei unter anderem ein Online-Mehrspieler-Modus, vier weitere Spielmodi, neue Waffen und natürlich auch ein lokaler Multiplayermodus.

Ganz schnell das Konzept: Insgesamt können sich bis zu acht Spieler in das Getümmel werfen. Man steht sich dabei in einem Best of five-Match mit zwei 4er-Teams gegenüber. In jedem Team gibt es eine Königin. Diese kann mit einem Schwert angreifen, über die Plattformen fliegen und besitzt auch einen sehr starken Angriff. Die restlichen Spieler sind Diener, sogenannte Drohnen. Diese können zum Beispiel Ressourcen sammeln und sich zu Kriegerbienen entwickeln. Es gibt drei Arten, um ein Match zu gewinnen. Entweder, man reitet eine Schnecke dank der Drohnen in die Zielmarkierung, die am unteren Ende der Map zu finden ist, bringt die gegnerische Königin dreimal um oder sammelt fleißig Beeren. Durch diese drei Möglichkeiten kann es zu lustigen Situationen kommen. So wollte mein treuer Mitstreiter die Schnecke ins Ziel bringen, aber die Gegner konzentrierten sich lieber auf mich, der die Königin spielte. Also wurden die Diener zu Kriegern und griffen mich an. Ich selbst habe als Königin auch zwei Attacken. Entweder ein schneller seitlicher Angriff oder eine Art Stampfattacke. Mehr Tiefe bietet die Steuerung nicht und so hatten die Gegner leichtes Spiel mit mir. Die Krieger können im Übrigen verschiedene Waffen tragen und so den Gegner etwas austricksen.

Ein Sieg durch das Sammeln von Beeren ist möglich, wenn auch schwierig.

Leider ist der strategische Ansatz dennoch ein wenig nebensächlich. Ein Plan ist nicht unwichtig, doch wenn dieser zerstört wird, muss das Team reagieren. Genau hier gibt es dann ein Problem. Da die Diener nicht attackieren können, sind diese den Kriegern oder der Königin schutzlos ausgeliefert. Das Sammeln von Beeren oder eben die Schnecke ins Ziel zu bringen, erweist sich dadurch als schon fast unmöglich. So kommt es, das alle nur noch die jeweilige Königin besiegen wollen. Hier erhoffe ich mir vielleicht eine Modi-Auswahl oder etwas mehr Feinschliff im Balancing. Kommunikation ist dennoch sehr wichtig und macht wohl auch den Reiz aus. Auch der Online-Multiplayer wird bestimmt ein kleines Highlight, sollte dieser flüssig laufen. Den größten Spaß werdet ihr auch nur mit acht Spielern haben, also vier gegen vier. Der kleine Vorteil einer sehr simplen Steuerung, die Killer Queen Black definitiv hat, ist der gute Einsatz von einem einzelnen Joy-Con. So auch hier.

Natürlich sticht dabei der Pixel-Look wieder einmal ins Auge. Eine gewisse Inflation dieses Stils können wir nicht wegreden. Dennoch gibt es zwischen Pixel und Pixel eben auch Unterschiede und Killer Queen Black gehört definitiv nicht zur herausragenden Sorte. Der klassische Charme bleibt erhalten, aber das Spiel ist etwas zu schlicht designt. Allerdings gibt es dafür auch tolle Animationen. So verspeist die Schnecke auch gern einmal die anderen Insekten. Und wenn das Mahl schön verzehrt wird und das Insekt verzweifelt versucht, aus dessen Mund zu kommen, dann können wir wirklich von einer gelungenen Animation sprechen. Zugegeben, bei mir war ein wenig Schadenfreude zu verspüren.

Unsere Prognose zu Killer Queen Black

Meinung von Dirk Apitz
Der Funke wollte ehrlich gesagt noch nicht so überspringen. Was nach einem interessanten und spannenden Konzept klingt, verpufft ganz schnell in Geplänkel. Doch die Entwickler können vielleicht noch an der Balance arbeiten oder das Ganze mit weiteren Modi kompensieren. Auch halte ich es nicht für unmöglich, dass das Spiel durch die Community doch noch frische Taktiken entwickelt. Denn ich muss auch klar sagen, für eine kurze Runde ist dieses Spiel auch nicht geeignet. Die Begeisterung überträgt sich nicht sofort auf den Spieler. So bleibe ich weiterhin neugierig und bin gespannt, was am Ende aus diesem Titel wird.

Kommentare 6

  • EmpireOfSilence Turmbaron - 24.06.2018 - 20:26

    Hatte als der Leak mit dem Zettel wo nur der Name und das Logo stand mehr davon erhofft als nur ein Spiel wie es gefühlt in hundertfacher Ausführung viele Indie Entwickler auf die Switch bringen. Mein Interesse ist bei 0.
  • BurningWave Feuer & Wasser - 25.06.2018 - 08:09

    Bei dem Spiel hatte ich mich auch gefragt, was das groß auf der E3 zu suchen hat. Ich will nicht due Qualität und das Talent dieses kleinen Studios anzweifeln, es gibt aber bestimmt andere Projekte, die man eher im Stream und am Messestand hätte zeigen können (Team Sonic Racing, NBA2K19, Okami, Tales Of, what ever). Die Auswahl war teils was fragwürdig - aber gut, wie da die Hintergründe sind, wie weit die Fortschritte der mir genannten Titel auf Switch sind, wissen wir nicht. Jedenfalls bestätigt sich der Eindruck, dass dieses Spiel imo nichts besonderes ist.
  • blither aToMiisiert - 25.06.2018 - 08:33

    Bislang hatte Nintendo ein gutes Händchen, was die Indie-Spiele betrifft. Sowohl Celeste, das auf einem N-Direct vorgestellt wurde, als auch Hollow Knight, das überraschend auf der E3 veröffentlicht wurde, sind überragende Spiele.
  • ShinyRocara Turmbaron - 25.06.2018 - 09:19

    Ich kann diese Pixelbrei Spiele nicht mehr sehen. Stardew Valley, Octopath Traveler und Kamiko sind ja tolle Spiele und haben auch noch einen gewissen Touch. Aber irgendwann reicht diese Flut an Retro-Style Indies auch mal.
  • Splatterwolf Troll seit 1889 - 25.06.2018 - 09:48

    Ich bin mal sehr gespannt, was uns da am Ende erwartet. Multiplayer lässt mich ja erstmal wieder stutzen.

    Von mir aus kann es nicht genug Retrostyle Pixelgames geben. Ich finds mega hübsch und kann mich daran nicht satt sehen. Zudem versprechen die auch immer ein sehr sehr geiles Spielerlebnis. :D
  • ShinyRocara Turmbaron - 25.06.2018 - 17:03

    @Splatterwolf Ist wohl einfach Geschmackssache. Ich war leider noch nie ein Freund davon.