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Dark Souls: Remastered angespielt - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Dark Souls: Remastered
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  • Japan Japan: Dark Souls: Remastered
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
19.10.2018
Vertrieb
Nintendo, Bandai Namco Entertainment
Entwickler
From Software
Genre
Action, RPG, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 6
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Lordran für die Hosentasche

Von David Pettau () Nach langer Ungewissheit rund um das Veröffentlichungsdatum von Dark Souls: Remastered haben wir seit Mitte August endlich einen Termin: Die Neuauflage des ursprünglichen Dark Souls, das 2011 für die PlayStation 3 und die Xbox 360 erschien, findet am 19. Oktober endlich seinen Weg auf die Nintendo Switch. Im üblichen Messetrubel der gamescom 2018 bot sich uns die Gelegenheit, erstmals auch auf einer mobilen Spieleplattform in die düstere Fantasy-Welt von Lordran einzutauchen. Über unsere ersten Schritte und etwaige Auffälligkeiten der Nintendo Switch-Version wollen wir euch nun berichten.

In einer Zelle eines scheinbar schon lange verlassenen Kerkers beginnt unsere Reise. Unser Protagonist, den wir in der finalen Version des Spiels nach Herzenslust hätten zuvor kreieren können, erwacht dort als Untoter bzw. als “Hülle“ zum Leben. Ohne wirklich zu wissen, was eigentlich Sache ist, öffnen wir die Kerkertür und schreiten voran, ausgerüstet mit einem längst verfallenen Schwert. Mysteriöse Hinweise auf dem Boden geben uns Aufschluss über die grundlegende Steuerung des Spiels – für Dark Souls-Kenner sei an dieser Stelle erwähnt, dass sich die Tastenbelegung des Spiels standardmäßig nicht vom gewohnten Layout anderer Plattformen unterscheidet.

Es hat viel mehr Angst vor euch als ihr vor ihm!

An einigen scheinbar völlig orientierungs- und willenlosen Untoten erproben wir unsere kämpferischen Fähigkeiten – im Wesentlichen könnt ihr leichte und schwere Angriffe mit eurer linken oder rechten Hand ausführen. Jeder Angriff, den ihr ausführt, zerrt an eurer Ausdauer. Der Ausdauerverbrauch hängt dabei von der Art der Waffe ab, die ihr verwendet, ein Faustschlag ist natürlich weniger ausdauerraubend als ein Schwerthieb. Das Management eurer Ausdauer ist bereits im Tutorial-Gebiet des Spiels das A und O: Ausweichrollen, Sprints, Angriffe – für all diese Aktionen benötigt ihr eine bestimmte Menge an Ausdauer, die euch in Form eines Balkens visualisiert wird. Nach einer kurzen Pause zwischen besagten Aktionen füllt diese sich zwar rasch wieder auf, ihr solltet allerdings immer darauf achten, dass euch diese Ausdauer nicht im falschen Moment ausgeht. Ansonsten werdet ihr sehr schnell Bekanntschaft mit dem Dark Souls-Klischee schlechthin machen, dass man in diesem Spiel ständig und überall den Bildschirmtod erleidet.

In einem Innenhof des Kerkers finden wir ein kleines Leuchtfeuer, dessen Glut noch nicht gänzlich erloschen ist, sowie ein massives Holztor. Am Leuchtfeuer ruhen wir uns für einen kurzen Moment aus – bald schon sollten wir feststellen, dass uns diese Rast nicht nur vollständig wieder heilt, sondern dass im selben Atemzug auch alle Kreaturen, die wir bezwungen haben, wieder auferstehen. Dass wir eigentlich keine Zeit haben, uns darüber den Kopf zu zerbrechen, stellen wir aber unglücklicherweise schnell fest, nachdem wir das Holztor aufstemmen konnten: Eine riesige, dämonenhafte Kreatur überrascht uns in einem weiteren Innenhof mit einem Hinterhalt aus der Luft. Die Hiebe mit unserem verfallenen Schwert richten kaum Schaden an diesem Monstrum an, dies kann uns eigentlich kaum verwundern, doch die beim Erscheinen des ersten Bosses des Spiel ertönende Musik gibt uns ein klares Signal: Rennt um euer Leben!

Vom verfallenen Kerker bis zu dieser ansehnlichen Örtlichkeit dürfte es ein weiter, steiniger Weg sein...

Dank einer kleinen, offenstehenden Kerkertür konnten wir gerade noch einmal entkommen. Nun werden wir mit der Handhabung von Schilden vertraut gemacht, die uns insbesondere dabei helfen, von Feinden abgeschossene Pfeile abzublocken. Auch finden wir endlich ein richtiges Schwert, das diesen Namen auch verdient hat! Nun kämpfen wir uns durch weitere Korridore des in die Tage gekommenen Bauwerks und gewinnen so langsam ein wenig an Selbstvertrauen. Auch mehreren Feinden gleichzeitig müssen wir uns zeitweise stellen. Ehe wir uns versehen, stehen wir auf einem kleinen Vorsprung, von dem aus wir in den Innenhof hinabblicken, in dem wir noch vor wenigen Minuten vor dem furchteinflößenden Dämon fliehen mussten – und eben dieser furchteinflößende Dämon starrt wie besessen zu uns hinauf. Wir nehmen all unseren Mut zusammen, springen hinab. Dieses Mal ist es an uns, den Boss initiativ von oben zu attackieren! Angesichts des massiven angerichteten Schadens staunen wir nicht schlecht, nur noch die knappe Hälfte der Lebensenergie des Bosses, die mittels eines Balkens visualisiert wird, ist übrig. Nach jeder Menge Ausweichrollen und einer stetigen Balance aus Offensive und Defensive gelingt es uns schlussendlich, unseren ersten Dark Souls-Boss in die Knie zu zwingen.

Doch Hand aufs Herz: Freilich war dies nicht das erste Mal, dass wir uns als frisch auferstandener Untoter den Weg durch den Tutorial-Kerker des knallharten Action-Rollenspiels Dark Souls freigekämpft haben. Was wirklich besonders ist, ist die Tatsache, dass wir dies zum ersten Mal auf dem Bildschirm eines Handheld-Systems erleben konnten. Dark Souls: Remastered präsentiert sich durchaus ansehnlich auf dem Bildschirm der Nintendo Switch. Im Tutorial-Gebiet läuft das Spielgeschehen in 30 Bildern pro Sekunde ab – ob dies auch für spätere Gebiete gelten wird, bleibt natürlich noch abzuwarten. Gefühlt sieht Dark Souls: Remastered auf dem verhältnismäßig kleinen Bildschirm der Nintendo Switch jedenfalls hübscher beziehungsweise insbesondere schärfer und klarer definiert aus, als in seiner Originalversion der Xbox 360/PlayStation 3. Trotz des übernommenen Steuerungsschemas stellt das Spielen von Dark Souls mit den an der Nintendo Switch angebrachten Joy-Con aber natürlich eine Geschmacksfrage dar. Deutlich komfortabler wird die finale Spielerfahrung sicherlich mit dem Nintendo Switch Pro Controller.

Unsere Prognose zu Dark Souls: Remastered

Meinung von David Pettau
Ich bin noch immer etwas enttäuscht, dass sich die Verzögerung von Dark Souls: Remastered für Nintendo Switch-Besitzer bis in den Oktober hinziehen musste. Nüchtern betrachtet ist dies aber selbstverständlich nicht unbedingt tragisch: Angesichts seiner Popularität und insbesondere seines Einflusses auf den Videospielmarkt dürfte Dark Souls mittlerweile als moderner Klassiker gelten – ein verzögerter Erscheinungstermin kann daran sicherlich nichts ändern. Zu hoffen ist, dass diese Verzögerung der Performance des Spiels auch wirklich gutgetan hat. Zwar ist Dark Souls ein sieben Jahre altes Spiel, doch lief die Originalfassung auf ihren damaligen Plattformen alles andere als reibungslos. Es wäre wirklich wünschenswert, dass diese Probleme in der Nintendo Switch-Version gänzlich ausgemerzt wurden. Dann könnte man sich nicht nur auf eine weit bessere Dark Souls-Erfahrung als zum damaligen Hype rund um das Original freuen, sondern könnte das packende Action-Rollenspiel auch endlich unterwegs erleben.
Mein persönliches Highlight: Das übernommene Steuerungsschema – da ich Dark Souls bislang ausschließlich auf der Xbox gespielt habe, hätte alles andere einen echten Albtraum für mich dargestellt.

Kommentare 4

  • Splatterwolf Flop-Weltstar seit 1889 - 23.08.2018 - 09:00

    Das klingt jetzt erstmal nicht beruhigend, wenn der Autor trotz Anspielens immer noch Befürchtungen hat, die Performance könnte Probleme bereiten. Ansonsten scheint man ja das ganze DS Spielgefühl übernommen zu haben. Ich hoffe, dass es ein sauberes Erlebnis wird, denn ich will es unbedingt spielen.
  • link82 Turmbaron - 23.08.2018 - 09:36

    bin in Sachen Performance guter Dinge, schließlich war das Original auf 360/PS3, und dagegen war schon die WiiU deutlich stärker
    (auch wenn man das grafisch nur bei den Exklusivgames deutlich gesehen hat)
    von daher sollte das auf Switch rund laufen, die großen Grafikbomben waren/sind die From-Titel ja auch ohnehin nicht
  • KlaBooster Alles wird loot ... - 23.08.2018 - 09:52

    @link82

    vergesse bitte nicht das es sich um ein "Remastered" handelt, ist also technisch nochmal ein bisschen anspruchsvoller als die Urversion. Sorgen mache ich mir aber auch keine und wenn es nur ein paar FPS sind in manchen Bereichen, soll es mich auch nicht stören.
  • BANJOKONG Turmfürst - 23.08.2018 - 21:48

    was mich sehr aufregt das auf Xbox und ps4 in ungefähr gleiche Zeit dark souls trilogy erscheinen soll :cursing: