© Panini Comics, Bildmontage: © ntower

Dungeons & Dragons: Legenden aus Baldurs Tor und Zorn der Frostriesen in unserer Comic-Rezension

In den Jahren 1998 und 2000 wurde die Welt der Video-Rollenspiele erschüttert, als zwei Genretitel erschienen, die bis heute als Meisterwerke gelten und zukünftige Titel nachhaltig beeinflusst haben. Die Rede ist von Baldur’s Gate 1 und 2, die mit fantastischen und epischen Geschichten rund um verstorbene Götter daherkamen. Was die Spiele damals so besonders machte, waren ihre Charaktere, die vielschichtig und tiefgründig waren und besonders für damalige Verhältnisse tatsächlich das Gefühl erweckten, dass man es mit richtigen Persönlichkeiten zu tun hatte. Die Geschichte um Jaheira, Viconia, Imoen oder auch den wilden Waldläufer Minsk sind seit damals vorbei … zumindest teilweise. Denn im Laufe der letzten Jahre hat Panini Comics eine Dungeons-&-Dragons-Comicreihe herausgebracht, die aus der Feder des Autors Jim Zub stammen. Der hat mit verschiedenen Künstlern zusammengearbeitet, um die Geschichte rund um eine Heldentruppe aus Baldurs Tor zu erzählen, – und auch wenn die Handlung zeitlich mehrere hundert Jahre nach den Spielen stattfindet, kehrt sogar ein altbekannter Waldläufer zurück.


Die Elfin Delina stolpert von einer Misere in die nächste.

© Panini Comics

Für diese Rezension hat uns Panini Comics die beiden Sammelbände zu Legenden aus Baldurs Tor und Zorn des Frostriesen zur Verfügung gestellt. Legenden aus Baldurs Tor fungiert dabei als Einstieg in die längerfristige Handlung und stellt euch die Hauptcharaktere vor. Da wäre zum einen die Magierin Delina, die wilde und unberechenbare Magie wirken kann und vor allem im ersten Band als Hauptfigur fungiert, indem sie nach ihrem verschollen geglaubten Bruder in Baldurs Tor forscht. Sie ist es auch, welche durch einen magischen Unfall die Statue des legendären Waldläufers Minsk zum Leben erweckt. Der stämmige und herzensgute Recke kämpft zusammen mit seinem Miniaturriesenweltraumhamster (ja, das ist ein Wort) Boo gegen das Böse und versteht erst nicht so richtig, dass er eigentlich schon mehrere hundert Jahre alt ist. Im Laufe des ersten Bandes schließen sich den beiden noch die Diebe Shandie und Krydle an, die eigentlich nur ein gemütliches Leben als Stadtschurken führen wollen, dann jedoch in die Ereignisse der Haupthandlung hineingezogen werden. Ohne zu viel darüber zu verraten: Es wird viel gekämpft, geflohen und eine große böse Bestie darf natürlich auch nicht fehlen.


Im zweiten Band namens Zorn des Frostriesen hat es die Heldengruppe mittlerweile an den Grat der Welt in den hohen Norden verschlagen, wo sie und das neueste Gruppenmitglied Nerys, eine Klerikerin des Totengottes Kelemvor, erst einmal um ihr Überleben kämpfen. Als man dann endlich ein Dorf gefunden und vermeintlich dem Tod ein Schnippchen geschlagen hat, kommt dann doch alles anders und eine Gruppe von brandschatzenden Frostriesen droht die kleine Siedlung dem Erdboden gleichzumachen. Natürlich können die Helden, allen voran Minsk, dem nicht tatenlos zusehen und schnell stellt sich heraus, dass die Invasoren mehr im Schilde führen als „nur“ die Menschen abschlachten und ausrauben zu wollen.


Man merkt beiden Bänden an, dass sie dem Dungeons-&-Dragons-Universum entstammen, denn die Handlung aus Jim Zubs Feder könnte direkt eine Kampagne aus dem Pen-&-Paper-Regelwerk sein. Ob das gut oder schlecht ist, ist dabei eine klare Geschmacksfrage. Mir als Pen-&-Paper-Spielleiter und Rollenspiel-Enthusiast haben beide Handlungen gut gefallen, auch wenn sie etwas platt und ziemlich vorhersehbar daherkommen. Nichtsdestotrotz beinhalten die Geschichten alles, was man von einem guten Fantasy-Setting erwartet; Kämpfe, eine gute Prise Humor und genügend Spannungsmomente, welche die Neugier wecken, wie es wohl weitergeht.


In Sachen Zeichenstil unterscheiden sich beide Bände stark voneinander. Für Legenden aus Baldurs Tor war Max Dunbar für die Zeichnungen zuständig, welche deutlich cartooniger daherkommen und mit knalligen Farben hervorstechen. Für Zorn des Frostriesen war Netho Diaz derjenige, der den Stil geprägt hat und dieser kommt deutlich „erwachsener“ und kantiger daher. Mir persönlich haben die Zeichnungen von Dunbar etwas besser gefallen, doch beide Künstler beweisen in ihren Bänden ein gutes Auge für viele kleine Details und actionreiche Momente, die gut in Szene gesetzt wurden.


Dungeons & Dragons: Legenden aus Baldurs Tor ist erschienen bei Panini Comics, ISBN: 9783741610295, Softcover, 128 Seiten, 17,- Euro


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Dungeons & Dragons –Der Zorn des Frostriesen ist erschienen bei Panini Comics, ISBN: 9783741614217, Softcover, 132 Seiten, 17,- Euro


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Unser Fazit

Meinung von Florian McHugh

Wem Dungeons & Dragons an sich gefällt, sei es, weil man die Pen & Paper Vorlage gerne spielt oder weil man die Videospiele aus dem Universum mochte, der wird mit den Comics seine Freude haben. Sowohl die Handlung als auch die Zeichnungen versprühen den Geist der Rollenspielserie und wissen zu unterhalten. Für alle anderen kann es ebenfalls ein guter Einstieg in die Welt von Dungeons & Dragons sein, denn auch wenn die Comics immer wieder Bezug auf einige Elemente aus den Spielen nehmen, braucht man keinerlei Vorwissen, um die Geschichten genießen zu können.

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