Angespielt: RTL Winter Sports 2010: The Great Tournament

RTL macht Fernsehen für jedermann. Doch kann die hauseigene Spieleschmiede auch in der Videospiel-Welt überzeugen? Schon seit einigen Jahren erscheint jährlich für verschiedene Plattformen die "RTL Wintersports"-Reihe. Darin absolviert ihr verschiedene Wintersportarten wie Skispringen, Slalom oder Eiskunstlauf. Auch diesen Sommer wird es wieder kalt auf den Next-Gen-Konsolen, so natürlich auch auf Nintendos Wii.

Acht verschiedene Sportarten stehen euch zur Verfügung, darunter Snowboard, Bobfahrt und Biathlon. Diese wurden in verschiedene Spielmodi gepackt; unter anderem in einen Karriere-Modus, in dem ihr ein gesamtes Team spielt (für jede Sportart ein Charakter) oder der Einzellauf, in dem ihr eben einfach eine Runde spielen könnt. Gesteuert wird das Spiel mit Wiimote und Nunchuk. So müsst ihr im Skispringen beim Absprung Wiimote und Nunchuk nach oben reißen, seid ihr dann in der Luft, müsst ihr euch möglichst gerade halten. Bei der Landung führt ihr dann die genau umgekehrte Bewegung aus und landet (hoffentlich) sicher auf euren Füßen. Beim Eiskunstlaufen müsst ihr die angezeigten Bewegungen im richtigen Timing ausführen, um erfolgreich über das Eis zu flitzen.

Grafisch ist der Titel hübsch anzusehen. Man sieht, dass sich die Entwickler viel Mühe gegeben haben (und an dieser Stelle zitiere ich), "nicht mehr so deutsch auszusehen". Somit ist alles etwas runder und weicher geworden, die Charaktere haben flüssige Animationen und sogar das Publikum hat verschiedene Bewegungen, die allesamt mit Motion-Capturing aufgenommen wurden. In der vorgeführten Version gab es noch ein paar Fehler mit dem Schattenwurf, jedoch versicherte man mir, dies sei in der finalen Version nicht mehr vorhanden. Zudem verzichtete man komplett auf ein HUD, lediglich eine kleine Adrenalin-Anzeige, die sich während des Ausführen von Tricks oder einer guten und fairen Fahrweise auflädt. wird ab dem Moment, ab der ihr sie einsetzt, angezeigt. Aber ob es sich hier wirklich um die PS3-Grafik handelt, wie man mir versicherte, welche nur ein bisschen heruntergeschraubt wurde, ist fraglich.

Besonders viel Wert legte man auf den Online-Bereich, in dem man bis zu drei Spielern in allen Disziplinen antreten kann. Übrigens können eure Mitspieler direkt sehen, ob ihr fair spielt oder euch wie eine Rampensau benehmt und alles und jeden wegrempelt. Denn solltet ihr euch unfair verhalten, erhält euer Sportler kleine Ringe am Arm und je mehr ihr rempelt, desto mehr Ringe werden es. Die musikalische Untermalung ist gering, während der Disziplinen gab es keine Musik zu hören, jedoch ist dies nicht störend sondern eher förderlich für die gesamte Atmosphäre. Auch ein Sprecher wurde integriert, allerdings ertönt die Stimme aus dem Nichts und auf Englisch.

Unsere Prognose

Meinung von Eric Sohr

Wenn die Entwickler weiterhin mit ihrem bisherigem Enthusiasmus an dem Titel arbeiten, dürfte uns ein recht solider und durchdachter Sporttitel erwarten. Die Steuerung machte immer Sinn und ist gut durchdacht.

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