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Ich kämpfte zehn Jahre zwischen den Dimensionen in unserer Manga-Rezension

Direkt am Anfang der Geschichte finden wir Leser ein klassisches Fantasy-Setting mit entsprechenden Helden vor. Ein Held namens Erik, ein Krieger namens Golan und ein Magier namens Luck, die sich einer Bedrohung stellen müssen, die sie an ihre Grenzen bringt. Nahezu eine klassische Party, die sich hier im Fantasy-Setting von „Ich kämpfte zehn Jahre zwischen den Dimensionen und kehrte als Legende zurück“ vorfindet. Als Leser jedoch haben wir das Gefühl, dass wir unmittelbar an das Ende einer längeren Geschichte geworfen werden. Denn der Gegner ist übermächtig, da ist von der Majin-Armee die Rede und letztendlich vom Endboss in Form des Majin-Königs. Dieser Kampf findet zwischen den Dimensionen in einem Dimensionsspalt statt und würde das Team die letzte Kraft kosten, doch Magier Luck nimmt die Anstrengung alleine auf sich und schickt seine Mitstreiter vorab zurück in die heimatliche Dimension. Letztendlich besiegt er nach langer Mühe den Majin-König und kehrt völlig entkräftet nach Hause zurück. Doch irgendwie hat sich dort so einiges verändert.


Luck ist ein erfahrerer Abenteurer, kann das aber nicht öffentlich zeigen!

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Erst nach und nach merkt Luck, dass er ganze 10 Jahre im Dimensionsspalt gekämpft hat und sich seitdem in seiner Dimension so einiges verändert hat. Dabei ist Luck keinen Tag gealtert, weswegen ihn die Wächter an den Stadttoren nicht erkennen. In der Stadt trifft er dann auf eine mehrere Meter hohe Statue eines Magiers, der ihm verdächtig ähnlich sieht. Doch was geht hier vor?


Bald darauf löst sich das Geheimnis auf und Luck wird klar, dass alle Bewohner seiner Dimension knapp 10 Jahre älter geworden sind. Er trifft seine alten Mitstreiter wieder, die ihm offenbaren, dass er ein Held ist, der vom Volk verehrt und gefeiert wird. Seinem Stand entsprechend müsste er einen Adelstitel erhalten, worauf Luck so gar keine Lust hat. Nach ein paar Tagen Ruhe kommen er und seine mittlerweile hochrangigen Freunde – Erik ist nun der Herrscher des Reiches und Golan der Großmeister der Abenteurergilde – auf die Idee, dem Volk die Rückkehr von Luck zu verheimlichen.


Mit einer neuen Abenteurerkarte aus der Gilde in der Hand, möchte Luck wieder Abenteuer erleben und sich in den nächsten Dungeon begeben. Doch es soll möglichst niemand wissen, dass Luck mittlerweile ein Abenteurer vom Rang S ist. Aus diesem Grund verschafft man ihm eine mit Magie versehene Abenteurerkarte, die einen falschen Rang und einen falschen Beruf anzeigt. Als Lock macht er sich kurz darauf wieder auf den Weg, um neue Abenteuer zu erleben. Dabei trifft er auf eine Anfängergruppe, derer er sich annimmt. Jedoch darf Lock nicht seine vollständigen Kräfte einsetzen, sondern muss den Schein eines mittelmäßigen Kriegers aufrechterhalten. Das klappt auch, bis eine Abenteurerin namens Shia hinter sein Geheimnis kommt.


Wenn ihr so wie ich mit Fantasy-Rollenspielen groß geworden seid, werdet ihr euch in „Ich kämpfte zehn Jahre zwischen den Dimensionen und kehrte als Legende zurück“ direkt heimisch fühlen. Die hier vorliegende Welt orientiert sich an klassischer Fantasy, in der Magie und Kämpfe gegen Monster und andere Kreaturen die Hauptrolle spielen. Autor der Vorlage ist Ezo Gingitsune, der hier geschickt zu Beginn die Regeln auf den Kopf stellt und uns in einen Endkampf schmeißt, nur um kurz darauf den Hauptcharakter in unbekanntes Terrain zu schicken.


Zeichnerisch umgesetzt wurden die Abenteuer von Luck und seinen Mitstreitern von Zeichnerin Chaco Abeno (Chrome Breaker), die hier einen guten, wenn auch unspektakulären Job macht. Das sieht alles durchaus gut aus und in manchen Details kann das Artwork auch glänzen, insgesamt präsentiert uns die Künstlerin im ersten Band zumindest noch nicht ihr volles Potenzial. Die Kreaturen und Monster-Designs sind dabei noch am gelungensten, die Charaktere entsprechen in vielen Belangen einem Manga-Standard, was an sich nicht verkehrt ist, aber den Leser auch nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißt.


„Ich kämpfte zehn Jahre zwischen den Dimensionen und kehrte als Legende zurück“ ist erschienen bei Egmont Manga, ISBN: 978-3-7704-4270-6, 18 x 12,4 cm, 202 Seiten, 7,50 Euro


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Unser Fazit

Meinung von Dennis Gröschke

„Ich kämpfte zehn Jahre zwischen den Dimensionen und kehrte als Legende zurück“ stellt eine gute Unterhaltung dar und orientiert sich mit seiner Prämisse gewiss an dem Subgenre des Isekai, ohne hierbei alle Kriterien zu erfüllen. Der Manga liest sich so weg und kann bequem in einem Rutsch konsumiert werden. Optisch haben mich am meisten die Kreaturen-Designs angesprochen, wenn der Manga dabei auch jugendfrei und erfreulich unblutig bleibt. „Ich kämpfte zehn Jahre zwischen den Dimensionen und kehrte als Legende zurück“ ist klassisches Fantasy wie es im Buche steht und beinhaltet keine großen Twists oder unnötigen Filler, zumindest was das erste hier vorliegende Buch angeht. Vielleicht wird in den kommenden Bänden die Geschichte noch ein wenig mehr ausgeschmückt, aber auch so könnt ihr bedenkenlos zugreifen.

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Kommentare 1

  • Marq

    Anime-Spiele ohne Chibis!

    Ich habe bereits alle deutschen Bände gelesen und kann das Fazit so unterschreiben. Ergänzen möchte ich noch, dass mit Clerise schnell ein unterhaltsamer Nebencharakter dazukommt. Unblutig bleibt es allerdings nicht, da bald eine neue große Gegnergruppierung erscheint, die mit Menschen nicht zimperlich umgeht.