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Moonlighter angespielt - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Moonlighter
  • USA USA: Moonlighter
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
November 2018
Vertrieb
Merge Games
Entwickler
Noch keine Angaben
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 0 - Online: 0
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Unzufriedene Kunden

Von David Pettau () Moonlighter lässt sich in einem zunächst sehr simplen Gameplay-Loop zusammenfassen: Man kämpft sich durch Dungeons, um Materialien zu farmen, man verkauft diese Materialien, um ordentlich Kohle zu scheffeln, und man gibt dieses Geld für neue Ausrüstungsgegenstände aus, um noch effektiver Materialien erschließen zu können. Prinzipiell ist dies kein besonders origineller Gameplay-Loop – etwaige Variationen außen vor gelassen funktionieren wohl die meisten Loot-basierten Action-RPGs nach diesem Prinzip. Durch einen besonderen Umstand schafft es Moonlighter jedoch, dieses Grundprinzip so zu gestalten, dass es sich nicht nur sehr originell anfühlt, sondern dass man sich nach wenigen Minuten mit dem Spiel bereits fragt, warum denn zuvor noch nie jemand auf diese Idee gekommen ist.

Looten, Verkaufen, Aufrüsten

Das Verkaufen von Gegenständen gehört wohl zu den monotonsten Pflichten, die Action-RPGs meist voraussetzen – etwa dadurch, dass es ein Limit der maximal mitgeführten Gegenstände gibt. Aus dem klassischerweise langweiligen Durchwühlen des Inventar-Menüs, um all die unwichtigen Gegenstände zum billigen Preis zu verscherbeln, kreiert das Entwicklerteam Digital Sun eines der Kernfeatures von Moonlighter: Hier schlüpft ihr in die Rolle eines Ladenbesitzers und müsst euch genau überlegen, wie ihr eure erbeuteten Materialien profitabel in Bares umwandelt. Während ihr euch in anderen Rollenspielen über eurer Meinung nach unverschämte Preise ärgert, seid ihr es, die in Moonlighter hinter der Kasse stehen. Dabei wird es eine große Rolle spielen, dass ihr den Wert bzw. die Seltenheit und die Nachfrage der von euch erbeuteten Materialien kennt. Zu Beginn seid ihr Besitzer eines lediglich sehr kleinen Ladens, der Platz für vier ausstellbare Gegenstände bietet. Hier könnt ihr beliebige Materialien aus eurem Inventar platzieren und euch auf einen Preis festlegen. Anschließend eröffnet ihr euren Laden und die ersten Kunden lassen nicht lange auf sich warten. Diese inspizieren eure ausgestellten Waren und insbesondere deren Preise peinlichst genau – falls sie sich gegen den Kauf eines Gegenstands entscheiden, könnt ihr an ihrer Reaktion genau ablesen, was sie von eurer Preispolitik halten. Auf unverschämt hohe Preise reagieren eure Kunden beispielsweise ziemlich verärgert. Doch ihr solltet natürlich auch darauf achten, die Waren nicht unter ihrem Wert zu verkaufen – ihr müsst ein Gespür dafür entwickeln, was die einzelnen Materialien wert sind, um den maximal möglichen Profit herauszuschlagen.

Kaum habt ihr die Ladentür geöffnet, wird euer Geschäft auch schon von ungeduldigen Kunden gestürmt.

Euer bescheidener Laden wird aber natürlich nicht mit Waren beliefert – dafür seid ihr selbst verantwortlich. Das Kerngameplay von Moonlighter findet in einem mehrerer zufallsgenerierter Dungeons statt, die sich thematisch voneinander unterscheiden. Während unserer Anspielsession waren wir, ausgerüstet mit einem großen Schwert, im ersten Dungeon unterwegs. In seiner Top-Down-Ansicht, in der jeder Raum den gesamten Bildschirm ausfüllt und beispielsweise mehrere Gegner beherbergt, erinnert Moonlighter etwa an klassische Zelda-Titel oder Indie-Hits wie The Binding of Isaac. Eine Minikarte hält euch darüber auf dem Laufenden, welche zufallsgenerierten Räume ihr bereits besucht habt. Die Kämpfe gegen die verschiedenen Monster basieren zwar auf einem simplen Kampfsystem, die unterschiedlichen Verhaltensweisen eurer Gegner und die individuellen Angriffsmuster der verschiedenen ausrüstbaren Waffentypen sorgen allerdings für Abwechslung und eine gewisse Spieltiefe. Im Falle eines Bildschirmtods kommt eine Prise Rogue-like ins Spiel: Ihr verliert alle Gegenstände, die ihr bei euch tragt. Allzu unvorsichtig solltet ihr innerhalb der Dungeons also nicht vorgehen – auf Wunsch könnt ihr allerdings auch jederzeit mithilfe eines Talismans in euer Dorf zurückkehren und eure erbeuteten Gegenstände in einer Kiste verstauen, wo sie sicher aufbewahrt werden können und auf ihre Ausstellung im Laden warten.

Unsere Prognose zu Moonlighter

Meinung von David Pettau
Ich freue mich bereits auf die Eröffnung meines eigenen Monster-Materialien-Ladens, wenn Moonlighter im kommenden Herbst für die Nintendo Switch erscheint. Spielmechanisch erfindet das Action-RPG keinerlei Rad neu, weiß allerdings dank seiner anschaulichen Pixel-Optik und einem mit Sicherheit motivierendem Ladenausbau zu gefallen. Dass das für gewöhnlich langweilige Verkaufen von Gegenständen in Moonlighter kurzerhand zu einem zentralen Feature umgewandelt wurde, ist nicht nur eine ziemlich coole Idee, sondern sorgt sicherlich auch für Überlegungen, die man in dieser Form noch nie in einem Videospiel getätigt hat. Mit Sicherheit fühlt es sich lohnender an, wenn man den seltenen Gegenstand, den man mit großer Mühe erbeuten konnte, nicht einfach in Form von zwei Klicks im Verkaufsmenü verscherbelt, sondern wenn man diese Rarität für einen hohen Preis im eigenen Laden ausstellt, bevor sie einen glücklichen Kunden findet.
Mein persönliches Highlight: Der eigene Laden und die anspruchsvollen Kunden, die offenbar mit keinem Preis zufrieden sind. Sollen sie doch selbst im Dungeon ihr Leben riskieren!

Kommentare 6

  • Rocco von Morrashow Turm-Ork - 26.08.2018 - 14:01

    Freue mich sehr auf dieses Spiel. Man könnte es zwar schon auf der PS4 spielen, aber für mich passt es besser auf die Switch.
  • Splatterwolf Troll seit 1889 - 26.08.2018 - 16:03

    Ach, das wird ein tolles Spiel, da bin ich sicher.
  • Kugelwilli Turmbaron - 26.08.2018 - 16:43

    Mannomann...
    So viele tolle Spiele und so wenig Zeit bzw. Geld.

    Moonlighter wäre genau mein Ding.
  • sCryeR Turmbaron - 26.08.2018 - 16:49

    Warte schon ne halbe Ewigkeit, dass es auf die Switch kommt, also immer her damit.
    Eine der wenigen Indies die wohl wirklich unterhaltsam sind.
  • Lillyth <3 - 27.08.2018 - 07:44

    Ich bin schon total heiß auf das Spiel. Hoffentlich erscheint es bald!
  • Phiqu Schlimm - 27.08.2018 - 09:33

    Zitat von David Pettau:

    dieses Grundprinzip so zu gestalten, dass es sich nicht nur sehr originell anfühlt, sondern dass man sich nach wenigen Minuten mit dem Spiel bereits fragt, warum denn zuvor noch nie jemand auf diese Idee gekommen ist.
    Recettear: An Item Shops Tale von öhm 2010 hatte das bereits. Allerdings mit anderem Fokus. Dort ging es eher um den Shop und die Story als um die Dungeons. Wenn du ein alten Rechenknecht hast, schau es dir mal auf Steam an, hat auch eine kostenlose Demo.

    In Moonlighter geht es eher um die Dungeons, Story und der Shop Aspekt sind eher rudimentär. Es ist mal eine andere Art Roguelike, was durchaus erfrischend ist aber es hat halt auch nur dort seine Stärken. Kommt aber auch da nicht an ein The Binding of Isaac heran.

    Scheint irgendwie unmöglich zu sein ein vernünftigen Shopkeeper mit der Story auf die Beine zu bekommen.
    Die Atelier Serie ist so mit das nächste was mir einfällt aber auch irgendwie dennoch fern da der Fokus auch wieder wo anders liegt.