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Super Mario Maker 2 angespielt - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Super Mario Maker 2
  • USA USA: Super Mario Maker 2
  • Japan Japan: Super Mario Maker 2
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
28.06.2019
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Nintendo
Genre
Platformer, Kreativ, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 4
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Perfektion mit Ecken und Kanten

Von David Pettau () Eines vorweg: Es ist lange her, seit ich das originale Super Mario Maker zuletzt gespielt habe. Noch erheblich länger ist es allerdings her, dass ich mich am Bau eines eigenen Levels versucht habe. Zwar habe ich durchaus das eine oder andere Level kreiert (Levels, die ich in meiner Bescheidenheit nun auch nicht als allzu schlecht bezeichnen würde), doch zähle ich mich gewiss nicht zu den vielen unglaublich kreativ begabten Hobby-Leveldesignern, die mir und vielen anderen Spielern mit ihren Kreationen etliche unvergessliche Momente im originalen Super Mario Maker beschert haben – und nein, sogenannte “Automatic-Levels“ zähle ich hier definitiv nicht dazu. Während mich die viele Neuerungen, die zuletzt für Super Mario Maker 2 angekündigt wurden, aus meiner Sicht als nicht unbedingt leidenschaftlicher Levelbauer heraus regelrecht erschlagen haben, wollte ich mir als leidenschaftlicher Spieler der tollen Kreationen Anderer nach der vergangenen Super Mario Maker 2 Direct-Präsentation die Finger lecken. Nicht nur, so scheint es, steht Super Mario Maker 2 seinem Vorgänger in nichts nach, es scheint auch die Faszination des Levelbaukastens auf eine völlig neue Stufe zu befördern. Was sollte da noch groß schiefgehen? Nun bot sich uns die Gelegenheit, die nahezu finale Version des Spiels schon einmal vorab ausführlich anzuspielen – in diesem Anspielbericht wollen wir euch unseren Ersteindruck vom Spiel vermitteln und euch darüber aufklären, ob die immense Vorfreude berechtigt ist.

Idealer Einstiegspunkt für Bauer und Spieler: Der Abenteuermodus

Eine der großen Neuerungen von Super Mario Maker 2 ist natürlich der ins Spiel integrierte Abenteuermodus, in dem ihr euch durch über 100 von Nintendo vorgefertigten Levels spielt. Zwölf dieser Levels des frühen Spielverlaufs standen uns während unserer Anspielsession offen – und diese wussten aus mehreren Gesichtspunkten heraus sehr zu überzeugen.

Mit Ausnahme des Abenteuermodus habt ihr stets die Wahl, ob ihr mit Mario, Luigi, Toadette oder Toad spielen wollt.

In erster Linie werden auf diese Art natürlich schon zahlreiche Levels mit dem Spiel mitgeliefert, sodass diejenigen, die am liebsten spielen, direkt loslegen können. Dabei dürft ihr euch natürlich auf den gewohnten Nintendo-Qualitätsstandard freuen, wenn es um das Leveldesign in Super Mario geht. Doch auch für leidenschaftliche Bauer kann der Abenteuermodus eine willkommene Hilfestellung darstellen – jedes der Levels, das wir anspielen konnten, dreht sich um eine andere der unzähligen Mechaniken, die ihr in Super Mario Maker 2 in eure Kreationen einbauen könnt. So wird euch nicht nur vor Augen geführt, wie die jeweiligen Elemente funktionieren, sondern ihr bekommt auch direkt verschiedene Fallbeispiele geliefert, die meist, wie üblich in Nintendos Leveldesign-Philosophie, über die Dauer des Levelverlaufs immer komplexer ausfallen.

Natürlich ist der Abenteuermodus aber nicht nur als reines Showcase für die vielen Levelbau-Möglichkeiten zu betrachten. Sehr überrascht waren wir über den bereits ziemlich früh anziehenden Schwierigkeitsgrad der Levels. Zusätzlich sind in jedem der kurzen Hüpf-Passagen Geheimnisse in Form von Münzen versteckt. “Münzen?“, werdet ihr jetzt denken, “sind die in Super Mario Maker nicht komplett nutzlos?“ – nein, nicht mehr! Nun, zumindest nicht im Abenteuermodus. Das übergeordnete Ziel des Abenteuers ist es, Prinzessin Peachs Schloss zu errichten, was natürlich ordentlich in die Geldbörse geht. Gegen ein entsprechendes Sümmchen erbaut ein Trupp von Toad-Baumeistern verschiedene Teile der künftigen königlichen Residenz, wodurch wiederum neue Levels freigeschaltet werden. So seid ihr in jedem der Levels motiviert, möglichst alle der sehr durchdacht platzierten Münzen mitzunehmen, was nicht etwa nur plump in zusätzlicher Sucherei, sondern meist in zusätzlichen Herausforderungen resultiert.

Keine Einschränkungen für kreative Köpfe: Der Baumodus

Kommen wir nun allerdings einmal zum Kern von Super Mario Maker 2 für alle Levelbau-Profis – und ich meine wirklich “Profis“. Anders als im Erstling für die Wii U, stehen euch in Super Mario Maker 2 von Beginn an sämtliche Levelbau-Tools zur Verfügung, wie uns zumindest mitgeteilt wurde. So habt ihr nicht nur direkt vom Start weg die Auswahl zwischen allen fünf Themen und acht Umgebungen, sondern könnt auch sämtliche Blöcke, Gegner und natürlich auch allerlei Gimmicks zum Erstellen eurer Levels verwenden. Veteranen werden sich über diesen Umstand sehr glücklich schätzen, während Neueinsteiger sich idealerweise zuerst in den Abenteuermodus wagen. Auf die unzähligen neuen Features, die im Rahmen der vergangenen Direct-Präsentation vorgestellt wurden, müssen wir nun mit Sicherheit nicht eingehen – aber ja: Das Potenzial für spannende und kreative Levelkreationen scheint unendlich. So weit, so offensichtlich. Leider machte sich beim Versuch, einen (vertikalen!) Level zu bauen, allerdings nicht nur Begeisterung in mir breit. Und so ungerne ich es sage: Super Mario Maker 2 könnte unter einigen Macken leiden, die die Faszination des Spiels nicht zwangsläufig schmälern, ihm allerdings den runden Zustand verwehren, den es mit Leichtigkeit haben könnte.

Eurer Fantasie sind beim Bau eurer Levels nahezu keine Grenzen gesetzt!

Einige kleine Designentscheidungen, hauptsächlich den Baumodus betreffend, lassen ziemliches Unverständnis in mir aufkommen. Angefangen etwa mit der Bedienung während des Baus der Levels. Die Button-Steuerung fällt weit weniger angenehm aus, als ich mir das erhofft hatte. Richtungseingaben können etwa lediglich mit dem Control-Stick vollzogen werden, während das in einem Raster-System präzisere Steuerkreuz (bzw. die Richtungstasten der Joy-Con) lediglich in Menüs Verwendung findet. Auch eine von vielen Fans bereits sichergeglaubte Option zu Gyro-/Pointer-Steuerung gibt es nicht.

Verwendet ihr die Nintendo Switch im Handheld-Modus, ähnelt die Touchscreen-Bedienung der des Vorgängers sehr stark, abgesehen von der neuen Benutzeroberfläche natürlich. Der Haken: Im Handheld-Modus werden die Buttons der Joy-Con für Bautätigkeiten automatisch deaktiviert. Die sehr elegant anmutende Methode, Buttons und Touchscreen parallel zu verwenden, funktioniert lediglich im Tisch-Modus, während keine Joy-Con mehr an die Nintendo Switch-Konsole angeschlossen sind. Wie es sich unter Verwendung der neuen Benutzeroberfläche generell baut, kann man natürlich erst sagen, wenn man sich eine gewisse Zeit lang mit ihr auseinandergesetzt hat, um sich ordentlich einzugewöhnen – nichtsdestotrotz scheint Super Mario Maker 2 an vielen Ecken und Kanten allerdings etwas komplizierter zu sein als sein Vorgänger. Zugegeben: Im Gegenzug gibt es natürlich auch weit mehr Möglichkeiten.

Mit Freunden ist alles lustiger: Der Mehrspieler-Modus

Selbes Spielchen wie beim Baumodus: Zunächst einmal sei festgehalten, dass das Absolvieren diverser Levels mit bis zu drei Mitspielern einen wirklich großen Spaß-Faktor mit sich bringen kann. Auch hier bereiten uns einige Designentscheidungen allerdings ein wenig Sorgen. Natürlich stellt der Mehrspieler-Modus im Wesentlichen nur eine nette, kleine Dreingabe zum eigentlichen Gesamtpaket von Super Mario Maker 2 dar, doch könnte sich diese Dreingabe selbst im Weg stehen, und ihr volles Potenzial somit nicht zur Entfaltung bringen.

Im Super Mario 3D World-Stil findet ihr haufenweise Levelelemente, die es so in anderen Stilen nicht gibt.

Es gibt einige verschiedene Wege, wie ihr zusammen mit Freunden spielen könnt – ein Umstand, den die Nintendo Switch als Hybridkonsole natürlich mit sich bringt. Den einfachsten und idealsten Weg stellt das gesammelte Spielen an einem großen Bildschirm dar. Auf diese Weise könnt ihr mit einer beliebigen Anzahl von bis zu drei Mitspielern sämtliche Levels eurer Wahl kooperativ oder gegeneinander angehen. Natürlich seid ihr dabei stets an einen Bildschirm gebunden, könnt euch also nicht voneinander abkapseln, doch habt ihr auf diesem Weg die volle Kontrolle über euer Spielerlebnis.

Bei den anderen Methoden scheint dies leider in keiner Weise gegeben zu sein. Die Möglichkeit, eine lokale Wireless-Lobby für mehrere Nintendo Switch-Systeme zu eröffnen, um beispielsweise eigens erstellte Levels zu spielen, gibt es nicht. Der einzige lokale Weg, mit mehreren Nintendo Switch-Konsolen zusammen zu spielen, setzt voraus, dass eine der Konsolen eine Internetverbindung aufbaut und eine damit einhergehende, lokale Lobby erstellt. Mithilfe der Internetverbindung werden daraufhin zufällige Levels des Mehrspieler-Pools gespielt. Weder scheint dabei festgelegt werden zu können, ob kooperativ oder gegeneinander gespielt werden soll, noch lassen sich konkrete Levels auswählen. Lediglich den groben Schwierigkeitsgrad der angestrebten Levels dürft ihr festlegen. Für das Online-Matchmaking gelten ähnliche Regeln, wobei ihr hier immerhin entscheiden dürft, ob ihr nach kooperativen oder Versus-Runden suchen wollt. Online-Lobbys mit Freunden? Fehlanzeige.

Unsere Prognose zu Super Mario Maker 2

Meinung von David Pettau
Ich weiß nicht wirklich, was ich nach meiner Anspielsession über Super Mario Maker 2 denken soll. Die bisherigen Präsentationen zum Spiel ließen mich glauben, der Nachfolger zum Wii U-Phänomen würde nahezu sämtliche Elemente seines Vorgängers perfektionieren und sogar noch eine große Schippe drauflegen. Grund zur Skepsis gab es anhand der Präsentationen bislang quasi keinen. Und versteht das nicht falsch: Super Mario Maker 2 wird ein grandioses Spaß-Paket, das sowohl auf kurze als auch auf lange Sicht mit Sicherheit durch die Decke gehen wird, und das auch absolut berechtigt. Dass es nun allerdings möglich ist, dass das Spiel aufgrund diverser Kleinigkeiten für mich eventuell kein derart rundes Spielerlebnis wird, das es mit Leichtigkeit sein könnte, ärgert mich zutiefst – zumal ich das niemals vermutet hätte. Natürlich, und dies sei auch noch einmal deutlich gesagt, basiert dieser Ersteindruck auf einer nicht finalen Version des Spiels und entstand ohne den direkten Vergleich zum Vorgänger. Es kommt freilich nicht selten vor, dass in der Erinnerung alles runder erscheint, als es in Wirklichkeit war.
Mein persönliches Highlight: Die Ziel-Voraussetzung, dass Mario bis zum Levelende den Boden nicht verlassen darf und ein daran gekoppeltes, unglaublich clever designtes Level des Abenteuermodus.
Meinung von Kevin Franke
Wie bereits richtigerweise erwähnt, konnten wir uns bisher nur einen groben Überblick über all die Möglichkeiten verschaffen, die uns Super Mario Maker 2 bieten wird. Fest steht aber schon jetzt, dass Super Mario Maker 2 im Vergleich zum Vorgänger um eine Vielzahl neuer Inhalte bereichert wurde und Fans werden sehr viel Spaß daran haben, diese zu entdecken und auszuprobieren.
Mein persönliches Highlight: Der Abenteuermodus hat mich mit dem cleveren Leveldesign positiv überrascht – eine echte Bereicherung für Super Mario Maker 2.

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