Zwei Hunde mit zwei Enden?

Kennt ihr noch die 90er Jahre Kultserie CatDog von Nickelodeon? Eine Katze und ein Hund mussten sich damals einen gemeinsamen Körper teilen und die kritischen Blicke der Gesellschaft ertragen. Doch beide konnten wie Hund und Katz durch die Welt gehen. Bei PHOGS! ist das Ganze etwas anders, denn hier teilen sich zwei Hunde einen Körper. Damals während eines kreativen Jammings haben es die Entwickler nach nur wenigen Tagen geschafft, eine spielbare Version des Spiels zu programmieren. Der Publisher war so begeistert gewesen, dass man sich dazu entschloss, das Spiel zu unterstützen und es auch bald für die Nintendo Switch umzusetzen. Wir haben uns den Titel für euch auf der gamescom einmal genauer angesehen.


Hund + Hund = Phogs


Bei PHOGS! teilen sich zwei Hunde, eigentlich Phogs genannt, einen Körper, der auch gleichzeitig von zwei Spielern gesteuert werden muss. Das Hauptaugenmerk des Spiels liegt dabei auf den zahlreichen Rätseln, von denen wir einige bereits im ersten Level bewältigen mussten. Wir haben das Spiel zu zweit gespielt, indem jeder Spieler einen Joy-Con in der Hand hielt. Jeder Spieler hat dabei eine vorgegebene Seite, die jeweils farblich markiert ist, entweder blau oder rot – passend zu den erhältlichen Joy-Con. Mit dem Analog-Stick hatten wir die Möglichkeit, den Hund zu steuern und mit der Schultertaste konnten wir zubeißen, um Gegenstände mitzunehmen. Ihr könnt euren Körper auch strecken, um eure Länge zu erweitern und sogar bellen und hüpfen, um somit durch kooperative Arbeit Hindernisse zu überwinden. Wenn ihr zum Beispiel eine dunkle Materie seht, müsst ihr mit einem der beiden Enden in einen Lichtball reinbeißen, um dann mit der anderen Seite den Lichtstrahl zur Materie befördern. Somit könnt ihr zum Beispiel einen weinenden Wecker dabei helfen, eine Passage durch die Dunkelheit zu bahnen, damit dieser dann einen Riesen wecken kann. Solche Rätsel begleiten euch die ganze Zeit über und machen auch zu zweit unglaublich viel Spaß.


Einer hat den Schlüssel im Mund, der andere muss sich mitschleifen lassen. © Coatsink Software

Ebenso war es interessant zu beobachten, wie sehr das Spiel von der Physik profitiert, da ihr zum Beispiel, dank eures dehnbaren Mittelteils, eine Kugel bewegen müsst, um einen Schalter zu aktiveren. Durch eine bestimmte Taste könnt ihr auch eure Gefühle ausdrücken und somit süße kleine Phog-Emojis posten. Die Steuerung ging sehr leicht von der Hand und es hat unglaublich viel Spaß gemacht, den gemeinsamen Körper zu zweit zu steuern. Besonders die Joy-Con-Haltung war sehr angenehm, da das Spiel von der eher ruhigen Sorte ist. Hier ist, wie auch schon bei Human Fall Flat, ganz viel Kommunikation gefragt. Auf unsere Nachfrage hin, ob ein Online-Multiplayer geplant sei, hat man uns bestätigt, dass das Spiel erst einmal ohne Online-Modus veröffentlicht wird, aber dass dieser dann nachträglich per Update nachgereicht wird. Anscheinend ist die Programmierung eines Netzcodes immer eine separate Angelegenheit, die erst bewältigt werden muss. Insgesamt soll es drei Welten mit jeweils 8 Level geben, die sich mit den Thematiken „Essen“, „Schlafen“ und „Spielen“ beschäftigen. Zwar reißt die Grafik des Spiels keine Bäume aus, aber die technische Seite machte einen sehr sauberen Eindruck und das Spiel kam mit einer sehr flüssigen Framerate daher. PHOGS! wird Anfang 2020 unter anderem auch für die Nintendo Switch veröffentlicht werden. Da war es natürlich umso schöner, dass Nintendo das Spiel auf der gamescom in der Indie World präsentiert hat.

Unsere Prognose

Meinung von Dennis Meppiel

PHOGS! wird für alle Couch-Koop-Fans ein wahres Fest werden. Die Demo-Version, die uns einen kurzen Einblick ermöglicht hat, machte unglaublich viel Spaß und ist gerade für schöne Zocker-Abende perfekt geeignet. Deswegen sind wir uns ziemlich sicher, dass dahingehend kaum noch etwas schief gehen kann. Und auch der Trailer hatte uns bereits gezeigt, dass uns da noch einiges erwarten wird, was für viel Abwechslung spricht. Das Spiel und die Phogs sind so süß, dass man sie am liebsten am Bauch kraulen möchte.
Mein persönliches Highlight: Die indirekte Anspielung auf CatDog

Die durchschnittliche Leserwertung

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